Beiträge von Stilles Wasser

    Hallo CeBe


    Die Obdachlosigkeit war ja bei mir nicht sehr lang. Ca. drei Wochen bis zu dem Tag an dem ich dann bis heute aufhörte Alkohol zu trinken und die paar Wochen danach noch in der Notschlafstelle bis die kleine Wohnung dann da war. Diese Obdachlosigkeit war sozusagen mein Wecker der bimmelte und mir sagte: "Es ist Zeit aufzuwachen und sich dem Leben, wie es ist, also sozusagen nackt, zu stellen. Das Kartenhaus meiner Träume, Wünsche und Phantasien konnte einstürzen.
    Mit Obdachlosen heutzutage, es gibt ja immer mehr im reichen Deutschland, kann ich nichts anfangen. Ich weiss wo sie wirklich Hilfe finden können und denke jede Münze in ihren Becher verlängert nur ihr Leid.
    Das Buch "Der Penner" war vllt die grösste Unterstützung in meinem ersten Abstinenzjahr. Vllt war es diese schonungslose und gnadenlos ehrliche Art wie der Autor mit seiner Problematik umging, die mich bestärkte auch für mich einen Weg heraus aus der Sucht zu finden. Was jetzt nicht im Buch vorkommt, Thomas Steiger arbeitete die Jahre danach in der Suchthilfe. Solche Leute wie er werden da wohl dringend benötigt!


    Ich wünsch dir noch einen sonnigen und klaren Mittwoch.
    Brant

    Hallo CeBe

    Hallo, wie habt Ihr denn die erste Zeit nach dem Ausstieg erlebt?

    Es wird wohl bei jedem etwas anders sein, aber trotzdem gibt es sicher auch Gemeinsamkeiten.

    Es ist schwierig für mich den eigenen Weg hier auszubreiten. Nicht weil ich mich scheue darüber zu schreiben, eher um den Lesern nicht das Gefühl zu geben bei mir war / ist es ja doch nicht zu schlimm. Und diese zu lockere Einstellung der eigenen Alkoholproblematik gegenüber ist nicht gerade förderlich einen erfolgreichen Weg der Abstinenz, der Heilung zu beschreiten.
    Also ich war ja obdachlos und mein erster abstinenter Tag führte mich morgens vom Schlafplatz im Park in ein MacDonald Restaurant wo ich ausgiebig frühstückte. Dann ging ich in die Suppenküche wo ich duschte und mir neue Kleidung geben liess.
    Am Abend ging ich in die Notschlafstelle für Drogenabhängige wo ich die nächsten Wochen verbrachte. Bis ich halt über das Wohnungsamt eine Wohnung bekam.
    Die Notschlafstelle war tagsüber geschlossen und so hatte ich genügend Zeit auf einer Parkbank abzuhängen oder ähnliches und auf einen erlösenden Brief des Amts zu warten.


    Wenn ich heute auf die Leute schaue die am Anfang ihres Weges stehen fällt mir auf das sie oft den Fokus auf das legen was sie nicht haben und nicht auf das was sie haben. Und davon hätten sie unbefangen gesehen reichlich. Nur schätzt man diese Dinge oft nicht oder nur gering. Einen Tisch, ein Bett, eine Dusche zum Beispiel.


    Wenn ich mir diesen Aspekt so betrachte bin ich sehr, sehr dankbar wie es für mich gelaufen ist.


    Freiheit ist doch nur ein Wort dafür, wenn
    nichts mehr da ist, das man verlieren kann.
    Nichts ist zwar nichts, aber es ist frei.

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    PS.
    Unter anderem von AmSee13 , Greenfox , Gerchla und Susanne68 geschrieben ist bei den Artikeln ist eine kleine Zusammenfassung die das hier angestupste Thema vertieft.

    Teamwork
    10. November 2023 um 06:08

    LG Brant

    Vergangenheit warum?

    Falls ich überhaupt eine Vorstellung hatte wie Heilung ausschauen könnte dann vielleicht meine geleerten Bierflaschen zählen und etwas Bewegung um fit im Alltag zu sein.
    Trocken konnte ich mich exzellent um meinen Lebensunterhalt kümmern. Auch mit nur wenig Geld lässt es sich gut haushalten. Das ich jahrelang bei keinen Zahnarzt mehr aufsuchte war kein Problem. Es musssten zu Beginn viele Hälse verplombt und ein halbes dutzend Löcher gefüllt werden. Da war am Anfang eine kleine Terminserie nötig. Seitdem dann nur die halbjährigen Routinebesuche. Kaum mal etwas mehr.

