Beiträge von Emily

    Wenn du Alkohol als Verlust ansiehst, verzichten musst, dann ist natürlich die Gefahr hoch rückfällig zu werden

    Das stimmt ganz genau. Ganz am Anfang habe ich mit Verzichtsgedanken zu tun, das hat sich aber komplett geändert. Ich bin nun stolz und glücklich keinen Alkohol mehr trinken zu müssen.

    diesen erbärmlichen Zustand

    Das war und ist für mich immer ein enormer Motivationsschub, mich zurück zu erinnern. Dann weiß ich genau wo ich nie wieder sein möchte.

    Ich wünsche ebenfalls gute Besserung. Vielleicht hast du auch einen Zug bekommen oder eine Erkältung bahnt sich an. Wird bestimmt wieder besser.

    Bleib trotzdem nüchtern und vielleicht helfen ja leichte Dehnübungen und lockerer Sport gegen die Kopfschmerzen. Auf alle Fälle viel Sprudel trinken. mIr hilft auch Minzöl im Nacken aufzutragen.

    Hallo Emily,

    mein "Abstinenztrainig", war ähnlich wie beim Pawlowschen Hund, erstmal von allem fernhalten (Alkohol), d.h. die Reizverknüpfung Alkohol-Sucht-Gehirn auflösen, bei Stress oder ähnlichem ... Beschäftigung, viel trinken, da ist der Körper auch beschäftigt, oder bewusst mich herunterfahren, mich beruhigen, sei es durch Atemübungen, sportliche Betätigung oder ähnlichem.

    Es gibt keine allgemeingültige Lösung, kein Zaubermittel, nur nicht trinken und sich selbst vertrauen. Der Körper findet einen Weg und das braucht Zeit.

    Von diesem ganzen "ich-bin-Alkoholiker-Rechfertigungs-Gedöns" hielt ich mich stets fern! Niemanden (!!!) musste ich etwas beweisen, niemanden wollte ich bekehren/überzeugen. Ich wollte mir etwas beweisen.

    Das hört sich gut an. Auch wie AmSee schreibt. Es braucht seine Zeit und eine gute Portion Geduld und Gelassenheit.

    Alternativen zu Alk-Trinken habe ich. Spaziergänge und Gymnastik. Auch Eis oder Schoki in Maßen.

    Einfach in mich reinhören, und auf die eigenen Bedürfnisse eingehen.

    Ich weiß nicht, ob das sinnvoll ist, wenn ich das hier ausformuliere.
    Als ich vor ein paar Jahren mit der Frage konfrontiert war, was MIR eigentlich gut tut, konnte ich mit Listen anderer wenig anfangen.
    Für mich war das ein Lernprozess, herauszufinden, was ICH eigentlich brauche.

    Da hast du absolut Recht.

    Mein „Training“ ist in dem Sinne kein systematisches Training, bei dem ich einen festen Plan abarbeite. Im Prinzip geht’s dabei darum, einen Mittelweg zwischen zu viel und zu wenig zu finden und mich stets um ausgeglichene Selbstfürsorge zu bemühen.

    Ja wenn ich mich um eine gute und ausgeglichene Selbstfürsorge kümmere und dafür sorge, dass es mir gut geht, das ist schon die halbe Miete.

    So manches ergibt sich erst im Laufe der Zeit, wenn‘s gewissermaßen „dran“ ist. Entsprechende Erfahrungen hast du ja auch schon gemacht, wenn du an die letzten 50 Wochen zurückdenkst

    Das stimmt, ich arbeite viel an mir.

    Was mich stört: ist jemand von harten Drogen weggekommen, dann ist er ein Ex-Junkie. Hört jemand auf zu Rauchen ist er ein Ex-Raucher. Hört jemand auf zu Saufen ist er ein trockener Alkoholiker. In meinen Augen ist das eine Stigmatisie

    Das stimmt schon irgendwie. Wenn jemand sagt, dass er aufgehört hat zu rauchen und nun Nichtraucher ist, dann wird er bewundert und gelobt. Bei Alkohol verhält sich das anders, das wird eher negativ gesehen.

