Beiträge von Honk

    *Plätscher *Plätscher.....

    das ist so glaub ich gerade gerade eine gute Beschreibung der letzten 2 bis, vielleicht sogar 3 Wochen. *plätscher plätscher.

    Alltag, Reizarmut, auch ein bisschen Frust. Hinzu geht es los, dass ich morgens mittlerweile konstant auf dem Weg zur Arbeit durch die Dunkelheit muss und wohlmöglich demnächst auch durch den Regen, Wind, Nebel, all diese Dinge, wo man sich manchmal fragt, warum tue ich mir den Scheiss eigentlich an?

    Also sich mehr oder weniger freiwillig morgens auf den Bock setzten und sich ca. 90 Minuten am Tag mit den Elementen rumschlagen. Na ja, und dann führt der Weg morgens auch noch zu 9 Stunden sinnloses vor Ort sein. Also für mich, sinnloses vor Ort sein.

    Dazu hab ich ein Gespräch mit meinem Bruder im Ohr, wir kamen natürlich zwangsläufig auf der Thema Alkohol, wo ich ihm direkt noch einmal sagte, das Thema Alkohol ist vollends abgeschlossen für mich. Und er, Profi-Party und Gesellschaftstrinker - auch beruflich dazu wohl irgendwie verdammt (4x beruflich Oktoberfest München mit Klienten), zollte mir zwar seinen Respekt, aber meinte, er könne das nicht.

    Und, auf dem "ich könne das nicht" bin ich lange noch drauf herum geritten. Und über die Tage hört sich mein Vorhaben auch echt nach einer Challenge an. Aber ob die Challenge dauerhaft positiv besetzt bleiben kann, find ich jetzt im Moment fraglich.

    Das Problem ist, ich versuche mir oft die negativen Einflüsse von Alkohol in das Gedächtnis zu rufen. Und im Endeffekt haben sie gerade die letzten Jahre bei weitem überwogen. Aber wie das so ist mit negativen Gedanken, sie verblassen mehr und mehr. Und das verblassen ist auch richtig so, sonst würden wir Menschen nie die Chance haben irgendein einschneidendes Thema zu verarbeiten.

    Um das mal auf den Punkt zu bringen, Achtung Trigger Warnung: Ich hab aktuell sowas von Bock mal wieder auf eine richtige Party zu gehen und mich dabei auch voll wegzupflastern, Leute kennen zu lernen, vielleicht auch mal wieder flirten, tanzen und alles.

    Wenn ich mal überlege, wann war ich das letzte Mal richtig ausgelassen weg? Boah, ewig her. Da meine Frau auch das genaue Gegenteil einer Partymaus ist, sind die Abende im Haus auch eher "gemächlich" um das mal vorsichtig zu sagen. Aber irgendwie hab ich so den massiven Drang mal wieder vollends aus mir rauszukommen, dass ich mittlerweile an den Punkt komme, dass nicht das ob sondern das wann die Frage ist.

    Und diesen Drang, den ich übrigens zu trinkenden Zeiten ebenfalls hatte, aber auch nie großartig so ausgelebt habe, wie ich das wollte, zu kontrollieren, ist sowas von dermaßen schwer.

    Ich stell einfach nur fest, aushalten ist keine Option mehr, ich brauch irgendwo ein Ventil. Das aber "gesund" zu finden, ist gerade echt schwer.

    Eigentlich wäre jetzt ein guter Zeitpunkt auf den Bock zu gehen und sich körperlich das angestaute mal abzustrampeln aber mit Männerschnupfen gerade keine gute Idee.

    Alles kacke gerade. So.

    Eine Sache würde in jedem Fall mal überdenken (Hinweis: Da bin ich vom Fach, wie man so schön sagt): Die Feststellung, dass man nach x Jahren unkündbar sei, ist letztlich eher eine Illusion. Es gibt zwar zunächst mal ein gewisses Maß an Sicherheit, aber, wenn man sich mit dem Thema auskennt, kann man als Arbeitgeber die schutzrechtlichen Klippen zumeist "umschiffen". Ich nenne hier nur mal als Stichwort: Umstrukturierung.

    Also erstmal, meine kleine "Glosse" ist bitte nicht zu ernst zu nehmen, dass ist mehr spitze Satire und Spaß als Ernst wobei auch ein gutes Korn Wahrheit drinnen steckt. Aber das Thema ist wirklich zu breit und tief, ich schreibe vielleicht irgendwann mal ein Buch zum Thema Öffentlicher Dienst & Bildung. Und da kann ich nur anmerken, Umstrukturierung, aber auf breiterster Flur, wäre so bitter notwendig, wird aber nie kommen. Wenn man das wirklich umstrukturieren wollen würde, da wäre Olafs "Wumms" aus der Bazzooka ein Fliegenschiss gegen.

    Aber egal, mir kommt jetzt mal was anderen in den Kopf und zwar was ernstes, gleichzeitig auch schönes und zwar:

    Wie mir ein Fahrrad half den Alkohol zu überstehen

    Ich hab unten im Sportthema über meine sportlichen Ambitionen geschrieben und so beiläufig geschrieben, dass das Fahrrad ein Grund, wenn nicht der Grund oder die Motivation gewesen ist, mit dem Trinken aufzuhören.

    Ich hatte zu dem Drahtesel eigentlich nie eine wirklich besondere Beziehung. Fahrrad halt, nutzt man mal am Sonntag oder auf dem Weg zur Kneipe, das war es. Aber, ich hatte eine Sache aus Kindertagen noch im Kopf und zwar die Erinnerung, mit meinen Eltern damals eine kleine Radreise gemacht zu haben. Und weil es schon immer ein bestreben von mir gewesen ist, mit der Familie lieber Dinge draußen zu verbringen als in der Bude, kam ich irgendwann mit der Idee um die Ecke, ein paar Tage unserer Urlaubes mit einer Radreise zu verbringen. Und das kam, trotz der allgemeinen, fehlenden Kondition aller Teilnehmenden, gut an.

    Es war sau anstrengend, es hat aber die Familie zusammengeschweisst und die Kinder hatten was zu erzählen. Es hat also richtig Spaß gemacht und ich kam so ein wenig auf den Geschmack.

    Irgendwann kam dann eine Kollegin zu mir und motivierte mich, bei einem kleinen, regionalen Wettbewerb mitzumachen um für das Klima Kilometer zu sammeln.

    Und weil ich mittlerweile auch einfach die Schnauze voll hatte vom sitzen im Auto und mein Körper mir auch die dementsprechenden Signale gab, fing ich auch damit an. Und bin dann fast jedesmal vom Rad gefallen vor Anstrengung. Aber irgendwie wollte ich das durchhalten, ich hab keine Ahnung woher die innere Motivation kam.

    Ein weiterer Baustein allerdings, so perfide das ist: Fährst Du Rad, fährst Du nicht betrunken Auto. Das heißt, die abendlichen Ausschweifungen wurden länger und, die Rückfahrten kann man direkt mit einem Feierabendgetränk einleuten. Also hat das Radfahren erst einmal dafür gesorgt, dass ich noch tiefer in den Strudel gezogen wurde weil die Barriere "Auto" nicht mehr da war. Und es gab so manche Morgende, wo ich wirklich mit amtlich schweren Kopf und vermutlich sehr hohen Pegel morgens um 6 Uhr auf den Bock gestiegen bin um zur Arbeit zu kommen.

