Beiträge von Paul

    Oje, was hat mich bis hierher geritten.

    Mehr wie "Oje" ... fällt mir da auch nicht ein, wenn ich deine Erzählung lese. Da kann man nur hoffen, dass es besser wird.

    Bin gespannt, wie und ob du dich einlebst. Wie sind deine Mitstreiter so drauf? Was tut man so mit dir, bzw. was darfst du/ihr dort tun? 👋

    Auch ich war vor kurzem auf einer Weihnachtsfeier, auch auf einem Markt.

    Jetzt schon ein paar Jahre trocken, macht mir die ganze Alkoholkosumiererei, um mich herum nichts mehr aus. Wird's zu heftig, also unangenehm, gehe ich oder erst gar nicht hin.

    In meiner frisch abstinenten Zeit war das völlig anders! Wie ansprechbar sind wir doch gerade auf optische Reize, kaum sah ich Alkohol, egal ob verschlossen im Supermarkt, trinkende Menschen in Filmen oder live trinkende Menschen (mit der Möglichkeit es auch zu tun), lösten bei mir eine Art Suchtdruck, ein Verlangen aus, es diesen Menschen gleich zu tun.

    Wie einfach sind wir doch gestrickt, was für Gewohnheitstiere sind auch wir, nicht anders wie jedes andere Lebewesen, wir sehen Futter (Lebensmittel), welches uns schmeckt und sofort denken wir an Essen, sehen Alkohol und sofort denken wir, das will ich auch, das ist angenehm, das macht Freude, das schmeckt, das haben wir so gelernt, meist schon in der Kindheit, das gehört zu unserer Kultur, das machen alle ... schau wie fröhlich sie dabei sind, das kann nicht schlecht sein.

    = darauf wurden wir trainiert, trainierten es uns selbst an! Ähnlich dem Pawlowschen Hund.

    Sich dieses Verhalten, diese Gedanken wieder abzugewöhnen, das dauert ... Wochen ... Monate und gelingt wohl nie zur Gänze, zu tief sind die Erinnerungen in unserem Gehirn eingebrannt. Ohne festen Willen/Glauben und einer stoischen Konsequenz, wird das auch selten gelingen ... dieses Vergessen, diese Verknüpfung Alkohol = positiv.

    Im ersten Jahr mied ich so ziemlich (fast) alles, was irgendwie mit Alkohol zu tun hatte, incl. jegliche Feiern - ja, ich war schwach, ja, ich war sehr leicht zu beeinflussen.

    Die Konfrontation, dem Alkohol mit einer gewissen Gleichgültigkeit zu begegnen, wagte ich erst nach ca. einem Jahr ... Stück für Stück wagte ich mich voran und gaaanz langsam gelang die Entwöhnung, auch die (Sucht-)Gedanken aus dem Kopf zu bekommen.

    "Geschmeckt" hatten mir alkohlische Getränke eh nur wegen der Wirkung, über die Jahre hatte ich mir dann einfach eingeredet, dass ich den Geschmack auch mag.

    Besser hätte ich es auch nicht schreiben können!

    Nach zwei ... drei Einheiten seiner Lieblingsalkoholika ist der Geschmack sowieso weitestgehend lahmgelegt. Auch ich kann diesen sogenannten Alternativen nichts abgewinnen, eher das Gegenteil ist der Fall, sie schmecken mir einfach nicht, vielleicht bin ich auch nicht in der Lage, mir einzureden, dass sie schmecken könnten - warum auch?

    Ich habe mich damals nicht an einem „Nie wieder“ orientiert, sondern an „Heute trinke ich nicht“. Mir hat das tatsächlich geholfen.

    Genau so ging's mir auch! Die SHG, welche ich besuchte, propagierte auch ständig dieses "nie wieder" ... mantraartig, das war definitiv nichts für mich.

    Ich appellierte an meine Vernunft, an mein Wissen, meine Erfahrung ... wenn ich 2...3 Tage ohne Alk auskommen kann, schaffe ich auch eine Woche, sogar zwei - ich brauchte den Aha-Effekt, dass ich es kann.

    Sogar ganz alleine !
    Was habt ihr anstelle des Alkohols ( in dem Moment ja das Bier, Wein 🍷 etc. ) anders gemacht ?

