Beiträge von Paul

    Paul , willst du dir ernsthaft deine eigene Verantwortung für dein Handeln und deine Entscheidungen absprechen?

    In der Jugend, als Heranwachsender definitv: ja!

    Ich war wie ein Blatt im Wind, versuchte mich anzupassen, von Bewusstsein, dem Leben hatte ich keine Ahnung. Ich lernte zwar allerlei Fachwissen, trainierte Körper und Fertigkeiten, doch wie ich mit meinen Gefühlen zurechtkommen sollte, sagte mir niemand!

    Warum "schiessen" sich gerade so viele junge Menschen weg, egal ob mit Alk., Lachgas oder Cannabis? Oder flüchten sich in die Anonymität des www., werden radikal, depressiv oder beides?

    Um nicht @Emily's Thread völlig zu verfremden, kannst du mir gern in meinem antworten.

    Ja, diese Grundsatzdikussionen sind oft müssig, dabei sind es selten welche.

    Jeder sucht Zustimmung, vielleicht auch Anerkennung, einer versteht's, rein logisch, ein anderer sucht wissenschaftliche Beweise, Niedergeschriebenes, ICD's (internationale Klassifikationen), streitet sich gar, um physische oder psychische Abhängigkeit ...

    Dabei hat es jeder selbst erfahren!!! Sollte es also wissen oder könnte es wissen . Manche bringen sogar Intellekt oder ein Absprechen des eigenen Willens, der eigenen Verantwortung mit in's Spiel.

    Alle wissen, wie sie zum Alkohol kamen! Bei allen war es sehr ähnlich, individuell, aber grundsätzlich gleich ... keine Furcht vorm Alkohol, im Gegenteil ... eher Anerkennung in der Gemeinsachaft, dann entdeckte man die anfängliche, angenehme Wirkung, stellte irgendwann fest, dass das auch ganz allein zu Haus, immer und überall funktionierte - der Seelentröster, nicht gerade ein Garant für Glück, jedoch ein perfekter "Problemewegmacher".

    Die Psyche lernt, Alkohol hilft ... macht alles gut - erstmal. Nach ein paar Jahren, der Gewöhnung reagiert der Körper mehr oder weniger heftig, wenn das Allheilmittel fehlt. Stress, Unruhe ... das lässt oft zittern, schwitzen u.ä. - wer kennt das nicht?

    Keine Leber, keine Bauchspeicheldrüse, keine Zelle des Körpers beschwert sich, wenn es kein Zellgift bekommt.

    Das Hirn aber schon, plötzlich freigewordene Rezeptoren, nun nicht mehr betäubt, können, nun, all die Informationen nur schwerlich verarbeiten, das erzeugt Stress ... gewaltigen.

    Ist das nun psychisch oder physisch?

    Egal. Einer versteht's, ein anderer nicht.

    Viele propagieren, mahnen, mehr oder weniger erfolglos. -> Der Rausch wird sogar als Kulturgut verkauft, als freie Willensentscheidung/Eigenverantwortung/Selbstbestimmtheit, überall wird verführt (Werbung, Verkaufseinrichtungen) und es wird vorgelebt, sei es beim wohnzimmerlichen Geburtstag, der Betriebsfeier oder beim Oktoberfest.

    Wie soll man sich da als heranwachsender Mensch frei entscheiden können?

    Ist die Gewohnheit erstmal etabliert, dauert es Monate, die Rezeptoren im Gehirn wieder zu balancieren, bei nicht so "schweren Fällen" hilft ein dry january ... ein bisschen ...

    Viele, nicht alle, werden zwar erfolgreich entgiftet, doch eine "Balance der Rezeptoren" wird selten erreicht (siehe Rüchfallquoten).

    Aufhören zu trinken allein reicht nicht, hört man oft, wie das gehen soll, können die Wenigsten vermitteln!

    die Meisten werden zwar gewarnt, doch konsumiert wird trotzdem, gerade von den Warnenden, das überzeugt leider niemanden und dann ... plötzlich darf man trinken, endlich 14 ... 16 ... 18 = endlich erwachsen!🍻

    Fängt da nicht alles an ... bei vielen?

