Beiträge von Emily

    Kürzlich habe ich gespürt, dass etwas anders ist. Alkohol und sein Rattenschwanz ist in den Hintergrund gerückt und ist nur noch Erinnerung.

    Vom ersten Tag meiner Abstinenz an war das Thema nüchtern werden und Abstinz täglich allgegenwärtig. Habe immer nur „Heute“ gedacht. Heute lasse ich das erste Glas stehen.

    Aus den vielen „Heute“ ist nun über 1 Jahr geworden. In diesem Jahr ist vieles passiert, gutes wie schlechtes. Ich bin in allen Situationen trocken geblieben. Völlig ohne Rückfall.

    Ich habe aufgehört gegen den Alkohol zu kämpfen. Habe auch meinen Frieden mit mir und der Vergangenheit geschlossen.

    Und vor kurzem war es da, dieses Gefühl ein zufriedenes und freies Leben zu führen.

    Es hat nichts damit zu tun wie mein Leben läuft, natürlich gibt es Höhen und Tiefen. Aber ich erlebe alles wie es kommt nüchtern. Ich entscheide mit klarem Verstand, erlebe alles Gefühle und Gedanken nüchtern, ohne Nebel.

    Nun lebe ich mein Leben und Alkohol hat keinen Platz mehr darin. Ich bin frei. Ich zähle keine Tagen mehr und bin losgelöst aus den Fängen des Alkohols und der Sucht.

    Ich gebe sehr gerne etwas weiter, denn ich habe ja auch Hilfe bekommen und angenommen. Ich finde hier die SHG klasse und durch den Austausch erhalte ich Unterstützung. Gerne gebe ich das auch weiter, damit noch mehr Leute es schaffen aus der Suchtspirale zu entkommen.

    Und es ist wirklich machbar und möglich ein glückliches und zufriedenes, nüchternes Leben zu führen.

    Ein klarer Kopf ist im Leben unbezahlbar. Alkohol hilft bei nichts, das steht fest.

    Danke Brant, das ist ein sehr nettes Kompliment von dir 😀

    Das Muster bei meinen Rückfällen wiederholte sich: ein fremder Ort, Routinen wie körperliche Aktivitäten vernachlässigt und das Gefühl von Einsamkeit. Trifft ein Punkt zu, kann ich das kompensieren, bei zweien wird's kritisch und treffen alle drei zu gilt Alarmstufe rot.

    Aus diesem Grund werde ich meine aktuelle Wohnung bis auf weiteres behalten (fremder Ort) und während der Arbeitswoche ein Studio mieten. Das gibt mir die Sicherheit, dass wenn alle Stricke reisen sollten, ich ich immerhin mein vertrautes zuhause hätte.

    Das ist doch nun ein Erfolg, dass du ganz genau weißt welche Punkte kritisch werden können. Du sorgst vor und kannst danach handeln. Das hört sich nach einem guten Plan an und du bist gut gewappnet und gerüstet gegen Alkohol oder Suchtdruck.

    Ich bin inzwischen mehr als 1 Jahr nüchtern und es hat sich so viel in meinem Leben dadurch ins Positive geändert.

    Bei mir ist der Wunsch aufgekommen, alles hinter mir zu lassen und meinen Weg nun in einem neuen Thread weiterzuführen. Die alten Titel passen einfach nicht mehr, sind für mich veraltet. Ich habe mich sehr verändert und möchte einfach frischen Wind rein lassen. Die Altlast Alkohol habe ich entsorgt.

    Gedanken an einen Rückfall habe ich nicht mehr. Ich hüte meine Abstinenz und passe auf sie auf. Meine Gedanken und Gefühle sind leichter geworden, denn ich bin erleichtert. Die schwere Last mit dem vollen Rucksack mit allem was mit Alkohol zu tun hat, habe ich abgeworfen. Jetzt laufe ich leicht und beschwingt auf meinem nüchternen Lebensweg weiter.

    Das fühlt sich einfach nur großartig an. Ich bin sehr glücklich und froh, dass ich nun mein nüchternes, zufriedenes Leben wieder habe. Für nichts auf der Welt gebe ich das wieder her. Alkohol nein danke, ohne mich. Komme was wolle. Das ist mein neues Nie wieder…..😀

    Ich bin gerade mal so über den Titel meines Threads hier gestolpert. Heimlichtuerei oder Ehrlichkeit.