    Hallo ,

    auch ich trank in den ersten Tagen ... Wochen recht viel Tee, Wasser, besonders am beginnenden Abend, genau zu dem Zeitpunkt wo ich immer mit dem Bier anfing = langsam gewöhnte sich mein Körper, besonders mein Gehirn daran, dass kein Alkohol mehr kam.

    Zugegeben, das passiert nicht von heute auf morgen ... immer wieder ploppte der Gedanke an Bier oder etwas Alkoholisches auf - da half nur stur weiter Tee oder Wasser in sich hineinzuschütten, so hart wie's klingt, das muss man aushalten und sich daran gewöhnen und das braucht Zeit!!!

    Beschäftige dich! Fernsehgucken, Aufräumen, Socken stopfen, Sport/Bewegung, einem Hobby nachgehen ... egal was, Hauptsache du bist beschäftigt, dein Gehirn hat etwas zu tun und kommt nicht auf die Idee, jetzt ein Bier oder 🍷zu trinken.

    Auch entzog ich ohne jegliche Hilfe, ich glaubte an mich, nach zwei ... drei Tagen hatte ich mir bewiesen, dass es geht. Auch ich schleppte mich am Anfang von Tag zu Tag, dann von Woche zu Woche, doch dann wurde es immer leichter.

    An "nie wieder" verschwendete ich keinen Gedanken, heute nicht und maximal morgen nicht trinken, genügte mir völlig. Warum sollte ich mich zusätzlich unter Druck setzen?

    Keinen Alkohol mehr trinken, das war mein Ziel und da ist Stress, vor allem ihn sich selbst machen, kein guter Begleiter.

    Pause machen ist eine Sache für sich. Ich bin berufstätig und habe nur begrenzte Urlaubstage. Oft Krankheitstage haben wird in der Firma beobachtet. Also wie mache ich da denn die nötigen Pausen?

    Verzeih' meine Offenheit, doch du kannst nicht immer mehr oder Zusätzliches leisten ohne irgendwo Abstriche zu machen, zu machen müssen, außer du bist Mrs. Universum oder Superwoman oder gar ein Zauberer.

    Das klingt jetzt wie Klugscheisserei, bleibt aber doch wahr. Auch der Körper, die Biologie hat seine/ihre Grenzen und vernächlässigst du sie, ist es doch nur logisch, dass irgendwann, irgendetwas nicht mehr funktioniert oder kaputt geht.

    Grenzenloses Wachstum, grenzenlose Leistung, Wohlstand, Profit, Freude wird doch immer eine Illusion, eine Verdrängung der Wirklichkeit bleiben ... irgendwas, irgendwer leidet immer - egal wo!

    Wenn du immer bis zum Anschlag arbeitest, ob in der Firma oder privat, kann dich das zwar befriedigen, doch den Verschleiß bemerkt man doch! Auch was einem gut tut.

    ... ich früher bei Überforderung und Stress eben getrunken hatte um abzuschalten. Ich habe zum Glück erkannt, dass ich unbedingt eine Pause brauche.

    Genau, das ist doch das Problem. Man überfordert sich ständig oder gerät zu oft an seine Grenzen, an die Grenzen des Machbaren und will dem nur noch entfliehen und anstatt 'ne Pause zu machen, um erstmal wieder runterzukommen, wird weiter gemacht ... bis gar nichts mehr geht ... und dann "hilft" nur noch Alkohol, um das System Gehirn/Mensch herunterzufahren.

    Das "lernten" wir (Alkoholiker), das gewöhnten wir uns an - völlig ignorierend, das wir uns dadurch noch mehr schadeten, uns noch mehr unbelastungsfähiger machten.

    Wäre es da vermessen zu behaupten, dass unsere eigene Unvernunft, um nicht Dummheit zu sagen, die eigentliche "Krankheit" ist?

    Denn in Grunde wissen wir es ja.

    Ich möchte nichts verharmlosen,

    Wer die Möglichkeit, nicht die Wahrscheinlichkeit, eines Delirium tremens ausser Acht lässt, bewegt sich auf dünnem Eis.

    Ich, einst ein heftiger Säufer, entzog schlagartig, kalt ... mit Erfolg ohne ernsthafte Probleme, sieht man mal von dem Gedanken-/Gefühlschaos ab.

    Auch ich möchte nichts verharmlosen, nur zu Bedenken geben, was passieren kann, aber nicht muss.

