Beiträge von Stilles Wasser

    Hallo rent


    Das JETZT ist ja seit Jahrzehnten schon die neue heilige Kuh. Während Worte von Jesus wie "Schauet die Lilien auf dem Felde ..." wohl nie verstanden und entrückt verklärt wurden tauchte Ende der Sechziger der erste Grossmeister des jetzt und hier auf. Richard Alpert, der in Indien von seinem Guru den Namen Ram Das bekam und seine Erfahrungen in dem Buch "Remember Now Be Here", deutsch: Denk daran sei jetzt hier, niederschrieb. Es wurde ein Renner bei der damaligen Hippie- und sonstigen Sucherscene. Auf diesen kleinen Kreis blieb das Buch auch beschränkt.
    Erst viele Jahre später erschien ein weiterer Grossmeister des jetzt und hier, Eckhart Tolle und sein Buch "Die Kraft der Gegenwart". Es erreichte mit Millionenauflagen den Mainstream. Es fühlt sich heute an wie ein kollektiver Durchbruch der westlichen Menschheit. Und das ist es vllt auch. Viele Menschen haben jetzt die Möglichkeit frei von "ererbten" Zwängen ihr wahres Potenzial wahrzunehmen, ihre Aufmerksamkeit nach innen zu richten und ihren echten Reichtum zu erforschen. Das ist ein echtes Geschenk.


    LG Brant

    Was war dann im Elternhaus? Schwer für mich es in Worte zu bringen. Eisige Leere vllt in der es keine Wärme und Freude gab! Dort wo die Unterstützung fehlte und nur Ermahnungen kommuniziert wurden. Funktionieren, das Lügengebäude des ganzen Wahnsinns mittragen. Das Fernsehen war der Ausdruck dafür um nicht kommunizieren zu müssen. Nichts zu unternehmen. Diese Kreativität war längst abgestorben, selbst rudimentär nicht mehr vorhanden, erstickt in der Flut aus Problemen und Sorgen. Die Ursache des Dilemmas wurde nicht angesprochen und angegangen. Hier fehlte die Einsicht um dann die dafür nötige Empathie entwickeln zu können.
    So einseitig programmiert ging ich dann ins Leben hinaus. Ich wurde nicht geboren sondern in die Welt hineingeschmissen wie man es auch benennnen könnte.

    Hallo Mojo


    Danke für deine Zeilen.


    Die Orientierung während der Jugend ist bestimmt ein Stück weit die Suche nach einer Vaterfigur. Bei mir war es zumindest so. Erst in einer Rückblende stellen wir fest wie Menschen uns förderten oder unterstützten. Eine Freundin meiner Mutter nahm mich oft auf Spaziergänge in die Natur mit. Da war ich vllt fünf Jahre. Mit einem Onkel und einer Tante konnte ich fast jeden Sonntag mit ins Schwimmbad mitfahren. Mein Onkel brachte mir auch das Schwimmen bei.
    Warum erwähne ich das so gross? Es waren die Momente wo ich spürte ich bin den Anderen auch etwas wert. Da steht jemand hinter mir. Gern hätte ich solche Momente mit meinem Vater erlebt. Doch da sind nur die Bilder wo er unerreichbar hinter der Wand aus Zigaretten und der obligatorischen Bierflasche zuhause war. Ich war etwa sieben Jahre als wir ins Krankenhaus fuhren und ich den Papa im Bett an vielen, vielen Schläuchen angeschlossen sah. was war da los? Niemand wollte oder konnte es mir sagen und ich blieb rat- und hilflos allein zurück. Möglicherweise können nur Kinder von Alkoholikern empfinden was solche Erlebnisse für das Seelenleben bedeuten.


    Damit will ich es für heute mal belassen. Es ist schon spät.

    Hitzige Debatte über Alkohol-Konsum in Deutschland | Markus Lanz vom 12. März 2024

    60.000 bis 70.000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen starken Alkoholkonsums. Während viele Menschen gegen eine Cannabis-Legalisierung aufgrund ihrer gesundheitlichen Folgen sind, wie etwa der CSU-Generalsekretär Martin Huber, werde in der Öffentlichkeit relativ wenig über die Folgen von Alkohol geredet. Zumindest, wenn man die Autorin Nathalie Stüben fragt, die selbst unter einer starken Alkoholabhängigkeit und besorgt auf den leichten Umgang mit Alkohol in der Gesellschaft blickt. Wird Alkohol in Deutschland zu sehr verharmlost?

