Du hast deine Frau über einen langen Zeitraum ziemlich auflaufen lassen. Du wolltest sie nicht hören, obwohl sie versucht hat an dich ranzukommen. Die Verleugnung ist ein Wesenszug der Sucht. Sowas verletzt den Partner ungemein. Du bist in der Bringschuld. 🤷♀️
Beiträge von Bighara
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Deine Frau will sehen, ob du es Ernst meinst. Vertrauen muss man sich erstmal wieder erarbeiten, Buddy. 🤷♀️ Das geht nur über den Faktor Zeit und dass deine Worte mit deinen Taten übereinstimmen.
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Bedenke auch bei den Zahlen die Berechnungsgrundlage. 13 % von was? Das können ja nur Menschen mit einer offiziellen ICD-Diagnose sein, die offiziell erfasst werden und eine Behandlung der Art X durchlaufen haben oder auf irgendeine Weise den Weg ins Suchthilfesystem gefunden haben wie z.B. Beratungsstellen. Anders können keine Daten erhoben werden. Da tauchen demnach so Leute wie du Emily gar nicht in der Berechnung auf. Ihr fallt in die Dunkelziffer und seid in der Statistik also die große Unbekannte. Von daher…mach mir mal nicht so nen Kopf.
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Hallo Emily,
die Rückfallstatistiken sind in der Tat ernüchternd. Aber es sind immer noch 13 %, die die ersten fünf Jahre ohne Rückfall und abstinent begehen. Ich habe vor zu diesen 13 % zu gehören. Lass dich nicht von den Zahlen abschrecken. Am Ende des Tages ist es eine Zahl - nicht mehr, nicht weniger. Es hat keinerlei Aussagekraft über dich und deinen Weg.
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Tippe mal darauf, dass sich dein Entspannungsritual auch eher erbärmlich als entlastend angefühlt hat?!
Jetzt musste halt schauen, ob du es hinbekommst dich auf andere Art und Weise zu entspannen. Wenn dir das schwer fällt und du dich trotzdem immer wieder in den Alkohol flüchten solltest, dann weißte Bescheid. 🤷♀️ -
Blackisbeautiful Ich hab das mal was sacken lassen…Bewusstsein schaffen, ist ein zweischneidiges Schwert. Du hast es gecheckt und bist dir nun dessen bewusst, was du da treibst. Das nimmt dir die Freude daran. Ganz drastisch ausgedrückt: Nicht der Alk ist das Problem, sondern deine Lebensumstände. Und die kannste dir jetzt nicht mal mehr schön saufen, weil du gemerkt hast, dass das nicht funktioniert. Nun ist‘s vorbei mit dem Selbstbetrug. 🤷♀️ Und deswegen macht der Suff dir auch keinen Spaß mehr. Du siehst jetzt mehr den negativen Impact als die positiven Effekte.
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Laggard Ich hab meine ReHa in einer Suchtklinik gemacht und es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich bin sooooo weit gekommen - das hätte ich mir im Vorfeld in meinen kühnsten Träumen nicht ausmalen können. Abstinenz und Stabilität erarbeitet man sich, wie ein Leben ohne den Alkohol aussieht, findest du erst über den Faktor Zeit raus. Ich hab in der ReHa selbst eine richtig harte Panikattacke gehabt, auch danach hatte ich noch ca. ein Jahr lang Flashbacks verdrängter traumatischer Situationen. Das Los eines im Leben früh traumatisierten Menschen. Darauf kann einen Niemand vorbereiten. Aber nun hab ich seit einem Jahr Ruhe in meinem Kopf in Bezug auf die unverarbeitete Vergangenheitserinnerungen. Freu dich auf das, was kommt. Vorsicht ist durchaus geboten, aber man darf darüber auch auf lange Sicht das Leben nicht vergessen. Sonst ist es nur ein halbes Leben.
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Liebe ichso . Also, ich find deine Forderung einer Forumspause für Paul anmaßend. Du reibst dich an seinen Beiträgen, verstehe ich. Geht mir auch so. Paul und ich sprechen nicht die gleiche Sprache, aber trotzdem ist es möglich eine friedliche Koexistenz zu führen. Ist das Geschwurbel sachlich und von den Fakten her völlig falsch, dann greife ich ein….ansonsten fällt das für mich unter die freie Meinungsäußerung. Paul mag dich nicht abholen, aber dafür andere Mitglieder hier schon. Das bitte ich zu bedenken und jedes aktive Forenmitglied wird gebraucht. Du wirst ebenso gebraucht wie auch Paul. Scroll einfach weiter und gut ist‘s. 😊 Ist die grauen Haare nicht wert.