    Entscheiden darf jeder selbst, welches Risiko er eingeht und (!) dass es nicht gerade von Nachteil ist, zu wissen was passieren kann.

    ... diese Sucht hinter mir zu lassen ...

    Erstmal: 💐

    und gleich die Frage, heute im Nachhinein betrachtet, war es wirklich so schwer?

    Ich wundere mich immer wieder, wie wenig mir heute (!) mein trinkendes Umfeld etwas ausmacht. Früher als der Alkohol noch ein fester Bestandteil meines Lebens war, lag es ausserhalb meiner Vorstellung - ich und jemals alkoholfrei ... heute ist es das Normalste der Welt.

    Ich will Tron100 Thread nicht zuscheiben, drum mach' ich hier weiter:

    Ist es in der Regel nicht so, das Alkoholismus, der Körper bis zu einem gewissen Punkt funktioniert? Dass die Betäubung funktioniert, wenn man vom angenehm berauscht sein schon lange entfernt ist? Von Genuss ist oftmals schon lange nicht mehr die Rede, im Gegenteil, man fühlt sich unwohl, gar schuldig und versucht, so gut es geht, seine Sucht zu verstecken ... mit mäßigem Erfolg - am Anfang.

    Bei meinem Vater wars nicht anders, mit ca. 60 Jahren hatte er ein Stadium erreicht, mittlerweile mind. eine Flasche Hochprozentiges, manchmal auch mehr, soff er sich so durch den Tag, mehr schlecht als recht, auch Lieferdienste machten es möglich.

    War er nicht zu besoffen, funktionierte die Motorik, zwar leidlich, doch sie funktionierte, div. Schrammen/kleinere Narben am Körper zeigten, das es oft nicht der Fall war. Auch die Nahrungsaufnahme funktionierte ... manchmal, zum Überleben genügte es.

    Dann, irgendwann (ganz langsam) versagten die Beine, immer öfter, nicht weil so betrunken, sondern weil sie einfach gefühls-, koorinationslos wurden (Polyneuropathie), div. andere Organe/Körperteile folgten.

    Lange Rede, kurzer Sinn: den Verstand, Vernunft, Empathie oder wie immer man es sonst nennen will, war schon lange versoffen (wohl irreparabel?), dann folgte der Körper, so nach und nach ... das ~ letzte Jahr seines Lebens im Rollstuhl sitzend, konnte er gar keinen Alkohol mehr trinken (Würgereiz, sofortiges, blitzartiges Unwohlsein), siechte er so dahin, hin und wieder gepflegt von einer Privatperson, das zog sich so über 10 Jahre hin ...

    ... das ist schon erstaunlich was so ein Organismus alles aushält, wie lange er so einer permanenten Vergiftung trotzen kann!

    Mitnichten ist ein sorgenfreies, gesundes Leben ohne Alkohol garantiert. Aber eines ist sicher: mit Alkohol wird's garantiert nicht besser.

    Ich könnte alle Problem, mit einen Schlag lösen und das nur mit 5,49 € pro Tag.

    Hallo Tron100,

    Du könntest alle Probleme betäuben, damit magst du Recht haben, ebenso könntest du in eine komatöse Ohnmacht fallen, dann wären auch alle Probleme "weg".

    Doof nur, wenn man immer wieder erwacht, aus seinem Koma! = das klingt jetzt sehr lax und viel zu unernst, doch daran leiden oder litten doch so viele Betäubungssüchtige.

    Bei mir war's nicht anders, von Genuss war schon lange nicht mehr die Rede (bei mir)!

    Auch ich "schaffte"eine Flasche Wodka, zwar hätte eine halbe Flasche genügt, um mich gänzlich zu betäuben, doch auf Grund meines "Trainingszustandes" trank ich eben weiter ... bis die Wirkung einsetzte, mein Totalausfall, meine Ohnmacht/Schlaf.

    "Altwerden ist nichts für Feiglinge." ... diesen all zu oft belächelten Spruch, kann ich nur zustimmen, ich der jetzt auch alt wird/ist.

    Auch mein Leben wurde, nun alkoholfrei, nicht plötzlich lieblich, zufrieden und angenehm. Alle nicht-alkoholischen Probleme blieben bestehen, auch jegliche Unzufriedenheit!

    Die größte Herausforderung war für mich, mit diesen, bisher immer weggesoffenen Gefühlen zurechtzukommen, sie zu ertragen, anstatt ihnen durch Betäubung ständig zu entfliehen.