    Auswirkungen dieser psychoaktiven Wirkung

    Damit kenne ich mich nicht aus. Aber irgendetwas ist ja bei mir als Alkoholikerin anders als bei „normalen“ Leuten. Deshalb unterschätze ich das auch nicht.

    setze diese Erfahrung als Verstärker in meinem „Abstinenz-Training“ ein

    Ware es dir möglich, dein „Abstinenz-Training“ hier im Forum stichpunktartig aufzuführen? Mich würde das jedenfalls sehr interessieren. Ich mache auch einiges, aber ich bin immer offen für Ideen und Inspirationen.

    Bei Vergiftungen nicht psychoaktiven Substanzen oder Viren, Bakterien leuchtet das jedem ein: Ursache weg = Wirkung/Sucht = Krankheit weg.

    Ich vergleiche das mit meiner Laktose Intoleranz. Meide ich strikt alles was Laktose enthält, geht es mir gut. Wenn ich aber einfach Lebensmittel konsumiere, die Laktose enthalten geht’s mir sehr schlecht.

    Ich weiß genau, dass es einfach nicht geht und auch nie funktionieren wird. So sehe ich das auch mit Alk. Da weiß ich auch ganz genau, dass ich keinen einzigen Schluck mehr trinken kann.

    Aber was mich sehr motiviert ist einfach den Unterschied zu kennen. Wie es mir MIT Alkohol ging und wie es mir OHNE Alkohol geht.

    Das nüchterne Leben ist einfach fantastisch und das möchte ich nicht mehr eintauschen.

    Wenn ich nur dran denke wie es mir immer ging, Nein danke.

    Gestern 14 Tage nüchtern -Yeeehaaaaaw

    💓lichen Glückwunsch zu 2 Wochen. Der Anfang ist geschafft.

    Heilung kann es nur durch Abstinenz geben.

    Das stimmt so nicht wirklich. Heilung vom Alkoholismus gibt es nicht. Stillstand, also stoppen durch die Abstinenz. 1 Glas führt selbst nach Jahren wieder dorthin wo ich war und es geht direkt wieder in die Sucht rein. Möglicherweise noch schlimmer als vorher.

    Liebe ichso und AmSee13 bin ja gerade in Urlaub und hatte mich ja nach der Suchtfibel erkundigt. Morgen fahren wir heim und ich habe sie mir gestern bestellt, sodass sie morgen ankommt. Da werde ich viel drin lesen und denke ist ein wichtiges Buch um nen Rückfall zu verhindern.

    Gestern waren es bei mir 350 Tage. Oder 50 Wochen. Ganz bald habe ich 1 Jahr geschafft. 😀

    Gegen 16 Uhr kam wieder Unruhe auf .Es wird wohl noch etwas dauern, bis diese weg ist.

    Hast du unseren Artikel Notfallkoffer schon gelesen? Erste Hilfe wenn’s brennt. Wenn was ist sofort auch hier melden 😊 Hört sich auf jeden Fall schon sehr gut bei dir an. Hast du zuhause noch Alkohol? Am besten von jemandem entsorgen lassen.

    Wünsche dir ein schönes Ankommen zuhause.

    Ich finde wichtig zu wissen, dass es einen gravierenden Unterschied zwischen der nassen und nun trockenen Zeit gibt. Jetzt spüre und fühle ich alle Gefühle, Gedanken und Emotionen klar und deutlich ohne die Benebelung vom Alkohol.

    Damit musste ich auch erstmal umgehen können. Auch unschöne Gefühle aushalten zu können. Denke das ist auch ein sehr wichtiges Thema um stabil nüchtern zu bleiben.

    Am Anfang habe ich Unmengen Eis gegessen statt Wein zu trinken. Dann habe ich Sport gemacht statt Wein zu trinken. Dazu kam noch meditieren und andere Süßigkeiten. Habe auch literweise Wasser getrunken.

    Es war ungewohnt alle Emotionen und Gefühle, egal ob positiv oder negativ, bewusst zu erleben. Kein Filter der etwas abschwächt.

