Beiträge von Mojo

    Anstatt nach irgendwelchen fiktiven Zahlen zu fischen, möchte ich nochmals haltbare Studien und Fakten hier informativ mit einflechten.

    Ein Newsletter des Bundesamt für Bildung und Forschung, Stand September 2022 (PDF):

    https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/files/BMBF_NL_108_BARRIEREFREI.pdf

    Sehr lesenswert der Artikel auf den ersten Seiten. Hier werden nach Studien von Medizinern(!) und Therapeuten(!) beide Modelle als etwa gleich erfolgreich dargelegt. Also, von den Zahlen insgesamt her gleich. Nicht etwa dass beide Modelle bei Jedem gleich geeignet wären.

    Sehr interessant finde ich die Feststellung, dass von den Teilnehmern an Reduktionsprogrammen ganze 10% schließlich sogar zur Abstinenz finden.

    Dieses Forum hier zeichnet sich schon immer dadurch aus, dass hier sehr offen und auch kontrovers über die Thematik diskutiert werden darf. Mir persönlich geht es hier also gar nicht darum hier unbedingt was zu verändern.

    Es gibt andere Foren, die geben einen engeren, geschützteren Rahmen, und sehr klare, teilweise sehr strenge Reglementierungen vor. Wer sich hier in einem etwas freieren Austausch nicht wohl fühlt, ist also frei, andere Angebote wahrzunehmen die eventuell besser zu ihm/ihr passen.

    Ich selbst bin ein Mensch der den offenen Austausch benötigt. Genau deswegen bin ich vor über zehn Jahren eben genau hier gelandet.

    Wenn ein User sich hier z.B. neu anmeldet, mal angenommen noch recht jung, und ich habe das Gefühl es könnte was für Ihn/Sie sein und wäre eventuell hilfreich für Ihn/Sie, dann möchte ich die Freiheit haben Ihn/Sie auch auf die Möglichkeit des kontrollierten Trinkens, Konsumreduktion oder generell das Prinzip der Zieloffenheit hinzuweisen. Zumal das mittlerweile in nahezu allen Suchtberatungen so gehandhabt wird. Alles andere ist doch zu einem großen Teil überholtes (wenn nicht sogar verkrustetes altes) Denken.

    Wenn ein User hier über seinen Weg der Reduktion schreibt (wie ja auch aktueller Anlass den Anstoß zu dem Thread hier gegeben hat), dann möchte ich selbst die Freiheit haben, eigenständig darüber zu entscheiden ob und was ich in dem Thread lese und was nicht. Ich bin ein erwachsener Mensch. Und ich hatte vielleicht mal eine Suchtproblematik in meinem Leben, aber ich bin deswegen nicht blöd. Für mich ist es sehr wichtig meine Abstinenzentscheidung, oder generell die Entscheidungen in meinem Leben, so frei wie möglich treffen zu können.

    Natürlich setzt das von allen Seiten Augenhöhe voraus. Die Thematik Alkoholkonsum muss natürlich sensibel, und mit dem entsprechenden respekt gegenüber Allen hier behandelt werden. Keiner sollte hier beispielsweise seine Stammtischgelage der vorhergehenden Abende verherrlichend ausbreiten.

    Und als letzten Punkt, dann bin ich vielleicht auch erst mal fertig, möchte ich anführen, dass ich selbst sehr wohl auch schon mal von bestimmten Instrumenten des KT gewinnbringend profitieren konnte. Vorrangig dies, in einer Rückfallsituation nach etwa dreieinhalbjähriger Abstinenz. In dieser Zeit gelang es mir, den totalen Kontrollverlust komplett zu verhindern, ja sogar die Kontrolle zurück zu erlangen und den Konsum in einem Zeitraum von sehr wenigen Wochen schrittweise zu reduzieren, um schließlich wieder zur gänzlichen Abstinenz zurückfinden zu können.

    Die Instrumente dazu hatte ich aus dem für mich sehr gewinnbringenden und dankbar offenen, informativen Austausch hier im Forum.

    Meine vielleicht drastischen Worte auch deshalb, weil ich das Forum als Safe Space verstehe. Auf einer abstrakten Ebene könnte ich mich schon mit dem Thema Harm Reduction, KT etc. Auseinandersetzen. Da dies aber ein Selbsthilfeforum ist, will ich mich aber auf den abstinenzbasierten Ansatz konzentrieren, so einfach ist das.

    Deine "vielleicht drastischen Worte" unterbinden von vorne herein einen eventuell möglichen konstruktiven Austausch, mit wem auch immer. So sehe ich das.

    Ist dem wirklich so? Wer hier KT propagiert hat berechtigerweise einen schweren Stand und verschwindet früher oder später wieder

    Wenn Vegetarier und Metzger miteinander klar kommen wollen, sollten sie nicht immerzu zusammen übers Essen reden

    Sorry, aber wenn man solche Sätze liest, braucht man sich doch nun wirklich nicht wundern dass es kaum positive Berichte und nur wenig wirklichen, informativen Austausch darüber gibt.

    Ob KT hierfür der Heilsbringer ist, sei mal dahin gestellt.

