Beiträge von Paul

    Was interessiert Dich was andere machen? Für die eigene Zufriedenheit ist wichtig, dass man für sich Klarheit ...

    Diese Vernunft, Zufriedenheit, Klarheit fehlte mir, diese suchte oder betäubte ich mittels Alkohol. Das gewöhnte ich mir an, Alkohol wurde zum Allheilmittel, gegen Kopfschmerz, Einschlafprobleme, unganenehme Gefühle. Anstatt mich damit auseinanderzusetzten, soff ich einfach alles weg.

    Nenne es meinetwegen Mimosenhaftigkeit, Schwäche oder unfähig sich mit Konflikten auseinandersetzen zu wollen/können. Vielleicht suchte ich auch zu verbissen nach dem Glück/Zufriedenheit - Alkohol ließ mich all das vergessen, ich war ein Wirklichkeitsverdränger, ein Problemwegschieber.

    Gegen Niedergeschlagenheit, Unsicherheit half Alkohol, da wurde ich Anfangs sogar mutig (nicht so verklemmt), das machte Spaß und ließ mich sicher auch Dinge erleben, welche ohne Alk. nie möglich gewesen wären. Alkohol war der beste Realitätsverdränger und Illusionsaufbauer, das beste Mittel, um alle Garstigkeiten zu verteiben.

    Mit zunehmender Gewöhnung, ließ all das nach und Alkohol wurde nur noch zum Betäuber. Begann da meine "Krankheit" ... im Kopf, dass ich nur noch das sah, was ich wollte? Ich mir die Welt so zurecht bastelte, dass es für mich passte, einer Realitätsverschiebung, Psychose gleich. Heute kann ich das mit JA beantworten.

    Ich würde mich hüten einem erwachsenen Menschen eine Binse zu erklären. ...

    Nur weil ich unfähig bin mit Rauschsubstanzen umzugehen, muss ich das nicht dem Rest der Welt verbieten.

    Nur scheinbar sind diese Binsen(weisheiten) verloren gegangen. Mit Verboten erreicht man eher das Gegenteil, das hat bestimmt schon der Eine oder Andere bemerkt.

    Viele Menschen können mit Alkohol verantwortungsvoll umgehen - keine Frage, doch ein Siebentlel bis ein Fünftel der deutschen Bevölkerung schafft das eben nicht.

    Woran liegt das? Die sind doch nicht alle doof.

    Argumente wie Glücks- und Spassverstärker, Teil der Kultur u.ä. mögen zwar stimmen, doch muss man sich deshalb gleich an den Ruin herantrinken? So wie ich das tat und viele vor mir? Was lief da verkehrt? Mangelnder Spaß/Glück, Unzufriedenheit Einsamkeit, die man immer wieder zu betäuben versucht? Was Anfangs auch gelingt, bis es dann eben nicht mehr gelingt und das (eigene) Leid den "Spaß" überwiegt?

    Der Grund warum man trinkt ist doch die eigentliche "Krankheit", das Defizit.

    Seitdem reagiere ich ziemlich allergisch auf Alkohol- in Filmen zum Beispiel. Das war die Wochen davor nicht der Fall.

    Hallo Nyssa,

    ähnliche Erlebnisse hatte auch ich - plötzlich fiel mir auf, wie omnipräsent der Aklohol in Filmen war/ist und das alles positiv besetzt: Feierabendbier, zur Besiegelung einer Freundschaft, Verzeihen oder bei einer romatischen/amorösen Szene. Das kann man nur ertragen/sich daran gewöhnen oder wegsehen. Ich entschied mich für Wegsehen. Die erste Zeit im Supermarkt ging es mir ähnlich - es dauerte, bei mir (!), Wochen bis mich nichts mehr triggerte, es nahm ganz langsam, jedoch merklich ab.

    Nach ca. einen halben Jahr war diese Triggerei fast gänzlich erloschen und es dauerte noch länger bis "dieser Belohnungs- bzw. Verzichtsgedanke" aus meinem Kopf verschwand.

    Klar ist Alkoholismus eine chronische Krankheit und in gewissem Sinne auch nicht wirklich heilbar. Chronisch bedeutet doch, dass "wir" niemals mehr in der Lage sind ein normales Trinkverhalten ...

