Wo siehst Du in meinen Ausführungen ...
Nirgendwo! Bitte, bitte nimm nicht immer an, ich würde dich, dich ganz speziell meinen. Das tu' ich nämlich ganz und gar nicht.
Vielen herzlichen Dank.
Wo siehst Du in meinen Ausführungen ...
Nirgendwo! Bitte, bitte nimm nicht immer an, ich würde dich, dich ganz speziell meinen. Das tu' ich nämlich ganz und gar nicht.
Vielen herzlichen Dank.
Adoptierte Kinder von Alkoholikern werden nicht zwangsläufig auch zu Alkoholikern.
Stimmt. Selbst leibliche Kinder werden es nicht zwngsläufig!💐
"alkoholische Themen" brauchen, glaube ich, nicht verschoben werden. Alkoholfreie Themen, wie Vater, Mutter, Kind oder G'schichten vom Strickliesel gern.
Genau, das muss die jeweils „andere Seite“ aber erstmal verstehen bzw. akzeptieren.
Akzeptieren genügt völlig! Wie soll ich den deine Gefühle verstehen, wenn ich gänzlich anders fühle? Andere Vorstellungen, Ideale, Ängste oder Überzeugungen habe?
Du glaubst vielleicht an die Schöpfung, ich an die Evolution, ein anderer an Gespenster, Querdenker u.s.w.u.s.f. ... alles erzeugt Gefühle, was wir denken, glauben, wissen oder glauben zu wissen, was wir uns zutrauen oder lieber nicht, wovon wir überzeugt sind oder was wir absurd finden ...
Ich kann nur von mir erzählen, was ich erlebte, wie es mir erging, woran ich glaube.
Wenn Paddy oder ich nun gelassen und angstfrei mit Alkohol umgehen können, ist's doch wunderbar. Vielleicht wissen wir ja auch, dass der Alkohol uns nichts tut, wenn wir ihn nicht trinken.
Vielleicht wissen wir ja auch oder glauben es nur, dass wir entscheiden, was wir tun, nicht die Sucht oder ein plötzlich auftretendes, unbändiges Verlangen - ich nenne es ganz einfach angstfrei oder bewusst.
Dieses ganze Hätte, Würde, Könnte, Eventuell ... ja, aber ... wenn ... nervt mich manchmal sehr, weil man nie zum Ziel kommt, hält man sich daran auf.
Man darf sich entscheiden, war es der falsche Weg, dann nehme man bitte einen anderen, irren ist erlaubt, nur nichts tun und ewiges Laberrhababer sollte man tunlichst unterlassen.
Trink, wenn du trinken möchtest, aber jammere nicht. Lass es, wenn's zu gefährlich ist, konfrontiere dich mit Alkohol oder lass es sein - probiere es auch ... wähle, entscheide!
So einfach kann die Welt sein!
Ex-Süchtige brauchen Selbstvertrauen. Das Wissen, dass sie es schaffen. Das nennt man, glaube ich, Zuversicht, einen Glauben.
Dem steht die Angst, die Unsicherheit entgegen.
Nach meinen ersten ängstlichen, alles vermeidenden (was auch nur im geringsten mit Alkohol zu tun hatte) Wochen, wagte ich mich allmählich wieder in die Nähe von Alkohol (Supermarkt, Kneipen, Feste, zum biertrinkenden Nachbarn) ... immer nur ein bisschen mehr und beobachte meine Reaktion, war ich nicht ängstlich, wagte ich ein bisschen mehr.
Da ich (!) nicht ein Klammerbeutelgepuderter bin🥳🤥😎, ersparte ich mir der Hinweis: "nur trinken darfst du ihn nicht, den Alkohol".
Wer sich mit Autosuggestion, Meditation/Gelassenheit noch beschäftigen möchte, macht bestimmt nichts verkehrt.
Es geht nicht nur um die Toleranz, die im Gehirn dadurch entsteht, dass vermehrt entsprechende Rezeptoren für die Botenstoffe, mit den das Gehirn infolge von Alkoholkonsum regelrecht überschwemmt wird, gebildet werden.