    Zugegeben meine Gesundheit (wohl bei jedem etwas anders) verbesserte sich merklich, zwar dauerte das seine Zeit, doch da passierte etwas. Auch konnte ich nach 40 Jahren Alkoholkonsum keine Wunder erwarten, zumal die letzten zwei Jahre meiner Saufzeit arg heftig waren.

    Hallo Tron100,

    auch mir sind diese Zweifel (ob ich es schaffe) wohlbekannt!

    So doof wie's klingt, doch das vergeht mit der Zeit. Manche brauchen Wochen, ich brauchte wohl Monate (?), doch so nach und nach verblasst "diese Sucht", dieses in Erwägung ziehen, Alkohol trinken zu wollen/müssen.

    Man vergisst es einfach, so wars bei mir jedenfalls.

    Selbst nach einem Jahr ploppte plötzlich die Idee auf: "jetzt ein Bier" (Belohnung) - ich saß im Bus und war auf dem Heimweg. Zu Haus angekommen, mein Weg führte am Supermarkt vorbei, bemerkte ich ... das Bier (zu kaufen) hatte ich völlig vergessen!

    Bin ich da ein Einzelfall? Ging es nur mir so?

    Zufrieden abstinent bin ich nicht, dafür habe ich noch zuviel Baustellen.

    Hallo Tron100,

    so richtig ... gänzlich zufrieden mit allem ... immer, wird wohl eine ewige Illusion bleiben.

    Auch ich benutzte Alkohol immer als Einschlafhilfe, besser als Betäubungsmittel, denn etwas anderes war es nicht. Es half bei so ziemlich Allem ... Einschlafen, Schmerzen, Grübeln, Zweifeln, Ängsten etc.pp. = einer Ohnmacht ähnlich, konnte ich alles "wegzaubern"/betäuben - nur Mist, am nächsten Tag war alles wieder da - ich erhöhte die Dosis und schon war's wieder weg/ ich betäubt.

    Ungeachtet dessen, dass ich meinen Biorhythmus gänzlich störte/veränderte, an dieses Gift Ethanol gewöhnte, hatte ich mit Beginn meiner Abstinenz ein Problem, nicht nur gedanklich, auch mein Körper musste sich an all die nun auf mich einströmenden Reize gewöhnen, welche ich vorher betäubte, plötzlich wurden div. Botenstoffe ausgeschüttet, die ich erst jetzt, nüchtern bemerkte, Zellen, Rezeptoren, mein Gehirn war völlig überfordert!!

    Nach vielleicht einem viertel ... halben Jahr normalisierte sich mein Schlaf, ganz langsam. Nach ca. einem Jahr konnte sogar durchschlafen, ungeachtet der üblichen Pinkelunterbrechungen, doch 6 ... 8 Stunden Schlaf kamen immer öfter vor und sind mittlerweile regelmäßig. Einschlafen war bei mir, schon von Kindesbeinen an, immer ein Problem - körperliche Aktivität, viel autogenes Trainig half.

    Die "anderen Baustellen" blieben, ungeachtet des Alkohols. Dafür musste ich andere Lösungen finden!

    ... "zufriedenes, nüchternes Leben" ... auch ich konnte anfangs nichts damit anfangen, bis ich die Aussage relativierte in "zufrieden nüchtern/alkoholfrei", dass ich also damit zufrieden bin, dass ich keinen Alkohol trinke und nicht mehr ständig hadere, gequält von Suchtdruck oder den ständigen Gedanken mir würde etwas genommen, ich müsse verzichten.

    = gelassen (zufrieden) Alkohol einfach stehen lassen zu können, ohne dass sich irgendetwas in mir rührt!

    Zugegeben, das dauerte eine Weile bis ich diese Gelassenheit erreichte, es bedurfte wochen-/monatelanges Training, auch div. Konfrontationen mit Situationen in denen ich früher zum Glas griff oder gleich zur Flasche.

    "Das Leben" (um mich herum) blieb so wie es ist, nur meines veränderte sich, sehr merklich zum Positiven ... zwar sehr langsam, jedoch es tat es. Es blidete sich ein Bewusstsein ... was tat ich nicht alles im nicht nüchternen Zustand, wie viele Fehlentscheidungen traf ich, wie oft fühlte ich mich unwohl, hatte ein schlechtes Gewissen, wie oft verdrängte ich all dieses, immer wieder ... mit Alkohol?