    Saufdruck hatte ich nie! Wenn ich später von Leidensgenossen hörte das sie Schwierigkeiten hatten morgens eine Bäckerei oder einen Zeitungsladen aufzusuchen nur weil die Erinnerung zu überwältigend war. Sie hatten sich dort immer als erstes mit den kleinen Fläschen eingedeckt. Ich selbstverständlich auch. Doch trocken war für mich war eine Zeitung immer eine Zeitung und ein Brötchen ein Brötchen. Egal was da noch so alles angeboten wurde.
    Schlimme Träume blieben eine Ausnahme. Depressionen habe ich zu dieser Zeit nie eine Chance gegeben als dass sie mir ihr wahres Wesen hätten zeigen können. Zu sehr lehnte ich "Negatives" in meinem Leben ab. Sie passten nicht ins Bild vom coolen Macker. Es fiel mir auch leicht drüber hinweg zugehen. Es war einfach überwältigend ohne Alk zu sein und wahnsinnig viele Dinge wieder geregelt zu kriegen.

    Und trotzdem blickte ich wie das Kaninchen auf die Schlange. Der Schock sass einfach so tief. Warum nur, warum nur hatte ich meine beschissene Situation nicht erkannt? Da waren diese aberwitzigen Vorstellungen über mich selbst. Ich hielt mich für einen guten Schachspieler weil ich den Suppenküchencup gewonnen hatte und wusste wie die die ersten paar Züge aussehen mussten um Italienische Eröffnung genannt zu werden.
    Einen Alkoholiker würde sowas doch niemals interessieren. Also.

    Ich hielt mich für den Entdecker der neuen deutschen Küche. Knäckebrot, Ölsardinen und Schmelzkäseecken. Eine schlichte und einfache Kreation. Für die Zeit meiner Trinkpausen, Tage, manchmal bis zu zwei Wochen mixte ich mein eigenes Patent zusammen. Halb Cola, halb Apfelsaft. Ich nannte es Coap. Damit ging ich hausieren. Das ist mein Drink.
    Würde ein Alkoholiker sowas ... Gewiss doch nicht.

    Es waren alles nur Versuche dem Alk nur 10, 20 oder auch 50 % zu geben. Wo ich auch stocherte in diesen obskursen und lächerlichen Masken, nirgends entdeckte ich auch nur 1% eines Ich bin das. Mein Leben war vom Alkohol durchtränkt. Total. 100%. Ein erstmal ziemlich brutales Erkennen der eigenen Krankheit.

    Der Tabakkonsum blieb. Ich war Jahrzehnte Kettenraucher. Monate nach der letzten Flasche dachte ich mir wenn ich am Alk nicht verreckt bin dann geschieht`s wahrscheinlich mit Nikotin. Ich hörte auf.
    Es setzte solche Energien frei. Ich entdeckte z.B. kleine Läden, die mir vorher nie aufgefallen waren. Eine ganz neue Art der Aufmerksamkeit.
    Ich bekam das Bedürfnis einfach nur still zu sitzen. Es gelang mir nicht. Die Ameisen in meinem Hintern störten. Doch vorher wild tanzen (wenn der Hund mich anbellte war`s richtig) dann waren Geist und Körper nicht mehr so aufgedreht und es klappte.

    Ich beobachtete meine Gedanken ohne sie zu bewerten oder zu kommentieren. Wie auf dem Berg sitzen und der kleinen unbedeutenden Welt da unten zuzuschauen. Stille und Frieden stellten sich ein. Mein Süchtigenhirn griff natürlich nach der Erfahrung. Ich sass täglich.
    Dann immer in dieser wohltuenden Ruhe hinein tauchte dasselbe innere Bild auf. Die zugige Unterführung. Der Scenetreff. Was sollte das? Ich wollte es wegschieben. Schlicht und einfach nur meinen Berg zurück. War das zuviel verlangt?
    Ich hatte immer die Vorstellung das ich mein eigenes Selbst finden würde, wenn ich nur intensivst danach suchte. An einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit. Auf den obersten Steinstufen einer Mayapyramide am 21.Dezember 20xx. Haha.
    Schon vor langer Zeit hatte ich mal was gelesen das mir nicht mehr aus dem Kopf ging.
    Du bist es bereits. Denn was auftaucht wird auch wieder untergehen.