Das bildet sich nämlich im Laufe der Abstinenz zurück. Dauert halt nur eine gute Weile.
...Mit entsprechendem bewusstem Training kannst du dir eine neue Verknüpfung antrainieren,
Genau so erkläre ich es mir auch.
Ich wage sogar zu behaupten, dass die Rezeptorenbildung oder Rückbildung, wir auch beeinflussen können, durch das was wir denken, nicht sofort, aber auf Dauer schon.
Unser Gehirn reagiert auf Reize, bleiben diese aus, regiert unser Gehirn auch nicht.
Im Gehirn passieren, nicht nur offenbar
, so viele Dinge die wir uns nicht erkären können.
Es ist wohl wahr, ichso , dieses Laberrhabarber führt zu nichts, auch nicht über die böse Gesellschaft schimpfen oder dass ein dummes bzw. süchtiges Volk besser zu regieren sei.
Wie bereits erwähnt, ich wollte aufhören zu trinken, ich tat es, ich hatte ein Ziel, es war die erste Zeit kein fröhlicher Spaziergang und, für mich das Wichtigste, ich glaubte daran.
... Bereichen des Gehirns offenbar Veränderungen stattgefunden. Aufgrund der Wirkung von Alkohol auf das sogenannte Belohnungssystem haben im Laufe des Missbrauchs komplexe neuronale Anpassungsprozesse stattgefunden, die nicht rückgängig zu machen sind.
Ich habe das so verstanden und auch so bei mir beobachten können:
Mein Körper, so verstehe ich das Suchtgedächnis, "merkt" sich die hohe Alkoholtoleranz. Nach einen Jahr alkoholfrei, ich begann wieder zu trinken, war ich nach zwei, drei Tagen wieder genau so wenig oder viel betrunken, wie zuvor bei Menge X. Der Körper verlangte nach mehr, denn ich wollte ja einen gewissen Zustand erreichen!
Meine "Verknüpfung" Alkohol= gut, entspannend etc., bekam ich dagegen nach einiger Zeit aus meinem Kopf (Pawlowscher Hund).
Die Verzweifelten trinken, um zu vergessen oder das Leben erträglicher zu machen, die Unwissenden, weil's einfach Spaß macht.
Ist da jemand mehr dumm oder weniger intelligent?
Mein Vater war so ein desillusionierter, zielloser Mensch, er war des Ertragens, des sinnlosen Kämpfens einfach müde, er wollte nur das es aufhört!
Wenn man keine Ziele mehr hat, nichts mehr erreichen kann oder will ... dann kann man doch auch saufen, sich das (sein) Elend schön oder weg saufen.
Und was ist mit den Menschen, die so verzweifelt sind (wegen was auch immer), dass es ihnen egal ist, ob sie verblöden, bzw. sich diesen Zustand sogar ein klitzekleines bisschen herbeisehnen?
Schuldig? Krank? Irre?
Hoffnungslos, desillusioniert, ziellos, des Ertragens müde, würde ich sagen.
Wenn du willst, nenne es schuldig, krank oder irre.
Die von dir genannten Menschen wollen nur das "es" (was auch immer) aufhört, darum betäuben sie sich.
O wow... Alle Menschen, die Rückfälle haben sind "selbst schuld", weil sie ja jetzt wissen, dass sie süchtig sind?
Falschinterpretiererin!🥺
Alle die noch nicht krank sind und wieder besseren Wissens (!!!), zu viel trinken, essen, rauchen oder meinetwegen Arsen zu sich nehmen, sind selbst 'daran schuld, denn sie wissen ja was passiert oder wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist.
Bin ich erstmal stoffwechsel-technisch "verwirrt"/geschädigt, wird's arg schwer - so war's bei mir jedenfalls.
Da sind wir doch wieder bei der Bildung, Wissensaufbau, Bewusstseins-Bildung.
Wenn jeder weiß, es ihm bewusst ist, dass Alkohol böd macht (auf Dauer) und er es nicht will, wird er achtsam damit umgehen.
Beim Essen ist es doch ähnlich, beim Rauchen u.s.w.. Bin ich erstmal süchtig, ja dann - da bin ich mit allen einer Meinung!