    Die verhasste Heimlichtuerei während meiner Alkoholzeit hat an dem Tag meiner Abstinenz ein Ende gefunden. Heimlichtuerei oder gar Lügen gibt’s seit dem Tag bei mir nicht mehr.

    Ich führe nun ein Leben nüchtern und bin absolut ehrlich mir und anderen gegenüber. Mein Leben hat sich in der Abstinenz komplett zum positiven gewandelt. Ich denke nur noch als Abschreckung zurück um nie wieder dort hin zu kommen. Ansonsten habe ich meinen Frieden mit der nassen Zeit geschlossen.

    Ich schaue jetzt nur nach vorne in eine zufriedene und ehrliche Gegenwart und auch Zukunft.

    Ich bin aus meinem Thread hier raus gewachsen und möchte ihn für mich beenden und allen zur Verfügung stellen, für die das noch Thema ist.

    Ich werde einen neuen Thread eröffnen, der meine Abstinenz jetzt besser spiegelt. 🫶😀

    Im Job ist es viel wert, wenn man sich wohl fühlt und nette Kollegen und Chefs hat. Schließlich verbringt man auch viel Zeit im Job.

    Solche Veränderungen hatte ich auch, sogar mehrfach. Habe mich da nie verschlechtert. Ich finde es wichtig beruflich zufrieden zu sein, sonst könnte da auch eine Gefahr für die Abstinenz entstehen.

    Ich finde es super, dass du auf dem Jakobsweg warst.

    Tom hast du eigentlich nun ein sicheres Gefühl für deine Abstinenz? Dein Rückfall hast du ja schnell wieder weggesteckt.

    Mein Sabbatical neigt sich langsam dem Ende zu. Fast 2000km in Spanien rumgewandert

    Das hört sich sehr toll an.

    Ich habe sowas in meinem Leben noch nicht gemacht. Einfach mal ne Weile aussteigen.

    Und jetzt was ganz Neues anzufangen, hört sich interessant an. Wünsche dir weiterhin eine schöne Zeit.

    Statistiken interessieren mich nicht mehr so, da sind einfach nicht alle erfasst und die Zahlen entsprechen nicht der Realität.

    Ich glaube es ist einfach wichtig sich Zeit zu nehmen und Schritt für Schritt zu gehen. Und noch sehr wichtig finde ich, dass man lernt mit den echten Gefühlen und Gedanken die nun klar und deutlich wahrgenommen werden, umzugehen.

    Auch muss ich mir im Klaren darüber sein, dass das Leben eben seine Höhen und auch Tiefen hat und es nichts gibt was Alkohol besser macht.

    Menschen, die niemals sucht-therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, und es dennoch dauerhaft schaffen, tauchen in solchen Statistiken zum Beispiel schon mal gar nicht auf.

    Da gehöre ich z.B. dazu.

    ich persönlich denke, wo man selbst steht, kann man oft selbst am besten beurteilen.

    Ich fühle mich befreit und leicht. Alles ist nüchtern einfacher geworden, selbst unangenehme Dinge oder Situationen kann ich nüchtern besser lösen.

    persönlich hat der Weg in die Nüchternheit diesem Zugang zu mir Selbst und in meine Selbstwirksamkeit eröffnet. Dafür bin ich sehr dankbar

    So ist es bei mir selbst auch.


    Also pfeife ich auf Statistiken und genieße einfach mein nüchternes Leben 😄

    Ich möchte dir gerne noch sagen, dass wir dich nicht davon überzeugen wollen ein nüchternes Leben anzustreben. Das muss aus dir selbst kommen. Ich hatte meinen persönlichen „Klick“ Moment. Seit dem Tag bin ich nüchtern und froh und dankbar, nicht mehr trinken zu müssen.

    Vielleicht ist es ja ne gute Idee mal zu einer Suchtberatung zu gehen.