    15 Kilometer mit ordentlich Restsprit im Kessel auf dem Bock zur Arbeit, dass muss man sich mal überlegen. Bescheuert. Einfach nur bescheuert. Ich habe mich Streckenweise richtig gegeißelt, im Herbst / Winter bei Regen und Sturm durch die Elemente gekämpft. Das ich mich hab vom Wetter abschrecken lassen habe, kam selten vor.

    Aber irgendwie war es ein Kampf gegen mich selber, ich hab das richtig ausgefochten meinen Körper zu knechten und zu erniedrigen. Und zudem habe ich mich damit auch dem Spott ausgesetzt, als "Bratwurst" in Radklamotten wurde ich auf der Arbeit natürlich schwer belächelt. Niemand nahm meine Ambitionen so richtig ernst.

    Auf dem Rückweg Bücher auf, "Endorphine an", als ich zu Hause ankam war der Pegel schon vorgelegt. Bedeutete auch, ich konnte mich / das Trinken zu Hause mehr verstecken. "Nützlicher Nebeneffekt".

    Was zu dem Zeitpunkt auch richtig rein kickte, was die depressiven Schübe. Und das war wirklich abstrus, ich liebe das morgendliche Erwachsen des Tages. Gerade im Frühling, wenn man in den Sonnenaufgang fährt, ich freue mich da jedes Mal wie ein Schnitzel drüber. Aber ich konnte mich nicht freuen. Man erlebt den schönsten Sonnenaufgang und man ist tief traurig. Und ich hab mich so oft in der Zeit gefragt, warum ich das nicht einfach geniessen, mitnehmen kann. Der schöne Sonnenaufgang hat mich tief traurig gemacht.

    Parallel dazu habe ich mich mit einem Kollegen angefreundet, der mich auf seinen Touren am Wochenende ab und zu mitnahm. Erst 20, 30,40 50......und als Highlight dann letztes Jahr 130 Kilometer als Spitze an einem Tag. Und ich hab so gemerkt, was möglich ist. Ich habe dann Geld investiert und mir ein hochwertiges "Gravelbike" geholt und dann war es endgültig um mich geschehen, diese Möglichkeiten auf einmal waren grandios.

    Aber, lange Radausflüge mit mir alleine waren immer begleitet mit Alkohol, so dumm das klingt. Dann braucht man nämlich nicht heimlich zu Hause am Samstag trinken sondern versteckt es wunderbar unter "Sport". Und mit dem Resultat dass sich körperlich überhaupt nichts änderte. Auf dem Telefon hab ich ein Foto von mir, quasi am Ende der Trinkerkarriere, ich als aufgequollenes Etwas auf dem sportlichen Geländerennrad. Boah sieht das scheisse aus, Junge Junge.

    Parallel zu meinen Ausflügen habe ich YouTube durchgeguckt und mir Radreisen angesehen. Fahrten zum Nordkap, Rundfahren durch Dänemark, Deutschland Cross, eine Umrundung von Island. Das wollte ich auch. Ich lag auf der Couch und träumte von diesen Abendteuern. Aber eines war sonnenklar: Das wird nichts. So lange ich an dieser blöden Flasche hänge, wird das nichts. Also, lag ich abends mit einem ordentlichen Brummkreisel auf der Couch, guckte mir diese Reiseberichte an und war natürlich tief traurig, sah mein Leben an mir sprichwörtlich vorbei ziehen.

    Tja, bis zu diesem Tag im März. 05.März 2023 um genau zu sein.

    Da habe ich mir sprichwörtlich und wirklich auch so gemeint, mein letztes, halbes Bier auf den Landungsbrücken in Hamburg rein gequält. Aus Pflichtbewusstsein war ich in Hamburg, eine ganz liebe Freundin von mir ist Musicaldarstellerin und ich hab ihr versprochen mit jede neue Show von ihr anzugucken. Und mir ging's so schlecht. Am Tag zuvor, das war ein Freitag, war ich natürlich beim Hockey und hab es da ordentlich krachen lassen und mit dem Kater der Hölle bin ich mit der Bahn nach Hamburg gefahren. Versprochen ist Versprochen.

    Und ey, die Großstadt, mein Zustand, die vielen Menschen, überall Fußballfans, ich konnte es nicht ertragen, mir war übel. Ich war den ganzen Tag einen Millimeter davor mich zu übergeben. Ich zwang mir ein Bier auf den Landungsbrücken rein, wartete auf die Endorphine, die aber gerade Urlaub machten. Ich aß sogar ein Fischbrötchen ich Idiot......

    Ich saß in dem Theater, zwei Stunden Show, ich war zwei Stunden damit beschäftigt den Darstellern nicht auf die Bühne zu ko.....en. Meine Freundin nahm mich nach der Show in dem Arm, durch ihr Parfüm wurde mir wieder massiv schlecht, der Weg zum Bahnhof, überall besoffene HSV´ler, die mich teilweise anquatschten, mit Fahne von hier bis Meppen. Eine 3 stündige Bahnfahrt in einem überfüllten Zug, mit Verspätung, ich bekam die volle Packung. Eine Ohrfeige nach der nächsten.

    Ich war einen Millimeter davor zu Hause anzurufen und zu betteln, mich möge jemand abholen. Ich habe mich noch nie so dermaßen zusammengerissen und gequält - gleichzeitig.

    Endlich zu Hause angekommen, bin ich nur noch ins Bett. Ich war fix und fertig. Binnen Minuten war ich eingeschlafen und nach 10-11 Stunden wurde ich wieder wach und war, warum auch immer, topfit.

    Ich hab mich auf die Bettkante gesetzt und mir gesagt: Das war's. Ein triumphales Finale nach einer langen Karriere. Mehr Zeichen, geht nicht. Wenn ich diese Chance, dieses Zeichen nicht nutze, wer weiß wo das hinführt, ob ich diese Chance noch einmal bekomme. Seitdem bin ich trocken. Und nicht nur trocken, ich habe mein Leben auf links gedreht. Ernährung, Sport, Einstellung.

    Und was hat das mit Radfahren zu tun? Ich weiß nicht wieviele Touren ich gemacht habe, sowohl in sportlicher Ambition oder als Wanderradfahrer.

    Eines der Highlights dieses Jahr war die Fahrt des Gendarmstien in Dänemark von Flensburg aus bis nach Dreiby, was mich hat in die Planung einsteigen lassen, nächstes Jahr mindestens 1 Woche in Dänemark zu radwandern. Dann habe ich mir die Lüneburger Heide in schönster Blüte "ergravelt", die Staffelteilnahme an einem Triathlon, die beinah Teilnahme an einem kompletten Volkstriathlon - eine Verletzung hat mich leider aussteigen lassen, einen neuen Kilometer - Höhenmeter Rekord im Deister und der Plan in den Herbstferien mit dem Rad auf den Brocken im Harz hochzufahren.

