ich denke, dass ist vor allem auch eine Kopfsache.
Wenn ich wüsste, ...
Ich bin ebenfalls der Überzeugung, das der Kopf, daß was wir denken, die entscheidene Rolle spielt.
Was wir womit verbinden (gedanklich) und was wir uns antainierten über die Jahre, gerade im Kopf. Einem ehem. Biertrinker, der Wein nie mochte, wird Wein wenig bis gar nicht triggern, nur eventuell das Wort, das Wissen, das da Alkohol enthalten ist.
Manche vermeiden Kefir (in dem "Wissen" ...), essen aber bedenkenlos sehr reife Früchte, wie Bananen u.ä., die auf Grund der natürlichen Gährung ebenfalls geringe Mengen Alkohol enthalten. Mozartkugeln, Schwarzwälder Kirschtorte u.a. enthalten ebenfalls geringe Mengen Alkohol - wüssten wir dieses nicht, würden wir es dann bemerken?
Die Antwort wird sicher so individuell ausfallen, wie das Geschmacksempfinden eines jeden Einzelnen bzw. das was er glaubt zu schmecken.
Am Anfang der Abstinenz triggerte mich jeder Schei** ... Bilder im Fernsehen, der Anblick von geschlossenen Alkoholflaschen im Supermarkt, selbst leere Bierflaschen beflügelten meine Gedanken ... optische Reize, Gedanken an Bier und Co., auch ohne optische Reize.
Ähnlich dem Pawlowschen Hund, dem beim ertönen des Glöckchens der Speichel fließt, floß auch bei mir der Speichel, die Erwartungshaltung erwachte.
Heute passiert bei mir nichts mehr ... keine Erwartungshaltung, keine Gier, keine Furcht ... "wenn das Glöckchen schellt", über die Monate, Jahre verschwand diese Verknüpfung in meinem Gehirn.
Auch redete ich mir immer wieder ein, suggerierte mir, Alkohol fehle mir nicht ... es macht mir nichts aus u.ä.. Fragte mich sogar: warum fehlt mir kein Kokain, Cannabis oder Heroin?
Richtig, ich kannte diese Stoffe nicht, verband mit ihnen keine positiven Erwartungen, im Gegenteil. Auch den angeblichen Verzichts-Gedanken loszuwerden, dauerte bei mir eine Weile.