immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene trinken Alkohol

  • Es gibt sie ja doch immer wieder mal: ..die guten Neuigkeiten.


    Nach einer aktuellen Studie der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) sinkt der Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in den letzten Jahren konstant. Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene trinken demnach überhaupt Alkohol. Auch das sogenannte Rauschtrinken ist rückläufig.


    Hier ein Link zum Pressetext der BzgA:
    https://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/?nummer=1132
    Dort finden sich weiterführend zudem zahlreiche weitere Links, Studien und Texte zur Vertiefung der Thematik.


    Hier finden sich kurz und bündig auf einer 4-Seitigen PDF zusammengefasst graphische Ergebnisse der Studie:
    http://www.bzga.de/presse/daten-und-fakten/suchtpraevention/


    Die von der BzgA ins Leben gerufene Internetplattform www.kenn-dein-limit.info informiert Jugendliche eingehend über den Umgang mit und ohne Alkohol. Die Site ist auch in unserer >Linksammlung< enthalten.


    gute Grüße, LiS

  • Hallo LiS,


    ich hatte neulich auch schon einmal etwas darüber gelesen und war positiv überrascht.


    Wie geht es dir?


    LG Betty

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Hallo LiS,


    das werde ich heute Abend in einem längeren Text hier grundlegend widerlegen. Aus selbst gemachten Erfahrungen. Und das werden keine Ausnahmefälle sein. Der Konsum ist gestiegen. Nur die Sichtweise hat sich geändert. Am meisten bei den Jugendlichen die sich den Alkohol auch leisten können. Der Alkohol ist bei den Jugendlichen zur Gewohnheit geworden. Er wird nicht mehr durch Total ausfälle signalisiert wie sie die "Yellow Press" gerne reisserisch aufzeigt. Nichts mit Koma Saufen. Der Alkohol ist mittlerweile ständiger Bestandteil des täglichen Lebens. Dank Alko Pops und Werbung. Zu bestimmten Zeiten sind die Getränkeabteilungen der Super Märkte ausverkauft. Party Time. Ohne Ausnahmen. Dazu werde ich heute Abend schreiben. Ob mir das jetzt Angst macht. Nein. Wundere mich nicht wenn die in einem Jahr genau das Gegenteil schreiben. Wer diesen Statistiken glaubt, der glaubt wahrscheinlich auch das der Zitronenfalter Zitronen faltet. Es ist manchmal schade das viele Dinge die geschrieben werden nicht kritisch hinterfragt werden.


    Gruß
    Michael

  • Kurze Frage bevor ich heute Abend dazu ausführlich etwas schreiben werde. Wer nimmt solche "Studien" ernst ?


    Gruß
    Michael

  • Hallo Michael,
    aber Du musst doch (mir) nichts grundlegend widerlegen... Der Thread hat den Weg hier in den Bereich -Aktuelles- gefunden, eben weil es aktuell in den Nachrichten ist. Ich hatte es letzte Woche im Radio gehört. Im Startposting hab ich es tatsächlich, ohne zu hinterfragen oder nicht zu hinterfragen, sozusagen einfach so, eingestellt.


    Wenn im Laufe eines Threads, dafür ist so einer ja auch da, andere, weitere, ergänzende oder auch konträre Gedanken und Ansichten beigetragen werden, dann freu ich mich natürlich - und bin nicht verwundert.


    Natürlich habe ich auch meine eigenen Gedanken dazu.


    Zu deiner Frage z.B., ich persönlich finde jede Bemühung im Rahmen von Suchtprävention, also Vorbeugung, als ernst zu nehmen.


    gute Grüße,
    und nen schönen Abend,
    LiS



    ps: Betty - gut geht's mir, danke :)

  • Einige Beobachtungen von mir.


    Natürlich wird getrunken. Wer glaubt eigentlich noch den Statistiken.


    Gruß
    Michael

  • @LiS


    Meine Texte sind nicht gegen Dich als TE gerichtet. Sie sollen nur als Diskussionsgrundlage dienen um das Thema aufzugreifen.


    Gruß
    Michael

  • @LiS


    finde ich eine gute Einstellung. Warum sind wir hier in diesem Forum. Ich denke zum Meinungsaustausch. Ich habe nicht erst seit meiner selbstgewählten Abstinenz eine sehr differenzierte Auffassung anderen gegenüber. Ich hinterfrage gerne einige Dinge. Aus Interesse. Die Jugend säuft aber nicht ab. Keine Angst. Das Thema ist aber sehr sehr interessant. Es kommt meinen Überlegungen zum Thema sehr gelegen. Deshalb habe ich mich hier eingebracht falls gewünscht.


