Beiträge von ichso

    Jetzt wollte ich zweimal grinsen^^ "Handyknast" und "du bist nicht allein"

    Aber tatsächlich ist es ja ein besorgniserregendes Thema geworden. Und deshalb finde ich alles gut und wichtig, was "uns" wieder mehr Zeit in der Realität verbringen lässt 🤘🌞😊

    Moinsen. Genau, Humor ist ein guter Skill^^ Ich lasse das jetzt hier so stehen. Hat mir gut getan gestern die Zeit zuhause mit ausgeschaltetem Smartphone. Unterwegs habe ich ja sowieso fast immer Flugmodus. Sehr entlastend. Wünsche uns allen hier einen guten Tag 🌈 Ich besuche später meinen großen Sohn, da freue ich mich drauf 💜

    Danke für die Schubladen. Ich bemühe^^ mich seit Jahren, die wegzulassen. Also in echt. Weil ich ja auch in besonders blöde reinpasse.

    Und auch danke an AmSee, ich sehe es ähnlich: Die Chemie stimmt oder eben nicht. Und doch habe ich aufgrund von Lebenserfahrung(?) auch Vorbehalte. Also z.B. ein Mann muss schon sehr passend (für was auch immer) sein, damit er besser ist als gar keiner. Gilt nur für mich. Ich schrieb das schonmal hier: Meine ehemalige Thera erklärte mir, dass bestimmte Ereignisse so im Hirn einschlagen, dass die durch was auch immer nicht mehr zu überschreiben sind. Ähnlich wie bei manchen körperlichen Gebrechen gibt es dann dafür Frührente. Und es schützt mich ja ein Stück weit auch. Soll nicht heißen, dass Spießer gefährlich^^ sind in meinem Kopf. Wahrscheinlich bin ich zur Zeit etwas angefasst, und dann kommt ein Kommentar wie Helgas wohl gerade zur rechten Zeit, um wieder mal "um mich zu beißen". Denn ich fühlte mich auch "etwas von oben herab gebissen". Leben ist halt immer wieder auch kein Ponyhof. Und nur ca. 13% schaffen es, trocken zu bleiben (über die 5Jahresgrenze) - so vermute ich, sind wir hier von der Denkweise eher stark und nicht Barbie like.

    Für mich war diese Diskussion ein wertvolles Zeichen für weniger Internet. Gilt nur für mich.

    Sparkassen_Helga Was ist das Gegenteil von despektierlich? Gegenwörter: [1] achtungsvoll, ehrerbietig, ehrfürchtig, galant, freundlich, höflich, korrekt, pietätvoll, rücksichtsvoll, wohlerzogen.
    Quelle: despektierlich - Wiktionary

    Vielleicht, Helga, sind mir spießige Menschen einfach fremd. Und sicher war ich als Kind früher neidisch auf meine spießigen MitschülerInnen. Da, wo nicht geprügelt wurde und wo es immer was zu essen gab. Aber angemessener als so jemandem einigermaßen freundlich für kurze Zeit zu begegnen ist scheint's in meinen Hirnwindungen nicht machbar. Mir sind die anderen einfach lieber, da fühle ich mich wohl, weil verstanden. Wie du dich evtl. auf dem supergepflegten Rasen deines Nachbarn. Jedem das seine. Aber jemandem die Ehre erbieten, weil er spießig ist? Sorry, das geht mir viel zu weit. Leben und Leben lassen, ok. Ich muss/will nicht alles, bzw. jede/n toll finden. So wie du auch nicht. Isso.

    Soweit ich weiß, leiden alle in meiner Verwandtschaft auf ihre Weise an den Verletzungen und Fehlern unserer Familiengeschichte. „Ist halt so.“ 🤷‍♀️ Es liegt bei ihnen, jetzt neu anzufangen und das Ende zu ändern.