    Niemand spricht hier oder irgendwo von einem Heilsbringer! Es ist ein Instrument - beziehungsweise kann für jemanden für den es geeignet ist eins sein. Eins, von vielen. Und damit, in meinen Augen, eine weitere Möglichkeit, eine Bereicherung.

    Die Gretchenfrage an dich: wie willst du die beiden Gruppen (A und (B, deren Lösungsansatz unterschiedlicher nicht sein könnte, in ein und dem selben Forum unterbringen?

    Ich kann die von Dir angesprochene Problematik gut nachvollziehen. Ich habe da auf die Schnelle keine andere Antwort drauf als: respektvoller Austausch auf Augenhöhe. So wie es hier seit vielen Jahren schon gehandhabt wird.

    Oder, als Gegenfrage, soll etwa stattdessen eine der Gruppen A und B hier zukünftig vom Austausch ausgeschlossen werden?

    Danke fürs Einstellen der Links Stilles Wasser , ich wollte nämlich auch schon fragen worum es hier eigentlich genau geht. Geht es hier

    A)

    Um die, zumeist erfolglosen, Versuche eines Menschen in einer Alkoholproblematik die fortschreitenden negativen Auswirkungen des Alkoholkonsums irgendwie zu kontrollieren? Ich selbst holte mir z.B. eine Weile lang ganz gern „nur“ ein Sixpack Bier + 1Liter Cidre für den Abend. Eine klar definierte Menge. Das musste reichen. Naja… Pustekuchen halt… Von dem Sixpack ordentlich angeschossen pilgerte ich oftmals spät nachts dann doch nochmal zur Tankstelle und holte teuren Nachschub… war wohl nix mit Kontrolle.

    Oder geht es hier im Thread

    B)

    um das Programm nach Prof. Dr. Körkel das unter dem Namen „Kontrolliertes Trinken“ bekannt geworden ist?

    Das Zweitere besteht aus zwei Worten. Kontrolle und Trinken. Eigenartigerweise liegt der Fokus in solchen Diskussionen oft auf dem Begriff: Trinken. Dabei liegt der eigentliche Kern dieses Konzeptes darin, über bestimmte Instrumente eben die Kontrolle wieder zurück zu erobern. Natürlich ist das nicht für jeden geeignet!

    Ich sehe das Programm eher für Leute, die missbräuchlich und auf der Schwelle zum Alkoholismus trinken, diese jedoch noch nicht überschritten haben.

    Aber darf nicht diesen Leuten ebenso auch geholfen werden!? Ja, auch hier in diesem Forum!?

    Ich möchte an dieser Stelle daher vor allem auch darauf hinweisen, dass seit einigen Jahren schon Konsumreduktion, z.B. durch das kontrollierte Trinken, Ausschleichen oder auch Anti-Craving-Medikamente, ganz offiziell auch in der Suchthilfe Anerkennung und therapeutische Anwendung finden. Man beabsichtigt dadurch, weitaus früher, und auch individueller, in (vor allem beginnende oder frühe) Suchtproblematiken intervenieren zu können.

    Siehe auch Link im Forum hier:

    Land-in-Sicht
    12. Juli 2015 um 13:03

    Oder z.B. auch Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.:

    https://www.dhs.de/suchthilfe/pra…uehintervention

    Ich persönlich begrüße das sehr!

    Mojo

    Hab mich nie wirklich mit der Praxis des kontrollierten Trinkens beschäftigt, weil ich alle in meinem Umfeld daran scheitern sehe.

    Diese Art der Argumentation findet sich ja an allen möglichen Stellen immer wieder. Es fehlt darin aber der Ansatz wirklich plausibler Faktenführung. Es gibt in meinem Umfeld ebenfalls viele, sehr viele Menschen die es einfach nicht schaffen nicht mehr zu trinken oder nicht mehr zu rauchen. Da sage ich auch nicht: „Nahezu alle die ich kenne „scheitern“ immer wieder an der Abstinenz oder am Nichtrauchen. Also kann das folglich definitiv nicht der richtige Weg sein!“

    Hinzu kommt noch, was man unter „Umfeld“ versteht. Wenn ich mich in einer AA Gruppe, oder einer anderen SHG bewege, die sich streng am absoluten Abstinenzgebot orientiert, natürlich und logischerweise werde ich dann dort niemanden finden der KT praktiziert. Und wenn man ein Selbsthilfe-Forum tatsächlich ausschließlich nach dem Abstinenzgebot ausrichten WÜRDE (ich schreibe das ganz bewusst in der Eventualitätsform, weil das hier für dieses Forum meines Wissens nach nicht zutrifft) dann würde irgendwann auch hier niemand mehr zu Wort kommen der von eventuell erfolgreichen Schritten berichten kann.

    Gute Grüße, Mojo

    Wie lange ich das so handhabe, weiß ich auch noch nicht.

    So ähnlich habe ich es auch gemacht. Ich sagte mir: erst mal für eine Weile nicht. Bis meine Probleme konsequent bearbeitet seien. Da war ich 35. Wobei ich sagen muss, dass eigentlich auch um 30 herum meine Problemwelt an sich schon 1:1 so bestand. Die weiteren Jahre bis dahin waren dann eigentlich "nur" noch ein herauszögern und verschlimmern der Auswirkungen. Beziehungsweise ja auch einfach ein nicht heraus finden... (und täglich grüßt das Murmeltier.)

