Beiträge von Emily

    Für mich hat das zwölfte Jahr seit meinem aktiven Suchtausstieg begonnen. Ich habe im hier und jetzt, so wie diese ganze recht lange Zeit schon, noch nie Angst vor einem Rückfall gehabt. Für mich war und ist es vielmehr der Weg der Zuversicht, der mich bis hier hin geführt hat und führt. Die innere Gewissheit, dass es das Richtige ist, was ich tue. Meine mir eigene, innere Wahrheit.

    Ich lebe und genieße mein Leben in Freiheit.

    Wie schön sich das anhört. Klasse 👍

    Das liegt zum einen daran, dass ich mich befreit vom Alkohol fühle und nicht im Mindesten das Gefühl habe, den Alkoholkonsum zu vermissen

    Das ist doch einfach perfekt.

    Zum anderen liegt das daran, dass ich mich näher damit beschäftigt habe, warum und wie es zu Rückfällen kommt, und entsprechend Selbstfürsorge betreibe.

    Das mache ich auch gerade.

    Erklärt wird, was die Rückfallforschung in den vergangenen Jahrzehnten an Erkenntnissen gewonnen hat, meines Erachtens ganz gut in dem Erklärvideo von Prof. Lindemeyer von den Salus-Kliniken, das ich hier schon öfter erwähnt habe: https://www.salus-kliniken.de/lieber-schlau-…au-auf-der-a61/

    Schau dir die Beiträge anderer Nutzer hier, die tatsächlich rückfällig geworden sind und über ihre eigenen Erfahrungen geschrieben haben, mal zusätzlich mit dem Wissen aus dem genannten Erklärvideo an. Rückfälle geschehen nicht wirklich „aus heiterem Himmel“.

    Damit werde ich mich mal befassen.

    Liebe Emily…

    im Rückblick kann ich sagen, dass ich im ersten Jahr meine Abstinenz auch noch sehr wackelig war…da habe ich mich gedanklich auch noch mit einem ‚Was wäre wenn‘ eines Rückfalls auseinandergesetzt. Ich bin jetzt im dritten Jahr und finde, dass eine signifikante Veränderung und Festigkeit nach dem 2. Jahr stattgefunden hat. Mach dir nicht so‘n Kopf…mit zunehmenden Abstand zum Alkohol wird das alles leiser im Kopf. Die Abstinenz wird zur Routine und ist irgendwann Alltag. Das kommt von allein…dein Suchtgedächtnis wird ruhiger, weil es mit jedem Tag, den man nicht trinkt, nicht gefüttert wird.

    Das hört sich motivierend an. Bin zuversichtlich, dass sich das bei mir auch so entwickeln wird.


    Ihr habe toll geantwortet. Mir ist das richtig im Kopf rumgeschwirrrt. Ich möchte auf gar keinen Fall einen Rückfall bauen. Und mit euren Antworten bin ich mir sicher, es auch zu schaffen. In wenigen Wochen bin ich 1 Jahr abstinent. Das erste Jahr sehe ich als nen kleinen Meilenstein, danach ist die Zeit mein Freund.

    Also lieben Dank für eure Antworten. Hoffentlich helfen sie auch anderen 👍😊

    So ein "Rückfall" ... darüber entscheide doch ich oder du!

    Das stimmt genau, es ist meine Entscheidung.

    egal ob Ex-Raucher, Ex-Trinker oder Ex-Junkie, ich weiß doch was passiert! Ich bin doch nicht blöd.(?)

    Ich habe ja auch früher jahrelang geraucht. Das ist schon so lange her, dass ich nicht mal mehr genau weiß wieviel Jahre es sind. Ich kommen überhaupt nicht auf die Idee zu rauchen. Da sage ich auch nicht ich lasse die Zigarette liegen. Ich weiß also wie du das meinst und das leuchtet mir anhand meinem Beispiel vom Rauchen ein.

    Hatte mal beim Blauen Kreuz einen Mensch erlebt, der nach 23 Jahren trocken am Morgen beim Aufräumen nach einer Hochzeitsfeier (die er komplett nüchtern mitfeierte) anfing, die Reste aus den herumstehenden Gläsern auszusaufen. Einfach so. Sozusagen aus dem Nichts. Wir haben das längere Zeit mit ihm und seiner Frau in den Gruppengesprächen versucht zu verstehen, denn wir waren alle ziemlich geschockt!