    Und die schwimmen dann mit, in der wohligen Akzeptanz der Mitmenschen bis sie irgendwann der Sucht gänzlich verfallen.

    Warum warnte mich niemand davor? Als Kind, Jugendlicher ... da wo alles begann ....

    Ich wage zu bezweifeln, dass mein Intellekt und meine Bildung in der Jugend schon ausreichte.

    Aus erwachsein sein wollen und Trotz, den Verboten gegenüber, entwickelte sich langsam eine Gewohnheit, die dann zur Sucht wurde.

    Also war ich dafür verantwortlich?

    Das stimmt, jedoch nur solange ich keinen Alk trinke.

    Na logisch! Wenn ich kein Gift zu mir nehme, bekomme ich auch keine Vergiftungserscheinungen.🤪

    Ein Raucher, Trinker, Kiffer bleibt clean, solange er sich vom Stoff fernhält. Mich verwundern oft solche Aussagen: "aber nur, wenn ..."

    Es ist, als würde jemand sagen: Eine Klippe (hoher Berg) ist ungefährlich, aber nur wenn du nicht 'runterspringst. Befinden wir uns wirklich auf diesem Niveau???

    Hallo Paddy,

    Du, als "Trockener" hast bestimmt/hoffentlich auch gute Argumente, welche die überzeugen.

    Doch die Meisten werden zwar gewarnt, doch konsumiert wird trotzdem, gerade von den Warnenden, das überzeugt leider niemanden und dann ... plötzlich darf man trinken, endlich 14 ... 16 ... 18 = endlich erwachsen!🍻

    Hallo Emily,

    eine ähnliche Erfahrung machte ich auch, mit der Zeit wurde das alkoholfreie Leben zur Selbstverständlichkeit. Sogenannte Triggerpunkte verschwanden allmählich und nun stehe ich dem Alkohol gelassen, nicht verteufelnd, entgegen.

    Wie ein böser Traum kommt es mir vor und ich frage mich oft, wie konnte das geschehen?

    Warum warnte mich niemand davor? Als Kind, Jugendlicher ... da wo alles begann. Die Erwachsenen/Erfahrenen hätten es doch wissen können.

    Hat man erstmal "Blut geleckt" ist's meistens schon zu spät ...

    So möchte ich nur anmerken, dass "wir", "die", "alle" und "keiner", ausserdem "nie" und "immer" in meinem Kopf unzulässige Verallgemeinerungen sind. Bitte Sachauge benutzen.

    Danke, liebe ichso , für den Hinweis!

    Bei ca. 8 Millionen riskant Tinkenenden (in Deutschland), ca. 40 bis 74 Tausend alkoholbedingten Todesfällen/Jahr, ~13.000 alkbedingten Verkehrsunfällen, ca. 230.000 alkoholisierten Straftaten, ca. 80.000 jährlichen (!) Entgiftungen u.v.a.m. sind natürlich Verallgemeinerungen völlig fehl am Platze.

    Entschuldige bitte ...

    Will ich, ich als Volk, ich als Bundesregierung (gewählte Volksvertreter, Lenker der Geschicke und des Wohlergehens) überhaupt das schiere Alkohol-Bewusstsein, den Umgang/Konsum beeinflussen?

    Auf der einen Seite wird zwar hin und wieder gewarnt, wenn auch zaghaft, doch parallel ist Alkohol nirgends so billig, immer und leicht verfügbar, gesellschaftlich so dominant und wird dermaßen beworben ... schaut man sich nur all die Faltblätter an, voll mit Sonderangeboten, Aktionen, die täglich, ungewollt in unsere Haushalte flattern?

    Klar ist die Versuchung groß, sich ein wenig Freude für ein paar Euro zu erkaufen, all der täglichen Sorgen zu entfliehen, doch muss es so einfach, einladend sein?