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    Da ist ein Weg - keine einfache Autobahn

    Ich hatte das Haschisch entdeckt und kurze Zeit später das LSD. Schöne neue Welten, verborgen hinter geheimnisvollen Wörtern wie Schwarzer Afghane oder grüne Mikros taten sich da auf.
    Die Wirkung des Zeugs war ein Versprechen in einem Zustand der Ruhe und Glückseligkeit zu sein. Nur halt immer begrenzt.
    Ich verbrachte meine Zeit zumeist in einer Clique Gleichaltriger. Wir entwickelten Rituale was Kleidung, Bücher, Musik, Discofahrten, Konzerte oder Autostop betraf. Das liess uns etwas Besonderes sein. Was unser damaliges Alter betraf wo eine Abnabelung aus dem Elternhaus anstand ein durchaus normaler Vorgang.
    Letztendlich waren wir ja auch ein paar Farbtupfer in einer schlafwandlerischen Gesellschaft. Doch unser "stoned" sein machte uns immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Immer wieder kamen wir herunter und wollten die Realität dieses gewöhnlichen Zustandes einfach nicht wahrnehmen und akzeptieren.
    Meine damalige Liebe zur Literatur ist erwähnenswert da sie eins der wenigen Dinge war, die ich in der Zeit meiner Umkehr nicht über Bord zu kippen brauchte oder gar musste, wie ich das bei vielen sogenannten und als überflüssig erkannten Vorlieben der Fall war.
    Jack Kerouac mit seinem Unterwegs und Jerry Rubin mit Do it waren im Grunde nur Unterstützer um meine Besessenheit zu kultivieren. Dann war da noch Timothy Leary, ein Mensch der soviel in mir bewegte. Ich mag ihn und seine kompromisslose Art wie er lebte, noch heute. Doch für einen Süchtigen wie mich war er wohl nicht so der ideale Autor und Vermittler.
    In meinem normalen Alltag gab es keine Lebenden, die sowas wie ihr wahres Selbst verkörperten und mich damit erreichten.
    Es brauchte andere Zugänge. Jesus Christus wäre ein Kandidat gewesen. Doch die Gesellschaft hat ihn verklärt. Er erscheint als abgehoben und unerreichbar. Niemand von uns kann über das Wasser gehen. Ich hab´s leider probiert.

    So wurden mir die literarischen Eingänge wichtig. Herrmann Hesse. Der Steppenwolf.
    Irgendwie eine Identifikation, die meine innerste Seelenpein wiederspiegelte. Ein Sucher. Doch zum Stillstand gebracht hat das meine Begierden nicht. Dennoch blicke ich heute dankbar auf diese Zeit zurück da eine Saat gesät wurde, die es mir sehr, sehr viel später erlaubte sowas wie einen inneren Führer zu haben oder anders ausgedrückt im Alltag in einen Spiegel meines Menschseins zu blicken und zu erkennen das es auch mal einfach sein kann mich der neuen und ewig unbekannten Nüchternheit anzuvertrauen.
    Das ist Gold wert in den Zeiten der Dunkelheit.

    Der Alkoholkonsum in Deutschland gehört zu den höchsten in ganz Europa und scheint gesellschaftlich nicht nur geduldet, sondern auch erwünscht zu sein. Hat Deutschland tatsächlich ein Alkoholproblem?

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    Ich schau mich um und seh nur Ruinen.
    vielleicht liegt es daran dass mir irgendetwas fehlt.

    was ich haben will das krieg ich nicht
    und was ich kriegen kann das gefällt mir nicht.
    ich will nicht was ich seh ich will was ich erträume.

    Heute bin ich mehr zufällig auf diesen alten Refrain der Gruppe Fehlfarben gestossen und mir ist
    aufgefallen wie sehr ich mich in meiner nassen Zeit mit diesem Gedankenkonstrukt eines doch
    unauflösbaren Dilemmas aufgerieben habe.

    „Kein Freispiel drin“
    Wie könnte man nun „Paul ist tot“ interpretieren?
    80er-pop-protest.de

    Dieser Link ist eine überwiegend politische Auseinandersetzung mit dem Liedtext. Interessant um
    auf die Gesellschaft zu schauen. Doch was bringt es einem Individuum ausser der Rolle des Opfers
    oder der eines verbiesterten Zynikers.

    Ich warte auf die Frage die Frage wohin?

    Wohin ist einfach?
    Abstinenz ist nicht der Weg in den Himmel sondern der aus der Hölle. Das ist der kleine Unterschied.
    Ich hab mich auf den Weg gemacht und jetzt bin ich also für ein Jahr Mitglied im Club27-Abstinenca
    geworden. Wer hätte das gedacht.