    Was ist denn bitte "normales Trinkverhalten"? Normales Vergiftungsverhalten?

    Eine Art Autoimmunerkrankung? Ich trainierte mir eine gewisse Alkoholtoleranz an, die scheint wohl irreversibel zu sein (Suchtgedächnis = unter einer bestimmten Promillegrenze - keine Wirkung).

    Warum sollte ich meinen Körper vergiften wollen? Weil es so viel Spaß macht?

    Wenn ich mich immer wieder infiziere, wird es chronisch.

    Wenn ich mich mit psychokativen Substanzen in einen anderen Gemütszustand bringen will, dabei aber völlig außer Acht lasse, dass ich meinem Körper schade - ist das dann Vorsatz oder nur fahrlässig?

    Borderline ... Genzline, wenn ich diese (rote) Linie immer wieder überschreite, gewöhne ich mich daran, es wird normal, die Linie verschwindet allmählich. Mache ich das nun bewusst oder unbewusst? Wenn ich etwas nicht weiss, dann wohl unbewusst = da schliddert man einfach so rein, das mag bestimmt bei Kindern oder bei "Menschen, die besondere Aufmerksamkeit bedürfen" gelten. Nun gehören aber nicht alle dieser Gruppe an (ich kann mich irren:rolleyes:).

    "Bin ich mit mir im Reinen?" Was psychotrope Substanzen angeht: ja. Viel zu lange verschloss ich die Augen vor der Realität, alles andere war so schön einfach, gefällig. Das angepasste Mitschwimmen in der Mehrheitsmeinung war so schön bequem, ich musste weder Grenzen ziehen, noch auf sie achten, auch unbequemen Fagen musste ich mich nicht stellen = alles leicht & flockig.

    Erst als bestimmte "Ausfallerscheinungen" auftraten, kippte dieses "leicht & flockig" ... gewaltig! Ich war süchtig, nach der Einfachheit bestimmte Gemütszustände auf unkomplizierte Art zu erlagen bzw. mich dieser mittels Betäubung zu entledigen.

    Nun habe ich diese Sucht nicht mehr. Leicht & flockig war in Wirklichkeit nie etwas, außer mein benebeltes Gehirn.

    Klar, wenn ich wieder trinke, geht der "ganze Spaß" von Neuem los. Doch mit meinem Wissen/Bewusstsein ... warum sollte ich das tun?

    Das Wissen war eigentlich (!) schon immer da, "musste" nur immer wieder der Einfachheit, dem "leicht & flockig" weichen. Alles andere bedeutete ja Arbeit, möglicherweise Konfrontation, Auseinandersetzen. Irgendwann *otzte ich mich selber an und ich entschloss mich.

    Nein, es ist keine Willenstärke, es ist eine Krankheit ...:*

    Oft, fast überall lese ich, Alkoholismus sei eine Kankheit, eine chronische. Chronisch: bedeutet langanhaltend, nicht vollständig heilbar und oft sei eine wiederholte Behandlung nötig .

    Nun meine Frage: ist das so? Immer? Ist diese "Krankheit" organisch bedingt, also hat sie eine reale Ursache, wie einen Virus, Bakterium oder eine unerklärliche Zellwucherung (weil die DNA an dieser Stelle mutierte)?

    Oder nähre ich diese Sucht, weil ich es mir immer wieder einrede, sie durch meine Gedanken am Leben erhalte?

    Jeder oder sehr viele, hatten es am Anfang der Abstinenz recht schwer (auch ich!), alles triggerte, alles erinnerte, es war fast unmöglich sich vom Gedanken an Alkohol zu lösen ... der Suff in den Alkoholregalen im Supermarkt, trinkende Menschen auf Feiern oder schlimmstenfalls täglich zu Haus, selbst im Fernsehen, Werbung u.v.a.m. = alles erinnerte mich an die vermeindlich schöne, gute alte Zeit der Unbeschwertheit, der Freude, der Entspannung = das befeuerte den Verzichtsgedanken, auch dass ich nun ausgeschlossen sei, aus diesem "Fest der Freude und Entspannung".

    Ist das nicht die eigentliche, chronische Erkrankung, dass wir diese Gedanken ständig am Leben erhalten?

