Beiträge von Emily

    Sehr viele Menschen trinken ständig Alkohol, das wird als normal angesehen. Alkohol zu trinken gilt als normal. Bekennt man sich aber öffentlich dazu eine Alkoholikerin zu sein, ist man unnormal. Wenn man auch noch sagt, dass man keinen Alk mehr trinkt, weil man trockene Alkoholikerin ist, dann ist man noch unnormaler.

    Dabei sind wir Helden 🥹

    Ich bemühe^^ mich seit Jahren, die wegzulassen. Also in echt. Weil ich ja auch in besonders blöde reinpasse.

    Das finde ich auch richtig. Letztendlich ist jeder individuell.

    Die Chemie stimmt oder eben nicht

    Ja das ist bei mir auch so, es gibt Menschen, die ich nicht wirklich kenne, aber ich kann sie trotzdem nicht leiden. Oder auch andersrum.

    so vermute ich, sind wir hier von der Denkweise eher stark

    Ich finde, dass wir alle hier stark sind. Schließlich sind wir der Suchtspirale entkommen, und das kann nicht jeder. Wir alle hier sind unterschiedlich, aber das haben wir gemeinsam 😀

    ein wertvolles Zeichen für weniger Internet

    Das stimmt, das hast du irgendwo mal schön geschrieben, weniger Internet, dafür die Welt im Hier und Jetzt (oder so ähnlich 😀)

    Ich merke das auch, Internet ist ein Zeiträuber.

    Gib dir ruhig Zeit. Ich wusste das bis vor ein paar Jahren auch nicht. Doch nachdem ich mit der Suche angefangen hatte, fand ich ganz allmählich meine Antworten.
    Ich hab dann im Laufe der Zeit dies und das ausprobiert, manches ist geblieben, anderes war nur eine kleine Weile von Interesse.

    Da bin ich mal gespannt. 🤩

    Und sicher war ich als Kind früher neidisch auf meine spießigen MitschülerInnen. Da, wo nicht geprügelt wurde und wo es immer was zu essen gab

    Dafür könnte ich deine Eltern vor Wut verprügeln, dass sie dir sowas angetan haben. Da weint mein Mutterherz.

    Aber jemandem die Ehre erbieten, weil er spießig ist?

    Wie soll man das verstehen? Niemand muss irgendwem die Ehre erbieten.

    Grundsätzlich stellt sich überhaupt die Frage….wer ist denn ein Spießer? Ist das positiv oder negativ zu sehen? Sind Leute, die nen normalen Alltag haben mit Job, Haushalt und Familie automatisch Spießer? Und aus welchem Grund sollte jemand einem die Ehre erbieten? das kapier ich grad net wirklich.

    Vielleicht ist es einfach Pech wenn ein Kind bei bescheuerten Eltern aufwächst. Andere Kinder werden in steinreiche Promi Familien rein geboren. Sind als Baby schon reicher als ich es als alte Frau jemals werde.

    Kommen dann die Menschen in Schubladen?

    Für mich war damit die Vorstellung von Sicherheit und beruhigender Normalität verbunden


    Ähnlich sehe ich das auch.

    Anders zu sein als „die Normalen“ empfand ich den größten Teil meines Lebens als nicht besonders angenehm, das war für mich mit kaum erträglicher Unsicherheit , mit Angst und Verlorenheit verbunden. Ich hab ewig und drei Tage versucht, mich anzupassen und unsichtbar zu sein. Das war ungeheuer anstrengend.

    Das glaube ich dir.

    Das Problem besteht im Grunde nur für den, der nicht zu den „Normalen“ zählt, weil ihm/ ihr u.U. Ausgrenzung und Schlimmeres durch „die Normalen“ widerfährt.

    Ist das so, dass „Normale“ andere ausgrenzen? Ich habe das nie gemacht. Meine Schwester z.B. gehört nicht zu den Normalen, deshalb kenne ich mich auch gut mit bestimmten Themen aus. Ich ziehe sogar wie ein Magnet Leute an, die nicht „Normal“ sind. Aber wer oder was ist denn überhaupt Normal? Wer legt denn fest wer normal, kaputt oder Spießer ist? Ich z.B. habe das nie getan. Meine Schwester hatte die gleichen familiären Voraussetzungen wie ich. Wir wurden nicht verprügelt und hatten jeden Tag zu essen und trinken. Vielleicht ist es auch eine Krankheit, auf die niemand Einfluss hat. Oder Umstände, die einfach so passiert sind. Vielleicht ist es auch das berühmte Karma jedes einzelnen?

