Beiträge von Emily

    Paul das hast du schön geschrieben. Animiert zum Nachdenken.

    Ist's beim Alkohol bzw. der "Rückfallgefahr" nicht ähnlich? Wenn ich nicht trinke, kann mir auch nichts mehr passieren

    Das hört sich zwar gut an, aber ich denke, dass trotzdem auch noch bisschen mehr nötig ist. Es ist schließlich eine Suchterkrankung und es gibt eine hohe Rückfallquote. Keine Ahnung ob Stärke und Wille immer reichen.

    passieren - doch dazu muss ich erst wieder die "Allheilkraft", die ich mir irrsinnigerweise antrainierte, aus meinen Gedanken verbannen, das benötigt Zeit und jede Menge Übung.

    Das mit der „Allheilkraft“ verstehe ich nicht wirklich. Was meinst du da denn genau?

    Gut, ich könnte mich verführen lassen, doch warum sollte bei starken Windböen mich in die Höhe wagen oder mit 200 km/h durch den Verkehr jagen? Ich kenne doch mittlerweile die Gefahren! Ist's beim Alkohol anders?

    Klar ich würde bei starkem Wind auch nicht in Höhen balancieren und rase nicht mit 200km im Straßenverkehr. das sind Gefahren und denen setze ich mich nicht aus. Deine Frage Ist es bei Alkohol anders? Gefahren minimieren, nicht gerade in ne Saufkneipe setzen und sich einfach nicht in gefährliche, trinklastige Situationen begeben. Das ist schon mal ne gute Strategie.

    Ich riskiere nichts was meine Abstinenz gefährden könnte. Sie ist mir zu kostbar und wichtig geworden, dass ich mir erhalten möchte. Sie hat bei mir höchste Priorität. Denke das ist wichtig.

    derzeit 10 Bewohner sind zwei incl mir zum ersten Mal hier.Mein ehemaliger Zimmernachbar war 22 x hier.

    Rückfallquote 50/60 %.

    Du schaffst das ganz bestimmt. Ein nüchternes Leben ist soviel schöner. Alkohol macht ja nichts, aber auch gar nichts besser. Nur schlimmer, der Kater, ruiniert die Gesundheit, kostet viel Geld.

    Dagegen ist ein klarer Kopf für Entscheidungen viel besser. Du kannst besser überlegen und denken. Du verlierst überflüssige kg, das Gesicht ist nicht mehr aufgedunsen, du riechst gut.

    Das Leben ist viel zu kostbar um es mit Alkohol und der Sucht zu zerstören. Freu dich auf deinen Weg in die richtige Richtung.

    Paul du hast eine brilliante Art zu denken und zu schreiben. Sehr interessant. Ich werde über deinen Beitrag hier nachdenken.

    Spielst du eigentlich Schach? Ich vermute, dass du es kannst. Ich auch. Deshalb verstehe ich dich auch gut.

    Ich kann so denken wie bei einem Schachspiel, vorausschauend, alle Möglichkeiten berücksichtigend. Und so wie du schreibst, erinnert mich das an ein Schachspiel.

    Danke dir 😊

    Also ich habe mich nicht im Job geoutet. Wenn mal ne Feier ansteht, sage ich, dass ich ja noch Auto fahre und trinke statt Sekt O-Saft. Was ja auch üblich ist.

    Ich habe im Großen und Ganzen eine Krankheit als „Ausrede“ genommen. Die habe ich tatsächlich und jeder der sich im Internet darüber informiert, wird lesen, dass man auf Alkohol verzichten soll. Das passt dann für mich und niemand macht Worte.

    Ich habe mal in Restaurants beobachtet, ganz viele Leute trinken alkoholfreie Getränke.

    Es geht auch ohne sich offiziell zu outen. Warum sollte ich das tun? Also im Job auf gar keinen Fall.

    Aber das kannst du dir ja in Ruhe überlegen wem und ob du was sagst.

    Hier war ich vor vielen Jahren. Da stand ein kleines Zelt. Hier verbrachte ich in meine letzten Alktage. Hier trank ich, seelisch und körperlich schon zutiefst kaputt noch ganz langsam vier Flaschen Bier. Dann war der Zwang noch trinken zu müssen Geschichte.
    Es fühlt sich gut an solch einen Ort der Erinnerung zu haben. Manchmal komme ich hier vorbei. Nicht nur wenn mich das Chaos der Welt fortzureissen droht. An diesem Platz spüre ich eine heilende Kraft und die Abstinenz leuchtet wie ein Diamant den ich für nichts auf der Welt mehr hergebe.