    Wohlwissend, das Alkokolkonsum genau das Gegenteil von Entspannung bewirkt, dass es einen enormen Arbeitsaufwand für den Körper, für alle Zellen bedeutet (sogar Mega-Stress), dieses Gift Ethanol abzubauen. Dass der Körper auf Hochleistung arbeiten muss, um diesen Stoff umzuwandeln, erst in einen viel giftigeren Stoff (Acetaldehyd, weches dann zu Acetat werden kann, um überhaupt den Körper verlassen zu können, bevor das theoretisch nicht abgebaute Ethanol die Zellen völlig konserviert, also tötet).

    Nur weil der Körper so clever ist bzw. das Ethanol uns und sämtliche Rezeptoren, so nach und nach betäubt, wir es also gar nicht bemerken, was da in einem vorgeht, glauben wir ...

    Am nächsten Tag (Kater), die Rezeptoren (Sinneszellen) sind halbwegs wieder aktiv, werden wir durch Unwohlsein eines besseren belehrt und schwören uns - oft - nie wieder!

    Andere psychotrope Substanzen bewirken ähnliches, doch die nehmen wir ja nicht - komisch! Da wissen wir, die sind schädlich.

    Nur bei Alkohol scheint dieses Wissen irgendwie nicht zu funktionieren - denn alle (fast alle) machen das und haben Freude daran, behaupten es zumindest.

    Was ist also die eigentliche (!) Krankeit? Unsere Unwissenheit, Dummheit, Schwäche, unseren Körper nicht vor Schaden bewahren zu wollen? Ihn vorsätzlich (!) zu vergiften?

    Nach zwei ... drei Wochen Abstinenz, ist der Alkohol gänzlich aus dem Körper raus = Ursache, für eventuelles Unwohlsein beseitigt! Doch in unseren Gedanken ... was passiert da?

    Die Nachteile des totalen positiven Denkens sind im Artikel ja formuliert.

    Positives Denken ist nie von Nachteil, enfernt man sich allerdings von der Realität, vom Möglichen, kann man es wohl Manipulation nennen.

    Das kennt jeder von der Werbung, von diversen Religionen oder auch von der Propaganda.

    Je ungebilderter, nicht dümmer, man ist, desto leichter verfällt man diesem oder jenem Glauben (nicht Wissen) oder (!) je verzweifelter man ist, in Not, unzufrieden, traurig, ängstlich, erliegt man schnell der Versuchung, diesen einfachen Weg zu gehen.

    Informationen haben wir genug, noch nie so viele wie je zuvor ... vielleicht ist manchmal weniger doch besser.

    Ich frag' mich da immer, wo ist der gesunde Menschenverstand? Geht der in der Fülle unser bunten Glitzerwelt langsam verloren?

    ... übe mich in Geduld.

    Dir wird wohl nichts anderes übrig bleiben.:rolleyes:

    Wie ist dein derzeitiges Trinkverhalten bzw. wie viel trinkst du? Bereitest du dich irgendwie vor, gedanklich?

    Wenn ich mich an meine erste Abstinenz(vorbereitungs)zeit denke, schossen mir millionen Gedanken durch den Kopf.

    Hallo Paddy,

    ich telefonierte gerade mit einer Suchtberatungsstelle vor Ort und fragte nach dem Prozedere:

    Du solltest bei einer Suchtklinink, Krankenhaus o.ä. anrufen und einen Termin ausmachen (Dauer z.Zt. ~ 3 Wochen) - Infos, wer, was macht bzw. zuständig ist, bitte bei einer Suchtberatungsstelle vor Ort in Erfahrung bringen. Du kannst (solltest?) auch bei mehreren Entgiftungseinrichtungen nachfragen.

    Oder du bist ein Notfall, dann müssen sie ...

    Hallo Paddy,

    es bringt nichts, sich über das etwas arg überlastete Gesundheitssystem aufzuregen, überall mangelt es an Personal, freien Plätzen und am Geld.

    Was macht man bei einem Vorgespräch? Wird da festgestellt, dass man ein Alkoholproblem hat, dass ein Klinikaufenthalt notwendig ist, ggf. von der Krankenkasse finanziert wird?

    ... stand gewissermaßen im Raum, dass jemand, der es eben nicht alleine schafft, ...

