Beiträge von Emily

    Solche Situationen sind für mich jeweils, als würde ich mein altes Ich im Spiegel sehen. Grauselig, und ich kann es jeweils kaum aushalten und macht mich fast wahnsinnig. Eigentlich sollte ich ja drüber stehen können aber nee, keine Chance. Hoffe schwer, dass ich das irgendwann gelassener handhaben kann

    Ich habe mich mit meiner Vergangenheit ausgesöhnt.

    Anfangs war es mir peinlich und unangenehm wenn ich mich zurück erinnerte. Habe mich sogar geschämt. Wenn ich andere trinken gesehen habe oder eben betrunkene war das auch wie ein Spiegel für mich.

    dAnn habe ich mich aber intensiv damit auseinandergesetzt. Ich bin in die Sucht reingerutscht und andere eben nicht. Getrunken wird immer und überall. Alkohol ist einfach überall. Also warum sollte ich mich schämen? Ich habe mich in Gedanken selbst in den Arm genommen und mich wirklich mit mir versöhnt.

    Das hat mir selbst extrem gut getan und mich einen großen Schritt nach vorne gebracht. Ich habe selbst dieses Stigma von mir abgeschüttelt. Das tat auch meinem Selbstbewusstsein gut. Ja ich hatte Alkohol getrunken, aber ich war immer berufstätig, immer ein gepflegtes und attraktives Äußeres, haben einen ordentlichen Haushalt, einen Familien- und Freundeskreis. Ich bin wirklich wieder ganz und gar im Reinen mit mir.

    Der eigene Hund war bei mir der große Transformator in diesen Sachen, sprich Hinwendung zur Natur.

    Bei mir auch, lange Spaziergänge in der Natur tun einfach gut. Bewegung und frische Luft macht fit. Bei Gehen bin ich auch ganz bei mir und sehr zufrieden. Ich sehe viele schöne Dinge. Pflanzen, Wolken besondere Steine.

    Das fördert eine zufriedene Lebenseinstellung. Dies wiederum stärkt auch meine Abstinenz.

    Ich bin jetzt ja ca. zehn Monate trocken und es geht mir gut!

    Hi Paddy schön wieder von dir zu lesen. Das freut mich, dass es dir gut geht.

    Bei mir ist das genauso, mein Leben ist gleich geblieben. Aber nüchtern kann ich Situationen besser lösen, Dinge besser und schneller angehen und generell kann ich nüchtern besser überlegen und handeln.

    An gesundheitlichen Problemen bin ich auch noch dran. Da hat mir Alkohol leider sehr geschadet.

    So, der Anfang ist gemacht. Ich verbinde Aufräumen und Sortieren im Äußeren auch gleichzeitig mit dem Inneren.

    Ich mache das regelmäßig, mehrmals im Jahr. Gerade wenn das Leben chaotisch ist und sich das Gedankenkarusell sich unaufhörlich dreht, dann hilft Aussortieren und Aufräumen meine Gedanken zu sortieren.

    Heute sind mal einige Kataloge, Hefte und Verpackungen in die Papiertonne gewandert. Das macht sogar richtig Spaß und ich komme schnell in den Flow. Nehme mir jeden Tag ne Ecke oder ein Schränkchen, ne Schublade vor. Kann auch ne Weile dauern. Aber es fühlt sich direkt gut an.

    Achtung 😂 Ausmisten ist ansteckend 👍

    selbst würde das nicht (mehr) so ausdrücken, dass ich keinen Alkohol trinken kann, weil das Können oder Nicht-Können für mich keine Rolle mehr spielt und ich mich auch überhaupt nicht dazu herausgefordert fühle, das in irgendeiner Weise begründen zu müssen, dass ich keinen Alkohol trinke.

    Das hast du gut formuliert. Geht auch nicht um können sondern eher um wollen. Ich will keinen Alkohol mehr trinken.

    Und hier meinte jemand kürzlich, dass man jeden Tag kämpfen müsste und abstinent zu leben. Ich kämpfe schon lange nicht mehr gegen Alkohol. Und als ich begriffen hatte, dass ich gegen die Sucht und den Alkohol nicht gewinnen kann, habe ich den Kampf aufgegeben. Letztendlich habe ich dadurch gewonnen, nämlich eine stabile Abstinenz.

    Ich geselle mich hier mal dazu, denn ich möchte auch mit „leichterem Gepäck reisen“

    Das freie Gefühl meiner Abstinenz soll sich nun auch in meinem Zuhause ausbreiten. Ich möchte Platz und Luft schaffen. Habe heute mal vor der Haustür angefangen und möchte den Eingangsbereich hübscher gestalten.

    Später fange ich noch im Bad an. Möchte überall aussortieren. Hat noch jemand Lust mitzumachen? Da macht das viel mehr Spaß und spornt an. Wenn der Anfang erstmal gemacht ist, dann läuft das, genau wie mit der Abstinenz.