    Das hast du schön geschrieben Brant

    Was ist das denn für eine Suchtfibel? Von den AA‘s? Kann man sich die bestellen?

    Das ist sehr nett, dass du die Seite gepostet hast. Aber die angekreuzten Punkte treffen auf mich nicht zu. Bin froh drüber.

    Ich habe mich wieder besonnen und und fühle mich wieder gut. Hatte auch einen Todesfall zu verarbeiten und Stress im Job. Aber jetzt habe ich Urlaub und erhole mich und bin entspannt.

    Ich finde, dass meine Abstinenz stabil ist und sie hat immer oberste Priorität. Ich bleibe auch hier im Forum. Hatte nur in letzter Zeit weniger Zeit gehabt.

    Ingwertee trinke ich auch recht gerne. Mag auch die Schärfe.

    Drücke dir fest alle Daumen, dass du dich selbst so gern hast, dass es dir nicht wieder egal wird

    Keine Angst, mir wird es nicht egal. Ich gehe mit Vollgas auf 1 Jahr zu 💪

    Allein hier im Forum würdest du mir schrecklich fehlen. In echt.

    Das ist aber lieb von dir. Aber keine Sorge ich lese und schreibe hier weiter.

    Ich finde den Austausch wichtig für mich.

    Und wie fiel dir auf, dass du gar nicht trinken musstest?

    Ich verstehe deine Frage gerade nicht. Als ich noch nicht abstinent war, da musste ich trinken. Das habe ich gespürt, dass es Sucht ist und ich musste und nicht aufhören konnte.

    Jetzt in der Abstinenz, nach 11 Monaten, muss ich nicht mehr trinken. Ich denke nicht mehr an Alkohol und bin froh und glücklich darüber.

    Werde einfach wieder überwiegend stilles Wasser trinken und natürlich auch Kaffee und Espresso. Und ich fange auch wieder an Tee zu trinken, da gibt’s soviel Auswahl, sogar welchen den man kaltem Wasser aufsetzen kann.

    Dann genieße es!

    Ich fand den Geschmack (alkfreies Bier) schon immer etwas absonderlich, auch bei alkoholfreien Sekt u.ä.. Ich liebte bei alkoholischen Getränken den Alkohol, die erst ganz leicht beginnende Wirkung, so richtig geschmeckt hat mir Bier und Co. eigentlich nie ... aber es wirkte vortrefflich!

    Mir war's auch egal, ob andere tranken oder nicht. Ich war ich! Wenn ich keinen Alkohol trinken wollte, tat ich es auch nicht. Ich musste (!) nie Alkohol trinken - ich wollte es!

    Selbst in meinen letzten zwei Jahren des totalen Alkoholismus - ich wollte es!

    Ich verstehe was du meinst.

    Wenn ich sowas alkoholfreies trinke, dann wegen Geschmack und Abwechslung, ich sehe das als ein Getränk an.

    Die Wirkung die Alk hat, die vermisse und suche ich gar nicht.


    Bei mir war es anders, zum Schluss musste ich trinken. Aber jetzt muss ich keinen Alkohol mehr trinken und will auch keinen Alk mehr trinken.

    Ich trinke nur Wasser und Kaffee oder Tee.

    Ich auch, und irgendwie ist das langweilig. Tee mag ich plötzlich keinen mehr. Einfach mal was anderes.

    Ich muss nirgends dazu gehören. Und ich esse sogar Tofu ganz ohne, dass ich mich nicht von einer Wurst lösen möchte.

    Ich muss auch nirgends dazu gehören. Dort wo es mir wichtig ist, gehöre ich sowieso dazu. Das ist mein Familienkreis. Ebenso bei Freunden und Kollegen. Da spielt es gar keine Rolle was ich trinke.

    Ich halte es für sehr wichtig, in einer Selbsthilfegruppe auch von solchen Erfahrungen zu erzählen und eben nicht zu versuchen, das mit sich allein auszumachen.

    Das ist auch wichtig für mich. Weil ich hier verstanden werde. Ansonsten spreche ich ja nicht über das Alk-Thema.

    Um die Erinnerung wachzuhalten?

    Ich glaube das Suchtgedächtnis hat die Erinnerung an nasse Zeiten eingesetzt um mich in alte Verhaltensmuster zu lenken und dass ich dann auch wieder zu Alkohol greife.