    So gesehen war ja meine ganze Suche überflüssig. Sinnlos. Ich akzeptierte das innere Bild - die Unterführung- den Scenetreff. Eine Junkiefrau war plötzlich mit einem Typen weg. Einfach so. Die Gier. Es war so abends gegen neun. So spät war hier niemand mehr. War mit ihren beiden Kindern allein am Treff. Der Junge noch im Kinderwagen, das Mädchen vielleicht fünf. Panik, Verzweiflung. Irgendwann tauchte die Mutter wieder auf.
    Dieses relativ emotionslose Eintauchen waren und sind mir wichtig. Es bereitet den Boden für eine umfassendere Versöhnung mit mir selbst. Denn auch als die Nacht am tiefsten - Ich war es bereits.
    Das Alte muss die Chance erhalten im Feuer des eigenen Bewusstseins zu verbrennen. Nur dann ist Raum, Raum, Raum für"s Neue.

    In einer Gesprächsrunde in der AA sagte ein Mann er versteht das ganze Gelabere um das ganze "Oh ich bin das arme kleine Unschuldslamm gar nicht". Da schrie ihn eine Frau an das das nichts mit Opferrolle zu tun hat und er solle einfach nur sein Maul halten. Und sie erzählte was, da blieb sogar mir hartgesottenen Hund die Spucke weg. Denn mich hat Gott sei Dank kein Elternteil an Fremde verkauft nur um die eigene Gier zu finanzieren. Das sind so die Facetten der Sucht.

    Nur heute

    Hallo AmSee

    Gewalt im häuslichen Bereich und in der Öffentlichkeit in Verbindung mit Alkohol hat schon eine sehr grausame Seite.

    Als ich so 2008 mir einen Computer leistete begann ich auch so kleine Geschichten meiner Karriere aufzuschreiben.

    Die Möglichkeiten knappe Erinnerungen später unkompliziert ergänzen zu können hatten da durchaus etwas für sich.

    Nur fragte ich mich immer wieder mal. War das wirklich ich?


    Einen lieben Gruss

    Brant


    Nähe Bahnhof

    Zum einen waren da die klassichen, reinen Schnapsler, irgendwie eine aussterbende Art, politox sein ist wohl die Zukunft. Zumeist waren es Männer über vierzig, kaum mal eine Frau mit dabei.
    Alle hatten mal geordnet mit Beruf, Frau und Famile angefangen und immer spielte beim Absturz der Alkohol die grösste Rolle. Job verloren, die Frau verprügelt, das Sparschwein der Kinder in die Kneipe gebracht. Mir kann das nie passieren hatten alle mal von sich gedacht, bevor ihre Abwärtstrip begann.
    Jetzt waren sie angekommen. Ihre Körper waren gekennzeichnet. Leere Gesichter. Die Spuren von Korsakow und dem Tremens. Faule schwarze Stummel in den Mündern. Sie tranken nur noch hart. Ausserhalb ihrer Gruppe hatten sie keinen richtigen Kontakt mehr. Die bevorzugten Todesarten: Leberzhirrhose, Bauchspeicheldrüse, Tod durch Erfrieren.
    Dann gab es noch die Punks mit ihren ganzen Ratten und Hunden. Sie suchten die Wärme und Liebe, die sie in ihrem Elternhaus, Patchwork oder Heim nicht kennengelernt hatten. Das schnorren und miteinander teilen bei teils sehr heftigen Strassenevents von Bier und bestimmten Mischungen, Besuche von Punkkonzerten gab ihnen ein illussionäres Gruppengefühl. Es war nicht sehr tief. Viele landeten bei harten Drogen.
    Und wir waren die Grössten. Wir tickten und checkten und liessen es uns gutgehen. Jeden Tag kamen die Sanis und brachten jemanden der grad als Medikamentenleiche rumlag auf Entgiftung. Am nächsten Tag war dieser Mensch wieder da und hatte was zu erzählen.
    Die ungeschriebenen Sceneregeln waren hart. Es gab da eine Abwechslung an der ich Gott sei Dank nicht beteiligt war. Häufiger gab es Schlägereien, wobei sich auch die Frauen hervortaten. Immer ging es um linke Dohlen, wie im Jargon das Nichtbezahlen von Vereinbarungen genannt wird. Umgehend war immer die Polizei zur Stelle und löste auf. Spassverderber.
    Im Winter drückten wir uns in eine windige Kaskade und tranken Bier das nur geringfügig wärmer als der Gefrierpunkt war. Dafür war das Bier im Sommer brühwarm und zum Kühlen war keine Gelegenheit, Der unbestreitbare Vorteil: es knallte besser.
    Bleiben die Toten, es waren weit über hundert die hier keinen Namen haben. Doch sie hatten Namen und Gesichter. Die meisten waren sehr jung. Einer war siebzehn, eine Andere achtzehn Jahre. Wir waren monate- und jahrelang am Treff zusammen, sprachen über unsere Wünsche, Träume und Pläne. Ich musste ihr Sterben abspalten um selbst nicht realisieren zu müssen das ich zu den Todgeweihten gehörte.
    Möge keiner glauben. Das kann mir nicht passieren.