    Die Liste war beträchtlich. Heute, schon einige Zeit alkoholfrei, muss ich mir immer wieder eingestehen: was war ich doch für ein Vollpfosten!

    Was auch nicht so leicht ging, wie dein Beitrag hier suggeriert….

    Auch du hast, wie du selbst gestern in deinem Thread geteilt hast, „ein paar Runden gedreht“…

    Das es leicht ging habe ich nie behauptet, das Gegenteil war der Fall!

    Einfach ist nur: trinke keinen Alkohol und du bekommst keinen Rückfall.

    Wenn du (man) natürlich "gern" alkoholfreies Bier trinkst, ist es natürlich nicht aufgeschlossen, dass man auch mal ein Bier mit Volumenprozenten erwischt, es in der Gaststätte verwechselt wird, beim Grillfest oder sonst wo.

    Für mich ist Bier Bier, Wein Wein und Schnaps Schnaps - ganz einfach! ... der Anblick, die Erinnerungen, der Geschmack und die dadurch hervorgerufenen Erinnerungen bleiben wohl ewig wach. Manch einem scheint es zu gelingen, diese Verknüpfung zu lösen.

    Mir gelingt das nicht! Wenn ein Bier nach einer bestimmten Zeit keine Wirkung erzielt, verliere ich schnell das Interesse an Bier, ebenso ist's bei Wein oder Schnaps, Coktails etc..

    Klar, kann man über Geschmack streiten - soll man doch, doch ändert das nichts an der Tatsache: kein Alkohol = kein Rückfall!

    Wer vor den ~0,1 Promille einer überreifen Banane (ca. 100g) Angst hat, vor der Mozartkugel, der Rumkugel etc. sollte diese Produkte meiden!

    Es gibt so viele (ober)gärige Lebensmittel die geringe Spuren von Alkohol enthalten bzw. enthalten können ... im Promillebereich, die von vielen gar nicht bemerkt werden und die weder Suchtdruck, noch allergische Reaktionen auslösen, wir es nicht einmal bemerken, weil wir es eben nicht wissen oder wissen, das diese minimalen Spuren völlig unbedenklich sind. Auch individuell reagieren wir verschieden.

    Manch einer bekommt schon 'ne Krise, wenn er ein Bier-/Weinglas sieht, ein Anderer wird kribbellig bei bestimmten Gerüchen oder dem Hauch eines Geschmackes - das funktioniert bei jedem anders!

    Das muss doch jeder für sich selbst herausbekommen und darf dann entscheiden, ob er es meidet oder toleriert = da gibt's kein Veralgemeinern.

    Wer mit 0,0% Bier glücklich wird, sollte es tun, wenn ein Nichtfleischesser seine vegetarische Bratwurst liebt ist, doch auch alles o.k.. Auch gibt es nicht immer den einen Trigger, den einen Auslöser!

    Wir sind alle so unterschiedlich, reagieren so unterschiedlich - sollte man das nicht erkunden und sich dann dementsprechend verhalten, damit man zufriedener wird?

    Vom Suff loskommen braucht Zeit ... Wochen, Monate, Jahre - da gibt es keine 100%ige Garantie.

    Nur eines ist sicher: kein Gift = keine Vergiftung.

    ...Da war Alkohol drin. Fand das eklig vom Geschmack. ...

    Aber so einen richtigen Schluck von einem alkoholischen Getränk wäre für mich schlimm. ....

    Weiß jetzt auch nicht ob man von einem Schluck wieder rückfällig werden kann.

    Wenn du jetzt wieder einen Schluck deines Ex-Lieblings-Betäubungsmittels trinken würdest, ginge es dir wohl ähnlich ... es schmeckte unangenehm, eine berauschende/betäubende, euphorisierende Wirkung gleich null.

    Vor ca. 18 Jahren, ich hatte gerade ein alkoholfreies Jahr hinter mir und meinen Führerschein wieder, schmeckte das erste Bier ganz und gar nicht, auch das zweite war nicht gerade lecker, ab Nr.3, die Geschmacksnerven waren mittlerweile betäubt, war es schon nicht mehr so unangenehm, aber weit entfernt von angenehm, nach dem vierten Bier begann allmählich die Müdigkeit.