    Und dazu unheimlich viele und wunderschöne Sonnenaufgänge auf den morgendlichen Touren zur Arbeit, Schwimmeinheiten im Kiesteich morgens um sechs vor der Arbeit und ich habe ganz viel Geld ausgegeben für neue Klamotten, weil mir die Alten nicht mehr passen. Aber nun gut, durch die Abstinenz hab ich soviel Kohle gespart, da sind ein paar Klamotten locker drinnen.

    In diesem Sinne, schönen Sonntag!

    Meine Sportarten sind das Schwimmen und das Radfahren. Das Laufen habe ich mal für eine gewisse Zeit probiert, aber festgestellt, dass es nicht wirklich mein Ding war. Ich traue mich, jedem zu versprechen, dass er nach endgültiger Überwindung des inneren Schweinehunds den Sport nicht mehr missen will, wenn er die für ihn richtige Sportart gewählt hat.

    👍

    Ja, das ist wirklich so, das fühle ich richtig nach.

    Und das Laufen, ich mag es eigentlich wirklich sehr, deswegen bleibe ich an dem Thema auch dran, aber es ist wirklich nicht einfach das aufzubauen. Bzw. es Bedarf m.E. wirklich eines guten Trainingsplanes und Struktur, um laufen gesund aufzubauen. Das ist aus meiner Sicht nicht so einfach. Aber ich finde, es lohnt sich. Ich mag ja alleine die Herausforderung.

    Schwimmen wiederum fand ich immer doof, obwohl es ein perfekter, gesunder Ausgleich ist, aber seitdem ich das Glück habe richtig gute Tipps zur Verbesserung meines Schwimmstiles zu bekommen und ich mich mittlerweile rapide verbessere, fängt es an richtig Spaß zu machen. Ich konnte zwar eigentlich immer gut schwimmen, aber einen richtigen, effizienten Kraulstil hat mir niemand gezeigt, das hole ich jetzt nach.

    Und das Radfahren? Tja, man muss das ganz klar so sagen, ohne Radfahren hätte ich nicht mit dem Trinken aufgehört. Radfahren ist für mich mittlerweile mehr als Sport oder Fortbewegungsmittel sondern mein Anker geworden. Freiheit, Sehnsucht, Herausforderung, Urlau, alles zusammen. Das ist vielleicht ein echtes Thema für meinen Thread, das geht hier zu weit.

    Nur so interessehalber: Welchen Hintergrund haben diese 33 Stunden Regeneration, also wie setzt sich eine halbe Stunde intensiv laufen mit anschließenden 33 Stunden Regeneration zusammen? 🤔

    Da kannst Du die Leute von Garmin zu befragen, ich denke aber, die werden die genauen Formeln nicht herausgeben. Zum Einlesen aber hier:

    https://www.garmin.com/de-DE/garmin-t…/recovery-time/

    Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Brauch ich zwingend eine Fitnessuhr? Ich sag mal Jein. Je ambitionierter man dabei ist, umso hilfreicher ist so ein Device.

    Was aber wirklich ein riesiges Learning für mich war ist, wie wichtig die Regenerationszeiten wirklich sind und auch wie sehr der Fokus mittlerweile darauf gelegt wird.

    Ein weiterer Punkt ist, gerade für die Einsteiger: Die alte Regel nach man früher geknechtet wurde: Nur wer hart trainiert, kommt weiter! Auch das stimmt nicht!

    Bei Ausdauersportarten insbesondere gilt mittlerweile, 80-90% des Training findet im unteren Anstrengungsbereich statt. "Low Intensity" Training. Und wenn das mal keine weitere gute Nachricht ist, gerade im Einstieg muss man sich nicht großartig und massiv anstrengen, um Fortschritte zu machen.

    Also wenig Anstrengung, viel Pause ist der Schlüssel zur Fitness.

    Das das so einfach ist, hätte ich auch nicht gedacht, ist aber so. Wobei die Formel eigentlich lautet, je intensiver man trainiert umso länger die Pause. Also Schweiss zahlt sich aus. Aber zu viel Schweiss ist wieder nicht gut.

    Ich berichte mal kurz aus alten Trinkertagen, schon vor über 2 Jahren hab ich die Entscheidung getroffen das Auto stehen zu lassen und 95% meiner Arbeitsfahrten, 30 Kilometer am Tag, mit dem Fahrrad zu absolvieren. Nur gebracht hat es nichts. Meine Kondition blieb beschissen und das Gewicht schoss weiter nach oben.

    Unser guter Freund der Alkohol hat nämlich sämtliche Erfolge nahezu komplett kaputt gemacht. Seit der Abstinenz gibt es rapide, messbare Fortschritte.

    Übrigens, ein weiterer Baustein: Die Erfolge werden am Kühlschrank gefeiert. Aber auch das ist nicht so schwer, wer die leeren Kalorien durchs Trinken erstmal weggelassen hat, einhergehend mit den wohl unvermeidlichen Fressflashs, steht schon einmal verdammt gut da.

    Dazu hab ich passend übrigens eine Zahl: Festhalten: Unfassbare 342263 Kcal hab ich seit März, exakt nach nach 201 Tagen, NICHT konsumiert. Die Fressflashs bzw. die Curry Pommes oder die Chips am Abend sind da nicht eingerechnet.

    Ich leg das mal um, dass sind: 427!!! Pizzen an leeren Kalorien, die ich NICHT in meinen Körper reingeballert habe. Ich fall übrigens gerade vom Sofa wo ich das so spontan ausrechne. 427 Pizzen nicht gefuttert. Altobellie, wenn ich dann noch mal grob rechne wieviel Fett ich gleichzeitig seit der Zeit verbrannt habe.....

    Zitat

    Hab bezüglich Umsetzung von Vorsätzen/ Zielen mal gelernt, wie hilfreich sogenannte SMART-Ziele sein können. Könnte man hier vielleicht mal einbauen? 🤔 Was meinst du/ meint ihr dazu?

    Kenn ich nicht um ehrlich zu sein. Ggf. kannst Du das an anderer Stelle ja ausführen, das ist ja für andere Themen auch interessant.

    So, auf die gesparten Kalorien grille ich heute Abend Burger. Hab ich mir verdient :)

    Ich hab mir mal gedacht, ich mache mal ein neues Thema auf was mit Alkohol und allem mal so überhaupt nichts zu tun hat. Und zwar genau das Gegenteil beinhaltet nämlich: Körperertüchtigung oder Sport. Das ist nämlich ein wunderbarer Ausgleich zu ganz vielen Dingen im Alltag, egal in welcher Ausprägung man den betreibt.

    Und da ich genau weiß, wie es sich anfühlt, nur auf der Couch rumzuliegen und einfach mal gar nichts zu machen, mit den dementsprechenden Auswirkungen, kann ich nur sagen, runter von der Couch und ab dafür.

    Von exakt 0 Minuten Bewegung in der Woche, und das über Jahre, bin ich mittlerweile bei 435 Minuten angekommen, dass sind pro Woche rund 7 Stunden sportliche Aktivität. Und ich habe dazu einen Job mit 44 Stunden in der Woche, eine Familie und ein Haus mit Garten.

    Also das Argument "ich habe keine Zeit für Sport, denn ich hab soviel zu tun...."...stimmt nicht. Zeit ist nahezu immer. Keine Zeit ist einfach nur eine Ausrede.