    Wenn Eltern mit ihren Kindern übel umgehen, sie schlagen oder misshandeln, da habe ich für diese Eltern kein Verständnis und mir fehlen die Worte. Ich könnte meinen Kindern niemals was schlechtes antun. Wie dieser Tatort letzten Sonntag.

    Es ist einfach passiert. Dass Du das jetzt so konsequent durchziehst und auch so reflektiert betrachten kann, ist doch super.

    Danke schön.

    Was sind denn Spießer?

    Vermutlich bin ich Spießer und ich bin auch seelisch gesund. War noch nie in irgendeiner Therapie. Führe ein stink normales Leben.

    Was ist eigentlich an einem spießigen Leben schlecht? Vielleicht zu langweilig, zu viele Routinen? Vorhersehbarer Alltag.

    Und jeder hat sein Päckchen zu tragen - die meisten behalten ihre Dramen aber für sich

    Mache ich auch überwiegend. Komisch und jetzt wo ich drüber schreibe, fällt mir auf, dass andere ihren Müll bei mir abladen und einfach bei mir lassen. Auch meine Freundinnen machen das.

    Das werde ich ändern. Ich möchte nicht länger die Mülldeponie für den Ballast anderer sein.

    Es klingt auch, als wenn du in Bezug auf deine Erkältung übern Berg bist.

    Leider noch nicht wirklich, mal abwarten. Ne Erkältung braucht halt einfach seine Zeit.

    Ich denke, das, was du da gerade für dich entdeckst, ist der besonders schöne Teil jenes Genesungsprozesses, der sich im günstigen Fall einstellt, wenn der Blick im Laufe der Abstinenz immer freier und weiter wird für weitere Möglichkeiten, Chancen und Perspektiven der Selbstfürsorge.

    Das hört sich schön an. Für mich ist es tatsächlich ungewohnt. Überhaupt Selbstfürsorge zu betreiben. Werde mich aber dafür öffnen und auch nach Möglichkeiten suchen was ich für mich tun kann.

    Das was du über deine persönlichen bisherigen Antreiber schreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Ich war das auch gewohnt, bis eben der Punkt kam, an dem das nicht mehr ging, weil ich viel zu lange und zu weit über meine Energiereserven gegangen war.

    Ja ich habe das Gefühl, dass mein Akku leer ist, vielleicht bin ich auch deshalb krank geworden. Früher gab es einfach Wein um dieses Gefühl erschöpft zu sein, zu überdecken. Nun kommt das zum Vorschein.

    Aber wie gesagt, ich habe nicht mal Idee was mir gut tut und was ich eigentlich möchte. Das muss ich erstmal rausfinden.

    Diese Punkte möchte ich ebenfalls angehen!

    Willibald vielleicht finden sich ja noch mehr hier und wir könnten unsere Ideen als Liste aufsammeln und uns austauschen. Was macht Spaß und tut gut. Aber auch der Zeitfaktor bleibt zu beachten. Job, Alltag, Haushalt, Familie gibt’s ja trotzdem.
    Ich habe aber ehrlich gesagt auch festgestellt, dass viel Zeit für die sozialen Medien drauf geht. Ist ne richtige Angewohnheit geworden, nebenbei Mails lesen, irgendetwas zu bestellen, Forum, Google, Youtube usw.

    Vielleicht können wir uns ja gemeinsam austauschen oder einen Thread eröffnen mit dem Titel „Selbstfürsorge und sich um sich selbst kümmern“ oder so ähnlich.

    Beim Schreiben im Thread von ichso habe ich mir ein paar Gedanken über mich gemacht. Es wird Zeit etwas mehr Gelassenheit und Leichtigkeit in mein Leben zu lassen. Verantwortungsvoll und Stark zu sein waren immer meine Antreiber. Ich bin es gewohnt mich durchzuboxen und zu kämpfen, sparsam zu sein und für andere da zu sein.

    Aber nun ist auch mal die Zeit gekommen mich um mich selbst zu kümmern. Zu entspannen, genießen und auszuruhen. Das sind Punkte, die ich nicht gut kann. Jetzt ist genau die perfekte Zeit für mich genau diese Punkte mal anzugehen. An mich zu denken, was möchte ich….

    Ich bin kein Kind von Abhängigen.

    Ich habe als alleinerziehende und berufstätige Mutter aus Stress und Überforderung angefangen zu trinken um zu entspannen. Habe immer gekämpft, um meinen Kindern ein normales Leben bieten zu können. Und das habe ich auch geschafft. Bin aber in die Sucht geraten und nicht mehr rausgekommen.

