Lieber rent ,
das hochschrecken hat sich mir so eingeprägt, dass ich alle letzten Tage um die gewohnte Zeit aufgewacht bin und da trotzdem ein paar Momente Angst war. Bis sich dann Erleichterung ausgebreitet hat. Ziemlich unbezahlbar.
Ich würde gern Alternativen schaffen, daran denke ich noch herum. Auch, weil ich mich derzeit körperlich so erschöpft und schwach fühle. Ich schleppe wohl irgendeinen Infekt mit mir herum. Manchmal denke ich derzeit auch, dass ich vielleicht richtig schlimm krank bin, als Quittung, sozusagen. Krebs, oder sowas. Irgendwas in mir ist wohl überzeugt, dass mein getrinke und gebrauche genau jetzt Tribut zollt.
Um Gewissheit zu bekommen habe ich einen Termin beim Hausarzt vereinbart- zum Glück ist der noch etwas hin.
Naja, wenn ich mich bis dahin besser fühle und ich Klarheit über meinen körperlichen Zustand habe, will ich mich dieser Sache jedenfalls annehmen und wieder zum Sport gehen. Oder sonst irgendwo Anschluss finden. Da habe ich noch nicht viele Ideen…
Auch, weil ich noch nie richtige Hobbys hatte. Gefühlt ging es, auch vor dem trinken schon, einfach vor allem ums überleben, wegen meinen Panikattacken und der schwärze, die ich so mit mir rum schleppe.
Ich sehe aber ein, wie wichtig diese Bausteine sind- eben nicht „einfach“ nur nicht mehr trinken.
Deine Beispiel, die Schilderung über die Rückmeldung deines Hausarztes und was ein Teil von dir daraus machen wollte, die habe ich SO SEHR gefühlt!!!
Das kenne ich! Mir fallen da auch viele Beispiele ein, aber deins ist heftig. So eindrucksvoll. Für die Sucht ein stark erlaubnisgebender Auslöser!
(Über den Arzt denke ich an das Zitat aus der bibel „denn sie wissen nicht, was sie tun!“ 🙈 Wie gut, dass DU es wusstest, Gott sei Dank!!!!)
Hast du auf etwas zurückgegriffen, was dich in dem Moment zuhause, nach dem Arztbesuch, gestärkt hat? Oder hast du das ganz allein in dir gefunden, die eigene Klarheit und Wahrheit darüber?
Liebe Grüße und herzlichen Dank , Mia
P.s. Das Buch möchte ich mir bestellen