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Nüchtern Karaoke singen…davon bin ich völlig high geworden. 😅 Was aus der Komfortzone rausgeht, das sorgt für Erleben bei mir. Ansonsten in Verbindung mit andere Menschen gehen…Deep Talk erzeugt bei mir auch immer ein mega gutes Gefühl. 🥰 Ich war letzte Woche beim Fußballspiel, stand bei den Ultras, es hat in Strömen geregnet…aber irgendwann es alles scheiss egal, die Kontrolle ist gewichen und ich hatte den Spaß meines Lebens. Hab nachher sogar die Fangesänge mitgegröhlt und den Schiri beschimpft. 😂👌🏻 War richtig richtig gut. Go with the Flow!
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Ich find das voll interessant. Ist schon was her, als ich die Biografie von Benjamin von Stuckrad-Barre gelesen habe. Der ist ja auch nen Hardcore-Kokser gewesen, schreibt aber, dass er nicht vom Alkohol abhängig ist. Trotzdem lässt er ihn weg, weil der Alkohol die Eintrittskarte für das Koks wäre und ihm das Hirn ein Mal auf links drehen würde. 😅 Gibt das bei dir keinerlei Wechselwirkung? Also, dass du Bock zu Koksen hast, wenn du trinkst? Du wirst früher doch auch zum Koks getrunken haben, oder?! Ein Kumpel meinte mal, dass Koks nur in Verbindung mit Alk wirklich Sinn ergibt, weil der Alk die Wirkung verstärkt. Allein wäre Koks nur ein sehr teurer Wachmacher.
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Ich empfand die Langeweile bisweilen durchaus als Erholung. Das Therapieprogramm unter der Woche ist anstrengend und da man das Gehirn angefüttert hat, arbeitet es permanent weiter. Ein Klinikaufenthalt ist nunmal auch kein 24/7-Unterhaltungsprogramm. 😅 Schön, dass du verlängerst. Hab ich damals auch gemacht…allerdings von 15 Wochen auf 19 Wochen. Auch, wenn ich in der Klinikzeit echt viel geschafft habe, hatte ich zum Ende hin doch das Gefühl: Oh wei, die Zeit wird knapp und ich hab eigentlich noch so viele Themen nicht bearbeitet. 🙈
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Blackisbeautiful Ich hab über deine letzte Nachricht nachgedacht und kann das voll verstehen, dass du dich bislang nicht mit einer dauerhaften Abstinenz auseinandergesetzt hast. Von der Häufigkeit und Menge deines Konsums nehme ich auch keine körperliche Abhängigkeit an. Aber du solltest dich mit dem Thema der psychischen Abhängigkeit mal beschäftigen. Du hast den Alkohol gezielt als Flucht aus dem Alltag eingesetzt. Natürlich ist es im Optimalfall so, dass man ein Leben lebt, aus dem man nicht fliehen möchte. Aber es werden auch in dem Leben, aus dem man nicht fliehen möchte, Situationen auftreten, die einen überfordern oder worauf man keinen Bock hat. Und ich könnte mir vorstellen, dass der Alkohol dir da reingrätschen wird und bei dir das Bedürfnis entsteht, dich in den Alkohol zu fliehen. Einfach weil du dich dahingehend konditioniert hast. Und das Erlernte umzulernen, ist echt schwierig. Ich sag nicht, dass es unmöglich ist, aber halt schwierig. Denk einfach mal darüber nach, wie das bei dir sein könnte.
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Na ja, wenn du trinkst, weil du dein Leben kacke findest, dann ist das Leben auch immer noch kacke, wenn du mit dem Trinken aufhörst. 😅 Du kriegst es dann nur nüchtern auch volle Breitseite mit, dass du es scheisse findest. Von daher…mit dem Trinken aufzuhören, ist der richtige Schritt, aber für eine dauerhafte Abstinenz ist es in der Regel zu wenig. Dafür muss man an den Kern der Sache ran. 🤷♀️
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Natürlich kommt dir das verfahren vor…es ist ja dein Leben, deine Muster und du steckst mitten drin. 😅 Von daher ist die Kur und ein wenig Abstand von Allem auf jeden Fall eine gute Idee, um den Blickwinkel zu ändern.
Das People Pleasing geht nur so lange, wie du genug Nutzen für dich daraus ziehst. Augenscheinlich ist die Grenze nun überschritten. Es kostet dich mehr, als dass es nun nutzt. 🤷♀️Und ich bin mir sicher, dass sowohl dein Mann als auch dein Kind können, wenn sie denn müssen. 😉 Du musst sie aber auch lassen und es aushalten, dass nicht alles perfekt ist. Da musst du aber Grenzen ziehen und für dich einstehen. Das wird wahrscheinlich zu Reibereien führen, weil kein Mensch Veränderung mag. Aber ich würd mal klarmachen, dass du nicht mehr kannst. Spätestens wenn das Geschirr anfängt laufen zu lernen, wird auch der faulste Mensch tätig. An deiner Stelle würde ich auf dem Haushaltsauge nun erstmal für eine Zeit lang blind werden. Deine Prioritäten liegen derzeit einfach woanders (meiner Ansicht nach).