    Trockenes vs. Nasses Leben

    Ich möchte heute mal anregen sich darüber auszutauschen. Es soll eine Anregung sein, bei der sich auch noch unentschlossene User einbringen können.

    Wie ist das abstinente Leben denn so?

    Ich kann von mir sagen, dass es sich lohnt keinen Alkohol mehr zu trinken. Die ersten Wochen und Monate waren mit allerlei Neuem verbunden. Hoch‘s und Tief‘s. Meine Gefühle nüchtern zu erleben und auch auszuhalten, mein Leben ohne Alk neu zu erleben. Mich selbst wieder richtig kennenlernen.

    Es war ganz schön viel los am Anfang. Ich habe 7-8 kg abgenommen und meine Gesundheit hat sich erholt. Die Blutwerte haben sich verbessert.

    Heute nach mehr als 1 Jahr bin ich froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe. Ich kämpfe nicht mehr, der ganze alkoholbedingte Stress ist weg. Ich vermisse nichts und fühle mich frei.

    Huhu Loner, na wieviele Tage sind es inzwischen? Ich habe auch einen Tageszähler und schaue da immer mal wieder nach. Morgen habe ich eine schöne Zahl, nämlich 474 Tage.

    Ich möchte jemanden der Moderatoren bitten, meinen Thread hier zu schließen.

    Ich werde mal eine Forumspause einlegen. Momentan möchte ich meine Einstellung und Meinung zum Thema Alkohol nicht weiter hier äußern.

    Leuten, die ab und zu trinken können, kann ich sowieso nichts schreiben oder helfen, weil ich nicht ab und zu trinken kann.

    Die meisten anderen hier, sind ja schon länger nüchtern als ich. Von euch habe ich viel Hilfe erhalten und möchte mich sehr herzlich dafür bedanken.

    Ich werde einfach weiterhin „Heute“ nichts trinken und „Heute“ das erste Glas stehen lassen. Das ist eine gute Strategie für mich und funktioniert bei mir gut.

    Ich weiß nicht ob ich eine längere oder kurze Pause mache, einfach mal sehen. Deshalb bitte ich meinen Thread zu schließen.

    Danke nochmals und alles Gute für euch. 👍

    … genau deswegen traue ich mich nicht zu schreiben, wenn ich auch zufrieden bin, nicht mehr in dem Maße zu konsumieren wie früher… das finde ich eigentlich schade, denn ich denke, dass es noch mehr User wie mich gibt bzw. solche, die die absolute Abstinenz noch nicht geschafft haben… oder wie ich vielleicht auch froh sind, nicht mehr in alte Muster zu verfallen…

    Ciara Ich kann nur für mich sprechen und das für mich Richtige tun. Ich weiß was ich tue und was ich möchte.

    Du machst dein Ding. Ich kann nicht deine Entscheidungen treffen oder sagen was für dich gut und richtig ist. Du bist für dich selbst zuständig und verantwortlich.

    Jeder muss selbst wissen was er tut.

    Gerne kannst du weiterhin konsumieren, wenn das für dich passt. Du hast dich ja hier im Forum angemeldet weil dein Alkohol Konsum zu viel war. Du brauchst nicht meinen Weg zu gehen, geh deinen. Du brauchst gar nichts so zu tun wie ich. Jeder ist anders und wir kennen uns gar nicht.

    Du bist nur für dich hier im Forum und ich bin für mich da. Du kannst tun und lassen was immer du willst. Es ist dein Leben.

    Was ich hier im Forum zum Alkoholthema schreibe, ist meine Meinung und betrifft mich.

    Wenn du das kannst, ab und zu ein Glas zu trinken, dann ist es so. Ich kann das nicht. Nur 1 Glas würde mich wieder in die Sucht befördern. Für mich ist 1 Glas ein klarer Rückfall. Und mein Motto ist nach wie vor: Heute trinke ich nicht. Heute lasse ich das erste Glas stehen. So lange ich lebe werde ich immer ein Heute haben. Das ist meine persönliche Einstellung und so gehe ich meinen nüchternen Weg. So funktioniert das für mich hervorragend, mir geht es gut und ich bin glücklich und zufrieden eine trockene Alkoholikerin.

    Das ist mal ne Ansage!

    Ich bin mir dieser Aussage auch völlig bewusst. Und nüchtern kann ich alt werden. Nass würde ich nicht alt werden.

    Und bei mir hat sich „Heute trinke ich nicht“ so verinnerlicht, dass ich an meiner Aussage nicht zweifele. Zumal ich mich nüchtern pudelwohl fühle und Alkohol mich nicht mehr lockt. Natürlich bin ich nicht leichtsinnig und bin auch so oft wie möglich im Forum. Ich kann die Erinnerung an die miesen Dinge die der Alkohol mit sich gebracht hat jederzeit abrufen und mich daran erinnern, was ich nie wieder erleben muss.