    Ich kenne es einfach nicht anders und habe es auch nie anders vorgelebt bekommen. Wisst ihr was ich meine?

    Ja das kenne ich gut. Ging mir auch so. Trinken gehörte für mich zu einem interessanten Leben einfach dazu. Ich konnte es mir ohne nicht vorstellen. Leute die ohne lebten, mussten doch, in meinen Augen, ein sterbenslangweiliges Leben führen...

    Ich hatte es nicht anders gelernt.

    Die gute Nachricht dazu ist: man kann auch mit Anfang 30 noch dazu lernen. Man kann auch, aus eigener Erfahrung, mit 35 noch dazu lernen. Man kann immer, das ganz Leben lang, noch tolle Dinge dazu lernen!

    Für mich zeigte sich jedenfalls, dass es ein wichtiger und bedeutsamer Schritt, und Entwicklung im absolut positiven Sinne war, für mich lernen zu können, ein Leben frei von Alkoholproblematiken (mit allem was das mit sich bringt) führen zu können.

    Auch von mir ein herzliches Willkommen hier!

    Ich wünsche Dir das Beste auf den Weg - und einen guten, gewinnbringenden Austausch hier.

    Gute Grüße in einen schönen Advent,

    Mojo

    Hallo, seit ein par Tagen fällt mir auf, dass es wieder reibungslos funktioniert, man sich auch aus den Threads heraus anmelden kann und die Fehlermeldung nun nicht mehr kommt.

    Danke dafür!:thumbup:

    LG, Mojo

    Zitat

    Ich achte auch nicht explizit darauf, ob ein verarbeitetes Lebensmittel eventuelle Ethanolverbindungen enthalten könnte.

    Bin ich da nun fahrlässig oder nur tiefenentspannt?

    Diese Frage kannst letztlich nur Du selbst für Dich beantworten. Ich würde Dir in dem Falle von mir her mitgeben: informiere Dich so intensiv und umfangreich wie möglich/nötig über dieses Thema. Suche Dir Erfahrungsberichte und den Austausch mit Anderen. Es gibt auch weitere Angebote von Hilfe und Unterstützung. Werte Deine eigenen Ansichten und Erfahrungen aus. Reflektierte Dich. Und dann: sei aufrichtig und ehrlich zu Dir selbst, und triff Deine Entscheidungen.

    ... dem müsse man Grenzen setzen

    Nochmals, Paul: es gibt da keinen Konjunktiv!

    Übergriffige Kommunikation überschreitet die persönliche Grenze des Anderen. Insofern war es nicht ganz richtig ausgedrückt von mir - die Persönlichkeitsgrenze besteht bereits, so oder so. Da braucht es niemand der sie (wie eine Regel oder so) setzt. Es geht eher darum, die Grenze aufzuzeigen.

    Was du als übergriffig empfindest, fällt bei mir vielleicht noch unter freie Meinungsäußerung.

    Ich sag mal so - spätestens wenn sich der Moderator einer SHG oder eines Forums einschaltet, würde ich mir mal Gedanken machen.

    Wer da gleich eine Grundsatzdiskussion daraus macht und...

    Da hast Du wohl recht. Angefangen hat das alles hier mit einem ganz einfachen Thread. Eigentlich wollte ich dort nur ein paar Geschichten und Ausreden hören. Hätte an sich ja vielleicht sogar ganz lustig werden können.

    Stattdessen wurde dort mal wieder - wie in so vielen Threads hier in den letzten Wochen - von ein par wenigen an den Grundfesten und an allem Möglichen herum gerüttelt.

    Interessanterweise haben sich dann von dem "Elefanten" exakt zwei Personen angesprochen gefühlt.....

    Dieses ganze "Hätte, Würde, Könnte" ... wäre das nicht übergriffig?

    Wo siehst Du hier ein "Hätte, Würde, Könnte"?

    Da gibt es keinen Konjunktiv. Übergriffige Kommunikation gehört hier nicht her. Und wenn sie doch auftaucht, werden im besten Fall Grenzen gesetzt. So einfach ist das.

    Mojo

    PS:

    Diese so ausführlichste Antwort wird von mir eine Ausnahme bleiben. Es hat viel Zeit gekostet. Es war mir aber diesmal ein Anliegen, durch diese Zeit die ich mir genommen habe, meine Wertschätzung zu signalisieren. Im Prinzip ist ja aber fast jeder Satz in einer Mail ein Gedanke. Und geht man auf jeden Gedanken ein, ist es nicht möglich dies mit nur einem Satz pro Gedanken zu tun. Es werden also von Mailzu Mail immer mehr Gedanken... das würde sich irgendwann immer mehr und ins Endlose verzweigen, bis man irgendwann mit dem Bildschirm verschmilzt und selbst zu einem Datenfluss aus lauter Nullen und Einsen wird...!

    Ich habe da gar nicht die Zeit und Energie dafür, für solch einen intensiven "Briefwechsel".