    Ach du Gott, wie schlimm ist das denn 😳 vielleicht wurde er auf der Hochzeit so getriggert, dass er unbewusst die ganzen Gläser leer trank. Als hätte das Gehirn ausgesetzt.

    Solche Geschichten finde ich bedrückend.

    Meine Freiheit besteht also in dem Wissen, das ich kapituliere. Ich bin süchtig mit einer Nulltoleranzgrenze.

    Genauso sehe ich das bei mir auch. Ich kann keinen einzigen Schluck trinken. So war es auch beim Rauchen, ich wusste, dass ich keinen einzigen Zug rauchen kann. Ich bin mir 100% bewusst, dass das einen Rückfall zur Folge hat.

    Ich bin auch so jemand wo immer noch dies und das zu tun ist.

    Dieses ich sollte oder müsste noch dies und das hat mich auch damals in die Sucht geschickt. Wobei diese Gedanken leider auch extrem hartnäckig sind.

    Ich habe im Grunde auch zur Entspannung getrunken. Einfach mal nicht alles zu eng sehen und gelassen bleiben ist vielleicht ein guter Weg.

    Wenn du die Finger vom Alkohol lässt, kannst du dir sehr sicher sein!

    Das denke ich ehrlich gesagt auch so. Ich denke gar nicht an Alkohol, klar hier im Forum schreiben wir zum Thema. Aber außerhalb vom Forum habe ich mit Alk nichts zu tun.

    Am Besten mache ich mir da auch nicht zu sehr einen Kopf. Wer weiß was irgendwann ist. Heute bin ich nüchtern. Fertig.

    Ich finde deinen Satz ebenso simpel wie großartig und absolut logisch. Einfach die Finger vom Alk lassen und ich bin sicher.

    Danke Paul ✌️

    Das ist richtig. Aber warum werden langjährig Abstinente trotzdem wieder rückfällig? Klar sind individuelle Gründe. Aber sie wissen es doch auch, dass nur ein Schluck oder Glas wieder in die Suchtspirale führt.

    Ich für mich denke da seit kurzem drüber nach. Die Motivation immer hoch halten, sich erinnern wie es war und die Gründe warum ich aufgehört habe immer wieder ins Gedächtnis rufen.

    Deshalb bleiben Leute wie du oder Brant oder AmSee, Ichso auch weiterhin im Forum. Um den Respekt vor dem Thema Alkoholsucht nicht zu verlieren. Ich bin nun bald 11 Monate trocken. Also noch am Anfang.

    Also darf ich mir nie, auch nach Jahren nicht, zu sicher sein.

    Oh merke grade, dass wir im Thread von Klara sind. Evtl. kann ja ein Mod. zu mir verschieben.

    Lasse mal kurz ein paar Gedanken hier: Lecker Essen ist gekocht und im frisch geschrubbten Tiefkühler eingefroren. Wohnung ist tippitoppi aufgeräumt und geputzt.

    Und ich so?^^ Bin übelst nervös. Schwanke zwischen alles super und Katastrophenalarm. Und ja, der Kopf weiß, das ist (auch) einer meiner psychischen Diagnosen geschuldet. Und doch will die Seele am liebsten flüchten... Aus Angst vor Streit und Missfallen und daneben benehmen und so Sachen.

    Danke fürs Lesen. Ich gehe besser jetzt mal laufen. Statt saufen 👍

    Lecker gekocht hatte ich auch, aber die Wohnung sieht alles andere als tippitoppi aus. Letze Woche gab es schlimmer Ereigniss und ich bin erschöpft. Deshalb war ich so faul wie möglich. Es ging sozusagen auch nichts.

    Anmerkung: Auf Wunsch von Emily wurde dies aus dem Thread RE: Mein Weg ohne Alkohol in ein neues Thema ausgelagert, da es das dortige Thema sprengt.
    (Beiträge in eigene bereits vorhandene Threads zu verschieben ist der Moderation nicht möglich.)

    LG AmSee


    Ich habe auch schon von Leute gehört die richtig lange trocken waren. Und dann ist es zum Rückfall gekommen. Sowas finde ich persönlich für mich als bedrohlich. Ich frage mich, muss ich dann den Rest meines Lebens immer vor einem Rückfall Angst haben? Bin ich dann jemals überhaupt frei? Das bleibt doch für immer im Hinterkopf? Oder wie seht ihr dass. Bin da am nachdenken, ob ich mir jeden Morgen wie ein festes Ritual z.B. beim Zähneputzen immer wieder sage: Heute lasse ich das erste Glas stehen.