    Und jetzt kommt das Beste, ich hab das nie so auf dem Schirm gehabt: Einhergehend mit der sportlichen Aktivität kommt nämlich die verordnete Ruhe! In Fachsprache: Regeneration.

    Das bedeutet, wer intensiv Sport macht, hat danach die Verpflichtung, faul zu sein. Und das nicht nur für einen halben Tag, sondern teilweise über Tage. Kleines Beispiel?

    Ich war vorhin intensiv laufen, exakt eine halbe Stunde. Und mir ist jetzt eine Sportpause verordnet worden von 33 Stunden. Das heisst, 33 Stunden faul sein oder aktive Regeneration. Das bedeutet Spazierengehen, ein bisschen schwimmen, vielleicht radeln, ein bisschen Yoga, oder auch einfach einen ordentlichen Mittagsschlaf halten.

    Auf jeden Fall: Kein Schwitzen.

    Also wenn das kein Deal ist, 30 Minuten Sport für 33 Stunden Faulheit, dann weiß ich auch nicht weiter. Und man tut sich auch noch was Gutes dabei.

    Also wen das nicht überzeugt....also, Sportklamotten aus dem Schrank holen und anfangen. Mit konkreten Tipps und einem kleinen Sporttagebuch komme ich sukzessive um die Ecke.

    Bis dahin!

    Okay, das war einfach Satire und Blödelei, sich selber nicht ernst und ein wenig auf die Schippe nehmen.

    Gut, ich merke das kommt Ggf. falsch an, dann lass ich das mal besser.

    Sonst wird Ggf noch eine Thema konstruiert was kein Thema ist.

    Also Fazit auf jeden Fall, mir gehts einfach gerade gut. Fertig ✔️

    Einen wunderschönen Gruß ins Wochenende,

    ich überlege gerade was ich erzählen könnte aber aktuell muss ich einfach sagen: Ich hab nix zum Thema Alkohol und Abstinenz. Es läuft alles seinen gewohnten, sozialistischen Gang. "Ekelhaft normal" quasi. Ich habe die letzen Tage noch nicht einmal an das Zeug gedacht. Nix, nada, niente. Weisses Rauschen. Neutrales Grau (8 % Grau, #808080), schweigen im Walde. Trügerische Ruhe, Ruhe vor dem Sturm?

    Bevor ich mich hier auf die Couch gesetzt habe um irgend ein Zeug in die Landschaft zu schreiben hab ich kurz in den Spiegel geguckt und festgestellt: Wow, wo kommt denn dieser gut aussehende Typ da her? Dann hab ich kurz auf die Uhr geguckt und festgestellt: Zu früh, Frau schläft noch, wenn du die jetzt weckst gibt es Ärger den ganzen Tag...Ärger wollen wir nicht, eigentlich das Gegenteil...egal. Also, leise auf die Couch, den ersten Kaffee des Tages trinken und gucken ob man sich irgendeine Suchtgeschichte aus dem Hirn quetschen kann.

    Apropos, Kaffee: Da hab ich was: Hab ich erzählt dass ich mindestens 1/2 Jahr keinen Kaffee morgens getrunken habe, weil mich der Kaffee tierisch bei Zigaretten getriggert hatte? 1/2 Jahr keinen Kaffee morgens. Unglaublich. Aber Seitennotiz, die Geschichte mit dem Kaffee, Kippen und dem Klo.....egal...ihr wollt das nicht wissen, also...es ist egal ob man Kaffee Kippen oder nicht, es geht trotzdem. So. Dann wisst ihr das nun auch. Wer weiss wozu man das Wissen mal braucht.

    War noch was? Doch! Jetzt fällt es mir ein, da war was: Junge Junge...(Mädchen, Mädchen), (he she it, das S muss mit).....

    Altobelli, auf der Arbeit war doch was: Maximale Aufmüpfigkeit. Da waren mal wieder so ein paar Vorfälle, die aber meine momentane, vorherrschende Tiefenentspannheit in keiner Weise tangiert haben. Sonst hätte mich der Scheiss auf den letzten Winkel einer imaginären Palme gebracht, mich tierisch aufgeregt, meinen Blutdruck hochgekocht....und ich hab einfach Nein gesagt.

    Meiner Chefin ist fast das Müsli aus dem Gesicht gefallen als ich einfach "Nein", sagte und meinen Rückzug aus einem doch so wichtigen Gremium mitteilte. So ein schönes Gremium nach Feierabend, wo man sich eh fragt, was macht man da und wo man eh von anderen Leuten - die man nicht mag - immer übersteuert wird und die, apropos Steuer, die Steuergelder zum Fenster rauswerfen und man eh nix dagegen tun kann.

    Chefin war sauer, ich war stolz, können kann sie mir nämlich nichts. Jetzt werden hier andere Seiten vom Honk aufgezogen. Da mir der Laden mittlerweile egal ist, ich gleichzeitig quasi den Status der Unkündbarkeit habe, kann man den Leuten auch mal auf der Nase rumtanzen, nach 15 Jahren.

    Und was soll ich euch sagen? Klingelt doch kurz vor Feierabend am Freitag, mein Kugelschreiber fiel gerade schon langsam zu Boden, rief die Chefin an und sagte: "Bitte......sie könne nicht auf mich verzichten...".....ich hab ihr gesagt, die Verbindung wäre schlecht, ich könne sie nicht verstehen, sie möge noch einmal anrufen......Sie rief noch einmal an und sagte: "Bitte"......

    Ich hab gesagt, ich überlege es mir, vielleicht, müsse aber los, schönes Wochenende.

    Und wo wir gerade beim Thema sind.....ach so, wenn jetzt die Vermutung im Raum steht, ich hätte was an der Murmel, und gar....was getrunken....Nö. An der Murmel vielleicht, ja da stehe ich auch zu. Aber ansonsten ist alles fein. Dachte mal so, ist ja mein Thread, mal was anderes muss her....oh meine Frau ist wach, muss los....;)

    Tschüss!

    Ich machte bei meiner Nikotinsucht die Erfahrung, dass es mir half, mich mit denjenigen zu umgeben, die noch rauchen mussten.........

    Ich brauchte das nicht, weil ich zuvor die Erfahrung beim Rauchstopp gemacht hatte.

    Es fällt mir wirklich schwer nachzuvollziehen, warum jemand, der aus einer Sucht aussteigt, ein Problem damit hat, dass andere die Droge (noch) konsumieren.

    So wie ich das sehe, ist der Ausstieg aus einer Sucht ein Akt der Befreiung. Und warum soll ich auf diejenigen neidisch sein, die sich noch nicht befreien konnten?

    Ich sehe das ziemlich ähnlich bis gleich. Und kann auch wirklich bestätigen, dass mir der Rauchstopp beim Trinkstopp auf jeden Fall geholfen hat. Der Rauchstopp war für 1-2 Wochen echt die Hölle. Dazu ist die Alkoholabstinenz ehrlich gesagt ein Spaziergang. Ich schiebe das auf die Verknüpfungen, die beim Rauchen deutlich mehr waren als beim Trinken.

    Ein weiterer Punkt, ich brauchte auch die Konfrontation. Beim Rauchstopp bin ich ein halbes Jahr lang mit einer Schachtel Kippen in der Tasche rumgelaufen, beim Trinkstopp über eine Woche mit einer Flasche billigsten Wodka in im Rucksack.

