Beiträge von Emily

    Wird Alkoholismus irgendwann zu psychischen Krankheit? Weil es unser Denken bestimmt, selbst lange noch, nachdem wir schon aufhörten?

    Man glaubt immer noch ... nach Wochen ... Monaten, Alkohol wäre die Lösung, der Heilsbringer, der Spasserzeuger, die Rettung - ist das nicht krank??

    Gestern bei dem Film konnte ich richtig das Gefühl des ersten Schluckes nachempfinden. Hat mich sogar ein bisschen getriggert wenn ich ehrlich bin. Aber ohne Suchtdruck oder so. War gleichzeitig froh, dass ich nicht mehr trinken muss und den Absprung geschafft habe und aus der Suchtspirale rausgefunden habe.

    Denke schon, dass das krank ist, Alkoholismus ist ja als Krankheit anerkannt.

    Der Film arbeitet in mir nach. Habe grottig geschlafen. OK, ich bin gerade krank und angeschlagen, vielleicht deshalb. Hatte sogar auf Youtube noch „Rückfall“ geschaut. Vielleicht war das auch zuviel des Guten.

    Maggi ich finde, dass du dich schon schön strukturiert anhörst. Das habe ich auch gemacht mein Leben neu sortiert und andere Routinen und Verhaltensweisen angewöhnt.

    Jeden Tag um einen See laufen zu können klingt traumhaft. Da hast du immer was, wo du dich drauf freuen kannst.

    Das Buch hat das Potenzial den Leser auf eine Reise mitzunehmen und gegebenenfalls zu einem ehrlicheren Umgang mit dem eigenen Selbst zu bewegen. Und das ist vielleicht das Kostbarste was ein Buch zu tun vermag.

    Jetzt habt ihr mich angesteckt, glaube ich bestelle mir das Buch auch. Jetzt so im Herbst werde ich wieder etwas mehr lesen.

    Sondern nach vorne sehen, viel von anderen mitnehmen und sehen das es positiv weiter geht.

    So ist es richtig. Ich hatte auch am Anfang genug Höhen und Tiefen im Wechsel. Beim Lesen und Schreiben hier kannst du das für dich richtige rauspicken und reflektieren. Was sehr wichtig ist, sich Zeit zu nehmen. Es geht auf jeden Fall positiv weiter, auch wenn du gar nichts davon merkst. Alleine das du nüchtern bist und bleibst ist schon hammermäßig positiv. Da kannst du dich jeden Tag drüber freuen.

    Nie mehr Heilung. Ich finde es gibt eine Heilung und es ist wichtig auch daran zu glauben. Mutlos zu sein bringt nichts.

    Deine Gedanken verstehe ich jetzt aber überhaupt nicht.

    Heilung hin oder her, mich interessiert das nicht wirklich. Ich bin Alkoholikerin und trinke keinen Alkohol mehr weil ich damit nicht umgehen kann und sonst meiner Gesundheit schade. Ich bin in die Sucht gerutscht und Abstinenz ist die einzige Möglichkeit ein gutes Leben zu führen.

    Vielleicht bin ich auf meinem Weg einfach zu empfindlich

    Das ist auch normal, deine Gedanken und Gefühle sind jetzt ohne Alkoholtrübung klar. Damit muss man erstmal umgehen.

    Ich habe von Paul schon soviel gute Denkanstöße bekommen.

    Vielleicht sucht er ja nur selbst Austausch und Hilfe beim Sortieren seiner Gedanken?

    Jeder ist in erster Linie für sich selbst hier n der SHG.

    Ich für mich weiß, dass ich nicht kontrolliert trinken kann und werde das auf keinen Fall ausprobieren. Ich mache mir keine gedanken darüber ob ich geheilt bin oder nicht. Ich bin süchtig und kann mit Alkohol nicht umgehen. Und da ich mich entschieden habe ein nüchternes Leben zu führen, vermeide ich alles was in Richtung Rückfall geht.

    Paul hat eine andere Art, das gleiche zu sagen. Das kann schnell auch anders verstanden werden.

    AmSee13 du schreibst super verständlich und genau so ist auch mein Weg. Das ist für alle, die ganz am Anfang stehen am Besten zu verstehen und umzusetzen.

    Meinetwegen bin ich nicht geheilt (ohne Anführungszeichen), ich hab' mir den Alkohol abgewöhnt, auch alle vermeintlich positiven Erinnerungen.

    Paul du hast das sehr verständlich ausgedrückt. Ich weiß genau was du meinst und stimme dir zu. Glaube letztendlich meinen wir alle das selbe, nur wird es unterschiedlich formuliert und ausgedrückt.

    Und in diesen Zeiten ist bei mir früher oft der Rückfall passiert. Ich hab da nie aktiv nach Alk gesucht, sondern es war immer eine Festivität, Prüfungsfeier oder ein Urlaub oder Silvester oder eine Beerdigung, Hochzeit, wo ich aus dem Nichts plötzlich ein Glas in der Hand hatte und dachte. "Ach, das passt schon.

