Hey rent ,
das hat wieder einmal gut getan zu lesen, dass du eine solche Phase aus deinem eigenen erleben noch erinnerst.
Deinen damaligen Ansatz, damit umzugehen, finde ich äußerst ansprechend und konnte ihn auch echt gut greifen, Dankeschön!
Ich habe ein paar Freunde, die ein sehr ähnliches Trinkverhalten fortsetzen, wie ich es hatte. (Na, vielleicht sollte ich „habe“ schreiben, weil mir klar ist, ich wäre innerhalb kürzester Zeit wieder drin, würde ich etwas trinken…)
Die gehen damit irgendwie anders um. Die machen ihre Pausen, aber nehmen sich gar nicht ernsthaft vor, ohne Alkohol zu leben.
Ich merke, dass es ihnen auch manchmal Angst macht und dann bin ich erstaunt, dass sie scheinbar nicht in Betracht ziehen, zu lernen, ohne Alkohol zu leben.
Sie sagen immer nur Sachen, wie „ich muss das mal wieder etwas einschränken“, oder „ich trinke jetzt mal ein paar Tage nichts“ (was oft nicht gelingt, soweit ich das beurteilen kann). Jedenfalls bin ich froh, dass sich da in mir irgendwas bewegt hat, weil ich merke: SO kann ich das mittlerweile nicht mehr machen.
Rückfall, Vorfall- die Gefahr besteht natürlich gar nicht, wenn man sich erst gar nicht vornimmt, aufzuhören…
Einerseits bin ich also froh, dass ich da eine Instanz in mir spüre, die sich in mancherlei Hinsicht nichts mehr vormacht.
Gleichzeitig bin ich nicht nur verwundert, dass die sich so viel weniger sorgen um ihren Konsum machen, sondern manchmal ein bisschen wehmütig, weil sie die Phase noch auskosten können. Total widersprüchlich.
Ach naja, nur so ein paar Gedanken.
Genug Menschen entwickeln keine Sucht und können bis zum Rest ihres Lebens hin und wieder was trinken. Darauf rumzukauen, warum ich nicht dazugehöre ist dermaßen sinnlos 🙄
Lieben Gruß, Mia