Beiträge von Emily

    Jetzt, also noch vor Silvester ist es auch sinnvoll, sich nochmals ausgiebig die „Artikel“ durchzulesen. Das ist eine Ansammlung von hilfreichen Tipps, gerade auch bei Suchtdruck. Auf die Selbstfürsorge, die ein wichtiger Aspekt ist, wird eingegangen. Am Besten wirklich mehrmals durch lesen.

    Es gibt auch die Möglichkeit sich bei der Telefon-Seelsorge zu melden. Die sollen ziemlich gut sein. Selbsthilfe bedeutet auch sich auf sowas wie Silvester gut vorzubereiten.

    Hallo zusammen,

    nun gehen wir auf Ziellinie Richtung Silvester. Einigen hier haben die Weihnachtsfeiertage schon zugesetzt. Silvester ist auch so ein kritischer Klassiker für trockene Alkoholiker.

    Also bei wem es die Tage und auch an Silvester brennt, kann sich gerne hier B E V O R das Glas zur Hand genommen wird, melden. Ich z.B. und vielleicht auch noch andere hier werde öfter ins Forum schauen, gerade am Silvesterabend. Bei Bedarf unterstütze ich gerne.

    Ich stolpere über Stock und Stein,

    Das kenne ich auch, immer wenn alles stagnierte, habe ich mir einfach nur vorgenommen: Heute lasse ich das erste Glas stehen.

    So können nicht so tolle Tage überbrückt werden. Für mich war und ist meine Abstinenz am allerwichtigsten. Sie hat vor allem anderen Vorrang.

    Mia selbst mit ganz kleinen Schritten kommst du weiter. Immer weiter und immer Tag für Tag, Schritt für Schritt.

    Deine Entwicklung finde ich super gut. 👍

    Ich trank vor einiger Zeit absichtlich Alkohol und zwar Bier,

    Wow das ist ja ein Ding. Auf so ne Idee würde ich nicht kommen und mich erst recht nicht trauen. Wie ging es dir danach? War das für dich ein 1xiger Test, oder machst du das nun öfter weil es geklappt hat?

    Boah wenn ich mir das so vorstelle, nee mag ich mir gar nicht vorstellen. Uiuiui

    Ich kaufe Obst und Gemüse meistens regional und entsprechend der Saison. Manchmal fahre ich auch zu einem Bauer und kaufe direkt dort. Ich würde nie an Weihnachten Erdbeeren essen wollen. Ich koche überwiegend selbst und bereite alles frisch zu. Trotzdem kann ich nicht sicher sagen, dass die Lebensmittel ok sind. Ich weiß ja nicht wie sie behandelt wurden. Hatte mal in einem Urlaube gesehen wie eine Apfelplantage gespritzt wurde. Da war das ganze Feld in dickem Spritznebel. Da wollte ich ne zeitlang keinen gekauften Apfel mehr essen. Lieber direkt vom Baum pflücken. Bei uns gibt’s ne Streuobstwiese, da wird nichts gespritzt. Da habe ich öfter nen Apfel direkt vom Baum gegessen.

    Ich finde das hier gerade hochinteressant. mIr geht’s auch manchmal so, dass ich das Maß verliere. Egal ob beim Essen oder Käufe. In so einem Moment, kann ich nicht normal und klar denken, als hätte jemand einen Knopf umgedreht. Aktuell bin ich diesbezüglich sehr aufmerksam geworden, da passiert das dann weniger. mAnchmal frage ich mich, ob ich ein festes Suchtgen in mir habe. 😂

    Ich kenne viele, die Secondhand Geschenke für die Kinder haben. Ob bei Kollegen, der Familie, Bekannten ich höre oft, dass gar nicht …..

    ständig wachsenden Konsumrausch und Anspruchsdenken des Überbietungswahns.

    herrscht.

    Viele schenken sich nichts oder was selbst gebasteltes und ich finde es schön mit meinen Lieben zusammen zu sein. Außerdem freue ich mich wirklich auf die freien Tage von der Arbeit.

    Meine Stimmung bezüglich der Feiertage ist angenehm und ich versuche etwas zur Ruhe zu kommen, das Jahr für mich abzuschließen.

    Jedem das seine, logisch, aber alles negativ zu sehen ist nicht meine Welt. Ich kenne auch genug kranke Leute oder Leute, die einen Trauerfall hatten und nun an Weihnachten sicherlich auch traurige Gedanken haben, aber es gibt aus viel Schönes. Ich sehe vieles lieber optimistisch statt pessimistisch.

    Ich freue mich an Weihnachten meine Lieben zu sehen und auf Arbeit ein paar Tage frei zu haben.

    Die Weihnachtsstimmu g finde ich ganz schöne, obwohl viel es überall viel um Konsum und Umsatz geht.

    Gestern war ich mal kurz auf einem Weihnachtsmarkt. Waren mit der Firma dort. War recht nett.

    Insgesamt fühle ich mich bezüglich der Feiertage und meiner Abstinenz aber stabil und habe auch keine Gedanken an Alkohol.

    Das war eine hochriskante Nummer. So was kann mächtig in die Hose gehen. Wieg Dich jetzt bitte nicht in falscher Sicherheit. Die harten Prüfungen (Provokationen) Weihnachten/Silvester kommen noch. Werde da nicht leichtsinnig und geh besser auf deutlich mehr Distanz.

    Bin froh, dass du das auch so siehst. Dachte schon, dass ich mit meinen Antworten hier als Angsthase rüber komme.

    Allerdings haben mich die Worte von Paul ziemlich ergriffen und mich nachdenklich gemacht.