    Ich fände es daher gut, wenn wir im eventuell Folgenden vielleicht eher darauf schauen könnten, das Ganze hier, zumindest nach und nach, wieder zu vereinfachen. Um vielleicht irgendwann auch einfach wieder aufs Wesentliche zurück zu kommen.

    LG

    Aber was sagst Du den sonst zu meinem geschriebenen, anstatt Dir exakt genau diese, winzige Kleinigkeit rauszusuchen, wo eh niemand kontrollieren kann, ob es nun so ist oder nicht.

    Hallo Honk,

    damit Du nicht denkst ich würde mir gezielt etwas rauspicken, habe ich mir jetzt mal die (viele) Zeit genommen und Mühe gegeben, und bin auf Dein gesamtes Posting eingegangen. Achtung: der Post wird dadurch sehr lang!

    Die Kinder und Familie schlafen. Ich bin von einer langen Woche auch eher müde, also sieh es mir bitte nach dass ich nicht noch weiter ausformuliert habe. Ich würde mich freuen, wenn Du meine Antwort bitte unter dem Blickwinkel lesen könntest, daß ich wohlwollend schreibe, und Dich mit keinem Wort in irgendeiner Weise angreifen möchte.

    Vielleicht kannst Du ja dann was damit anfangen. Wenn nicht, dann überlies es einfach.

    Hier meine Gedanken und Antworten:

    Zitat

    Mojo, der Thread war der falsche Ort für die Aussage. Der Thread hatte sich auch hochgeschaukelt.

    Es ist egal in welchem Thread oder in welchem Kontext Du diese Aussage getroffen hast. Die Art und Weise, wie Du dort mit jemandem sprichst ist übergriffig. Also die Feststellung, und Bewertung die Du dort über einen anderen Menschen triffst.

    (Übergriffige Kommunikation ist übrigens eine Form nicht körperlicher Gewalt. Ich kann jemanden auch mit Worten weh tun. Auch ohne das selbst zu beabsichtigen.)

    Zitat

    Die Aussage aber selber war BEWUSST persönlich getroffen.

    Das macht es nicht besser... Eher im Gegenteil...

    Zitat

    Sorry bitte, ich habs oben auch gesagt, sind wir in einem Suchthilfeforum wo Leute von einer Droge wegkommen wollen oder nicht? Und wenn ein User schreibt, er konsumiert weiter Lebensmittel mit Alkohol und auch Süßigkeiten, die Schnaps enthalten sähe der User nicht als problematisch an.


    Wo, an welcher Stelle, darf man denn so eine Aussage treffen?

    Hier. Und das ist auch gut so. Ob jemand Alkohol konsumiert, oder alkoholhaltige Lebensmittel zu sich nimmt, oder Zigaretten raucht oder was auch immer, liegt doch einzig und allein in der Selbstverantwortung dieses Menschen selbst. Es kann ihm niemand verbieten.

    Für mich war das eine der entscheidendsten Erkenntnisse am Punkt meines Suchtausstieges. Dass ich erkannte, dass es (für mich) nicht um starre Vorgaben geht, die in manchen SHG oder mancher Literatur propagiert werden (respektive wurden). Sondern, dass mir der Suchtausstieg gelingen wird, wenn ich MEINE Selbstverantwortung, und MEINE Wahrheit entdecke. MEINEN individuellen Weg. Mein wirkliches Selbst, sozusagen. Mit allem Licht und Schatten.

    In dieser Zeit entdeckte ich dieses Forum hier mit seiner Offenheit. Und es wurde ein sehr wichtiger Teil für mich in den Monaten meines Ausstieges wofür ich sehr dankbar bin. Wäre dieses Forum nicht zu der Zeit schon so tolerant und offen gewesen, wäre es nicht zu meinem Baustein geworden und hätte mir auf meinem Weg gefehlt.

    Zitat

    Natürlich ist das eine harte Aussage. Klar. Aber entbehrt sie deswegen der Fakten und des Wahrheitsgehaltes?

    Welche Fakten bringen Dich denn zu der Sorge (denn das steckt ja eventuell wirklich hinter dieser unbeholfenen Art der Formulierung)? Du hast keine Fakten genannt. Also: Insofern, ja, entbehrt diese harte Aussage der Fakten.

    Und Wahrheit? Willst Du Dir wirklich anmaßen, die WAHRHEIT über das Innenleben irgendeiner der User/innen hier zu kennen?

    Zitat

    Die Leute / wir sind ja nicht zum Spaß hier.

    Manchmal bin ich schon auch zum Spaß hier.

    Zitat

    Und wenn es einen Ort gibt, wo man mal einen Spiegel vorgehalten bekommt, dann ist dieses doch "The Place to be". Oder sehe ich das falsch? Unterstützen wir uns hier wieder beim einschleichenden Konsum?

    Ich raffs nicht, ganz ehrlich. Was wollt ihr denn?

    Was ich will? Ich glaube ich hätte jetzt gerne ein Erdbeereis…

    Sorry für den Joke.

    Aber mal im Ernst: Diese Frage ist sehr unpräzise formuliert. Was will ich in Bezug auf was genau?

    Zitat

    Mojo:

    Nach all dem was ich in meinem Leben bisher erlebt habe, brauche ich einfach wahrlich keinen Honk (verzeiht mir bitte das Wortspiel), der sich hier hin stellt, und meint mir wieder und wieder sagen zu wollen wie ich innerlich ticke.