    Erfahrungsbericht Stammkneipe

    Meine Stammkneipe war eine Ecke weiter.
    Da sie irgendwo zwischen Wohn- , Industriegebiet und Verbindungsstrasse lag war die Speisekarte weit über "Gulaschsuppen Bockwurst Käsebrot" Niveau.
    Es war ein älteres Gebäude mit so einem kleinen Vorraum wo ein Bestellfenster mit Klingel war. Hier hatte der Wirt mit Mitnehmgetränken, Schnellgerichten und Eiscreme ein paar zusätzliche Einnahmen.

    Im Gastraum gleich neben der Theke war der Stammtisch. Es war üblich beim Kommen dreimal auf den Tisch zu klopfen. Obwohl ich die Regionen von Rhein über Donau bis zur Elbe kennengelernt habe, weiss ich nicht ob das überall so der Brauch ist. Für ein anderes Ritual stand die Stammtischglocke zur Verfügung.

    Das Lokal öffnete um zehn Uhr. Immer zu finden war ein ziemlich origineller Rentner, der Mundartgedichte zum besten gab, zuweilen auch auf einer Mundharmonika spielte. Er ass hier jeden Tag zu Mittag und wenn er mal nach Hause ging hatte man eher das Gefühl das er sein Zuhause verliess.

    Da waren die Selbstständigen, die mittags ihren Laden zuschlossen und ihre zweistündige Mittagspause in der Kneipe verbrachten.Nach Ladenschluss waren sie selbstverständlich auch wieder da.

    Ein Arbeiter, der alleinerziehend war, brachte immer seine Neunjährige mit. Sie sass dann am Tisch bei Cola und Süssigkeiten und durfte die Musikbox füttern. Drück die Nr... hiess es dann immer. Der Nikotinrauch war zum Schneiden.

    Die Nebentische waren besetzt von Gästen, die nicht so oft kamen und abends von einer Werbekolonne, die in der Nähe ihr Domizil hatte. Ein ziemlich harter Haufen. Sie hielten den Pool besetzt.

    Eine meiner Besonderheiten war die Bezahlung.Ich konnte zwar eventuell an einem Pub vorbeigehen, doch wenn ich Blut geleckt hatte blieb ich auch bis zum Ende, sprich der Polizeistunde. Ich bezahlte im Lauf des Abends mehrmals. Vielleicht störte mich der Gartenzaun oder ich spielt unbewusst: Ich kann jederzeit aufhören.

    Viele vom Stammtisch spielten Dart. Ich nicht!?! Ich mochte die schnellen Hinrichtungen nicht. Alle paar Minuten eine Runden Schnaps. Es ist mir fast ein Rätsel wie meine Stammtischbrüder und -schwestern dann morgens mit Fahne an ihren Arbeitsplatz auflaufen konnten. Nicht einmalig sondern durch die ganzen Jahre ständig verkatert im Job. Das waren Arbeiten im Krankenhaus, Pflege der Patienten oder im Büro mit Publikumsverkehr.