    Hallo AmSee13,

    ohne Paddy's Thread völlig zerschiessen zu wollen, sei mir eine letzte Anmerkung erlaubt:

    Nichts stand im Raum, bevor etwas interpretiert wurde! Nicht unabsichtlich, trennte ich es in zwei Post's: 1x Erwähnung unbegleiteter, kalter Entzug und das völlig wertfrei und 1x Suchtdruck in Verbindung mit Vernunft, Bewustsein etc.pp.

    ... bringt man da jetzt noch persönliche Notlagen, Schicksale hinein und interpretiert diese oder Geschichten anderer Personen, ist man sehr schnell entfernt, vom ursprünglichen Thema.

    Das liegt mir fern!

    Paddy kennt sich, bestimmt auch die Gefahren eines kalten Entzuges oder die Sicherheit eines begleitenden Entzuges, hat sich sicherlich auch genügend informiert und belesen, nun muss er "nur noch" beginnen. Vorallem in der ersten Zeit, half mir Bewustsein, das ließ mich halbwegs gelassen bleiben und es letztendlich gelingen.

    Moin Paddy,

    jeder muss es sich so zurechtbiegen, dass es für einen passt, es muss für jeden, persönlich, passend sein.

    In dem von dir genannten Buch wird auch von Störung der Hirnchemie gesprochen. Doch was ist das? Alkohol und andere Drogen stören mit Sicherheit die Hirnchemie ... gewaltig! Um diese wieder zu "entstören" muss der Störfaktor nicht nur beseitigt werden, auch die nun entstehende Lücke muss gefüllt werden = das scheint doch das Hauptproblem zu sein - plötzlich fehlt etwas, gelingt es nicht diese "Lücke" zu füllen, entsteht Unruhe, gar Stress ... und was liegt da näher, diese Lücke wieder mit Altbewährtem zu füllen?

    ... also muss man sich andere "Lückenfüller" suchen, Sport, Beschäftigungen, Hobbys o.ä..

    Immer nur resilient sein, widerstehen mag am Anfang sehr hilfreich sein, doch auf Dauer muss man andere "Entspannungstechniken" finden und das braucht Zeit.

    Nenne es meinetwegen Bewusstsein, Wissen, Gelassenheit ...


    Ich weiß nicht, ob man das Vernunft nennen kann. Das muss jeder für sich entscheiden!

    Hallo AmSee13,

    ich (!), mir halfen diese Überlegungen, ich musste nachvollziehen können, ich musste verstehen, ich - für mich!

    Viele Sätze von Menschen, z.Bsp. in der SHG, waren mir zu einfach, ich wollte verstehen, was passiert bei mir im Körper, warum lässt/ließ mich die Furcht immer wieder einknicken und immer wieder zum Glas greifen.

    Ich musste begreifen, dass ich eine gewisse Zeit benötige, um meinen Körper vom ständigen Alkoholkonsum zu entwöhnen, dass die Zellen/Rezeptoren Zeit brauchen, dass jetzt eben kein Dopamin oder was auch immer ausgeschüttet wird, mich beruhigt, einschläfert oder betäubt. Dass man dieses überstehen muss - nicht möchte bitte.

    Auch, das wohl schwierigste, sich eine andere Tagesstrukur anzueignen/gewöhnen, die nun plötzlich frei gewordene Zeit zu füllen, das war meine Herausforderung.

    Auch mein Vater war heftiger, "übler" Alkoholiker, jenseits von Gut und Böse, da war schon so viel kaputtgesoffen, auch im Kopf, da ging absolut nichts mehr, ziellos, antriebslos ... der konnte und wollte auch gar nicht mehr, der wollte nur noch seine Ruhe, sich betäuben. Da erreichte man nichts mehr mit Reden oder Vernunft. Erste Anzeichen des Korsakow Syndroms machten sich bemerkbar, da ist nix mehr mit Bewusstsein oder Verstehen.

    Irgendwann wird das von Bighara aufgeführte "Argument" Schwäche belanglos, weil der Körper, besonders das Hirn, dermaßen beeinträchtig ist, dass ohne Alk nichts mehr geht.

    Ich ... musste begreifen, dass ich noch sehr weit von diesem Punkt entfernt bin, ich musste daran glauben, wissen, dass es funktioniert.

