Ich möchte nochmal auf den Link eingehen den ich vor ein paar Tagen hier einsetzte. Ich finde die verschiedenen Geschichten einfach so wunderbar. Für einen Menschen der das Zuhören versteht gehen die Erzählungen sehr tief, berühren vielleicht sogar den ewigen Ort wo wir wirklich Zuhause sind, wo der Zweifel und die Sorgen verschwunden sind.
Heute habe ich mir die Episode 010 angehört. Wie bei all diesen Interviews passen sie vielleicht nicht so genau für jeden. Doch verdeutlichen wir uns dass hinter jeder Geschichte die Trostlosigkeit und Einsamkeit des alkoholischen Daseins deutlich zu spüren ist. Und das ist es doch was uns leider verbindet. Und vielleicht auch der befreiende Schritt heraus aus dieser elenden Hölle.
010 - Marions Geschichte: AA und Zen | Vom Trinken und vom Nüchtern werden
Marion erzählt uns von ihrem Aufwachsen mit ihren Eltern, die beide alkoholkrank waren, in einer Familie, in der kein Raum für Emotionen war. Als Kind war Spiritualität schon so anziehend für sie, dass sie Nonne werden wollte. Mit 7 Jahren inspiriert durch die Serie „Raumschiff Enterprise“ und vor allem Mr. Spock erfährt sie von Meditation. Sie besorgt sich als Zehnjährige eigenständig ein Heft darüber und fängt an zu meditieren. Jahrzehnte später wird sie zur Meditation zurückkehren. Sie kommt früh in Kontakt mit Alkohol, hat mit 12 Jahren ihren ersten Vollrausch und ein Leben mit Alkohol sogar am Arbeitsplatz wurde normal. Sie beschreibt das Familienleben und wie sich ihr eigener Alkoholismus entwickelte, obwohl sie das abschreckende Beispiel der Eltern vor Augen hatte. Als sie Mitte Zwanzig war, hörte der Alkohol auf zu funktionieren und wendet sich gegen sie. Depression, chronische Rückenschmerzen und Angstzustände zwingen sie zum Handeln. Welche Rolle der Dalai Lama und ein amerikanischer Zen-buddistischer Mönch in ihrer Genesung spielen, das erfahrt ihr auch in dieser Episode.
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