    Letzters war aus zwei Aspekten, einmal aus Angst vor dem überall beschriebenden, kalten Entzug, um dem "medikamentös" begegnen zu können und gleichzeitg auch als Grenze die ich mir selber gesteckt habe, da ich selber nie wirklich Schnaps getrunken hatte, dass ich, würde ich diese Flasche ansetze, wirklich ein "echtes Problem" hätte. Und das wollte ich mir beweisen, dass ich nicht soweit "unten" bin, das ich mir irgendwo eine billige Flasche Wodka an den Hals schraube. Nach einer Woche habe ich die Flasche dann ganz bewusst ausgegossen und weggeworfen.

    Was ein wenig länger stehen blieb, war mein "Getränkelager" mit den leeren und vollen Bierflaschen im Schuppen wo mein Fahrrad parkt. Das hab ich glaub ich 4-6 Wochen bewusst aufgebaut gelassen und habe jeden Morgen und jeden Nachmittag mein Fahrrad da geparkt und mir die Unmenge von Flaschen angeguckt. Und natürlich auch den Geruch in der Nase gehabt. Und ich hab mir jedes Mal gesagt, so ein Haufen Scheiss kipp ich mir nicht nochmal in den Hals.

    Nach den 4-6 Wochen hab ich dann meiner Frau gesagt, ich bin soweit und habe den Scheiss dann mit ihr zusammen entsorgt und sauber gemacht.

    Also im Grunde habe ich mich auch befreit. Das ist auch (mit) ein Grund warum ich nicht sagen, ich "verzichte" auf Alkohol denn da gibt es nichts zu verzichten. Außer, das klang ja schon an, der Verzicht auf manche Geselligkeit und Party, die automatisch Einzug gehalten hat.

    Als Kompensation hat dann sukkessive und mittlerweile sehr strukturiert der Sport bei mir Einzug gehalten. Mein Körper hat mir halt einfach das Signal gegeben dass er das will und ich habe diese Bewegung auch all die Jahre vermisst. Es ging einfach nicht, sich so zu bewegen und zu fordern.

    Aber so, ich habe nie gedacht, dass mit diese Struktur und Disziplin die ich an den Tag legen muss, so fordert und gleichzeitig auch so zufrieden stellt. Das ist schön zu erfahren finde ich.

    Zitat

    ese Sober-Bewegung ist mir persönlich in ihren Formulierungen too much, aber das heißt ja nix. Wenn’s anderen hilft, sich davon inspirieren zu lassen kann, dann ist das doch völlig in Ordnung. Oder?

    Wie immer gibt es extremistische Auslegungen, ich bin da der Mittelweg und tue was mir gut tut. Meinem direkten Umfeld das nun überstülpen zu wollen oder als "Messias" aufzutreten, liegt mir fern. Ich habe zwar eine Überzeugung aber ich bin zu alt dafür, mich da irgendwie als Leitfigur oder wie immer darstellen zu wollen. Wenn sich jemand angesprochen fühlt, ist das schön, wenn nicht, seine / ihre Sache. Ich mach das für mich und das ist mein Anker.

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    Und heute kann ich feiern und auch den Sonnenuntergng bei Saft geniessen. Ohne drüber nachzudenken, ob ich ein Problem habe oder mir hinterher irgendwelche Selbstvorwürfe zu machen. Genuss ohne Reue. Ich bin heute gefühlsmäßig da, wo ich mit dem Trinken immer hin wollte. Nur bin ich schon lange nüchtern.

    Mittlerweile bin ich oft an dem Punkt, schöne Dinge gar nicht begleiten zu müssen also im Sinne von Konsum von irgendwas. Ich hab zwar auch hochwertigste Limo zu Hause als auch auf der Arbeit, um mir mal was zu "gönnen", aber ich merke dass diese "Gönnung" eigentlich nicht mehr nötig ist. Das ist ja eine Art von Selbstbelohnung und ich bin aktuell aus dem Kreislauf raus, das zu müssen. Möglicherweise ist das auch nur eine Phase, keine Ahnung.

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    Für mich geht es viel darum, wie richte ich mein Leben nach der Sucht aus, was habe ich für Pläne. Dinge, die ich schon immer gerne machen wollte, mir aber immer die Sucht im Weg stand.....

    ....Menschen, die es wirklich ohne Qual geschafft haben, aufzuhören. Und ich muss dort nicht alles 1:1 umsetzen, aber ich brauche diese Hoffnung. Und es ist für mich kein Lifestyle, sondern eine Art ein zufriedenes, nüchternes Leben zu führen, was mir wirklich erstrebenswert erscheint und wie ich es auch immer mehr erlebe.....




    Richtig, so fühle ich mich auch und das ist eines meiner größten Motivationsbausteine. Ich hab das ja oben schon gesagt, deswegen kann ich die Abstinez nicht als Verzicht definieren sondern nur als Gewinn, weil es jeden Tag immer neue Möglichkeiten gibt sich zu entfalten. Wenn ich jetzt bsp. morgen zum ersten Mal nach der Saisonpause wieder zum Hockey gehe, guck ich mir in Ruhe das Spiel an, geh danach ins Bett, stehe um 8 Uhr auf und gehe erstmal - das Wetter sieht ja gut aus - eine Runde laufen um danach mit der Familie zu frühstücken. Ich empfinde das einen riesen großen Gewinn anstatt, wie letztes Jahr, um 6 Uhr das erste Mal mit Schädel wach zu werden und mich mit einem Bollerkopf irgendwann aufzustehen und mich durch den Tag zu quälen.

    In Summe habe ich soviel neue Qualitätszeit gewonnen, das ist echt schön.

    Und mit diesen Gedanken schärfe ich meine Abstinenz und Ausrichtung.

    VG!

    Ich kann Dir leider nur aus meiner Perspektive sagen, mein Umfeld hat eigentlich gar nichts in mir selber bewegt, ich musste mich selber aktiv für meine Abstinenz entscheiden. Einflussnahme, Druck etc. hätte / hat bei mir eher zum Gegenteil geführt, dass heißt, leider zu mehr Trinkdruck.

    Das war so ein ganz perfider Kreislauf in dem man sich da befindet. Ich habe zwar auch gewusst, was ich da mache, ist schädlich für mich selber und meine Familie, aber den eigentlich Hebel hätte niemand herleiten können.

    Das ist im Rückblick eine wirklich krasse Erkenntnis und leider auch eine schlechte Nachricht für Angehörige, Freunde von Trinkenden, dass sie eigentlich nur zugucken können :(

    Tut mir leid das so zu sagen. Die Entscheidung muss alleine aus Deiner Partnerin kommen.

    VG!

    Anstelle von Wein benutzen wir Traubensäfte zum Kochen.

    Im Restaurant achte ich nur auf die Klassiker, die üblicherweise gerne mit Alkohol gepanscht werden. Und wenn das Gericht nicht nach Alkohol stinkt, esse ich es auch, bislang in mehr als 8 Jahren ohne Probleme. Auch nasche ich schon mal am Tiramisu, das sich meine Frau gönnt. Sie mimt die Vorkosterin und signalisiert mir, wenn die Luft rein ist.