    Z.Bsp. Schweden macht es vor mit seinem Vertriebsmonopol.

    In der BRD stehen dem nur Steuereinnahmen von ca. 2 Milliarden entgegen, direkte (nachweisliche Behandlungskosten) Ausgaben von ca. 16 Milliarden, die volkswirtschaftlichen Schäden sollen sich auf geschätzte 50 bis 60 Milliarden/Jahr belaufen.

    Der Umsatz von Alkoholika beläuft sich ebenfalls auf ca. 50 Milliarden (2024) = volkswirtschaftlich eine fragwürdige Rechnung!

    Aber sehr profitabel für die Hersteller.

    Ein Schelm, der Böses dabei denkt ...

    https://www.tagesschau.de/wissen/klima/r…-krebs-100.html

    Auffällig ist, dass auch in diesem Beitrag, der Alkohol zwar erwähnt wird, doch der Fokus auf's Rauchen bzw. Lungenerkrankungen, auch auf Brustkrebs, Übergewicht etc. gelegt wird.

    Und Früherkennung - quasi - als "Heilmittel" propagiert wird.

    Zieht man in Betracht und das darf man, dass neben dem Rauchen, der Alkoholkonsum eine wesentlichte Ursache der Krebserkrankungen darstellt, die man selbst, wissentlich ... willentlich beeinflussen kann - jeder Einzelne, bleibt die Frage offen, in wie weit man das Alkoholbewusstsein überhaupt stärken will.

    Im Land der Säufer, sicherlich keine einfache Aufgabe, doch eine notwendige, wenn man überhaupt etwas verändern will.

    Zu vorsichtig, zu verhaltend, zu nebenbei (!) wir vor Alkohol gewarnt.

    Echte Prävention sieht anders aus.

    Hallo Helga,

    ich bin mit dir völlig einer Meinung, die Liste ist lang!

    Doch wenn wir alle nicht irgendwo anfangen, wird das nie etwas!

    Wenn's bei so simplen Sachen, wie Alkohol schon scheitert, das jeder verstehen könnte, wie will man dann die Leute von PFAS, Billigfutter, Plastikmüll oder der nicht abzuwendenden Klimaerwärmung überzeugen?

    Will man Bewusstsein, incl. Bildung, hineinprügeln?🙃 ... bei all den Verlockungen, Verballhornungen, Ablenkungen und vor allem der permanenten Angstmacherei, kann das doch gar nicht gelingen!

    Schüre Angst, manipuliere, streue Verunsicherung und frohlocke ... das hat vor 1000 Jahren funktioniert und tut es bis heute!

    Nenne es meinetwegen Kapitalismus. Bemerkt man, überhaupt, wer davon profitiert (Geld/Wohlstand), ist die Antwort eine sehr einfache!

    Es geht ja nicht nur um Psychopharmaka.

    Stimmt!

    Die Liste ist lang. Beginnt man, wenn auch ganz behutsam, mit der Recherche, wird man schnell zu Medikamentenverweigerer und Diagnosenanzweifler.

    Angefangen beim Einschlafmitteln, wie bspw. Contergan, stösst man bis heute auf viele vermutete, nicht eineindeutig bewiesene Annahmen, deren Zweifel durchaus Berechtigung finden.

    Von der WHO bzw. dem BfArM zugelassen, oftmals auch beworben, wird man schnell zum willigen Probanden - vieles hilft ja auch ... augenscheinlich, wenn auch mit "überschaubaren" (tolerierbaren?) Nebenwirkungen.

    Wir glauben, hoffen die Natur überlisten zu können, anstatt uns der Ursachen zu widmen, bekämpfen wie die Wirkungenen - Technologie ist oft das Zauberwort, natürliche (!) Gegegenheiten/Grundgesätze völlig ausser acht lassend.

    Ein endloses Thema! Da ist's doch prima, wenn wir den Auslöser von Alkoholismus kennen und wissen was zu tun ist: einfach, logisch und selbst für den Beschänktesten nachvollziehbar.

