Hallo Maggi, von mir auch noch ein herzliches Willkommen.
Jetzt ist schon eine Woche geschafft. Jeder Tag ohne Alkohol ist gewonnene Lebensqualität.
Du schreibst, dass Du Stresstrinker bist? Oder bist Du Entspannungstrinker, um dem Stress zu entgehen? Mir hilft es wirklich sehr regelmäßig zu sporteln und meine Abendrituale umzusetzen. Dazu gehört bei mir immer ein leckeres Essen, meine Teezeremonie mit Schlaftee und ne Runde Youtube zu Themen, rund um mein Hobby. Ich stelle mir im Bett ganz oft den Timer, weil ich dabei oft schon wegdöse. Für viele funktioniert das nicht, man sollte auch möglichst nicht auf das Smartfon glotzen oder TV schauen. Bei mir geht das ganz gut, weil ich eigentlich nur Youtube höre, eher wie ein Hörbuch.
Zusätzlich zwinge ich mich abends nicht mehr an Arbeit zu denken und auch am Wochenende grundsätzlich nicht zu arbeiten oder darüber nachzudenken. Mir fällt immer wieder auf, dass ich dadurch, dass ich am Wochenende mal zwei Stunden arbeite oder Dinge begrübel, nicht mehr geschafft bekomme. Es reicht am Montagmorgen loszulegen.
Das war ein langer Prozess, weil ich Alk immer genutzt habe, um meine Gedanken anzuhalten. Meiner Erfahrung nach dauert es ein paar Wochen, bis man die Gelassenheit zurückbekommt und ich hatte anfangs das Gefühl nie richtig runterfahren zu können, immer getrieben zu sein. Ich bin mir sicher, dass es einfach lange dauert, bis sich hormonell alles wieder eingependelt hat. Dopamin und andere Transmitter - all das, was vorher mit dem Öffnen der Flasche sofort verfügbar war, muss wieder natürlich freigegeben werden.