    Das musste ich erst lernen.

    dass es nur eine Frage des Willens sei

    Ich würde sagen, dass ich meinen Willen gebraucht habe und auch noch weiterhin brauche und einsetze, aber nur Wille alleine genügt nicht. Es gehört noch viel mehr dazu um zufrieden nüchtern zu sein und zu bleiben.

    sehr wichtig, auch demütig zu bleiben

    Ich halte Demut ebenfalls für einen sehr wichtigen Faktor für meine Abstinenz. Hatte ich ja auch ein paar Beiträge vorher bereits geschrieben.

    (Leider gelingt es mir nicht, von einer anderen Seite etwas zu zitieren, das gibt bei mir immer Chaos. Wie geht das denn?)

    zeigt dir hoffentlich, dass das kein Angriff ist, sondern der Versuch eines liebevollen Begleitens unbekannterweise

    Alles gut. 👍

    Das trifft es ziemlich gut. Es ist genauso wie ein Instrument zu erlernen oder einen neuen Sport. Man lernt etwas Neues und es kann passieren, dass es mal nicht so klappt. Dann muss man einfach weiterlernen.

    Das stimmt und ist ein guter Vergleich.

    Ich finde, dass ich auf einem für mich guten Weg bin. Klar gibt’s auch mal Stolpersteine, aber ich gehe einfach immer weiter. Es ist auch normal, dass ich nicht jeden Tag immer nur gut drauf bin und alles leicht und einfach läuft. Es gibt auch Tage wo alles schief läuft. Genauso ist es mit der Abstinenz. Mal ist alles easy, mal meldet sich das Suchtgedächtnis. Es ist eine Entwicklung. Und es braucht seine Zeit. Aber eins steht fest…ich werde es hinbekommen und es wird klappen, dass ich weiter nüchtern bleibe.

    Kurz und gut, wenn du bei all dem nur auf den guten Willen setzt, der das alles schon richten wird, wundere dich nicht, wenn das nicht klappt.

    Ich setze doch nicht nur auf den guten Willen. Dass das alleine nicht reicht ist doch logisch. Natürlich habe ich auch darüber nachgedacht und versuche Verhaltensmuster zu ändern. Ich arbeite viel an mir, mache mir jede Menge Notizen, meditiere, und sorge gut für mich. Ich bin achtsam und meine Abstinenz steht an allererster Stelle.

    Ich arbeite seit der Abstinenz andauernd an mir.

    Als ich in alte Verhaltensmuster zurück gefallen bin, habe ich das aber rechtzeitig gemerkt. Weil ich aufmerksam bin und mir das selbst aufgefallen ist. Das habe ich auch unverzüglich wieder geändert. Da ist mir auch der Grund bewusst, weil ich keine Zeit hatte mich um mich zu kümmern. Es gab mehrere Krankheitsfälle in der Familie und auch ein Todesfall, der mir sehr nahe gegangen ist. Das ich da nicht aufmerksam war und auf mich geachtet habe, weiß ich. Bin ja kein Roboter.

    wundere dich nicht, wenn das nicht klappt.

    Das hört sich irgendwie komisch an. Habe ich irgendwas geschrieben was nicht ok ist?

    Es wird klappen und ich werde weiterhin nüchtern bleiben.

    Nur kurz. Ich bin kläglich gescheitert - also ohne Überschwemmung, puuuhh... Das Gute: Warmwasser funktioniert, also auch die ganze Zeit vorher schon. Plus: Mein Sohn hatte mir angeboten, am Samstag vorbeizukommen, wenn es nicht klappt.

    Und da bin ich trotz momentanem Totalversageringefühl auch so stark und kann Niederlagen eingestehen und um Hilfe bitten 🤘

    Aber auf jeden Fall is YouTube nich mehr mein Freund und Wasserhähne hasse ich 😅

    Ich muss gestehen, dass ich mich da gar nicht erst dran gewagt hätte. Ich finde es schon ziemlich mutig, dass du es versucht hast. So ne Wasserpumpenzange braucht man immer mal, also eine zu kaufen ist nicht verkehrt.