    Moinsen AmSee,

    so ist das bei uns auch. War ein langer schmerzhafter Prozess zum "isso". Und immer noch ein leises Bedauern, dass es so lange dauern wollte und so schmerzhaft in Bezug auf meine Kinder war/ist. Danke also auch dir für deine Sicht 💜

    Und es ist auch immer wieder zwischendrin Freude und Hoffnung. Gestern beim Treffen nachmittags mit meinen politischen Freundinnen stand meine Tochter plötzlich da. Sie hatte sich ja von mir vor Monaten verabschiedet und eine Traumatherapie begonnen. So dachte ich, da wird es jetzt evtl. Jahre still werden. Traurig um den erneuten Verlust ihrer Gegenwart in meinem Leben und gleichzeitig sooo dankbar, dass sie einen Traumatherapieplatz finden wollte 🌈 Und gestern dann die Annäherung. Wir sind beide ganz vorsichtig miteinander (geworden). Haben uns symbiotisch geliebt und auch gehasst - ja, ich sie auch, weil sie auch süchtig wurde... Und das steht ja jetzt auch im Raum: THC als Medizin. Also von ihr praktiziert seit langer Zeit. Mich schoss es damals in eine furchtbare Psychose.

    Und eben frage ich mich beim schreiben, darf ich als Mutter zeitweise "hassen"? Wobei ich nicht den Mensch hasste, sondern das Verhalten. Und darf ich zuviel Angst haben, um Kontakt zu meinem jüngsten Sohn zu suchen? Weil er seit Jahren (nach Aussagen von Verwandten) konsumiert und dealt?

    Achjee... Es ist gut, dass es dieses Forum gibt. Und doch merke ich gerade, dass Dinge, die ich schon länger unter "isso" ❤️‍🩹 ablegen konnte, hier ja themengemäß dauernd wieder hochkochen wollen. Ich mache mal Handy aus und Welt an - und wünsche uns einen liebevollen Tag 🌈 - so liebevoll, wie wir es gerade noch aushalten können.

    Jetzt ist genau die perfekte Zeit für mich genau diese Punkte mal anzugehen. An mich zu denken, was möchte ich….

    Als ich noch glaubte "normal"^^ zu sein, vermutete ich bei SäuferInnen eher haltlose und vor allem verantwortungslose Menschen. Das war ein großer Irrtum. Bei den meisten (also dann inzwischen Entzogenen) war es ein übergroßes Verantwortungsgefühl und -tun, dass sie über ihre Grenzen in die Sucht trieb. Ähnlich auch bei mir.

    Ich wünsche euch beiden Emily und willibald42 das ihr wieder Lust auf Lego spielen (zur Not geht auch Barbie und Ken^^) bekommt, auf schaukeln, auf malen, Kinderhörbücher, so Sachen. Und den Mut, dass dann auch zu leben. Also hin und wieder. Es ist großartig, lächel...

    Was ich schön fände, wenn ihr (bei Emily bin ich nicht sicher, ob es so ist) mal bei Gelegenheit schreibt, wie sich das für euch als erwachsene Kinder von Abhängigen liest? Sucht ist ja meist systemisch :( Und natürlich trotz allem individuell. Ich versuchte, nachdem ich einiges verstanden hatte, auch ganz offen mit meinen Kindern zu sprechen. Ganz unterschiedliche Reaktionen über die Jahre. Und leider war für mich als Tochter überhaupt keine Klärung mit meiner Mutter möglich. Das war eine ganz andere Generation irgendwie...

    Gern morgen mehr, jetzt bin ich müde von dem schön gewordenen Tag - und ja, Emily, es tut mir wirklich gut, dass ich euch hier habe 🌈😊

    Nachti 🌠👋

    doch manchen genügt einfach nur Nettsein nicht, weil's soooo nett auch schnell fad und belanglos werden kann.