    Erst mit der Zeit wurde ich gelassener, nachsichtiger, vor allem mit mir, die Angst (vor'm Rückfall) wich, dem sich langsam bildenden Bewusstsein, dass ich es kann ... ähnlich einem gerade laufenlernenden Kind, welches durch stetiges Üben Sicherheit erlang.

    Ähnlich dem laufenlernenden Kind, lernte damit umzugehen und verlor meine Angst ... mit der Zeit. Manch einer benötigt dazu nur ein paar Wochen, ein anderer Monate, Jahre oder ein Leben lang.

    So wie Paul schreibt hört sich das gut an. Vielleicht bin ich zu stark auf Risikominimierung fixiert. Allerdings geht’s mir so wie ich meinen Weg gehe, gut. Ich verzichte auf nichts, laufe aber auch nicht ängstlich vor nem Rückfall durch die Gegend.

    Jeder ist anders und jeder muss seinen Weg für sich finden.

    Lieber Rekonvaleszent du bist ja schon richtig lange nüchtern, deshalb lese ich bei dir immer sehr aufmerksam mit.

    Ja letztendlich ist es das Wichtigste einfach weiterhin nüchtern zu bleiben. Aber es gibt eben auch viele Rückfälle, sogar Leute die schon jahrelang trocken waren, sind deshalb nicht automatisch safe. Ich versuche schon Risiken zu vermeiden und meine Abstinenz weiter immer stärker zu stabilisieren.

    Jeder muss selbst entscheiden und seinen eigenen Weg gehen, das ist ja klar. Ich bin eben etwas vorsichtiger unterwegs.

    Nein. Um Gottes Willen. Nicht in unserer Wohnung. Wir wohnen zur Miete in einem Zweifamilienhaus im 1. OG. Die Jungs sind draußen im Garten. Das ist räumlich und vor allem geruchlich getrennt. Ich hab lediglich mit aufgebaut und gegrillt und bin danach hoch gegangen.

    Ok das klingt dann schon etwas besser. Pass aber auf dich auf.

    Ich habe im ersten Jahr auf Risikovermeidung geachtet. Auch jetzt setze ich mich keinen unnötigen Gefahren aus. Sowas kann auch Tage später noch nachwirken und triggern. Ich will auch mein Leben zurück, aber das nüchterne Leben.

    Die Jahreszeit vor der ich die größte Angst habe ist da. Besonders diese kurzen Tag hatte ich in der Vergangenheit mit Glüh- oder Rotwein gemütlich vorm Rechner verbracht. Das ist für mich erade bissl brenzlig. Erschwerend hinzu kommt, dass ich auf dem Weg zur Arbeit am Weihnachtsmarkt vorbei komme.

    Hier hast du noch geschrieben, dass es brenzlig gerade bei dir ist, dann kochst du noch selbst höchstpersönlich Glühwein. Willst du testen wann das Fass überläuft? Du hast dir eine Hintertür geöffnet für nen Rückfall.

    300 Tage habe ich letzte Woche geknackt.

    Zu deinen 300 Tagen herzlichen Glückwunsch 🎉. Ist wirklich klasse, aber setz deine Abstinenz mit solchen Glühwein Aktionen nicht aufs Spiel. Es bleibt nicht bei einem Schluck oder einem Glas.

    Loner es ist gut, dass du heute mit der Glühwein Aktion hier im Forum schreibst und liest. Das war/ist eine ziemlich riskante und ziemlich nasse Aktion gewesen. Du setzt deine Abstinenz leichtfertig einer großen Gefahr aus. Pass auf dich auf.

    Heute abend haben unsere Kinder ein paar Gäste. Eine Art privater kleiner Weihnachtsmarkt. Mit massig Glühwein und Bier. Ersteres habe ich sogar in den Kocher gefüllt und auf Betriebstemperatur gebracht. Getrunken habe ich aber nichts.

    Ja, ich weiß. Warum setze ich mich dem aus? Vielleicht wollte ich es auch einfach testen wie stark ich bereits bin.

    Echt? 😨 Das würde ich nie machen. Das hat nichts damit zu tun wie stark du bist. Das ist alles andere als Risikovermeidung. Du kannst sogar damit rechnen, dass sich dein Suchtgedächtnis auch noch nach Tagen deshalb bei dir meldet.

    Da hast dich selbst einer richtigen Gefahr ausgesetzt. Wissen deine Kinder, dass du trockener Alkoholiker bist, der noch ziemlich am Anfang steht? Die hätten ihre Feier auch woanders machen können. Bei mir zuhause ist seit ich nüchtern bin, kein einziger Tropfen Alkohol mehr reingekommen. Egal welches Fest und welche Gäste kommen, es gibt nur alkoholfreie Getränke.

    Bei euch muss doch die ganze Wohnung jetzt nach Glühwein stinken. Ich würde mich sowas wirklich nicht aussetzen.

    Kennt Ihr das auch, dass der Winter bzw. die Weihnachtszeit schwierig ist?

    Ja klar. Es gibt auch einen extra Thread mit Weihnachten und Silvester, Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmärkte. Schau da gerne mal rein.

    Ich war letztes Jahr nur 1x kurz auf einem Weihnachtsmarkt und das am frühen Nachmittag.

    Für mich ist Risikovermeidung wichtig. Zuhause ist alles alkoholfrei. Meine Familie weiß, dass ich keinen Alkohol mehr trinke und da sitzt niemand mit Alkohol vor mit.
    Silvester habe ich für mich absolut sicher gestaltet. Keine Party.
    Du kannst es dir jetzt auch gemütlich machen mit Kakao oder Tee.
    Die Sucht meldet sich gerade bei dir. Lies dir die Artikel nochmal durch. Trink genug Wasser und sieh zu dass du genug gegessen hast. Eben die HALT Regel im Auge behalten. Mach Sport und lass dich vom Suchtgedächtnis nicht ins Boxhorn jagen.