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Blackisbeautiful Fühlt sich dein eigenes Leben wie ein Gefängnis an? 😉 Willkommen im Funktionieren. Für zu Funktionieren ist auf Dauer zu wenig. Die Leere im Inneren wird irgendwann greifbar, fällt einem auf die Füße und zeigt sich in massiver Unzufriedenheit. Und als du zusammengeklappt bist, lief der Kahn auch weiter, oder?! Es geht also auch ohne dich, wenn‘s sein muss. 😅
Und ich find deine Sicht was zu streng…dein Mehrwert für deine Familie nicht nur im guten Aussehen, Sex, Kochen und Haushaltshilfe bestehen. 😉 Das ist eine sehr negative und verzerrte Sicht auf die Dinge. Zeigt aber nochmal das Level deiner Unzufriedenheit mit deiner Lebenssituation, finde ich.
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Blackisbeautiful Aber da hast du doch schon einen Lösungsansatz gefunden. Ich hoffe, dass du dort etwas für dich finden wirst. Das Leben im Höher, Schneller, Weiter fordert irgendwann seinen Tribut, von daher ist es gut, dass du nun die Bremse ziehst. Du klingst sehr getrieben. Und auch unzufrieden mit deiner Lebenssituation. Das ist ein guter Motivator für Veränderung. Um innere Arbeit an deinem Leistungsgedanken wirst du aber wohl nicht Drumrum kommen, sonst holt dich das immer wieder ein. Du bist gut genug, wie du bist. Und du hast mit Sicherheit auch schon viel im Leben erreicht. 😊
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Kenne ich. War bei mir auch so. Der Leistungsgedanke hat dich weit gebracht, aber er ist nunmal nicht alles. Man möchte um seiner selbst Willen gemocht und geliebt werden und nicht, weil es an eine Leistung geknüpft ist. Du bist gut so wie du bist und so wie du bist, genügst du auch völlig. Ich habe mir dies im Rahmen einer Therapie erarbeitet und bin viel entspannter geworden und kann gnädig mit mir umgehen.
Der Alkohol ist der kontrollierte Kontrollverlust in Flaschenform. Du weißt, was dich erwartet, wenn du die Flasche aufmachst und kannst mal loslassen. Unbeschwertheit und Leichtigkeit auf Knopfdruck. Du solltest für dich entschlüsseln, warum du trinkst. Also, wieso du auch mal angefangen hast. Meist geht es da um ein Gefühl, was man nicht spüren möchte und durch den Alkohol betäubt. Wenn du an die Wurzel rankommst, entschlüsselt sich auf der Rest. Wäre jetzt so mein Ansatz. -
Klingt für mich nach harter Überkompensation und einem sehr ausgeprägten Leistungsschema. Nach dem Motto ‚Du bist nur etwas wert, wenn du etwas leistest.‘ Hast du in dir drin mit Minderwertigkeitskomplexen zu tun, die du versuchst mit dem Höher, Schneller, Weiter zu überdecken?
Ist Kontrolle bei dir ein Thema? Wegen der Diät und dem Sport und allem…
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Seid ihr nur Männer? Bei uns waren Männer und Frauen gemischt…😅 Deswegen auch Sodom und Gomorrha 😂
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Die Vorstellungsrunde in der Stammgruppe war hart. Ich hab eine Stunde lang meinen Leidensweg zusammengefasst oder in meinen Augen damals…mein Versagen auf ganzer Linie. 20 Jahre Suff in eine Stunde gepackt oder wie ein Mitpatient danach meinte: Bighara, du hast uns erschlagen mit deiner Geschichte.
Aber so isses…in der Sucht wir alle gleich. Deshalb funktioniert Gruppentherapie auch so gut…du sitzt mit Profis zusammen und jeder versteht dich. Dieses Gemeinschaftsgefühl ist schon krass. Extrem verbindend. Sowas begegnet dir später (wenn überhaupt) nur noch in Selbsthilfegruppen.
Und Laggard …stell dich drauf an, dass dir Sex angeboten wird. Ich hab das in der Klinik damals zuhauf gesehen…wenn das Suchtmittel wegfällt, liegt es nahe sich mit einem anderen Menschen zu betäuben, um sich nicht mit sich selbst beschäftigen zu müssen. 😅 Ich warn dich nur vor!