    Mich triggern auch Balsamico oder Essig nicht.

    Ich habe Bier und Schnaps gesoffen und nicht Bratensauce oder Essig missbräuchlich konsumiert.

    Das ist mein Weg, mit dem ich prima klar komme. Ich garantiere nicht, dass andere durch meinen Stil nicht getriggert werden können.

    Balsamico / Essig? Wieso denn das? Weisswein...Essig? Also soweit hab ich ja bei weitem noch nicht gedacht......okay, die KI meines Vertrauens sagt, da ist bis zu 0,5% Alkohol drinnen.

    Also, jetzt mal Butter (bei meine) Fische, also wenn mich eines niemals triggert dann ist das Essig. Und Literweise meine eingefrorene DemiGlace gelutscht für einen eventuellen Rotweinkick...auch nicht.

    Aber, da Du das ansprichst, geht das ganz ordentlich, Traubensäfte zum kochen? Ich hab da schon drüber nachgedacht, anhand der Jahreszeit war mir jetzt nicht nach Sauce kochen, aber funktioniert das ganz okay? Ich hätte jetzt bedenken wegen der Süße des Fruchtzuckers in Saft?

    Ich habe neulich Rippchen gemacht, die Sauce war immer basierend auf Weißwein, da hab ich Traubensaft genommen, aber den Honig, der auch hinzugehört, reduziert. Ich weiss jetzt ehrlich gesagt nicht so dass da ein Unterschied war.

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    Je besser du dich im Laufe deiner Abstinenz kennenlernst, je stabiler und ausbalancierter du dich fühlst, umso mehr dürftest du wissen, was du dir zumuten kannst und zumuten willst.

    Trotz frischer Abstinenz war ich auch schon damals beim Eishockey, ich meine ich hatte das hier auch erzählt, da war das Bier überall eigentlich nicht das Problem sondern eher die Ungewohntheit den Sport jetzt halt anders zu gucken. Das ist ja, m.E. die größte Herausforderung, die Lebensweise und die Gewohnheit umzustellen. Das "einfach nichts trinken" ehrlich gesagt empfinde ich nicht als das Problem. Aber die eigene Umstellung.

    Zitat

    Wein kommt mir nicht mehr ins Gulasch

    Bäähhh...Wein im Gulasch...ein gutes Gulasch braucht 50% Fleisch und 50% Zwiebeln und diese gold gelb. Nix Wein, wird sind doch nicht beim Boef Bourgindingsbums. ;)

    Mit Kindern im Haus hab ich eh wenig mit mit Alkohol im Essen gekocht. Außer die Saucen halt. Und halt mal Saltimbocca...wenn die Kids bei Oma waren ;)

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    Weil mich das Thema so sehr interessiert hat, habe ich mich auf die Suche nach Informationen über Rückfallforschung gemacht und bin zum Beispiel auf diesen Prof. Lindenmeyer gestoßen, auf dessen Erklärvideos ich immer mal wieder verweise. Demnach löst nicht ein Trigger allein einen Rückfall aus.

    Ohne das jetzt evidenzebasiert bestätigen zu können sagt(e) mein Gefühl mir das selbe. Ich denke, eine Abfolge von Dingen, quasi eine Kette, sorgt für den Rückfall. Da kommt eines aufs andere und manchmal so schnell hintereinander, dass man gar nicht gucken kann.

    Und eigentlich, ich denke das ist hier der falsche Thread, spannendes Thema, ist ja das wieder etwas trinken eine ganz bewusste Entscheidung. Ich hab das ja in in meinem Thread erzählt, der kleine Flash vorm Limoregal. Du musst, aktiv, die Büchse nehmen, dich an die Kasse stellen, bezahlen, rausgehen, öffnen und trinken. Das sind grob sechs bewusste Entscheidungen die man jeweils mit JA oder NEIN hätte beantworten können.

    Und je kürzer der Weg, desto höher das Risiko. Wie beim Saltimbocca. Ich probiere das, bin vielleicht getriggert. Dann muss ich aber auf den Keller warten, bestellen, warten, das Glas hochnehmen, trinken.

    Sehe ich das falsch oder ist bei "stärker süchtigen Menschen" (kann man das so sagen) dieser Impuls so krass, dass man so viele "Hindernisse" einfach übergeht?

    Ich meine klar, ich kenne den Impuls ja selber, es richtig ausgelöst hat es bei mir, wenn es, ja, sagen wir mal in der Birne angekommen war. Dann war es vorbei und die Kontrolle war weg. Ich hab soviel Momente gehabt wo ich durch Ablenkung durch den Alltag gar nicht zu dem Trinkimpuls gekommen bin. Ich hab mir nur am nächsten Tag wieder hingesteuert.

    Jetzt hab ich eine Barriere davor, die einfach sagt: Nö. Also ich lasse das gar nicht mehr zu diesem Impuls kommen, unterdrücke den, schiebe den weg, der wird einfach weniger.

    Ich würde mich aktuell so einschätzen, ein Rückfall bei mir wäre eine aktive Handlung mit vollem Bewusstsein. Zu Deutsch: Eigene Doofheit. Oder ist das zu einfach gedacht?

    Wie gesagt, ggf. falscher Thread, sonst kopier ich das zu mir rüber?

    Zitat

    Früher, auch als ich aufgehört habe, und in vielen Gruppen immer noch, hiess es, dass bei einem Alkoholiker schon geringste Mengen Alkohol zum Rückfall führen können.

    Das wurde mal untersucht und als AA-Mythos entlarvt.

    Ich habe so festgestellt, dass so gewisse "Mythen", woher sie auch immer kommen mögen, mich über die Jahre ziemlich geprägt haben und sich jetzt in der Reflektion heraustellt, vieles ist gar nicht so, wie immer gedacht wurde, oder es am Lagerfeuer transportiert worden ist. Ggf. bearbeite ich das nochmal in meinem Thread was ich konkret damit meine.

    Was ich auf jeden Fall erzählen wollte, ich war Anfang Mai in Brüssel, also ziemlich frisch in meiner Karriere als bekennder Abstinenzler. Und ich hatte mir dort vor Ort Moules marinieres bestellt und übrigens erst jetzt, mit dem tippen dieses Beitrags festgestellt, dass das Muscheln in Weißwein gewesen sind. Ich habe das überhaupt nicht mitbekommen.

    Dann, das ist eigentlich Inhalt dieses Beitrages, waren wir noch einmal essen und ich hatte mir beim Italiener Saltimbocca ala Romana bestellt und überhaupt nicht drüber nachgedacht, dass das in einer Weisswein "Sauce" serviert wird. Ich habe das erst beim Essen festgestellt und, aufgrund dieses "Mythoses" einen riesen Schreck bekommen, sodass mir fast die Gabel aus der Hand gefallen ist. Aber anstatt dass sich jetzt ein riesen Flashback eingestellt hätte und ich mir sofort 3 Flaschen Wein eingegossen habe, ist in mir einfach nix passiert und ich hab dann auch aufgegessen und es war alleines fein.

    Was mir viel mehr zu schaffen gemacht hat, Brüssels Altstadt ist ja traumhaft schön, dort ein paar Lokalitäten "aus Vorsicht" nicht aufzusuchen bzw. in der Stadt zu feiern, das war wirklich hart :/ Da abends dann noch mehr oder weniger alleine im Hotel zu sitzen.... na ja.

