Beiträge von Patrizius

    Dieses Zitat gefällt mir sehr! Obwohl ich nicht abstreiten kann, dass die Anerkennung auch ganz nett ist😉 Durch die Abstinenz gelingt es mir endlich viel besser, mich vom ständigen vergleichen mit anderen zu lösen und irgendwie einfach mehr bei mir zu sein

    Das mit dem Vergleichen ist ein wichtiger Punkt. Ich tat das auch und habe damit aufgehört weil ich der Regisseur meines eigenen Lebens bin. Andere gehen andere Wege, haben anderer Ziele eine andere Vergangenheit. Ich habe auch gelernt Grenzen zu setzen und "Nein" zu sagen. Das war besonders schwer. Ich habe das vor dem Spiegel geübt. Zuerst kam ich mir albern vor aber mit der Zeit wird die Stimme fester und entschlossener.

    Das hörst sich wirklich toll an. Werde mir das Video auch mal anschauen. Kam da bisher leider noch nicht dazu.

    Mich würde es sehr interessieren, wie dein nüchterner Weg so verlaufen ist.

    Hallo Emily,

    zu Anfang war es sehr schwierig. Ich habe 2016 meinen FS verloren und musste seither mit dem Rad fahren was sich aber im Nachhinein als Segen entpuppte. Durch das Fahrradfahren habe ich viel Gewicht verloren. Ich wog damals 110 Kg. Außerdem half es mir zu überlegen, ich fühlte mich gut nach der Anstrengung.

    Immer wenn es Ärger gab, was damals ein Auslöser war Bier zu holen, sagte ich mir "Du hast eine Entscheidung getroffen, als bleib Kohärent und tu das was du damals gesagt hast das du tun würdes". Und das half mir die Gedanken in den Griff zu bekommen.

    Es ist wichtig den Geist an die Kette zu legen sonst geht er wie ein wildes Pferd in alle Richtungen durch und die Klarheit verblasst.

    Ziemlich schnell darauf hatte ich mich in einem Fitness Center angemeldet. Ich habe trainiert wie ein Tier und schnell sichtbare Erfolge gesehen. Auch Freunde und Bekannte die ich traf waren überrascht von meiner Wandlung. Das motiviert natürlich. Aber das wichtigste ist keinen Applaus zu erwarten. Das Wachstum findet im stillen statt, wo es keinen Applaus gibt, wo dich keiner sieht.

    Damals, als der Trigger kam, fing ich an den Gedanken, den nichts anderes war es, als das zu beobachten was es war. Ein Gedanke eben den mein Geist mir einspielen. Aber ich reagierte nicht darauf. Und das wurde immer leichter mit der Zeit. Was damals sinnbildlich ein Schiff auf stürmender See, war mit einem Kapitän der mit zusammengebissenen Zähnen das Steuer halten musste, ist heute ein Tropfen in einem spiegelglatten See in den ein Stein geworfen wird. Die Oberfläche ist kurz in Bewegung, kleine Wellen Kräutern sich und sind so schnell verschwunden wie sie gekommen waren. Und in der Tiefe bleibt es still. Die Tiefe ist ein beiden Beispielen nicht beeinträchtigt.

    Lg

    Patrizius

    Ciara vielen lieben Dank für den Willkommensgruß :)

    wenn du eine schlechte Nachricht bekommst, dann frage dich ob du etwas daran ändern kannst wenn es in deiner Macht liegt, versuch es zu ändern. Wenn du scheiterst, frag dich "Was kann ich daraus lernen". Das scheitern ist keine Niederlage sondern eine Gelegenheit zu lernen. Wenn es nicht von dir abhängt, wenn du wirklich nichts ändern kannst, dann lass es los.

    Ein Beispiel:

    Als mein Opa damals an Krebs starb bin ich betrunken zum Pastor gefahren und habe ihn unter Tränen zur Rede gestellt was Gott sich dabei gedacht hat. Mein Opa war immer mein Anker und wie mein Vater für mich. Er hat sehr gelitten und ich war an seiner Seite als er starb.