    Fleischer kam eines Abends wütend an. Er hatte auf die Vorhaltungen seiner Frau so reagiert, das er dem lebendigen Zwergkaninchen den Kopf abgehackt hatte und die zuckenden Teile ins Zimmer schmiss. Er liess eine heulende, vielleicht fünfjährige Tochter und eine verzweifelte Frau zurück. Es war ihm egal. Der Wirt brachte ihm ohne nur gefragt worden zu sein: "Das übliche".

    Angehörige und Interessierte fragen oft, ob Alkoholiker ihre Wesensveränderungen und die Verletzungen die sie Andern zufügen nicht spüren können.
    Die Antwort meines Stammtischs wäre gewesen: Ja es war vielleicht ein bisschen hart, aber das hat sich die Alte mit ihrer Nörgelei ganz allein zuzuschreiben. So innig vom Stammtisch verstanden und etlichen Schnäpsen später ging Fleischer zurück in seine Wohnung wo immer noch Frau und Tochter waren ...

    Ich selbst hatte einmal in einer Zoohandlung Wüstenrennmäuse gekauft und auf den Balkon ausgesetzt. Ich konnte mit ihnen nichts anfangen. beliess sie ihrem Schicksal. Kümmerte mich nicht um sie. Wenige Tage später fand ich ihre Kadaver. Sie waren verhungert oder eher verdurstet.

    Jahre später.
    Nach der Phase "Ich will einfach nichts mehr saufen" , kam die Phase" Ich will leben". Doch wie sollte das funktionieren mit diesen ganzen Felsbrocken auf der Seele, die ich mir noch nie angeschaut hatte. Nicht mal wusste aus was diese abartige Finsternis überhaupt sein könnte.
    Die armen Kreaturen tauchten in meinem Geist wieder auf. Diese unschuldigen Mäuschen mit ihren grossen Augen. Ich spürte die Scham und Schuld, die Zeit als ich nicht da war als mich jemand brauchte. Verblödung und Arroganz. Das war es also was der Alkohol aus mir gemacht hatte. Einen erbärmlichen Gefühlskrüppel.

    Der neunte Schritt der Anonymen Alkoholiker:

    Wir machten alles wieder gut - wo immer es möglich war.

    Manch ein Scherbenhaufen, Trümmerfeld ist nicht mehr zu reparieren. Das ist halt so!

    Der Buntspecht ist heute wieder am Fenster. Wenn keine Nüsse am Fensterbrett liegen und er mich in der Küche sieht macht er sich mit einen typischen Schrei bemerkbar und wartet auf dem Zaun nur zwei Meter entfernt bis Erdnüsse serviert werden. Wir sind uns schon sehr vertraut. In den Bäumen beobachten mich die Eichhörnchen und der Kleiber.

    Guten Abend CeBe

    Jetzt steht das Glas wieder im Kühlschrank für heute Abend. Und dann ist Schluss.

    So hab ich das daamals mit dem Tabakstop nach einem Buch von Allen Carr gemacht und es hat funktioniert. Abends gegen neun Uhr habe ich die letzte Zigarette geraucht und bin dann noch mit dem Hund zu einem längeren Abendspaziergang aufgebrochen. Das war dann der Start zu einem aufregendem und gesünderem Nichtraucherdasein.
    Es hat mich etwas verwundert das du eine morgige Arbeit erwähnt hast. Weiter oben hast du ja dein Alter mitgeteilt und ich hoffe für dich das die jetzt Arbeit nicht unbedingt lebensnotwendig ist, sondern eher Hobby oder halt eine sinnvolle Beschäftigung. Job war für mich oft mit Stress und Druck verbunden und hinderlich in meinem Bemühen eine nachhaltigere Balance in mein Leben reinzukriegen. Das nur mal so nebenbei bemerkt.

    Ich wünsch dir alles erdenklich Gute für einen ambitionierten Wochenstart.