    Gruß
    Michael

  • Guten Morgen zusammen,


    ich werde hier einmal den Versuch unternehmen und etwas zum Thema Alkohol und Jugendliche aus meinen Beobachtungen schreiben. Einige meiner vorherigen Texte habe ich etwas "entschärft". Ich bin bei solchen Studien immer gleich etwas ungehalten wenn sie am eigentlichen Problem vorbei geschrieben sind. Habe da so meine Erfahrungen gemacht. Also sorry nochmal für meinen etwas "verwegenen" Schreibstil.


    Der Stein des Anstosses.
    Die Jugendlichen trinken weniger. Diese Aussage halte ich für irreführend. Das Gegenteil ist der Fall. Der Konsum steigt. Und das hat Gründe. Der Hauptgrund nennt sich Leistungsgesellschaft und Humankapital. G8 ist da ein gutes Beispiel dazu. Wer sich unter den Jugendlichen einmal im persönlichen Gespräch umhört, wird einiges zurechtrücken müssen. Das ging mir genauso. Meine Tochter wird 23 und studiert. Nein auf den Unis wird natürlich nicht getrunken. Das sagt sie mit einem Augenzwinkern. Da sind einige nicht ganz nüchtern in den Lesungen. Das gehört schon fast dazu. Ich möchte aber nicht auf die Unis alleine zeigen, sondern auf unser Wertesystem und die Gesellschaft selbst. Leistungsdruck und Finanzielle Probleme betreffen die Jugendlichen verstärkt. Wer kein Geld hat der studiert nicht. Ganz einfach. Bafög hilft da nicht viel weiter. Viele Jugendliche studieren sich in die Schuldenfalle hinein. Wir leben nicht mehr in den 1970/80 ger Jahren. Das ist aber nicht der einzige Grund. Wer heute keine Möglichkeit hat einen Beruf zu ergreifen der genug Netto Gehalt generiert ist unten durch. Ausser er kann etwas erben.


    Vor einer Woche hatte ich die Gelegenheit mit einigen jungen Leuten das Thema Alkohol etwas zu diskutieren. Es war Sonntag Morgen, und diese jungen Leute hatten sich zu einem "Umtrunk" getroffen weil sie gemeinsam am Nachmittag auf eine bekannte Spanische Insel geflogen sind zum Kurzurlaub. 1 Woche oder so. Die machen das öfter wie ich mitbekommen hatte. Meine Tochter macht mit Freundinnen auch solche Kurzurlaube. Sorry natürlich nicht Kurzurlaube. Sauftouren bis zum Exzess um dem Leitungsdruck für ein paar Tage zu entkommen. Natürlich haben alle diese Menschen keine "Säufernase" oder sitzen in Fußgängerzonen herum und betteln.
    Nein viele kommen aus gutem Haus und kreuzen mit "Daddys" Limousine auf oder fahren einen eigenen Cooper S wie meine Tochter. Das ist aber kein Phänomen der besser verdienenden. Der Unterschied liegt nur in der Auswahl der Getränke. 4 er Pack Desperado 5,99 Euro. Nur zum "vorglühen". Ich bekomme solche Geschichten schon mal öfter mit. "Rotkäppchen" knallt auch richtig rein zum vorglühen wie ich schon aus fachkundigen Kreisen erfahren durfte. Schön, schön. Kenne ich etwa die falschen Menschen. Oder ist an der Statistik etwas faul.


    Nein das ist Normalität. Unsere Kinderlein fallen nicht auf da draussen. Die kaschieren das geschickt. Müssen sie ja. Aber trotzdem besteht da ein Problem, wenn man die Messlatte mal genau anlegen wollte. Meine Tochter lässt zumindest den Cooper in der Garage wenn es auf die Piste geht. Bei einigen anderen ist das aber schon innerhalb der Probezeit schief gegangen. Da ist ja 0 Promille angesagt. Da reichen 0,2 und der "Lappen" ist weg. Da kenne ich aus anderer Seite 3 junge Leute die ihren Schein schon in der Probezeit verloren haben. Ich habe kein Problem damit das es so läuft. Die jungen Leute kriegen sich später wieder ein wenn sie sich die Hörner abgestossen haben. Ich habe aber ein Problem mit diesen Statistiken. Ja nun sagen sie doch mal junger Mensch. Trinken sie etwa. Aber nein wo denken sie den hin. Die Zahlen sind doch rückläufig. Ah dieses Koma - Saufen. Aber ja. Gehört hab ich schon davon. Wäre eine gute Vorlage als Song Text für F.J Degenhardt gewesen.