    Heute weiss ich das Veränderung stetig ist ob wir wollen oder nicht. Menschen kommen in unser Leben und gehen. Heute bin nicht mehr traurig, dass mein Opa gegangen ist sondern ich bin unendlich dankbar für die Zeit mit ihm und ich weiss, dass er solange bei mir war wie er konnte.

    Lg

    Patrizius

    Bighara und Emily ,

    ich verlinke das Video hier mal. Ich hoffe das ist seitens der Moderatoren kein Problem aber es dient ja der Selbstfindung und des Wachstums.

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    Das ist nur ein Video von vielen. In dem Video werden Prinzipien aufgezeigt sein Leben zu ändern und der Haupdarsteller seiner eigenen Geschichte zu werden.

    Lg

    Patrizius

    Hallo Emily,

    es freut mich, dass du schon so lange abstinent bist und leichten Herzens das Leben genießen kannst.

    Anstoßgebend für den Entschluss zur Abstinenz war die Erkenntnis, dass ich mit Alkohol nicht umgehen kann und das es keine Lösung für Probleme ist sondern neue Probleme schafft.

    Ich habe mich durch die Philosophie des Stoizismus gezwungen mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. Mit dem Stoizismus kam ich zufällig in Kontakt und durch ein Youtube Video das ich mir angehört habe während ich verkatert herumgelegen habe. Das hat sich so schlüssig angehört sodass ich mich in der alkoholfreien Zeit immer mehr damit beschäftigt habe. Natürlich gab es zwischendurch wieder Besäufnisse aber der Same war gepflanzt.

    In einer Episode ging es um das Aufschieben von Aufgaben und alltäglichen Dingen im Leben und dort wurde erzählt, dass es den perfekten Tag nicht gibt, dass er niemals kommen wird und das der beste Zeitpunkt anzufangen nicht Morgen ist auch nicht Übermorgen sondern jetzt.

    Das es immer Probleme geben wird und das Leben sich nicht darum kümmert wie es mir geht und das niemand kommen wird um mich zu retten.

    Als es zu Auslöser kam die mich sonst dazu gebracht hätten Bier zu besorgen, habe ich mit mir selbst gesprochen "Du hast eine Entscheidung getroffen du kannst kein neues Heim bauen mit alten Ziegeln". Ich habe mich vor den Spiegel gestellt und gelernt "Nein!" zu sagen. Ich habe mich im Fitness Studio angemeldet um Kondition aufzubauen und ich habe schnell sichtbare Erfolge gesehen. Mein Umfeld war positiv überrascht und das hat mir noch mehr Motivation gegeben.

    Inzwischen habe ich eine Ausbildung als examinierter Pflegefachmann gemacht in den drei Jahren der Corona Pandemie. Ich habe dort gesehen wie zerbrechlich das Leben ist und das alles gibt mit die Kraft mich weiterzuentwickeln.

    Heute, wenn mein Unterbewusstsein mir Alkohol zur Lösung von Problemen vorschlägt, beobachte ich den Gedanken, denn nichts weiter ist es, und lasse ihn wie eine Wolke am Himmel vorbeiziehen.Als Beobachter, ohne zu reagieren. Nur beobachten und dann zu sagen "das definiert mich nicht, das sind die Trümmer der Vergangenheit."

    Ich schaue kein TV mehr, ich Vergleiche mich nicht mit anderen den niemand lebt mein Leben. Ich unterscheide zwischen Dingen die ich ändern kann und denen die außerhalb meines Einflusses liegen. Wenn ich es nicht ändern kann nehme ich es als gegeben hin und führe mein Leben weiter.

    So bin ich zu geistiger Klarheit und inneren Frieden gekommen und lebe seither nach dieser Philosophie.

    Lg

    Patrizius

    Hallo liebe Leute,

    ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin Patrizius und lebe seit dem 04.09.2018 abstinent.

    Zuvor habe ich sehr starkes Entlastungstrinken betrieben. Ich genieße seither meine geistige Klarheit und meinen inneren Frieden.

    Man liest sich, und ich wünsche Euch alles Gute, Klarheit, Kohärenz und inneren Frieden.

    Patrizius