Also alle selbst schuld, selbst blöd? Oder zum Teil Opfer von Gesellschaft, Werbung, "dazu gehören wollen", Opium fürs Volk?
Ich sehe schon meine Eigenverantwortung, aber erst mal bin ich da ziemlich unwissend, unbedarft (kann mir nicht passieren) reingeschliddert. Das Wissen kam erst zu mir, als der Krug schon zerbrochen war. Leider.
Krass formuliert: ja, selbst schuld. ... wenn wir es denn wissen!
Alle sind wir anfänglich "hineingeschliddert", wir wussten es nicht besser.
Hirnprozesse können unsere Entscheidung nicht schon vier Sekunden vor der Ausführung ein für alle Mal festlegen, denn wir sind offenbar fähig, auf eine veränderte Situation in viel kürzerer Zeit zu reagieren. Andernfalls wären wir alle längst im Straßenverkehr umgekommen! ...
Diese Fähigkeiten erlernen wir größtenteils, wir trainieren sie uns an!
Das Beispiel Strassenverkehr ist ein Beweis, abgesehen von ein paar Naturtalenten.
Mit 13..14 Jahren war ich noch unwissend und wollte es den Erwachsenen gleich tun, ich trank Bier. Mit 17...18 wollte ich dazugehören, alle tranken - ich trank mit. Mit 19...20 (Armeezeit) trank auch ich mit und auch allein, um die Einsamkeit zu betäuben.
Süchtig ... waren nur die Anderen, auch die folgenden Jahrzehnte!
Erst als alter Mann wurde mir bewusst, dass Alkohol ein sehr gefährliches Zeug ist/sein kann, wenn man es übertreibt, so wie ich!
Unsinn! Paddy bezieht sich eindeutig auf Alkoholiker, also Menschen mit einer Suchterkrankung.
Ich bezog mich auf alle Menschen, das Individuum an sich ... war vielleicht nicht so eineindeutig.
Bin ich erstmal süchtig ... keine Frage! Doch ich, Mensch, rufe doch diesen Zustand doch erst hervor.
Ich habe Diabetes und spritze Insulin.
Wenn ein Körper selbst kein Insulin, dieses Proteohormon, produzieren kann (warum auch immer), stagniert das Gleichgewicht von lebenswichtigen Kohlenhydraten, wenn die Schilddrüse (Regulierer aller Drüsen/Botenstoffproduzenten) schwächelt, schwächelt ebenfalls das gesamte System Körper ... das ist sehr einleuchtend und willentlich kaum zu beeinflussen. Diese Phänomene sind oft auf einen Mangel zurückzuführen.
Hier, im Falle Alkoholismus, produziere ich aber einen Mangel oder einen Überschuss, d.h. ich trainiere es dem Körper an, ob nun wissentlich oder unwissentlich sei mal dahingestellt - ich tu es.
Wenn ich aber, um die Gefahr dieser Möglichkeit weiß und es dennoch billigend in Kauf nehme, bin ich dann krank oder einfach nur fahrlässig?
Selbstverständlich, werde ich irgendwann irrversibel geschädigt und krank!
Dieses Gleichsetzen der Wirkungen psychotroper Substanzen mit allen anderen Möglichkeiten einer Erkrankung ist doch fatal!
Sicherlich kann bei jedem eine "Medizin" helfen, aber bei jedem bitte, die notwendige Medizin/Behandlung. Bei Vergiftungsopfern (z.Bsp. Alkoholiker), weglassen des Giftes (Psychotrop) mit anschließender Rekonvalesenz.
Vorsicht Paddy , deine Argumentation geht in die Richtung, dass alle Alkoholiker wären.
Das das erste Glas stehen lassen, keine freie Entscheidung sei.
Es ist auch allgemeiner Konsens, dass der Alkoholkosum zum gesellschaftlichen Leben dazu gehöre.
Hmmm,
... wenn ich weiß, dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass übermäßiges Alkoholtrinken zur Sucht, zur Krankheit führen kann und ich tu' es dennoch, mache ich es dann unfreiwillig?