    Fakt ist es wird konsumiert unter der Jugend. Mehr denn je. Und keiner wird in einer Online Befragung seinen Konsum korrekt wiedergeben. Das Spiel kennen wir ja von uns selbst. Wir sind alle hier weil wir nie etwas getrunken haben oder so ähnlich. Hand aufs Herz. Unsere Kinder wissen auch was sie uns sagen und was sie am besten für sich behalten. Zuhause fallen die selten mal auf. Meine Tochter gibt da schon eher mal etwas preis. Sie findet selbst das es stellenweise schon ganz schön ausufert. Die Clubs sind voll. Manchmal gibt es dort keinen Einlass mehr ab bestimmten Uhrzeiten. Die Wein, Bier und Strassenfeste sind auch voll. Mal ehrlich jetzt. Wenn wir "Betriebsfest" haben, dann wird ein Reisebus gemietet. Nur weil niemand etwas trinkt. Ist doch logisch. Fragt doch mal den "Bierkutscher" wie oft er in der Woche Kneipen beliefert in denen nur Jugendliche verkehren. Oder einfach mal das Warenangebot checken von einem Supermarkt der in Reichweite einer Uni steht. Die nehmen nicht das Zeug wieder mit zurück, weil das MHD abgelaufen ist. Die bringen eher Nachschub. Ich in da halt etwas kritisch. Gebe ich zu. hat aber nichts mit meiner Abstinenz zu tun. Die soll ja wahrscheinlich nicht ewig gehen. Wer weiß. Einstweilen schau ich mir mal an was andere so konsumieren.


    Wer sich wirklich mit Jugendlichen unterhalten kann und will, der bekommt ganz andere Antworten wie sie unser Staat zwar weiß, aber uns anders glauben machen will.
    Bei dem netten Gespräch mit den jungen Leuten letzte Woche war übrigens ein Mädchen dabei das den angebotenen Alkohol abgelehnt hat. Aber nur weil sie laut ihrer Aussage noch Restalkohol hätte. Zu einem kleinen Hefeweizen konnte sie ihr Freund dann aber doch noch überreden. Obwohl sie mit Mamas X5 gekommen war. Der Rest der Truppe war um 10 Uhr Morgens schon wieder etwas entspannt und breit. Einer war dabei der auf der Spanischen Insel mal das Frühstück erleben will. Scheinbar hat das noch keiner erlebt. Meiner Tochter habe ich die Geschichte erzählt mit dem Gespräch. Sie hat nur gelacht. Ihr lakonischer Kommentar. Frühstück ? Hab ich in Spanien auch noch nie erlebt. Wir sind froh wenn wir überhaupt Appetit zum Mittagessen haben. Ja, ja. Die Jugend halt. Ähh was ? Ach ja. Rückläufig ! Stimmt. Da war doch was im Internet gestanden.


    Gruß
    Michael
    Ps: "Jeder kann machen was er will. Natürlich im Rahmen der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung." ( Degenhardt )