    Ja ich meine es tatsächlich ernst mit dem Begriff „lebenslange Abstinenz“. das ist mein Ziel und das ist mein Weg. Ich weiß auch 100%ig, dass ich bei nur 1-3 Schlucken oder dem einen Glas wieder dort landen würde wo ich nie wieder sein möchte. Für mich gibt’s keine Ausnahme. Ich finde es auch nicht harmlos wenn jemand trotz Abstinenz mal 1 Gläschen trinkt. Da von Vorfall zu sprechen sehe ich als Verniedlichung und Schönreden, für mich ist das ein Rückfall. Und für mich wäre eben diese 1 Glas mein Untergang. Aber ich möchte leben und nüchtern lebe ich sehr gut. Warum sollte ich das je wieder ändern? Es gibt keinen einzigen Grund wieder zum Glas zu greifen. Ich habe nur Vorteile wenn ich nüchtern bin und bleibe.

    Eine sehr sportliche Ansage.

    Da hast du Recht.

    Bei mir spielt da auch der Gesundheitsfaktor eine große und wichtige Rolle. Wenn ich wieder anfangen würde zu trinken, käme das einem Selbstmord gleich. Bei mir spielt da auch die Frage leben oder sterben eine Rolle.
    Ich habe, bevor ich den Satz geschrieben habe, genau gewusst was ich da schreibe und ich weiß auch genau warum. Aus genau diesem gRunde habe ich mich überhaupt erst für die Abstinenz entschieden. Aber im Grunde hatte ich gar keine andere Wahl. Entweder abstinent leben, oder weiter trinken und sterben. Meine Entscheidung habe ich getroffen.

    Ich habe den Eindruck, dass ich das hier nicht mehr so einbringen soll, weil ich auch kaum Antworten darauf bekomme.

    Natürlich kannst du weiter über deine Probleme berichten. Hast ja dazu auch schon einige Tipps bekommen. Es soll dir ja helfen vom Trinken weg zu kommen.

    Ich weiß, am Anfang habe ich mich daneben benommen

    Du benimmst dich daneben wenn du trinkst. Es gilt zu bedenken, dass hier alle mal getrunken hatten und das jeder einzelne User selbst für sich hier ist. Jeder hier muss Tag für Tag nüchtern bleiben. Auch die, die schon jahrelang nüchtern sind.

    Trotzdem fände ich es unheimlich hilfreich, wenn hier ein Austausch stattfinden würde.

    Das finde ich auch und hatte ja vor kurzem extra mal einige Themen aktiviert, aber es ist noch Urlaubszeit.

    zu lesen, wie du das schaffst bzw. geschafft hast.

    Ich gebe nicht auf und trinke keinen Alkohol mehr, ganz egal was in meinem Leben passiert.

    Du kannst ja Fragen stellen, liebe Emily.

    Mir fällt bei Schottland sofort deren Whisky ein. Ich würde auch keinen trinken. Jetzt wo ich so überlege, keine Ahnung ob ich eine Destillerie besichtigen würde. Gehört zu Schottland schon irgendwie dazu. Klar auch die Landschaft, Dudelsack und Schottenrock. Aber eben auch Whisky. Glaube ich würde noch nicht nach Schottland fahren, lieber noch so 1-2 Jahre später. Ich frage mich gerade ob Schottland zum jetzigen Zeitpunkt meine Abstinenz gefährden könnte. Werde es nicht ausprobieren, weil ich schon Urlaub hatte.Werde da mal noch drüber nachdenken.

    Dieses gelingt natürlich wesentlich einfacher wenn man kein Trunkenbold ist

    Es gelingt viel mehr wesentlich einfacher wenn man kein Trunkenbold ist. Das merke ich überall, ich kann viel besser Situationen lösen, schwierige Telefonate meistern und auch im Privaten oder in Bezug auf meine Gesundheit gibt’s nur Vorteile seit ich nicht mehr trinke.

    dass ich das Thema Sucht nicht einfach irgendwann als erledigt ad Acta legen kann.

    Ich glaube, das wäre riskant. deshalb sind ja auch langjährig Trockene noch immer hier mit dabei.

    Das kann ich heute relativ entspannt sagen, denn es ist kein Ankämpfen mehr, sondern vielmehr ein Geniessen der unzähligen Vorzügen.

    So geht’s mir auch. Abstinenz zu werden, war die beste Entscheidung die ich für mich getroffen habe. Klar, der Anfang war etwas holprig, aber jetzt nach 1 1/4 Jahr ist da nur noch das positive Gefühl da, das Beste für mich getan zu haben.

    Gerne unterstütze ich Leute die sich auf den Weg begeben, so wie ich selbst auch Unterstützung erhalten habe. Es lohnt sich so sehr.