    Warum auch die Buchstaben dich triggern. Ich danke dir für den Beitrag. Aber wie schon erwähnt, ich sehe mich nicht als Alkoholiker oder als Süchtig. Da fehlt noch einiges. Meine Mutter, die war auf jeden fall Alkoholikerin und Süchtig und daher, behaupte ich, kenn ich die Anzeichen.

    Mir scheint es, dass du nach Ausreden und Rechtfertigungen suchst um weiter zu trinken. Vielleicht bist du ja bereit weniger zu trinken. Ob du das kannst weiß ich nicht. Kontrolliertes Trinken kann ich z.B. nicht, das würde mich ganz schnell wieder dort hin bringen, wo ich nicht mehr hin möchte. Über kontrolliertes Trinken gibt’s hier im Forum viel zu lesen.

    Du muss selbst für dich entscheiden was du machst und dann auch dahinter stehen. Wir können dir die Entscheidung nicht abnehmen. Wir können dir nur Hilfe zur Selbsthilfe geben und dich unterstützen.

    Du kannst gerne weiter so trinken wie bisher, wenn du das möchtest. Wenn es bei dir klappt weniger zu trinken, dann tue das, wenn du das für richtig hältst.

    Deine Frau sucht ihren Weg um sich selbst zu helfen. Vermutlich hat sie als deine CO ihre Grenze erkannt und möchte das so nicht mehr akzeptieren.

    Es liegt nun an dir ne klare Linie zu ziehen und ins Handeln zu kommen.

    Alkoholfreies Bier trinke ich auch gerne, wenn ich fahren muss zum beispiel. Abstinenz ist grad auch etwas was ich anstrebe, da ich durch den Konsum gut zugenommen habe.

    Also bei Abstinenz verlierst du jede Menge kg. Wenn du statt saufen dann noch Sport machst, dann nimmst du von ganz alleine ab. Alkohol hat viele Kalorien und verursacht den häßlichen Bier- od. Weinbauch. Auch das aufgedunsene Gesicht wird schmaler.

    Probier doch mal aus ob du einfach so, den Alk über einen längeren Zeitraum weg lassen kannst. Wenn das nicht funktioniert, weißt du auch direkt dass du Alkoholiker bist. Dann bist du schon in der Suchtspirale.

    Bei 12 Bier am Abend liegt da die Vermutung nahe, dass du schon in der Alkoholsucht steckst.

    Klasse Emily.

    Eigentlich könnte ich auch stolz sein , diese Baustelle meines Lebens anzugehen aber irgendwas in meinem Kopf boykottiert diesen Gedanken und läßt mich schamvoll zurück.

    Diese Scham ist am Anfang normal, genauso wie die rose Wolke mit Euphorie ohne Ende, danach kommt ne Traurigkeit, dann plötzlich erkennt man, dass man alle Gefühle, Gedanken und Emotionen nüchtern alle fühlt und damit umgehen muss. Dann kommt ne Zeit der Leere, gefühlter Stillstand, so als wenn nix weiter geht. und plötzlich ist 1 Jahr vorbei. Und ich kann sagen, dass sich nach meinem ersten Jahr eine Art Normalität entwickelt hat. Und das fühlt sich wirklich gut an.

    Also Laggard immer weiter gehen in kleinen und großen Schritten und immer Heute nüchtern bleiben, Tag für Tag. 💪

    Warst du denn schon mal hier bei uns? Oder sprichst du jetzt von einem anderen Forum. Es gibt wohl noch ein anderes, wo es vielleicht zu Verwechslungen kommt.

    Hier bist du jedenfalls Willkommen.

    Was sind denn deine Pläne? Deinen Konsum überdenken oder zu reduzieren oder möchtest du gar keinen Alkohol mehr trinken?

    Ich have ähnliches wie Paul gefunden eben im Netz: große prozentuale Unterschiede je nach allem möglichen. Aber Entwarnung: die 13% habe ich auch so nicht (mehr) gefunden. Dinge ändern sich. Meine Quelle war ein Suchtkrankenhelfer, der sagte: Nur 13% schaffen es über die 5Jahresgrenze. Ist schon ein paar Jahre her.

    Der zweite Teil deines Beitrags in dem anderen Thread hat mich beeindruckt. Das hast du so gut geschrieben, dass ich dich am liebsten mal drücken würde 😘