    Genau das ist mein Problem ;) Ich bin eher so die Frau fürs Grobe und musste mir angemessen hart antrainieren, weil als ehemaliges Straßenkind kam ich mit nett so gar nicht weiter. Und wie du schreibst, es gibt ja auch mehr als ein Angemessen. Bin auf jeden Fall an Austausch interessiert. Es bleibt spannend^^


    ACHTUNG, evtl. TRIGGER

    Emily Bei mir hat das Unnormale leider schon vor meiner Geburt gestartet. Ich bekam einen großen Giftcocktail in die Nabelschnur, weil meine Mutter so verzweifelt wegen der Schwangerschaft mit mir war, dass sie einen sehr ernsthaften Selbsttötungsversuch startete. Ich will hier nicht den weiteren Verlauf schildern. Und sowieso erfuhr ich das alles erst viel später. Ich habe mehrere Diagnosen, auch inzwischen altersbedingte. Was mich am meisten im Leben behindert ist jedoch, dass ich null Vertrauen aufbauen kann zu niemanden plus die generalisierte Angststörung plus katastrophierende Ängste, neben einer psychischen Grunderkrankung. Weil ich das alles nicht wusste, ging ich los, arbeitete, heiratete (mehr als einmal), bekam Kinder, arbeitete weiter und fing an Suchtmittel zu konsumieren. Das war der Weg rein. 2003 dann Entzug von Thc, 2004 Suchtverlagerung auf Alk, 2007 Entzug von Alk.

    Ich will hier nicht das Forum sprengen. Dankbar bin ich, dass ich denken, lesen, schreiben, laufen, tanzen^^, kochen, malen, Lego bauen, und am Smartphone Websiten (also hab erst eine ehrenamtlich) erstellen kann, so Sachen. Aber obwohl ich drei Wunschkinder in die Welt brachte, habe ich Ihnen wenig bis keine "angemessenen" Dinge vorgelebt. Erzogen habe ich anfangs nach Elternheft, weil ich null Vorbilder hatte, also in der ganzen disfunktionalen Familie.

    Freue mich, dass du ein anderes Leben hattest/hast 🤗 In echt.

    Und mit der Musik: Meine Enkelin würde jetzt wahrscheinlich wieder "das Generationending" erwähnen, lächel...

    Grüße dich, AmSee,

    nein, ich spreche nicht negativ von mir, ist eher gemeint im Sinne von "ist halt so". Als Beispiel nehme ich mal das Behindertencafé: Dort rede ich mit Null vorher nachdenken (genau wie ich hier anonym schreibe). Die Betroffenen und SozialarbeiterInnen dort wissen um meine Diagnosen und um meine Suchterkrankungen. Fühlt sich ein Stück weit an wie Wahlfamilie. Ähnlich wie bei den politischen Freundinnen, wo ich nachher zum Kaffee bin.

    Beim Nordic Walking sind es fremde (ausser eine mit psychischer Erkrankung, die ich aus dem Café kenne) und wahrscheinlich "eher normale" Menschen. Klar, auch Diagnosen, aber eher so körperliche Sachen. Da unterscheide ich in der Wahrnehmung (nicht in der eigenen!) zwischen "guten und schlechten" Krankheiten. Es fühlt sich gruselig für mich an, mich in diesem, sorry "spießigen" Kreis als saufende Mutter zu outen. Muss ich ja nicht. Muss halt dann mehr vorher überlegen, was ich raushaue. Weites Feld...

    Was ich dort lerne: Angemessen über angemessene Themen zu plaudern ;) Und das muss ich wollen, denn das hat in meinem Kopf wenig Sinn.

    Und wegen dem "hier Teilen": "Nur ums Teilen und nicht mehr" schriebst du. Für mich ist es "Teilen und nicht weniger" geworden ❤️‍🩹 Bin froh, dass ich wieder hier bin. Und jetzt mache ich mir einen "angemessenen Diabetes-Milchreis"^^ Den Tipp bekam ich vorhin von einer netten Normalen beim Walken 😋

    Traurig bin ich sowieso (Lied von Bettina Wegner, uralt, die habe ich ca. 1980 das erstemal gehört) - und doch. Laufen hilft. Soziale Kontakte helfen. Ich müsste ein Herz aus Stein haben, um eben nicht berührt worden zu sein. Allein die Natur. Was Stilles Wasser im "Medizinrad" so wunderschön mit Frühlingsblüten schmückte - das sah ich eben draussen...