    Zitat

    darauf Honk:

    Mojo, und Du brauchst mir nicht sagen, wie ich mich zu verhalten habe.

    Das kommt drauf an.

    Ja richtig, wenn DU von DIR schreibst, z.B. dass Du keine Soße mit Wein kochst, dann habe ich nicht das Recht Dir zu sagen dass Du das nicht machen sollst. (Ich kann dann höchstens daneben stellen, dass ICH durchaus, sehr selten aber manchmal, Soßen mit Wein verkoche. Wenn ich allerdings solche Rezepte für/mit unseren Kinder koche, tue ich das konsequent ohne Wein.)

    Aber:

    Wenn Du mehrfach und wiederholt Feststellungen und Verallgemeinerungen schreibst, die auch mich betreffen, und DU Sachverhalte als gültig darstellst, wie sie impliziert in MIR angeblich verlaufen, dann ist auch das: übergriffig. Und in solcher übergriffigen Kommunikation werde ich, ob es Dir gefällt oder nicht, deutlich, ja sogar sehr deutlich, sagen, dass Du das (bitte) lassen sollst. Und dass Du nicht das Recht dazu hast, mich oder andere Menschen in der Form zu beurteilen.

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    Jeder hat seine individuelle Geschichte. Deine Geschichte ist Deine Geschichte, meine Geschichte ist meine Geschichte.

    So isses!

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    Ob es Dir in deiner Geschichte dreckiger ging als in meiner, dass spielt doch überhaupt keine Rolle.

    Nein das spielt keine Rolle. Zeige mir bitte die Stelle wo ich was anderes geschrieben hätte.

    Zitat

    Was Du machst Mojo, ist, dass Du Dich mit mir vergleichst.

    Siehe Posting #43 weiter oben: Wo tue ich das?

    Du konntest es mir gestern nicht beantworten. Darum möchte ich eine aufrichtig interessierte Frage hinterher schieben: Was bringt DICH zu dem GEFÜHL oder zu der ANNAHME dass es so sei?

    Zitat

    Und mich höchstwahrscheinlich nicht ernst nimmst.

    Diese Vermutung, die bei Dir liegt, kann ich entkräften und Dir sagen dass dem nicht so ist.

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    Aber, wenn das so ist, dann ist das Grund falsch.

    Ist nicht so. Wenn es so wäre, wäre es falsch.

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    Es gibt NIEMANDEN der besser oder schlechter dran ist als der andere. JEDER hat das Recht, das es ihm schlecht geht, egal auf welchem Niveau. Und mein persönliches Niveau, kannst Du überhaupt nicht beurteilen, weil Dir meine Gefühlswelt in deiner Beurteilung komplett fehlt. Als auch meine konkreten Erlebnisse.

    Absolut D`accord!

    Zitat

    Wir sind hier nicht in einem Wettbewerb, aber genau das Gefühl habe ich oftmals. Das nur der Raum bekommen darf und sollte, dem es am schlechtesten geht, der der meint, es wäre der ärmste Hund.

    Ist das wirklich ein GEFÜHL? Oder vielleicht doch eher ein GEDANKE?

    Wodurch entsteht das bei Dir? Was ist der Auslöser?

    Bitte: wenn möglich bezogen hier auf diesen einen konkreten Falle.

    Also: wodurch entsteht bei Dir das Gefühl (oder die Annahme) es würde einen Wettbewerb zwischen uns bestehen?

    Zitat

    Besagte Kur, von der ich erzählt habe: Ich habe dort Menschen kennengelernt, die haben ein Kriegstrauma in Afghanistan erlitten. Menschen, deren Haus wurde mit schwerbehinderter Angehörigen im Ahltag weggespült. Menschen, mit schwersten Helfersyndrom, die bei der Feuerwehr arbeiten und jede Woche Menschen aus total zerstörten Autos puhlen.

    Und ich steh da, mit meinem "kleinen" Problem, nebst einem Vater, der die Kur nur mal mitgenommen hatte, weil er checken wollte, obs ihm wirklich gut geht.
    Unser Fazit: Uns gehts im Vergleich zu den anderen richtig gut! Wir haben überhaupt keinen Grund uns überhaupt zu beschweren. Super, kann man ja wieder nach Hause fahren und so weiter machen........

    Kann man das? Hat nicht ein jeder das Recht das es im schlecht geht?

    Danke fürs Teilen.

    Und: klar. Es hat sogar jeder das recht dass es ihm Hundsdreckig und Sauschlecht geht.

    Zitat

    Wir hatten einen Mann in der Kur, der war schwer depressiv, weil er REICH war. Dem ging es so beschissen, weil er mit seiner ganzen Kohle nicht klar kam!

    Was macht man mit so einem Mann, Mojo? Ihm sagen, er solle sich nicht so anstellen? Oder kann man anerkennen, dass der Mann sich 2x umbringen wollte und er ernsthaft hilfebedürfig ist?

    Da denk mal drüber nach Mojo.