    LG Brant

    Hallo CeBe


    Es gibt ja keine Bestimmungen ob geantwortet wird oder nicht. Ich habe bestimmte Threads eröffnet wie diesen hier um das Forum insgesamt etwas vielfältiger und bunter mit zu gestalten und Nachrichten einzubringen die anderswo in der Presse, YT Kanälen und so weiter übersehen werden oder gar nicht registriert werden.
    Manchmal antworten die Leute wenn es für sie interessant erscheint, zuweilen entstehen sogar kleine Diskussionen doch meistens bleiben sie einfach das was sie sind, kleine Wellen die winzige Veränderung im Bewusstsein unserer Gesellschaft anzeigen.

    Es ging um diese gefährlichen Alkopops, die irgendwann in Mode kamen bei den Teenies. Gibt es das noch?

    Der Hype ist jedenfalls nicht vorbei. Wie in #32 gepostet ist geht der Bierkonsum in Deutschland zurück doch die bunten Dosen und was es sonst so noch gibt mit ihren süssen klebrigen Inhalt halten den Konsum und die begleitenden Folgen weiter oben.


    LG Brant

    25.07.2024
    Weltgesundheitsorganisation
    Europäer sind "die stärksten Trinker"
    Nirgendwo auf der Welt wird so viel Alkohol getrunken wie in Europa.
    Deutschland zählt laut WHO sogar zu den zehn Ländern mit dem höchsten
    Konsum weltweit. Wobei es deutliche Unterschiede zwischen Männern
    und Frauen gibt.
    tagesschau.de

    Hallo CeBe


    Ich sehe grad das du ein paar kleine Schwierigkeiten hast einen Beitrag einzubringen. Das ist nicht so schlimm. Am einfachsten ist es wenn du ganz nach unten scrollst in das freie Feld das für die Antworten da ist und nur schreibst was du halt so schreiben willst und dann auf Antworten drückst.

    Wenn du irgendwas technisches nicht so verstehst ist bestimmt jemand hier der deine Fragen präzise beantworten kann.

    LG Brant

    Edit: Sehe grade das du ja doch die Antwort #11 geschrieben hast!


    Die Bücher die ich gelesen hab werden heute nicht mehr aufgelegt. Sind nur noch im Antiquariat zu erhalten. So ist das mit dieser Art von Autobiographien. Das Beeindruckendste war das Buch: Der Penner von Thomas Steiger.

    Eine Rezesion bei Amazon:

    Ein Buch ,dass man nicht zur Seite legen kann.mir ging es auf jeden fall so,da ich Thomas aus früheren Zeiten als DJ kannte.man lebt richtig mit,u kann sich das nicht wirklich vorstellen.was ein Mensch aushalten kann!muss! Ein Schicksal ,das es leider nur zu oft in unserer zeit gibt.

    Ein vierzehnminütiges Video von Natalie Stüben aus Anlass ihrer achtjährigen Abstinenz vor ein paar Tagen.

    Ohne Alkohol: 8 Erkenntnisse nach 8 Jahren Abstinenz

    In diesem Video ziehe ich eine persönliche Bilanz aus acht Jahren Nüchternheit. Acht Jahre ohne Alkohol.


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    Hallo CeBe


    Mein Beileid für den Verlust, dem Abschied, vor vier Monaten.

    Ein paar Sätze sind mir aufgefallen.
    In eine Therapie will ich nicht, auch nicht in eine AA Gruppe. Die Hausarztpraxis hier im Ort ist keine Option, dort arbeiten Leute aus unserem Kleinstädtchen.
    Dann bleibt als Unterstützung ja nur das Forum hier oder eben andere anonyme Quellen wie eben Videos oder Bücher. Ich finde das völlig okay. Ich selbst hatte das erste Jahr meiner Abstinenz nur etwa ein halbes Dutzend Autobiographien von Autoren zum lesen, die lebendig beschrieben wie sie den Weg aus der Alkoholhölle gegangen sind. Nun das hat gereicht um mich zu stabilisieren und angstfreier mit mir selbst und mit der Welt umzugehen.
    Das Nichtbetroffene keine grosse Hilfe sind habe ich ebenso und oft erfahren. Da ist halt eine grosse Hilflosigkeit gegenüber dem Phänomen Sucht und deshalb war das: "Da hast du ja einen starken Willen" halt nur ihr Ausdruck des Respekts. Wie könnten sie auch nur erahnen wie es ist wenn man dem Teufel ausgeliefert ist und eins nach dem andern bechert bis nichts mehr da ist oder sich halt in den Schlaf gesoffen hat.
    Abstinenz ist für mich Gnade die für alle verfügbar ist die es wirklich wollen und am Ball bleiben wie man so schön sagt.