    Paul ist tot

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    Ich schau mich um und seh nur Ruinen.
    vielleicht liegt es daran dass mir irgendetwas fehlt.
    ich warte darauf daß du auf mich zukommst.
    vielleicht merk ich dann dass es auch anders geht.

    dann stehst du neben mir und wir flippern zusammen.
    Paul ist tot kein Freispiel drin.
    ein Fernseher läuft taub und stumm.
    ich warte auf die Frage die Frage wohin.

    was ich haben will das krieg ich nicht
    und was ich kriegen kann das gefällt mir nicht.

    ich traue mich nicht, laut zu denken.
    ich zögere nur und drehe mich schnell um.
    es ist zu spät das Glas ist leer.
    du gehst mit dem Kellner und ich weiss genau warum

    was ich haben will das krieg ich nicht,
    und was ich kriegen kann das gefällt mir nicht.

    ich will nicht was ich seh ich will was ich erträume.
    ich bin mir nicht sicher ob ich mit dir nicht etwas versäume.

    10.05.2024
    Kampf gegen Sauftourismus
    Mallorca verschärft Alkohol-Regeln

    Die Balearen-Regierung will strenger gegen den Sauftourismus vorgehen:
    Künftig soll in den touristischen Hochburgen der Konsum am Strand und
    auf offener Straße verboten sein. Wer sich nicht daran hält, dem drohen
    hohe Bußgelder.
    tagesschau.de

    Antwort: "Ich trinke keinen Alkohol mehr, weil er mir nicht bekommt, ich ihn nicht vertrage und es mir ohne ihn bedeutend besser geht".

    Meine Antwort wäre kürzer. "Ich trinke keinen Alkohol". Punkt aus. Und auf ein wahrscheinliches Warum! "Es gibt Menschen die keinen Alkohol trinken und ich gehöre dazu". Punkt aus. Ich denke diese Antworten geben den Menschen, selbst wenn sie noch sehr jung sind, die Gelegenheit zu reflektieren und ihre Erfahrungen zu machen was es mit dem Alkohol auf dieser Welt so auf sich hat.
    Um den heissen Brei herumreden um des lieben Frieden willens an Orten und zu Zeiten wo die Kacke eh schon am Dampfen ist bezeichne ich einfach mal als coabhängiges Verhalten.


    Worte zum Sonn und Muttertag

    Kein Alkohol: Was bringt ein längerer Alkoholverzicht?

    Inhalte im Überblick

    • Warum ist ein Alkoholverzicht sinnvoll?
    • Was passiert beim Alkoholverzicht im Körper?
    • Studie zum Dry January: Wie sich ein Monat Alkoholverzicht auswirkt
    • Tipps: So gelingt der Alkoholverzicht
    • Nach der alkoholfreien Zeit: Dranbleiben lohnt sich!

      aok.de/alkoholverzicht

    Hallo Nekobasu

    Deine Soforthilfe schafft bestimmt erstmal ein angenehmes Klima für Dich und deine Kinder. Ob es letztlich hilfreich ist wird wohl niemand beantworten können. Ich selbst bin aufgrund meiner eigenen Erfahrungen eher skeptisch. Mir fehlt der Entschluss, die Entscheidung es zumindest mal ein paar Wochen oder Monate ohne zu probieren. Wenn hier eine konsequente innere Haltung nicht vorhanden ist dann ist der nächste Rutsch schon sogut wie vorprogrammiert. Ich kenne von mir diese eisernen Phasen mit einer kurzen aufflackernden Hoffnung, die jedoch bald wieder von einer bierseligen Wirklichkeit eingeholt wurde. Möchte aber nicht zu pessimistisch klingen. Wie gesagt wenn du die Energien für die Arbeit, Post sortieren, Wohnung säubern, übrig hast dann kann dich das auf alle Fälle stärken. Bei deinen Aktivitäten jedoch Erwartungen zu haben würde aber fast sicher in einer Enttäuschung enden.


    LG Brant

    Ich habe mich öfters dran versucht eine Erklärung für meine Wandlung vom Saulus zum Paulus zu bekommen. Vllt war das wichtig für mich im Kontext eines Sichtbarmachens meines alten Dilemmas. Auch wenn es immer unvollständig bleiben musste, da der Prozess der Loslösung weit über die Ebene des Verstandes, des Denkens hinausgeht.
    Irgendwann sagte mir dann diesbezüglich eine innere Stimme gehe aus deiner Geschichte raus und lass die ollen Kamellen ruhen. Ist für mich ideal da sich so die Vergangenheit mit den ganzen damit verbundenen hartnäckigen Identitäten auflösen kann und mir erlaubt mehr die Gegenwart, wie sie ist, wahrzunehmen.
    Betonen möchte ich jedoch das dieser Weg kein unterdrücken unangenehmer Gedanken und Gefühle darstellt. Zu bestimmten Gelegenheiten tauchen die schlummernden Reste aus den Tiefen meiner Seele auf. Es bleibt bei dem Grundsatz: hindurchgehen nicht drüber hinweg!
    Am ehesten bezeichne ich es heute einfach nur als Gnade für das was mir widerfuhr als die Nacht am tiefsten war.
    Abstinenz ist ganz einfach der Königsweg!