    Okay. Ich habe da drüber nachgedacht. Ich kenne den Mann natürlich nicht so eingehend wie Du ihn kennen gelernt hast. Aber ich denke, wenn er mich um Rat oder Hilfe fragen würde: dann würde ich ihn fragen, ob es ihm eventuell möglich wäre, seinen Reichtum, unter dem er so leidet, an gemeinnützige Einrichtungen zu verschenken.

    Zitat

    Und denk mal drüber nach, dass da draußen Menschen sind, die das hier lesen, die sich mit Dir identifizieren und deiner Geschichte.

    Entschuldige bitte, wenn ich es mir an dieser Stelle den *humorvollen Ironiemodus einfach nicht verkneifen kann:

    Ja da werde ich, nach über zehn Jahren hier im Forum, wohl wirklich mal drüber nachdenken. Das ist eine wirklich gute Idee das mal zu tun. Danke für den Hinweis :)

    Zitat

    Und denk mal darüber nach, dass es Menschen gibt Mojo, die sich mit Dir überhaupt nicht identifizieren können, sondern mit mir!

    Und nun, was macht man mit der Erkenntnis?

    Mir fehlt noch „die Erkenntnis“. Mein Ironiemodus ist noch an...

    Zitat

    Egal wo ein jeder herkommt, jeder hat was beizutragen.

    Ja klar. Das Forum wird von den Usern bereichert.

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    Und eines, glaub man ja nicht, dass ich mich aufgrund deiner Geschichte nun schlechter fühle.

    Ernst gemeinte Frage:

    Wie kommst Du denn darauf? Warum sollte ich sowas denn wollen oder glauben??

    Zitat

    Ich erwarte auch nicht, dass Du Dich aufgrund meiner Geschichte besser und schlechter fühlst.

    Das weiß ich daß Du das nicht erwartest. (Und wenn es doch so wäre, dann wäre es auch egal. Ich bin ja nicht hier um irgendjemandes Erwartung an meine Gefühle zu erfüllen.)

    Tatsächlich denke ich aber, daß Du Deine Geschichte hier teilst, um andere Menschen, also Jene die es anspricht, zu inspirieren oder so in die Richtung. Da Du sehr glücklich über Deinen eigenen Weg bist, und dieses Glück gerne weiter geben möchtest. Ich kann das sehr gut verstehen.

    Zitat

    Aber, und das ist der Punkt, jeder Beitrag, Ansicht, Meinung hat Raum verdient

    Das ist richtig. Aber wie gesagt, das was mich stört ist, dass es in meinen Augen keine Meinung war die Du dort geteilt hast. Wenn auch vielleicht nur einfach unglücklich formuliert: es waren allgemeingültige, übergriffige Feststellungen. Wenn man so will Dogmen.

    Zitat

    Es muss nicht für jeden passen, kann es auch nicht, im Puzzel des Lebens.

    Zutreffende alte Lebensweisheit.

    Zitat

    Aber sich zu vergleichen, bringt auch nichts.

    Oben hatte ich Dir die Frage gestellt wie Du darauf kommst. Hier weiter unten bringst Du das mit dem Vergleich nochmals. Es scheint ja also wirklich ein Thema für Dich zu sein.

    Du hattest im Nachbarthread „Kleine-Ausreden“ davon geschrieben, dass wir hier nicht beim "Kindergeburtstag" sind. Das hat mich etwas verärgert, weil es ja sagt, dass wir hier unwissend wie kleine, dumme Kinder, mit der hier gegebenen oft tragischen Thematik umgehen würden.

    Darum habe ich Dich direkt angesprochen, und hier offen einen Teil meiner Geschichte geteilt. Damit klar wird, dass mein Leben ganz bestimmt kein "Kindergeburtstag" war.

    Also, außer natürlich an ein par Tagen während meiner Kindheit…

    Zitat

    Was aber so ein Ding ist, um auf meine Person zu sprechen zu kommen, ich arbeite verdammt hart an mir. Jeden Tag überwinde ich mich, reize ich mich, gibt mir eine Herausforderung.

    Ich finde es wirklich cool wie Du das alles machst! Und ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg, und von ganzem Herzen, immer das Beste für Deinen Weg!

    Zitat

    Und weißt Du was Mojo, das sind Methaphern.

    Das verstehe ich nicht. Wie meinst Du das mit den Metahphern?

    Also ich weiß was Metaphern sind, aber hier kann ich den Bezug nicht herstellen...

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    Der Grund warum ich das mache, ist mich zu spüren. Und übrigens ein heftiges PTBS zu verarbeiten, was mich 20 Jahre begleitet. Und ja, Mojo, mir geht es aktuell so gut wie nie im Leben. Juhu......du könnest Dich dafür freuen, anstatt darauf rumzuhacken.

    Ich freue mich, aufrichtig, sehr für Dich!

    Zitat

    Und vielleicht auch betracht ziehen, nur weil ich Deine Weg nicht gegangen bin, dass manche Aussage dennoch richtig sein könnte....

    Das ziehe ich nicht nur in Betracht, sondern das ist mit Sicherheit so! Und ich weiß viele Deiner Beiträge hier sehr zu schätzen!

    ....auch wenn ich nicht den Leidensweg des einen oder anderen gegangen bin.

    Hier an dieser Stelle bist DU es, der sich mit Anderen vergleicht!