    Mir ist das irgendwann aufgefallen, dass ich mich ganz nah an den nassen Gewohnheiten orientiert habe, das ging irgendwie schleichend und unauffällig, aber es gab den Moment wo ich richtig nah dran war.

    Natürlich kann ich das jetzt wieder ändern und werde das auch tun.

    Hallo Emily,

    darf ich fragen, was alkoholfreie Alternativen sind und warum sie du sie kauftest? Wolltest du "diese Illusion der Belohnung" erhalten?

    Ja ich würde sagen, dass ich mir neue Belohnungen suche. Habe neue schicke Gläser und jetzt solche Getränke, die irgendwie an Sekt erinnern, aber z.b. aus Heidelbeersaft und Beeren ist und sehr schön von der Farbe ist. Ich mag sowas gerne. Ist zwar etwas Kalorien reduziert und hat auch Kohlensäure. Aber Kohlensäure ist nicht sehr gut für mich.

    Ich habe auch schon Kirschsaft in ein Weinglas gefüllt und beim Kochen getrunken. Früher trank ich Rotwein beim Kochen. Das ist ein ähnliches Verhalten wie zu nassen Zeiten.

    Ich hatte vor ein paar Monaten aber beim Kochen tollen Tee aus der Tasse getrunken.

    Ich glaube ich suche gerade Ersatz für Tee, weil ich aus einem mir unerklärlichen Grund nicht mehr mag.

    Und ich suche auch nach Belohnungen. Das sind irgendwie Süßes geworden, obwohl ich Süßes früher fast nie gegessen habe.

    Ich habe aber definitiv in letzter Zeit auch alkoholfreie Alternativen getrunken, z.B. habe ich alkfreien Sekt gekauft als jemand aus der Familie aus dem Krankenhaus kam, zum Anstoßen.

    Oder beim Grillen kürzlich habe ich ein kleines Glas alkoholfreies Bier getrunken.

    Das ist zu nah dran an der Alkzeit und ich möchte das wieder auf den richtigen Weg bringen.

    Bewegung und Gym habe ich fast komplett schleifen lassen und auch meditieren. Auch wie in nassen Zeiten.

    Ich finde es toll wie du deine "Schwächen" so angehst. So geht meiner Meinung nach der richtige Weg!

    Ich danke dir sehr für dein motivierendes Feedback. Ich fange heute direkt damit an wieder in die richtige Richtung zu laufen. Dazu gehören Bewegung, weniger Kalorien, meditieren, Gymnastik und Tee. Werde mir gleich mal ne Tasse aufbrühen.

    Mir ist das glaube gestern so richtig aufgefallen, dass ich in dieses Schema vor meiner Abstinenz rein komme. Das Gute ist, dass ich das mit nüchternem Kopf erkenne und gegen steuern kann.

    Und das mache ich auch. Und die 4 kg müssen auch wieder verschwinden.

    Mir ist etwas aufgefallen, was ich unbedingt ändern muss.

    Ich komme wieder in alte Verhaltensmuster. Also Routinen.

    Meine Änderungen vom Anfang habe ich irgendwie schleifen lassen und gerade die letzten Tage kommen wieder alte Verhaltensmuster durch.

    Da hatte ich auch gar nicht so ein großes Augenmerk drauf gehabt und mir ist das nicht so aufgefallen im Alltagsstress. Nun habe ich aber e8nige Tage frei und habe Zeit.

    Ich meditiere nicht mehr, zu viel Zeit für soziale Medien, habe mehrfach alkoholfreie Alternativen getrunken. Sie eingekauft und kommen zum Glascontainer. Auf Tee habe ich gar keine Lust mehr und habe tatsächlich schon tagelang keine einzige Tasse Tee mehr getrunken.

    Ich achte auch nicht so auf Kalorien und habe 4 kg zugenommen. Bewegung und Gym kommen auch richtig zu kurz.

    Werde mir jedenfalls in den freien Tagen mal Gedanken machen und das ändern.

    Wenn ihr nichts dagegen habt, berichte ich hiervon regelmäßig .

    Hallo und herzlich willkommen und frohe Ostern 🐰

    Schön, dass du den Weg hier ins Forum gefunden hast. Hier kannst du dich austauschen und kannst alles da lassen, was dich bewegt.

    Ich gratuliere dir zu dem Schritt, dem Alkohol den Laufpass zu geben. Nüchtern und mit klarem Kopf beginnt nun dein neuer Weg. Fühl dich hier wohl und ich wünsche dir einen guten Austausch 🙋‍♀️