    Bis vor etwas mehr als 10 Monaten, da bin ich der Sucht entkommen. Und das Gute ist, dass ich ein fast alkoholfreies Umfeld habe.

    Jetzt bin ich auf dem Weg mit mir ins Reine zu kommen. Ich habe über 20 Jahre getrunken und damit muss ich klar kommen.

    Danke, dass du ganz grob von dir erzählt hast. So kann ich dich auch verstehen.

    dass ich null Vertrauen aufbauen kann zu niemanden

    Vielleicht tut es dir trotzdem gut, dass du uns hier hast.

    Tja und die Musik 😜 ist einfach Geschmacksache 😅😇

    Ich sehe das auch so wie du. Im Grunde achte ich bei Lebensmitteln gar nicht da drauf. Verwende auch etwas Essig für Salatdressings. Was ich natürlich ganz meide sind solche Schnaps Pralinen.

    Ich gebe zu, dass ich ab und zu auch ein Glas alkoholfreien Wein oder Sekt trinke. Oder ein Glas alkoholfreies Bier. Aber nicht ständig, sondern als Abwechslung und als alkoholfreies Getränk. Leider kann ich nicht oft Limonaden oder Säfte trinken. Also meine Getränke sind recht eingeschränkt wegen Intoleranzen. Meine Hauptgetränke sind Wasser, ungesüßter Tee und schwarzen Kaffee. Da ist mir ne Abwechslung willkommen.

    Liebe Ichso, ich muss gestehen, dass ich nur Bahnhof verstehe. Deine ganze Geschichte kenne ich leider nicht.

    Ich sehe mich als „nette Normale“ die leider einige Jahre zuviel gesoffen hat. Ansonsten alles normal, Familie, Job, Hund.

    Ich schaue, dass ich jeden Tag das beste aus dem Leben mache. Dabei ist auch vieles Alltag und Routine.

    Ein paar Krankheiten habe ich auch, spreche da aber so wenig wie möglich drüber. Auch gibt’s einige Probleme wie z.B. schlimme Krankheitsfälle in der Familie, die mich belasten.

    Das Lied kenne ich nicht, habe es mal angespielt, aber es gefällt mir nicht. Ist so gar nicht mein Ding.

    Wie geht es dir denn? Trocken bist du glaube schon lange, oder? Hast du gesundheitliche Probleme?

    Ist doch nett in einer Walking Gruppe zu sein. So kommst du raus und kannst den Frühling und die Natur genießen und hast auch noch Gesellschaft. Hört sich doch gut an.

    Vaters im Hospitz, mit fast täglichen Besuchen, und sein Ableben letzten Monat - samt Beisetzung -

    Herzliches Beileid zu dem Verlust deines Vaters. Tut mir sehr leid.

    Und ich finde es besonders toll, dass du ihn nüchtern und mit klarem Kopf begleiten konntest. Diese Erinnerung kann dir niemand nehmen. Manches muss man einfach nüchtern erleben.

    Mir hat er auch gefallen. Spannend und aufwühlend gleichzeitig, auch etwas eklig. Und diese fürchterliche Mutter, gruselig.

    Hat mich aber auch nachdenklich gemacht. Was es so für Eltern gibt. Nicht alle Kinder haben es gut. Klar das war jetzt nur ein TV-Krimi. Aber wer weiß was es real alles so gibt….

    Ach so…. Stört es dich, dass die Flasche Klosterfrau Melissengeist in deinem Medizinschrank steht? Triggert dich das in irgendeiner einer Weise, weil du das immer mal wieder konsumiert hast? Oder juckt dich das eigentlich nicht besonders, dass da sowas steht?

    Früher hatte ich bei grippalen Infekten in Glas Wasser mit einem Löffel Klosterfrau gemischt getrunken. Das schmeckt aber extrem eklig und von daher triggert es mich nicht, dass sie noch da steht. Aber da ich das auf keinen Fall mehr einnehme, weil es definitiv Alkohol ist, werde ich die Flasche entsorgen. Wegen sowas möchte ich mir auf keinen Fall meine Abstinenz gefährden. Steht in der hintersten Ecke.

    Ich bin gerade ziemlich krank und habe mit Schreck in meinem Arzneischrank entdeckt, dass ich da noch eine Flasche Klosterfrau Melissengeist stehen habe. Das hat einen unheimlich hohen Alkoholgehalt. Werde ich die Tage noch entsorgen. Früher hatte ich bei grippalen Infekten auch warmes Bier getrunken. Das mache ich dieses Mal auf gar keinen Fall. Habe auch kein Bier im Haus. Aber ein Glas O-Saft habe ich getrunken.