    Gute Grüße,

    Mojo

    In Dir vielleicht? Keine Ahnung.

    Wirklich jetzt? Du stellst wieder eine Behauptung über mich auf, ohne wirklich zu wissen ob das so ist?

    Auf Nachfrage gefolgt von dem nächsten Feststellungen was "in mir" so abläuft und das ich mir was rauspicke und, und, und...?

    Ja das ist in der Tat eine sehr missverständliche Kommunikation, und vielleicht ist es wirklich besser wir überlassen das jetzt einfach mal der Moderation...

    Was Du oben liest ist einfach nur ein Teil MEINER Geschichte. Nicht mehr und nicht weniger. Und die Feststellung dass ich da raus gefunden hab, ja, auch hier und da MIT einer kleinen Ausrede oder Notlüge.

    und frage mich oft, warum, auch in Selbsthilfegruppen/Foren, dererlei Inakzeptanz aufkommt.

    Ich denke vieles liegt da auch da dran, dass der Weg der schriftlichen Onlinekommunikation ein denkbar ungünstiges Mittel ist, um eine tiefere Diskussion oder gar Streitigkeiten auszutragen. Die Kommunikation ist stark zeitverzögert, es fehlt die Möglichkeit für direkte Nachfrage. Man hat keine Intonation der Stimme, keine Gestik,… man kennt den Menschen am anderen Ende der Leitung nur wenig… Dafür ist da viel Platz für Missverständnisse. Und je länger ein Text, um so mehr Gelegenheit für Fehldeutungen und weitere Missverständnisse. Das schaukelt sich schnell hoch.

    berichtet jemand von sich (z.Bsp. der zufriedene, sportelnde Honk oder andere Menschen, die mit ihrer Ex-Sucht nun entspannt umgehen), kommt der Vorwurf der Verallgemeinerung.

    Also, wenn ich z.B. dies da lese:

    Zitat

    Im Endeffekt, um das Thema runterzukürzen, geht es eigentlich um das Thema Akzeptanz und Selbstannahme. Nichts anderes.

    Oder das:

    Zitat

    Ich denke, wer ein schlechtes Gefühl hat zu seiner Abstinenz zu stehen, der ist noch nicht so weit im Verarbeitungsprozess, Nüchternheit als normal zu verstehen.

    Da brauche ich keinen Vorwurf, sondern es sind schlicht und einfach Verallgemeinerungen. Oder etwa nicht? Und das sind nur ein par Beispiele.

    Formulierungen und Feststellungen, die ganz allgemein mir, jedem Teilnehmer dort im Thread, und jedem Leser etwas überzustülpen versuchen.

    Und spätestens bei sowas:

    Zitat

    Wenn Du es genau wissen willst, sag ich Dir, Du nimmst die Suchtproblematik nicht ernst.

    Ja damit ist für mich die persönliche Ebene endgültig und sowas von klar erreicht. Und DAS war der Punkt für wo ich um Schließung des Threads gebeten habe! Nicht um eine Diskussion zu unterbinden, sondern um eine weitere Eskalation (die mit Sicherheit erfolgt wäre) und schlimmeren Ärger dort zu vermeiden.

    Ich möchte als Beispiel aus dem Ausreden-Thread zwei der beteiligten User mal her nehmen die sich dort beteiligt haben. Erstens: Bassman hat in seinem ersten Beitrag dort dargelegt, dass er keine Ausreden verwendet, weil er, anders als vor dem Ausstieg aus der Sucht, nichts mehr zu verstecken hat. Er hat von sich geschrieben. Und dann: ich, also Mojo. Ebenso wie Bassmann bin ich schon ein gutes Stück über 10 Jahre hier im Forum unterwegs, seit mir mein Suchtausstieg aus der Alkohol- und wenig später auch der Nikotinsucht gelang. Seither habe ich in meinem Leben gravierende Änderungen zum Guten hin vollzogen. Und das obwohl ich - Himmel man wird es kaum glauben - wie ebenfalls im anderen Thread kontrovers zu Bassmanns Beitrag dargelegt, tatsächlich in manchen Situationen kleine Ausreden oder Geschichten verwende, um nicht Jedem x-beliebigen Menschen meine längst überwundene und bewältigte Suchtproblematik auf die Nase zu binden…. Diese Beiträge stehen sich durchaus kontrovers gegenüber, ohne dass ein Betrag versucht den anderern zu belehren.