  • Guten Morgen,


    ich mache mir gerade jetzt in diesem Moment Gedanken darüber, ob ich auch in dieser Gesellschaft der nur noch studierenden Jugendlichen lebe, die mit eben genannten diversen Automarken oder Papas Limousinen unterwegs sind. Mamas scheint es ja nicht zu geben!? Oder sind sie nichts wert? Ich könnte, wenn ich wollte, alle meine wichtigen oder eben nicht wichtigen Konsumgüter hier aufführen. Will ich aber nicht. Ich habe einen durchaus guten Beruf und meine Tochter übrigens auch. Es ist tatsächlich so, dass man auch noch ohne Studium sehr gute Ausbildungen machen kann. Manchmal vielleicht sogar bessere Ausbildungen, da die entsprechende Praxis mit gelehrt wird?!!! Es soll auch noch Menschen geben, die ohne Sauf-Kurzurlaube auf dieser Welt existieren. Selbstverständlich kann man sich hinter Statistiken verbergen, weil die Welt dann manchmal besser aussieht. Glaube nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Oder man kann sich in einem Umfeld aufhalten, wo es nur noch um Konsum oder/oder Automarken, Labels und andere unwichtige Dinge für wahres Lebensglück geht. Es gibt aber auch noch Lebewesen auf unserer Erde, die sich Gedanken um andere Dinge machen, sehr ausgeglichen und auch in sich ruhend glücklich leben. Alle erarbeiteten Statussymbole können gut sein, aber bedeuten nicht gleichzeitig Lebensglück oder Zufriedenheit. Was will ich damit sagen? Ich lebe in keiner Minderheit, sondern gerne mit sehr klugen Leuten, die über Empathie, Respekt, Hilfsbereitschaft, Warmherzigkeit, Empfinden von wahrer Freude und und verfügen. Tatsächlich gibt es sogar den ein oder anderen studierten Akademiker und Arzt in meinem Bekanntenkreis, der zu den Fahrradfahrern gehört. Es ist viel gesünder und psychisch erfüllter, morgens nach 20 km Radtour an seinem Arbeitsplatz anzukommen.


    Ich wollte einmal darstellen, dass es durchaus noch ANDERES gibt. Und auch noch ganz ganz viele liebenswerte Menschen, die eventuell nicht arbeitsfähig sind und auch nicht studiert haben, die trotzdem nicht saufen und auch noch glücklich sind....


    In diesem Sinne wünsche ich allen einen wunderbaren Sonntag.


    P.S. Ich bin ab dem 1. Juni wieder einmal ganz alleine auf einer Mittelmeerinsel für 2 Wochen zu Fuß und mit dem Fahrrad mit Fotoausrüstung unterwegs, um Land und Leute und mich wieder ein bisschen mehr kennen zu lernen, unterwegs. Ich freu mich.


    LG von Betty :sun:

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Ich bin ab dem 1. Juni wieder einmal ganz alleine auf einer Mittelmeerinsel für 2 Wochen zu Fuß und mit dem Fahrrad mit Fotoausrüstung unterwegs, um Land und Leute und mich wieder ein bisschen mehr kennen zu lernen, unterwegs. Ich freu mich.


    Komm gesund zurück (also nicht mit Hals-und-Beinbruch ;) ) und bring ein paar schöne Bilder mit wikende091



    Also ich für mich habe festgestellt, dass sowohl Blaumann als auch Betty Recht haben: Es gibt Sone und Solche. Nur fallen "Sone" eben leider mehr (unangenehm) auf und sind daher gefühlt in der Mehrzahl.


    Ich vertraue diesen Statistiken nicht vorbehaltlos (Blaumann: "Und keiner wird in einer Online Befragung seinen Konsum korrekt wiedergeben. Das Spiel kennen wir ja von uns selbst.". Aber eben auch, weil ich auch viele "Solche" kenne). Aber auf Grund meiner eigenen Alkohol-Erfahrungen mache ich mir eben andere Gedanken als jemand, der kein Alk-Problem hat.


    Gruß und einen schönen Sonntag noch :sun:


    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • ok, wenn ihr der Statistik von der BZgA nicht glauben wollt, hier eine andere.
    veröffentlicht am 12.05.2015
    Zitat:
    Es sind alarmierende Zahlen: Laut einer aktuellen Studie der OSZE trinken Jugendliche in wohlhabenden Ländern wie Deutschland immer mehr Alkohol. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielschichtig.


    Quelle: Die Welt/wochit
    85 Prozent der 15-jährigen Deutschen haben schon Erfahrungen mit Alkohol gemacht – 25 Prozent mehr als noch 2002. Laut OECD nimmt auch in vielen anderen Ländern der Alkoholkonsum von Jugendlichen zu.


    Zitat Ende


    hier nachzulesen: https://www.welt.de/wirtschaft…nager-trinkt-Alkohol.html


    nixweiss0 Wer also für weniger ist, nimmt Statistik-1, für mehr die Statistik-2. So kann jeder seine Ansicht belegen. Ironie-aus nixweiss0


    Gruß Henri


  • nixweiss0 Wer also für weniger ist, nimmt Statistik-1, für mehr die Statistik-2. So kann jeder seine Ansicht belegen. Ironie-aus nixweiss0


    ;D


    Suchet, so werdet ihr finden.
    Ich glaube, man wird für jede These ein Für oder Wider finden.


    Gruß
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

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    können wir nur selber tun!