    Den gemeinsamen Ausflug habe ich abgesagt mit einer kleinen Lüge für normale Menschen. Und evtl. sind die Frauen (und der Quotenmann^^) heute langsamer gelaufen, weil es so ein Prachtwetter ist. Vielleicht bin ich auch fitter durch die Umräumerei die letzten Tage. Ich war stiller als sonst und begründete das auf Nachfrage mit dem Akt der neuen Waschmaschine.

    Ich werde weiter hin gehen.

    Denn wenn ich in eine erneute "Schuld-Depression" rutsche und meinen Kindern was vorheule, schade ich wieder allen. Auch mir.

    Danke fürs Lesen. Ich wünsche uns Kraft und Selbstliebe. 💜

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    Moinsen. Es wird immer klarer: Ich kann nicht mit "netten Normalen". Das ist so ein Lebensmuster. Geboren und aufgewachsen im Drama, später viele Ortswechsel und selbst Regisseurin meines eigenen Suchtdramas.

    Und heute: Gleich wieder Walken in einer netten Gruppe. Ein paar Monate habe ich geschafft, jetzt ertappt ich mich dabei, dass ich mich überrede. "Die sind doch nett, die haben dich so freundlich aufgenommen, schmeiß doch nicht schon wieder soziale Kontakte, noch dazu beim sporteln - so wichtig für/gegen alles gesundheitlich, usw. usw."

    Meine Gegenargumente "die laufen zu schnell, ich kann besser alleine, die Anmeldung zum gemeinsamen Ausflug bereue ich auch schon, bla bla"

    Hier im Netz ist es so supereinfach. Ich quengel bissi rum, irgendjemand liest es, selten Antwort, aber ich bins gut los. Also ohne echte Konsequenz.

    Naja, laberrhabarber wieder mal... Hab gestern beim was Suchen ein Bild von meinem 40. Geburtstag gefunden. Mein großer Sohn 17, mit seiner Tochter 1, meine Tochter 15, mein kleiner Sohn 11. Da lebten wir schon getrennt. Und ein paar Monate später begann erst meine Suchtverlagerung auf Alk, scheiße... 💧 Manchmal hasse ich mich und mein Leben. Laufen statt saufen? Ja, klar... Aber es ändert null an meiner Trauer. Was für ein Trümmerhaufen 💔💔💔

    Und was wäre ich für ein Mensch, wenn ich versuchte, das schönzureden 🤢

    Moinsen. 🎶Immer wenn ich traurig bin, trink ich keinen Korn🎶 (frei^^ nach Heinz Erhardt) sondern belohne mich. Mit Wäsche waschen in der neuen Maschine🤘 Und für die Schufterei der letzten Tage nachher mit einem Besuch in meiner Lieblingsstadt in einem meiner selbstgestrickten Lieblingskleider.

    Ein leckeres Mittagessen irgendwo und zum krönenden Abschluss lecker Kaffee in meinem "besonderen Café", wo liebe Menschen mit mir traurig sind über den Tod der Sängerin von Rosenstolz🌹

    Und auch heute wieder: Null Lust rauszugehen. Aber ich weiß jetzt schon (wie immer beim Nordic Walking), dass es hinterher gut war. "Einfach mal machen" steht an meinem Kühlschrank. So einfach und so schwer. Oder wieder mal Luxusproblem? Bin durcheinander. Auch politisch, aber das ist eine andere Geschichte.

    Wünsche uns allen Gesundheit🌞 und Frieden🌈

    RIP 💧 Anna R. von Rosenstolz 💧

    Ohne dich würde ich nicht mehr leben 💔

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    Erinnert mich am "Mothers little helpers" 50/60er(?) Jahre in Amerika, da wurden Valium u.a. Tranquilizer (Benzodiazepine / Beruhigungsmittel, stark süchtig machend) so bezeichnet. Kam dann auch nach Deutschland. Meine Mutter hat die gelutscht wie Bonbons 💧

    Und nein, die Feministin in mir sagt jetzt nichts zu dem Namen "Mothers little helpers".