Ja natürlich hat Dich das getriggert. Das musst Du auch wissen und verstehen warum das so ist. Du hast es ja richtig erkannt, Du wolltest Dich selber belohnen.
Und das sind nichts anderes als biochemische Prozesse im Kopf ...Das Gute ist, man kann diesen "Suchtdruck"umprogrammieren. Das heisst, wenn Du den Suchtdruck mit etwas anderem konterst, etwas was gut für Dich ist, kannst Du dein Gehirn darauf programmieren.
Ähnliche Erfahrungen machte auch ich ... Belohnung, sich etwas gönnen; zu Ruhe kommen, entspannen - Jahrzehnte lang war das bei mir mit Alkohol verbunden.
Wenn ich arbeitete, trank ich nie, egal ob im Arbeitsverhältnis oder privat, jedoch, so bald ich mir Ruhe, Freizeit gönnte, kam mir der Gedanke "jetzt ein Bier" ... etwas trinken, die recht schnelle Entspannung, Wirkung des Alkohols, verstärkte dieses Wohlfühl-Gefühl.
Allein schon der Gedanke, die Vorfreude hatte einen positiven Effekt auf meine Biochemie (im Kopf), obwohl ich noch gar nichts trank.
Daraus schlussfolgerte ich, die Sucht entsteht im Kopf, je nachdem womit ich Trinken verbinde, entsteht daraus eine Erwartungshaltung, ähnlich dem Pawlowschen Hund (Glocke = Fressen = Zufriedenheit) ... ich bereite praktisch meine "Biochemie" vor, durch meine Gedanken.
Manch einem hilft der Gedanke an ein Monster (unangenehm, keine Belohnung), einem anderen genügt die Erinnerung an den vielen Schwachsinn, den man im Suff verzapfte.
Auch ich trank in den ersten Abstinenzwochen unheimlich viel, Tee am Abend/in meiner Freizeit - Trinken = Beschäftigung/Belohnung, auch für den Körper und nicht zu vergessen, der Vorgang des Trinkens, dieses "Ritual" war ich gewohnt, jahrelang, mein Körper war es gewohnt, diverse Mengen Flüssigkeiten zu verarbeiten, beonders am Abend. Das brauchte einige Wochen (!), vielleicht ein halbes Jahr oder länger.