    Und, hier spreche ich mal Honk direkt an: ich war im Frühjahr 2014 und in der Zeit davor, in der abschließenden Höchstphase meiner persönlichen Alkoholproblematik, so richtig, aber richtig am Arsch. Da war für mich nix mehr mit Fahrrad oder so - ich hatte nämlich keins. Alles was ich hatte war ein mittlerer fünfstelliger Betrag an Schulden. (Kein Kredit oder so, nein alles ungeregeltes finanzielles Desaster und ständig irgendwelche Pfändungen im Briefkasten). Ich hatte mich daher in der Zeit meines Ausstieges sportlich fürs Joggen entschieden. Aber ich hatte ja nicht mal Laufschuhe… aus irgendeiner Ecke habe ich mir ein Paar völlig zerfledderte und durchlöcherte Teile hervorgekramt was irgendwann mal sowas wie Sportschuhe gewesen sein mussten. Die wollte ich eigentlich wegwerfen. Durchlöchert, und das Profil war schon komplett runter gelaufen, nahezu Glatze auf den Sohlen die eh schon bald abfielen. Und dennoch: das waren in den ersten Monaten nun mal meine Laufschuhe mit denen ich jeden zweiten Tag laufen ging! Zuvor hatte ich mal wieder meine Arbeit verloren und die berufliche Perspektive war ziemlich bescheiden um es mal milde zu formulieren. Für eine Beziehung war ich zu dem Zeitpunkt absolut untauglich. Was mal meine Freunde waren hatte ich verkrault oder hatten sich zurück gezogen bzw. ich mich. Generell war ich aber ein Glückspilz, weil ich in der Zeit vorher einige Male das große Glück hatte, im Suff es irgendwie zu schaffen, nicht zu verunglücken. Nicht im Winter im eiskalten Bach erfroren, beim Treppensturz nur harmlose Knochenbrüche, darum kurze Zeit später gleich nochmal - mit dem selben Ergebnis. Nicht von der Horde aufgebrachter Schläger erwischt mit denen ich mich alleine mit ordentlich Promille völlig unzurechnungsfähig und größenwahnsinnig anlegte, auf der Flucht nicht vor irgendeinen Bus gerannt, und, und, und,… Ach, das ließe sich alles noch sehr reichhaltig und bildhaft und weiter führen! Und immer und immer wieder nach einem solchen Filmriss dieses: Nie Wieder! Um dann noch am selben Abend doch wieder Nachschub an zu trinken und zu rauchen zu besorgen.

    Aber ich habe es geschafft meinem Leben die Wendung zu geben! Ich habe es, im Frühjahr 2014 geschafft aus dieser (Abwärts-)Spirale auszusteigen. Ich bin sehr, sehr dankbar dafür. Ich habe mich dadurch in die Lage versetzt, nüchtern, mir selbst zu begegnen. Beruflich habe ich einen Schritt nach dem anderen aufgebaut, und heute kann man vielleicht sogar sagen dass ich dabei bin noch so etwas wie eine kleine Karriere zu machen. Seit Beginn diesen Jahres habe ich es auch vollbracht und bin, das erste Mal in meinem erwachsenen Leben, absolut Schuldenfrei. Jippieh. Im Laufe der Zeit nun habe ich eine Familie mit Kindern gegründet. Mit der ganzen Freude und Verantwortung die dazu gehört. Es geht mir gut. Heute bin ich für andere da, die in schwierigen Lebenslagen sind. Ich bin glücklich und sehr dankbar über das alles.

    Ich will mich damit nicht hervorheben. Mir ist bewusst, dass es viele Leute gibt, denen es noch viel, viel dreckiger ging oder geht.

    Aber was ich sagen will: mich da heraus zu bewegen, dahin wo ich mich seit dem bewege, und wo ich heute bin, das habe ich mit absoluter Sicherheit nicht vollbracht weil ich in meiner Akzeptanz noch nicht so weit bin, Nüchternheit als meine Normalität zu erleben, oder weil ich keine Selbstakzeptanz, keine Selbstannahme hätte oder es mir an Reflektiertheit mangeln würde oder irgend sowas.

    Ich bin da in meinem Leben, wo ich mich seit meinem Suchtausstieg bewege, weil ICH diesen Weg gegangen bin. Weil ich mich schonungslos und konsequent meinen Schatten, inneren Wiederständen und Monstern gestellt habe. Immer mit dem kleinen Funken in der Dunkelheit, und der Hoffnung und Gewissheit dass es sich für mich lohnt.

    Nach all dem was ich in meinem Leben bisher erlebt habe, brauche ich einfach wahrlich keinen Honk (verzeiht mir bitte das Wortspiel), der sich hier hin stellt, und meint mir wieder und wieder sagen zu wollen wie ich innerlich ticke.

    Beste Grüße und gutes Gelingen für Alles!

    Mojo

    Und in der Zwischenzeit folgte auch schon der nächste Post mit wirklich unmöglichen Äußerungen...

    Wenn Du es genau wissen willst, sag ich Dir, Du nimmst die Suchtproblematik nicht ernst.

    Die zudem auch wieder NICHTS aber auch ABSOLUT GAR NICHTS mit dem Thema zu tun haben.

    Ich bitte die Moderation hiermit konkret darum das Thema zu schließen!

    Vielen Dank.

    Ich denke, wer ein schlechtes Gefühl hat zu seiner Abstinenz zu stehen, der ist noch nicht so weit im Verarbeitungsprozess, Nüchternheit als normal zu verstehen.

    Im Endeffekt, um das Thema runterzukürzen, geht es eigentlich um das Thema Akzeptanz und Selbstannahme. Nichts anderes.

    Diese Art der Verallgemeinerung, die sich in von verschiedenen Usern hier quer durch den Thread zieht nervt einfach nur noch!!

    Tut mir leid liebe AmSee13 jetzt hast Du wie es ausschaut die Diskussion an der Backe.

    Meinetwegen können wir den Faden hier auch einfach dicht machen.