    Ich glaube als Alkoholiker ist man nie frei. Trocken heißt doch nur stoppen. Ein kleiner Fehler, nur ein Glas kann das ganzen Kartenhaus zum Einstürzen bringen.

    Du kannst ja gerne mal unter „Artikel“ nach Erste Hilfe bei Suchtdruck schauen und dich damit vertraut machen.

    Ich habe mir gut auf Suchtdruck vorbereitet. Sozusagen den Notfall-Koffer gepackt. Damit sind schnelle und wirksame Methoden gemeint um dem Suchtdruck stand zu halten.

    Vielleicht hast du ja am Wochenende die Zeit da mal etwas zu stöbern.

    Hallo Weinbrand99

    willkommen hier im Forum. Fühl dich hier wohl. Vielleicht entscheidet du dich auch zur Abstinenz, wenn du hier zu einem Austausch kommst.

    Ich habe gelernt, dass Alk nichts besser macht. In der Suchtspirale führt der Weg nur bergab.

    Also Belohnung am Abend gibt es auch andere gute Möglichkeiten. z.B. Sport oder ein neues Hobby.

    Es ist ja ein Zeichen, dass du den Weg hier ins Forum gesucht und gefunden hast.

    Hallo Klara,

    willkommen hier im Forum. Schön, dass du hierher gefunden hast. Ich wünsche dir einen guten Austausch und einen erfolgreichen Weg in ein nüchternes Leben.

    Jemand der Mod‘s wird dich bestimmt bald freischalten.

    Ich kenne das auch zu Beginn meiner Abstinenz, dass sich die Suchtstimme in Erinnerung bringen will.

    Lies dich erstmal in Ruhe etwas ein.

    Ich bin auch Mutter. Ich kann mir nicht vorstellen wie es für dich ist um deinen Sohn zu bangen. Ich wünsche ihm zu seinem Geburtstag alles Gute und dass er die Kurve kriegt.

    Was war mit deinem ätzenden Stiefvater?

    Ich wünsche dir auch einen guten und sonnigen Tag.

    Das stimmt überall ist es Voraussetzung, dass man das alles hat und kann. Sogar in meiner Arztpraxis läuft alles nur noch online und mit App.

    Das einzige was ich tun kann, ist im privaten Bereich auf Insta, Facebook, Tiktok usw. zu verzichten oder zu reduzieren. Und die Zeit vor den Geräten zu reduzieren. Dafür real zu leben. So viel wie irgend möglich.

    So habe ich das nun für mich begonnen und werde das so weitermachen.

    Also ich habe heute bei dem simplen Test so einen gewaltigen Unterschied gemerkt wenn man das alles mal länger liegen lässt. Das ist eine absolute Wohltat. Ich brauche da gar kein Handy Gefängnis, den Unterschied finde ich krass. Ich werde mich fast überall abmelden. Ich brauche weder Insta noch Tiktok, auch sämtliche Newsletter melde ich ab. Ich werde das mir zu liebe so drastisch reduzieren wie nur möglich.

    dAnn konzentriere ich mich nur auf das was ich im Moment mache. Jetzt schreibe ich im Forum. Nachher gehe ich mit dem Hund Gassi, dann Küche aufräumen, danach etwas Fernseh schauen.

    Ich werde es unterlassen nebenbei noch mit dem Handy oder Ipad zu surfen. Das Handy ist nicht mehr länger Zeitvertreib. Es ist gut für wichtiges, keine Frage.

    Also ich habe es heute ausprobiert. Hatte weder Handy, Smartwatch noch Ipad in der Hand, erst jetzt genau in diesem Moment. Nachher kommt alles wieder weg.

    Wa soll ich sagen, es ist einfach klasse normal zu leben ohne ständig in Mails, Whatsapp oder Foren zu gucken. Ich fühle mich wesentlich entspannter, habe alles erledigt was ich machen wollte und fühle mich viel wohler.

    Ich werde beim Job nicht mehr nebenbei noch ins Handy gucken, abends beim Fernsehen nicht gleichzeitig noch mit dem Ipad im Internet surfen. Werde mal wieder eine meiner normalen Armbanduhren anziehen.

    Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

    Danke liebe Ichso für deine Inspiration.