    Einen angenehmen Abend noch.
    Brant

    Hallo Haserich

    Du bist ja hier am 16. dieses Monats aufgeschlagen u.a. mit folgenden Sätzen:

    Nun sitze ich wieder da ... und bin planlos. So gehts auf alle Fälle nicht weiter.

    Das hat dich nicht gehindert noch für den Tag hinzufügen:

    Also mein Pegel ist heute 4 Halbe auf 8 Stunden verteilt.

    Am nächsten Tag kam dann das Weed mit in die Beiträge. Anscheinend hast du ja jetzt nur innerhalb weniger Tage einen neuen Lebensentwurf gefunden. Einen Weg der für dich gangbar ist. Das ich da jetzt nicht gratuliere hat einen Grund. Ich finde das geht halt alles irgendwie ein bisschen zu schnell. Ein Prozess wo ich nicht erkennen kann wo und wie sich die Erfahrungen allmählich setzen dürfen. Und Blitzheilungen stand ich schon immer skeptisch gegenüber.

    Wie siehst du das?


    Geschrieben von einem ehemaligen Kiffer, der zweieinhalb Jahrzehnte nicht erkannte oder erkennen wollte welch rosanen Wölkchen er doch letztlich aufgesessen ist.

    LG Brant

    L(i)eben mit Alkohol: Interview mit Christine Koschmieder

    In diesem aufrichtigen Interview gewährt uns Christine Koschmieder einen faszinierenden Einblick in das komplexe Zusammenspiel von Liebe und Alkohol. Sie teilt ihre persönlichen Erfahrungen und reflektiert über die Herausforderungen, wenn die Liebe zum Alkohol die Partnerschaft dominiert. Erfahre aus erster Hand, wie sie mit diesen schwierigen Situationen umgegangen ist und welche Erkenntnisse sie daraus gewonnen hat.

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    "Ich bin Alkoholikerin" - Interview mit Christine Koschmieder

    Alkohol begleitet Christine Koschmieder schon ihr ganzes Leben lang. Sie sah ihn lange als "den freundlicheren Partner" an. Sich von ihm zu trennen war nicht einfach und die toxische Beziehung hinterlässt tiefe Spuren, die sie als Mutter, Freundin und Partnerin formten. In diesem Interview erzählt sie, wie sie damals in die Sucht reingerutscht war, wie das Trinken ihrer Eltern sie als Kind (und bis heute) beeinflusste und über die Scham, die diese Krankheit mit sich bringt. Erfahre mehr in ihrem neuen Buch "Schambereich". Darin setzt sich Christine damit auseinander, dass sie körperliche Nähe nie nüchtern zulassen konnte. Sie erkundet, wie sich Intimität, Liebe und Sex ohne Betäubung erfahren lassen und woher ihre Angst vor Nähe eigentlich kommt.

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    Hallo CeBe


    Schön das du hier bist. Es gibt sicher einen Platz für dich hier im Forum. Der Wunsch nicht mehr zu trinken zu wollen ist oft der Punkt Zero von dem es aus in ein neues abstinentes Leben geht. Wie dahin gelangen? Die Erfolgsformel heisst das erste Glas stehen lassen. So reiht sich dann Tag an Tag, Woche an Woche und Vertrauen und Glaube an sich Selbst und die eigenen Fähigkeiten wächst und gedeiht in diesen Zeiten. Und wenn du hier aufschlägst wirst du dich auch mit Usern austauschen die noch nicht so lange trocken sind. Also erstmal ein gutes Ankommen hier.


    Lieben Gruss
    Brant

    20.07.2024
    Brandenburger CDU stimmt Sondersitzung zu Redmanns Alkoholfahrt zu
    Gegen den Brandenburger CDU-Spitzenkandidaten wird ermittelt, weil
    er alkoholisiert auf einem E-Scooter fuhr. Die Linke will prüfen lassen,
    inwieweit die CDU-geführten Ministerien in die Ermittlungen involviert
    sind. Die CDU stimmt der Sondersitzung zu.
    tagesschau.de