    Bei meinem Körpergewicht, incl. Anflutungsphase und Alkoholabbauzeit, benötigte ich ca. 1 Promille, um schläfrig oder zumindest müde zu werden, ca. 0,6 Promille oder mehr, um meine Geschmaksrezeptoren zu betäuben (nicht mehr ekelig/unangenehm). Um richtig betrunken zu werden, brauchte ich deutlich mehr ... so sehr hatte ich meinen Körper schon, in den ca. 20 Jahren zuvor, an das Nervengift Ethanol trainiert/gewöhnt = ich war "trinkfest", also hochtrainiert = genau das zeichnete mein "Suchtgedächnis" aus = ich brauchte also eine bedeutend größere Menge an Alkohol, damit irgend etwas im Körper (biochemisch) passiert.

    Bei Wein oder Schnaps benötigt man selbstverständlich niedrigere Mengen vom Getränk, da die Volumenprozente viel höher sind und dementsprechend eine Wirkung viel früher einsetzt.

    Eine gegessene Mozartkugel, ein Biss von der "alkoholisierten" Schwarzwälderkirschtorte, die 10 %ige alkoholhaltige medizinische Lösung auf einem Esslöffel (Menge/Volumen) oder ein Schluck vom kirschwasser- oder eierlikörlastigen Milchshake wird kaum eine bemerkenswerte oder überhaupt eine bemerkbare Wirkung haben.

    Außer (!), wir glauben daran.

    Der nichtstofflich hervorgerufene Suchtdruck entsteht nämlich im Kopf und nur dort!

    Es genügen Gedanken, Gefühle, Bilder, z.Bsp. ein Biergarten, die ehm. Lieblingskneipe, fröhlich trinkende Menschen im Fernsehen u.s.w. = alles (der Anblick) alkoholfrei .. nicht ein Tropfen gelangt in unseren Körper und hat die Chance eine Reaktion hervorzurufen, dennoch reagieren viele, teils sehr heftig, darauf.

    ... der Pawlowsche Hund!

    Macht mir das Leben Spaß, erscheint es mir sinnvoll bzw. ich komme gar nicht auf die Idee nach irgendeinem Sinn zu fragen.

    Die Frage nach dem Sinn seines Lebens kann sich nur jeder selbst beantworten.

    Was mir wichtig und bedeutend erscheint, ist für dich vielleicht banal und nichtig, vielleicht ist's auch umgekehrt.

    Verliert man seine Träume, Ziele, Wünsche, Illusionen, wird es schwer mit der Sinnsuche bzw. mit dem Finden. Sollte es also so etwas wie Logik geben, ist der Sinn doch sehr stark mit persönlichen, ganz individuellen Gefühlen verbunden.

    Was hat z.Bsp. Feuerwerk für einen Sinn - viele finden es schön, obwohl es niemanden nutzt, ... ein Film, der Spaziergang mit dem Hund, das Betrachten eines Bildes?

    Etwas was positive Emotionen erzeugt erachten wir als sinnvoll, auf das Negative verzichten wir gern ... macht das Sinn?

    Durchaus mag es als "sinnvoll" erachtet werden, wenn man mit der Trinkerei aufhört, doch aber nur, um Leid bzw. drohendes, auch zukünftiges Leid zu vermeiden ... Gefühle, Schmerz ... Aua. Das macht Sinn, ist logisch.

    Manch einer möchte in die Annalen der Menschen eingehen, allein der Gedanke daran macht ihn glücklich (Gefühl), ist man dann tod, ist auch das Gefühl weg (Annahme ! ).

    Oma war schon über 70, die Beine machten nicht mehr so richtig mit, der Mann nervte nur noch, auch die Kinder und Enkel ließen sich nur selten sehen, meist nur wenn sie etwas wollten ... doch hin und wieder ein Kräuterlikör, ein Weinbrand ... das machte sie glücklich, zwar nur für den Moment, doch glücklich ... sie konnte wieder jung sein, unbeschwert - zumindest in ihren Gedanken, sie fühlte es!

    Macht das Sinn?

    Wenn wir ehrlich sind, es gibt nicht den einen Sinn, er ist sehr individuell, wechselhaft und sehr gefühlsabhängig, machmal ist's wie beim Verliebtsein, völlig "sinnlos", doch einfach nur schööööön.

    In diesen Sinne wünsche ich allen einen schönen Tag ... entscheidet selbst, ob er sinnvoll war.🙃