  • Es ist nicht neu, dass Jugendliche trinken. Und es ist auch nicht neu, dass Jugendliche zu viel trinken. Komasaufen, Vorglühen…. Ja, auch diese Dinge gab es schon immer. Leider.


    15jährige, die mit Alkohol zu tun hatten oder haben? Auch die gab es. Ich gehöre auch dazu. Ich war damals nicht alleine. Während meiner kompletten Ausbildungszeit habe ich nebenberuflich in der Gastronomie gearbeitet. Die Wirte und Betreiber der Einrichtungen haben damals auch schon nicht ihr Geld mit Wasser verdient. Zur Konfirmation betrunken (Eltern waren dabei), war auch meistens Normalität. Auch leider.


    Ich kenne sehr viel mehr aufmerksame Eltern, die jetzt (heute) auf ihre Kinder und Jugendlichen achten und versuchen, Aufklärungsarbeit zu leisten.


    Also – Statistiken gab es immer – gibt es immer noch, aber stimmen müssen sie nicht. ;)


    Jeder sollte sie so lesen wie er möchte.


    Warum beschäftigt mich dieses Thema viel mehr? Ich fand die Klassifizierung in dem anfänglichen Text nicht gut. Materielle Werte haben nichts mit Wertigkeit von Personen zu tu, denke ich.


    :sun:

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Hallo Betty,


    ich wollte nur den Satz der OECD Studie etwas herausheben.


    Zitat: "Menschen mit einem höheren Bildungsstand und einem höheren sozioökonomischen Status ( SÖS ) trinken häufiger Alkohol. Quelle: OECD Studie.


    Im allgemeinen wird mehr getrunken in dieser Altersklasse und in diesem "Umfeld" als ich gedacht hätte. Ausgangslage war für mich die althergebrachte Denkweise das übermässiger Alkoholkonsum nur bei gewissen Bildungsschichten beheimatet wäre. Deshalb auch meine Anspielung auf ein gewisses "gehobenes" soziales Umfeld. Ich habe auch nicht studiert. Ich wusste aber das es Burschenschaften gibt die keine "Kostverächter" sind. Aber das es mittlerweile schon fast normal scheint mit dem Konsum war mir neu. Gerade in den Industrieländern mit dem höchsten BIP wird am meisten gesoffen. Irgend etwas hat sich da gewaltig verschoben. Scheinbar wird es aber immer noch herunter gespielt. Meine Texte sollen auch etwas Ironie bzw. Sarkasmus wiedergeben.


    Henri


    Danke für den Link und deine Anmerkung dazu.



    Im übrigen gehe ich meistens von meinen Beobachtungen aus. Und wenn mein eigenes Kind das schon als normal ansieht muß ich da etwas genauer hinsehen. Ich möchte ja keine studierte Alkoholikerin großziehen. Ein gewisser SÖS spielt da in meinen Augen eine gehörige Portion mit hinein. Alkohol ist ja auch nicht billig. Das muß man sich in größerem Umfang auch leisten können. Neben Klamotten, FS, Auto, Urlaub und diversen Club Besuchen oder Ausgehen. Wir haben uns in dem Alter als wir zur Lehre gingen einen großen Stein ( Stein = 1 Liter. ) Cola Bier mit 3 Mann geteilt am Wochenende. Mit dem was da heute so läuft muß man erst einmal klar kommen.


    Zitat: "Allein in Rheinland-Pfalz streiten 20.000 Winzer um die Gunst der Trinker. Etwa zur gleichen Uhrzeit vor einem Supermarkt nahe des Mainzer Bahnhofs. Auch hier ist der Startschuss für einen gelungen Abend gefallen. Es sind meist junge Menschen, die heute Abend noch feiern wollen. Dazu gehört vor allem: Alkohol. Bier, Wein und erstaunlich oft Whisky. Die Flaschen sollen noch am gleichen Abend geleert werden - bei Freunden oder direkt um die Ecke, am Straßenrand. Alkohol braucht Nachwuchs. Damit die Jugend weiß, wofür Alkohol gut ist, schalten die Hersteller jährlich für rund 500 Millionen Euro Werbung, die sich konsequent an ein junges Publikum richtet. Baccardi-Rum zum Beispiel setzt auf coole Typen als Identifikationsfiguren. " Quelle: SWR "Deutschland - eine alkoholisierte Nation." Zitat: Ende.