    Aber bedeutet das jetzt, man soll sich beim Essen bestellen was man will und das nächste Steak mit Cognac Sauce ordern? Ich denke, man sollte auf jeden Fall vorsichtig sein. Ich persönlich würde für mich ausschließen, dass meine geliebte Bratensauce, die mit viel Liebe und auch Rotwein gekocht wird, mich in irgendeiner Weise triggert. Was ein Problem wäre, wäre das kochen damit, also die geöffnete Flasche in der Nähe. Deswegen lasse ich das besser bzw. gucke gerade nach einer Alternative. Und auch ansonsten fahre ich lieber die Vermeidungsstrategie, ob ich das aber ein Leben bei solchen marginalen Dingen durchhalte(n) will, sage ich euch in 5 Jahren.

    Immer dieses "Gejaule", dass man sich dafür rechtfertigen muss, keinen Alkohol zu trinken.
    Na und?

    In unserer Gesellschaft gehört die Droge Alkohol nunmal zum Alltäglichen. Demnächst vielleicht auch Gras.

    Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein kann hier nicht schaden.
    Ich werde mich nicht dafür rechtfertigen, etwas zu tun oder nicht zu tun.
    Ich bin kein Veganer, ich bin kein Raucher, ich saufe nicht.

    Das kann jeder andere akzeptieren oder auch sein lassen, weil es nur mich angeht.

    Bassmann

    Gejaule finde ich vom Wording ein bisschen hart. Klar kann man mit der Einstellung "ihr könnt mich alle" durch das Leben gehen, aber es macht die Sache ja nicht besser, sondern schlimmer. Es sei denn ich lege es an es mir mit vielen Leuten zu vergrätzen.

    Selbstbewusstsein hat ja nichts damit zu tun dass man sich beschwert sondern im Endeffekt das man zu einer Entscheidung / Lebensweise steht. Aber, meiner Meinung nach, ohne Radikalität.

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    Wenn diese Menschen, die da kennst und magst, dich ebenfalls ernsthaft mögen, dann ergibt sich daraus wieder etwas. Wenn sich da nichts mehr ergibt, nun, dann haben sie möglicherweise gar nicht DICH gemocht. Das ist zwar traurig und tut unter Umständen nicht wenig weh, das zu erkennen, aber meines Erachtens sind sie einer Freundschaft dann auch nicht wert.

    Mal abwarten und Tee trinken, ich habe für mich jetzt beschlossen der Dinge ihren Lauf zu geben und mich soweit auf anders zu konzentrieren. Was kommt kommt, was nicht kommt, bleibt weg. Fertig.

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    Viel wichtiger als Begrifflichkeiten ist die absolute Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Ich kann nicht mit Alkohol umgehen und werde es auch niemals können.

    Was ich der womöglich fragenden Umgegebung erzähle, ist minder relevant. Es sollte nur wohl durchdacht und konsequent sein, sonst mache ich mich lächerlich.

    Ach so, krank? Wo bitte schön, bin ich denn krank? Das erschließt sich mir nicht. Bei ehemaligen Rauchern wird auch nicht von "Kranksein" gesprochen, zumindest ist es mir noch nicht aufgefallen. Nein, ich sehe mich als gesund an, von gewissen altersbedingten Verschleißerscheinungen mal abgesehen.

    Das hast Du sehr schön gesagt!

    Zitat

    Aber alles braucht eben seine Zeit und dass muss ich mir auch manchmal immer wieder sagen...

    Ja, da hast Du vollkommen Recht, ich muss mir das auch echt ins Gehirn zimmern. Gestern auf einer kleinen Tour hab ich mit meiner Radbuddy darüber gesprochen und wenn man das wirklich einmal runterbricht ist in den letzen paar Monaten, um genau zu sein, 196 Tagen, extrem viel passiert, dass gilt es auch erst einmal zu verarbeiten. Es hat vor Impulsen, Eindrücken, Veränderungen, Umstellung sowas von reingeschallert bei mir, ich glaub, ich brauche erstmal Urlaub ;)

    Ich bin ja nicht so der Fan jetzt von Herbst und Winter, aber es wäre wirklich vielleicht Zeit, das mal als Ausszeit zu begreifen, den Ofen anzumachen und ins Feuer zu gucken. Sprichwörtlich.

    Ach, endlich wieder Montag! Juhu

    Ich musste mich schon eine Weile nicht mehr dafür rechtfertigen, dass ich nicht trinke. Ich kenne das, was du beschreibst, aber durchaus. Juckt mich nicht mehr. Kennst du das Lied „Lasse Redn“ von den Ärzten? - Passt, oder?

    Das ist leider nicht so einfach. Bzw. höchstwahrscheinlich noch nicht so einfach. Da hängt ein soziales Netz dran, mit Kindern und das sind Menschen mit denen ich viel Zeit verbracht habe die letzten 10 Jahre. Und nein, es sind keine Saufkumpane sondern Menschen die ich auch außerhalb der Geschichte sehr mag.

    Bei einer Familie weiß ich es mittlerweile, dass dort eine Meidungsstrategie mir bzw uns, da bezieht die ganze Familie ein, gegenüber vorliegt.

    Denen gegenüber habe ich mit offenen Karten gespielt, das war glaub ich das einzige Mal dass ich das gemacht habe. Gleichzeitig aber hat der Mann dort selber m.A.n....ein massives Alkoholproblem. Aber auf dem gutbürgerlichen Dorfe sind regelmäßige Whiskeytastings bis zum Exitus Kultur, und nichts problematisches. Wobei ich an diesen selten bis gar nicht teilgenommen habe, das war mir selber immer zu heftig.

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    Nun, wenn ich das richtig verstanden habe, hast nicht nur du dich von diesem Trend inspirieren lassen. Könnte man das dann nicht als eine Art Weg auffassen? 🤷‍♀️

    Also die Entscheidung die Flaschen stehen zu lassen kamen aus einem anderen Beweggrund. Der Weg selber hat sich so für mich entwickelt, weil ich mich mit den bekannten Suchttherapieangeboten nichts anfangen konnte / wollte. Ich tue dem System möglicherweise ziemlich unrecht, aber für mich war der "offizielle Weg", über eine Suchtberatung, Klinik, was auch immer, nicht gangbar.

    Aber das entspricht meiner persönlichen Individualität. Und wir wissen ja auch, der alleinige Weg kann ein ziemliches Risiko darstellen und den alleine zu gehen kann auch ganz schön in die Hose gehen.

    Für mich war es bsp. undenkbar mit der Problematik zu einem Arzt zu gehen. Oder mein Leidensdruck für den Schritt war nicht hoch genug. Zum Glück, auf der anderen Seite, war der Leidensdruck nicht hoch genug, wer weiss denn, wo ich dann gewesen wäre in der Abwärtsspirale? Ich empfand mich aber schon ziemlich am Boden, wenn ich jetzt nachträglich noch überlege wie hoch meine Mengen gewesen sind und zwar in der Woche, alter Falter.