    Das gab mir Kraft, Bewusstsein überhaupt erst ein Mal zu beginnen, es zu wagen.

    Meine Vermutungen bestätigten sich, der Wunsch nach Alk/die Sucht ließ allmählich nach.

    Hallo Paddy,

    gute Entscheidung - du gehst es an, du beginnst!

    Das war auch mein erster, entscheidener Schritt: beginnen. All das Hin und Her überwinden, seine Zweifel über Bord werfen.

    Furcht, Unsicherheit, Hadern waren anfangs meine "ärgsten Freinde". Als ich mich dann entschied, war's gar nicht sooooo schlimm.

    Ein bisschen "weh" tat es schon (am Anfang), doch die Freude, die Zuversicht, dass mir die Abstinenz oder besser: das Nichttrinken gelingt war größer. Heute, im Nachinein kann ich das recht locker sehen, doch am Anfang ... auweia - Gefühlschaos ohne Ende!

    Ebenso beim manchmal aufkommenden Sucht-/Saufdruck, wusste ich, ich, mein Körper benötigt keinen Alkohol, im Gegenteil, ich schade ihm damit und zwar nicht unwesentlich.

    Nenne es meinetwegen Bewusstsein, Wissen, Gelassenheit ...

    Gelassenheit, die musste ich üben, das Wissen war ja vorhanden. Niemand machte mich verrückt, bedrängte mich, setzte mich unter Druck. Nur ich konnte das tun - doch warum sollte ich das tun?

    Ich war das Trinken gewohnt und wusste, dass es mir schadet. Oft fragte ich mich, warum kiffe oder kokse ich nicht? Da "gelingt" es mir doch auch.

    Warum also ersehne ich mir "Glücksgefühle", die mich schlussendlich, doch mehr betrüben, mich sogar krank werden lassen, mich zu unmöglichen Dingen verführen, welche ich dann bereue.

    Ich weiß nicht, ob man das Vernunft nennen kann. Das muss jeder für sich entscheiden!

    Hallo Paddy,

    ja, ich löste mich vom Alkohol ohne fremde Hilfe. Ich machte mir keinen Stress, tat dies in Ruhe und wohlüberlegt. Etwas unsicher war ich am Anfang schon, doch bemerkte ich, dass vieles (Gedanken, Gefühle) nur in meinem Kopf passiert, ähnlich einer aufkommenden Angst, ich kann sie befeuern, also schlimmer machen als es ist oder eben nicht.

    Ich nahm mir nichts weg, musste auf nichts verzichten, steigerte mich in nichts hinein.

    Hallo Paddy,

    ich hatte meine Konsum ganz langsam reduziert, bevor ich den Alkohol gänzlich absetzte, ähnlich einem Sportler der abtrainiert.

    Das setzte mich nicht etwa unter Stress, sondern machte mich eher etwas wehleidig und trotzdem bestärtke es mich in meinem Entschlusss. Zuvor waren es 3 ... >4 Bier, viel zu oft auch Schnaps, plötzlich musste ein Bier/Abend genügen.

    Oh wie rang ich mit mir, ... zwischen Nachgebenwollen und Durchhalten, ... von Tag zu Tag wurde es besser, bis der "große Tag" des Nichtrinkens begann.

    Ich hatte mich entschieden!

    Moin Paddy,

    hast du schon etwas an deinen Trinkgewohnheiten verändert oder hast du die Menge reduziert?

    Ich frage das aus purer Neugier. Bei mir fiel mir auf, dass nicht das plötzliche Fehlen von Alkohol mein Problem war, sondern der Verzicht auf die jahrelange Gewohnheit, das allabendliche Ritual. Plötzlich hatte ich so viel Zeit, so viele nicht betäubte Gedanken, dass ich mächtig unruhig wurde. Das abendliche Müdewerden (durch Alkohol) fehlte mir - ich blieb quietsch wach, Gedanken kreisten durch meinen Kopf ... es dauerte lange bis ich wieder einen halbwegs normalen Einschlaf-/Schlafrhythmus bekam.

    Gelassenwerden musste ich üben, ich, ein eher ungeduldiger Mensch!

    Zwar bin ich heute noch ein eher unruhiger Geist, doch der "Saufgedanke" verschwand. Bei mir dauerte es Wochen, Monate ...