    Gruß
    Michael

  • und dann gibt es noch die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. DHS


    hier zu finden: http://www.dhs.de/datenfakten/alkohol.html


    21.907 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 19 Jahren wurden 2015 aufgrund eines akuten Alkoholmissbrauchs stationär behandelt, das waren 2,2% weniger als im Vorjahr.
    Im Jahr 2000 waren es rund 9.500 Behandlungsfälle in diesen Altersgruppen. Dies bedeutet eine Steigerung von 130,3% auf das Jahr 2015.
    Quelle: Statistisches Bundesamt (2016): Diagnosedaten der Patienten und Patientinnen in Krankenhäusern (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2015. Wiesbaden.


    Fazit: eine Statstik=weniger, zwei Statistiken=mehr --> ergibt statistisch gesehen eher ein Plus nixweiss0
    soviel zu Statistiken

  • Guten Morgen,


    letztendlich steckt wohl überall (vielleicht auch in jeder Statistik) ein Stück Wahrheit. ;)


    Ich persönlich fände es schöner, wenn wir (die Gesellschaft) uns in die Richtung "weniger Alkohol/Drogen" bewegen würden. Ich wollte eigentlich auch nur bemerken, dass jeder seine ganz eigene Wahrnehmung hat und eben leider der Missbrauch sämtlicher Betäubungsmittel schon immer stattgefunden hat. Da es aber keine offizielle Meldepflicht gibt und auch nicht geben kann, können die Statistiken auch nicht stimmen. nixweiss0 Früher blieb doch VIELES innerhalb der Familien... oder der Dörfer oder oder oder...


    Heute wird offensichtlicher mit diesen Betäubungsmitteln und auch ganz anderen Dingen und Tatsachen in jeder Beziehung der Missbräuche umgegangen. Es wird viel schneller und offensiver berichtet, so dass man ständig darauf hingewiesen wird.


    Ich habe mein Leben für mich ein Stück weit entschleunigt und stelle fest: es tut mir gut. 44.


    Mit etwas mehr Ruhe, etwas mehr Bedacht und auch Minimalismus lebe ich heute in mir ruhend, selbstbewusst, glücklich und frei von Zwängen. Insofern benötige ich keine Hilfsmittel zur Betäubung. Leider bin auch ich viel zu viele Jahre im Dauerlauf durch mein Leben geprescht. Ich habe lange daran gearbeitet und bin auch immer noch dabei, die Wertigkeiten und Wichtigkeiten zu überprüfen. Klappt ganz gut. ( ??? leider etwas abgeschweift). Sorry.


    LG Grüße und einen schönen Tag von Betty :sun:

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Hallo Betty,


    deine Aussage trifft aber nicht den Kern warum unter Jugendlichen soviel konsumiert wird. Dazu brauchst du "Feldstudien". Und genau da beisst sich die Katze in den Schwanz. Es geht um das systematische und nicht um ein "Stück" Wahrheit. Man ist auch nicht ein wenig schwanger. Das du dein Leben im Griff hast ist sehr schön und gut. Aber nicht Gegenstand der Betrachtung. Die Gesellschaft wird dirigiert. Und zwar mit Methode in eine bestimmte Richtung. Wenn dich das in deinem eigenen Glauben nicht betrifft, um so besser. Mich betreffen einige Dinge schon, obwohl ich nicht so viel konsumiere. Man kann auch ständig auf Missbräuche hinweisen, um so etwas wie Normalität zu erreichen. Damit lässt sich eine gewisse Klientel konstruieren. Das setzt aber intensives Denken voraus. Denken darüber was gesteuert und gewollt ist. Dabei liegt die Risikoabwägung meistens auf der finanziellen Seite. Beispiel: Arbeitslose sind gewollt. Allein aus der Prämisse heraus das 680 000 Mitarbeiter bei der AfA beschäftigt sind, braucht es schon 6 Millionen Arbeitslose die verwaltet werden müssen. Laut Aussage eines ehemaligen MdB. Diese "Sau" lässt sich endlos durch das Dorf treiben.


    Gruß
    Michael

  • Michael, ich lebe nicht auf einem Baum. Allerdings beschleicht mich so langsam das Gefühl, dass es dir ausgesprochen wichtig ist, dass du Recht hast. Ich brauche niemanden, der mich ständig auf solch eine Art und Weise belehrt. Es gibt da so eine wunderbare Redewendung. Diese nehme ich jetzt Mal für mich in Anspruch.


    LG Betty

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

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