    Der Abbau von Erwartungen, Hoffnungen und Wünschen ist der Weg, der aus der materialistischen Komfortzone herausführt, in eine Welt, in der ich gut aufgehoben bin. Und die meine Bedürfnisse auch viel befriedigender verwirklicht. Ich bin plötzlich in einer Welt, die mich aufmerksam sein lässt für das Schönere im Leben.
    Man wird nicht erleuchtet durch die Lektüre schlauer Bücher. Es geht immer nur um die Frage, wie setz ich meine Erkenntnisse, meine theoretischen Erkenntnisse um in die Praxis. Wie werde ich lebendiger? Wie werde ich kreativer? Wie werde ich weniger automatisch? Wie erreiche ich, dass ich nicht dauernd auf Autopilot bin? Wie erreiche ich, dass ich nicht nur immer auf äußere Ereignisse reagiere und äußere Umstände, sondern kreativ aus eigener Energie, aus meinem eigenen Wesen, heraus handele und auch lebe? Das sind die Dinge, auf die es ankommt. Wenn Sie auf diesem Weg Fortschritte machen, und Sie werden Fortschritte machen, wenn es auch nur kleine sind am Anfang. Und außerdem gibt es auch viele Rückschläge, mit denen muss man sich auch von vorn herein vertraut machen.

    Jörg Andrees Elten

    Würdet ihr mit offenen Karten spielen und offiziell ankündigen, dass ihr euch beruflich ggf. neu orientieren würdet oder würdet ihr es heimlich machen?

    Die Begriffe mit offenen Karten spielen und es heimlich machen halte ich im Kontext deiner Suche nach beruflicher Neuorientierung für etwas deplaziert. Fakt ist das es einen Vertrag samt Kündigungsvereinbarungen gibt den Du erfüllst. Eine Offenlegung deiner Pläne gäbe doch nur böses Blut, weiter nichts. Und solltest du eventuell scheitern bewahrst du weiterhin dein Gesicht. Mir wäre das wichtiger als durch eine von mir falsch verstandene Ehrlichkeit das Gespött einer wie auch immer Belegschaft zu sein.

    Seit dem Marlboro Mann mit der Freiheit und Abenteuer Verarsche ist es weltweit zu einer Menge Bewegung bei all den ganzen Institutionen gekommen.
    Eine Konsumgesellschaft die einerseits alle möglichen Begierden füttert und auf der anderen Seite dieselben lenken will ist meiner Meinung nach nicht zielstrebig genug.
    Aber nichts für ungut. Die Bemühungen über die Jahre hinweg zeigen ja durchaus Erfolge. Siehe nur die rauchfreien Restaurants, Bahnhöfe, Ämter, Behörden und viele Orte mehr.
    Irgendwann werden wir ein Gefühl für die Ursache all der kollektiven Begierden bekommen. Mal schauen wo´s hinführt?

    8.04.2024
    Freigrenze 500 statt 200 Liter
    Lindner will Hobbybrauer bei der Biersteuer entlasten

    Gute Nachricht für Hobbybierbrauer: Nach Plänen von Bundesfinanzminister
    Lindner dürfen sie künftig 500 Liter Bier pro Jahr produzieren, ohne Steuern
    dafür bezahlen zu müssen.
    spiegel.de

    17.04.2024
    Gesetz nimmt wichtige Hürde
    Großbritannien will Zigaretten verbieten

    Wer heute unter 16 ist, soll nie legal Zigaretten kaufen dürfen: Das
    Mindestalter für Tabak soll in Großbritannien künftig jedes Jahr steigen.
    Vor allem die Regierungspartei diskutiert das sehr kontrovers.
    tagesschau.de

    Ruhe in Frieden Klaus

    Nur noch eine kurze Weile, dann bin ich von euch gegangen.
    Wohin, das kann ich euch nicht sagen. Wir kommen aus dem
    Nirgendwo, und wir gehen ins Nirgendwo. Was ist das Leben?
    Es ist der Lichtblitz eines Leuchtkäfers in der Nacht. Es ist der
    Atem eines Büffels im Winter. Es ist der kleine Schatten, der
    über das Gras huscht und sich im Sonnenuntergang verliert.

    Letzte Worte des Blackfoot-Häuptlings Crowfoot