    Und ich habe ein riesen Problem damit mich als Alkoholiker zu bezeichnen und als Krank zu definieren, das Thema hatten wir ja schon. Dieses Akzeptanz war in meinem Kopf kilometerweit weg. Jetzt mittlerweile gebe ich der Definition mehr Raum aber eine Identifikation ist noch weit weg.

    Mein Antrieb war ein ganz anderer, ich habe da gesessen und mir die Frage gestellt, was ich erwarte ich eigentlich noch vom Leben. Was sind meine Träume, meine Vorstellungen, was möchte ich noch erreichen. Was ist mein Status Quo? Und dieser war eigentlich der, dass ich tag täglich schwer unglücklich gewesen bin. Und das ich eigentlich genau wußte, was ich da jeden Tag machte, ich aber keinen Exit sah. Und der einzige Grund, warum ich mein Träume und Wünsche nicht umsetzten konnte, war, das ich trank. Das war der einzige Hindernisgrund. Das Tor zu meiner erträumten "Entfaltung" war einzig und alleine nicht mehr zu trinken.

    Das Leben hat mir dann die Möglichkeit geschenkt, die Ausfahrt zu nehmen, von heute auf morgen. Ich bin nach einem extrem beschissenen Tag, der eigentlich ein schöner Tag hätte sein sollen und den ich mir komplett versaut hatte, aufgewacht und habe mir gesagt: Das wars. Ende aus, Schluss vorbei.

    Mein Körper hat quasi Jubelschreie gemacht und zum Glück nur positiv reagiert. Und dann hab ich mir überlegt, wie mach ich weiter? Einfach "nur nicht trinken" funktioniert bei mir nicht. Also hab ich da ein Projekt draus gemacht. Das Projekt Lebenseinstellung und Körperveränderung. Und das ziehe ich jetzt seit rund 200 Tagen durch und das funktioniert ganz gut.

    Mittlerweile habe ich 15 Kilo runter und einiges an Muskulatur aufbauen können und auch konditionell einiges aufbauen können durch strukturiertes Training. Eigentlich wollte ich vor ein paar Wochen als Meilenstein einen Triathlon absolvieren aber verletzungsbedingt musste ich den schweren Herzens absagen. Aber nun gut, gerade der Sport bringt mir unheimlich viel Erkenntnisse, weil man da nicht mit dem Kopf durch die Wand kann. Wenn man 45 ist, hat man halt einen Körper, der braucht viel Pflege und Ruhe. Und auch mental ist das ganze eine riesige Herausforderung und definitiv nicht immer einfach, ich hab da schon ein paar Rückschläge kassieren müssen, aber daraus lernt man ja, worauf man achten muss. Soviel Gewicht zu verlieren und solche Ambitionen zu haben in so kurzer Zeit ist schon "sportlich", im wahrsten Sinne. Das hinterlässt Spuren, aber das gehört zur Niederlagenbewältigung dazu.

    Ein Ziel nächstes Jahr ist vielleicht ein Triathlon in der olympischen Distanz, darauf arbeite ich jetzt langsam hin. Wenn meine Orthopädie es zulässt. Und mein großer Traum ist es einen 70.3 Ironman zu absolvieren, in 2-3 Jahren. Von der Säufercouch zum Ironman.

    Apropos, ich muss los...;)

    Bis später

    P.S.: Wenn du was über die Sober-Welle als möglichen interessanten Weg schreiben willst oder diese näher vorstellen willst, könntest du diesbezüglich einen Thread eröffnen. Vielleicht ist das ja für den einen oder anderen interessant. Ich persönlich kann damit nicht so viel anfangen, aber das heißt ja nix. Wie wir hier immer wieder feststellen dürfen, gibt es offenbar nicht den einen Weg, der für alle passt.

    Das ist kein Weg, dass ist ein Trend. Also dass sich immer mehr Menschen freiwillig dafür entscheiden, "Sober" also nüchtern als Lebenseinstellung zu leben. So wie vegetarisches oder veganes Leben etc.

    Ich glaube, wenn sich der Trend etabliert oder man diese Einstellung einfach mehr kommuniziert, würden mehr Menschen aus der Deckung kommen und sich hoffentlich für ein nüchternes Leben entscheiden, gerade weil sie vielleicht auch Schwierigkeiten haben, ihre Nüchternheit zu "rechtfertigen".

    Mir ist das mittlerweile schon öfter passiert, dass ich mich für meine Nüchternheit rechtfertigen musste. Und ich habe mittlerweile auch schon eine Art ja, Diskriminierung ist ein zu hartes Wort, aber die eine oder andere Einladung hat einfach nicht stattgefunden, weil man wußte, dass ich nichts mehr trinke. Die Gründe warum ich nichts mehr trinke, habe ich zwar nie an die große Glocke gehängt, im Endeffekt ist es auch meine Privatsache, aber ich kann mir durchaus vorstellen, wie es auf dem Dorf so ist, das geredet wird.

    Wie war das so schön? Alkohol ist die einzige Droge, für die man sich rechtfertigen muss, dass man sie NICHT nimmt.

    Nun ja, mal gucken. Ich find die Weg auf jeden Fall spannend :)

    Tag Zusammen,

    dann stelle ich mich auch einmal vor. Vor fast 200 Tagen, um genau zu sein 194 Tagen, habe ich meine persönliche Handbremse gezogen. Im Rückblick betrachtet war ich wirklich kurz davor mein Leben komplett in die Mülltonne zu werfen. Ich war gerade noch auf dem Grad, mein alltägliches Leben auf die Reihe zu bekommen, beruflich und privat, doch war der Alkohol schon soweit in mein Leben eingedrungen, das er kurz davor war, den Alltag komplett zu übernehmen.

    Eigentlich war ich ein typischer "Nach der Arbeit" Trinker, der sich quasi direkt nach dem Job eine Büchse aufgerissen hatte, bis zu einer gewissen Uhrzeit stramm den Pegel gefüllt hat um dann am nächsten Tag total angeschossen auf der Arbeit zu erscheinen, dort halt mehr oder weniger den Job zu. machen, um am Nachmittag wieder in den Kreislauf zu geraten. Na ja, und am Wochenende wurde dann natürlich deutlich früher getrunken mit dem Resultat, das Wochenendaktivitäten dann gar nicht mehr großartig stattfanden.

    Ich habe das zum Glück selber registriert in was für einem Kreislauf ich mich befand, schon ein Jahr vor meinem "Exit" fing ich subtil an, an mir zu arbeiten um einen Ausstieg zu finden, ein ganz wichtiger Impuls kam dann quasi Ende November 2022 und im März 2023, durch einen weiteren Impuls, zum Glück, konnte ich dann endgültig aussteigen.

    Rückblickend auf diese, zwar erst knapp 200 Tage, hat sich soviel um mich herum positiv verändert, dass ich mich quasi jeden Tag wie ein Schnitzel freue, was ich erreicht habe. Es gab auch einige Herausforderungen, gerade die Herausforderungen mit der eigenen Psyche, die mich auf die Probe gestellt haben. Und mein Motto ist:

    Eine Lebensweise, die von klarer Entschlossenheit, bewusster Präsenz, Selbstbewusstsein, persönlicher Entwicklung und den unzähligen Möglichkeiten neuer Abenteuer geprägt ist, übersteigt das bloße Aufhören des Trinkens bei Weitem.

    Grüße in die Runde.