    Danke dass du das geschrieben hast. Ich bin jetzt 1 Jahr und paar Monate nüchtern und es gab auch Phasen wo ich gar nicht mehr an Alk gedacht habe. Dies ist mein erster Versuch meines nüchternen Weges nach etwas mehr als 20 nassen Jahren. Ich kann nicht viel zu Rückfall beitragen, weil ich noch keinen hatte. Ich wüßte auch nicht ob ich es wieder schaffen würde erneut aufzustehen. Momentan bin ich wieder sehr achtsam und sehe wie nah Alkohol ist. Alkohol ist quasi überall zum Greifen nah. Nachlässigkeit in der Abstinenz kann alles zunichte machen.

    Liebe Erna einfach Tag für Tag deinen Weg gehen.
    Mach wonach dir ist, wenn du schreiben möchtest dann schreib, wenn nicht dann lass es sein. Sei biegsam und flexibel, achte nur auf dich.

    Ich hatte auch ein Wechsel der Gefühle und Stimmungen. Einfach mit dem Strom mitschwimmen und aufmerksam bleiben.

    Erna Gerade der Anfang des nüchternen Weges ist turbulent gewesen. Ich habe da versucht soviel Ruhe wie möglich in mein Leben zu lassen.

    Erstmal überhaupt nüchtern die ersten Tage zu schaffen. Die Umstellung im Körper und auch das Ändern der nassen Gewohnheiten war wie eine Achterbahnfahrt.

    Alle Gedanken und Gefühle prasselten ohne Alkoholschleier auf mich ein. Das musste ich erstmal bewältigen.

    Das braucht seine Zeit, Geduld und Gelassenheit.

    Jetzt so im Nachhinein kann ich sagen, dass es eine spannende Zeit war. Es lag ein gewisser Zauber über diesem Projekt Abstinenz.

    Lass dich einfach drauf ein und pass dich allem was kommt an. Es gibt Tage die sind ein Alptraum andere beflügelten mich regelrecht. Sei einfach offen und flexibel für alles was kommt.

    Du brauchst einfach nur das erste Glas heute stehen zu lassen.

    Ich muss lernen mit Stress und Druck umzugehen

    Ich mache autogenes Training, auch Gymnastik. Auch schön Zeit im Bad nehmen für Beauty, lange Spaziergänge mit dem Hund finde ich auch sehr erholsam. Dann natürlich ganz gemütlich Tee trinken, oder einen Kakao.

    Ich habe mir da auch Gedanken gemacht was ich zur Entspannung statt Wein trinken tun kann. Generell musste bei mir eine Alternative für die Zeit, die ich mit trinken verbrachte her. Ich habe heimlich alleine zuhause getrunken. Nach Feierabend war ich dann verschwunden. Gartenarbeit war im Sommer auch ne schöne Möglichkeit vom Job abzuschalten.

    Das ist wirklich wichtig sich da eine andere Beschäftigung zu suchen. Gibt ja auch viel im Bereich Sport.

    Ich hoffe, das ich in diesem Forum , Hilfe und Unterstützung bekommen werde

    Hallo Maggi,

    ich möchte dich ebenfalls hier begrüßen und willkommen heißen.

    Wichtig finde ich, sich über seinen Alkohol Konsum Gedanken zu machen.

    Hier diese Online SHG kannst gut für dich nutzen, denn deine Themen werden hier verstanden. Alle schreiben aus eigener Erfahrung.

    Lies dich gut ein und ich wünsche dir einen erfolgreichen nüchternen Weg.

    Laggard es gilt auch zu bedenken, dass du noch am Anfang deines nüchternen Weges bist. Alles braucht seine Zeit. Geduld und Gelassenheit sind nötig. Im Grunde ist es dein normales Leben mit allen Höhen und Tiefen, nur dass du nun alles nüchtern erlebst. Dazu gehören auch deine eigenen Gedanken und Gefühle. Die waren sonst immer benebelt um vom Alkohol ertränkt und somit abgeschwächt. Nun kommt alles klar zum Vorschein und du musst neu lernen damit umzugehen. Deshalb immer einen Schritt nach dem anderen.

    Schließlich hast du jahrelang getrunken, da braucht die Abstinenz auch eine Weile. Bei mir hat sich nach mehr als 1 Jahr ein richtiger Unterschied gezeigt.

    In der Zeit war alles dabei was man sich denken kann, von Euphorie bis Lethargie, von Himmelhoch Jauchzend bis betrübt und Traurigkeit war alles dabei. Auch mal eine Zeitlang ein gefühlter Stillstand. Das sind eben alles Phasen. Einfach hinnehmen und einen Tag nach dem Anderen immer weiter.

    Ich lese hier auch bei mehrjährig Trockenen heraus, dass es da noch eine Steigerung zu meinem jetzigen Punkt gibt. Einige denken gar nicht mehr an Alkohol, nüchtern zu sein ist so normal und selbstverständlich, dass es kaum noch Worte darüber zu sagen gibt.

    Aber jeder von uns hier muss heute das erste Glas stehen lassen. Das ist das ganze Geheimnis. Alles andere macht die Zeit.

    Erna willkommen hier in der SHG.

    Schön, dass du dir Gedanken um deinen Alkohol Konsum machst und auch ins Handeln gekommen bist.

    Lies dich hier ein bisschen ein. Das Forum kann dir eine starke Hilfe zur Selbsthilfe sein.

    Ich wünsche dir einen guten nüchternen Weg.
    Mir hat am allermeisten dieser kleine Satz geholfen: Heute lasse ich das erste Glas stehen.