    Doch selbst da versagen wir als Gesellschaft, selbst in der kleinsten Zelle, der Familie, geistern diverse ... ??? ... Utopien herum.

    Niemand fordert einen Roten Hand Brief für Alkohol - warum wohl?

    Ich habe den Eindruck es gibt nur noch Soziopathen auf diesem Planeten.

    Der Verdacht liegt nahe, dass viele, sehr viele blind auf die Gabe von Psychopharmaka setzen und auch vertrauen.

    Die Medizin propagiert, die Ärzte verschreiben, div. Studien publizieren = das muss richtig sein!

    Geht man in Psychatrien oder besucht Menschen in der Geriatrie und hält sich dort länger auf ... spricht vorallem mit dem Pflegepersonal, ganz privat, wird der Eindruck schnell ein sehr skeptischer.

    Beschäftigt man sich damit, wer welche Studien finanziert, kommt sehr schnell ein Verdacht auf ... -> nichts bewiesen, alles halb so schlimm, schließlich ist es ja Medizin und von offizieller Seite abgesegnet.

    Ähnliche Beobachtungen wie Sparkassen_Helga machte ich auch, Junkies im Altenheim ... pflegeleicht, da ruhig gestellt.

    Einzelne schwarze Schafe gibt es immer, doch liegt das flächendeckende, sehr profitable Problem ganz woanders.

    Einsicht? Nicht wirklich.

    Ziel einer MPU ist, das alkoholisierte Fahren einzuschränken, nicht das alkoholisierte Leben!

    Ab 1,6 Promille (Ersttäter, auch beim Fahrrad) wird eine MPU angeordnet.

    Bewusstsein, also bewusst mit Alkohol umzugehen ist ein anderes Thema, da kann eine Alkoholfahrt maximal ein Weckruf sein.

    Soweit ich weiss wird dort nicht mit Nachdruck vermittelt wie der Führerschein wiedererlangt werden kann ...

    Genau, das ist das Problem, es fehlen klare, eineindeutige Aussagen!

    Dass man trunkend kein Kfz führen darf, ist klar, wer dafür verantwortlich ist auch, dass es dafür Strafen gibt ist auch jedem bewusst.

    Doch niemand sagt dir: Abstinenz ... bitte weise diese nach und beweise somit, dass du eben nicht ein Trunkenbold bist!

    Wenn es denn ein "Ausrutscher" war, kann ich doch locker ein paar Monate (Sperrfrist) auf Alkohol verzichten (statt dry january, dry Sperrfist). Wenn das nicht gelingt, ist es doch offensichtlich, wo das Problem liegt, vorallem für den nun Fahrerlaubnislosen.


    Das der Gesetzgeber da kräftig nachbessern muss um den Wildwuchs einzudämmen steht für mich ausser Frage. Denn wo leichtes Geld zu holen ist steht der Kriminelle schon Schlange.

    Die Gestze/Verordungen sind klar und ausreichend, sei es beim EU- oder Nicht-EU-Führerschein und deren Gültigkeit in der BRD.

    Dummheit, Unwissenheit oder wie auch immer man es nennen möchte, ist immer ein guter Nährboden für krumme Geschäfte.

    Meine wohl gravierenste Erkenntnis ist/war, dass es letztendlich keine Rolle spielt, ob man nun trinkt oder nicht ... die Realität bleibt wie sie ist!

    Nur, dass mit Alkohol zwar vieles leichter erscheint, doch letztendich alles nur noch sçhwieriger wird. Der Pfegefall bleibt, die angespannte Familiensituation bleibt, nichts verändert sich, nur man selbst verändert sich, nicht gerade zum Positiven.

    Als meine Mutter noch lebte, auch Pflegefall, betäubte ich oft meine Verzweiflung - heute, im Nachhinein, muss ich gestehen, ich machte es mir nur schwerer, machte mir mehr Arbeit (weil ich schlechter funktionierte), das halft weder mir, noch der Pflegebedürftigen.

    Leider hat der Otto-Normal-Verdiener selten eine Wahl!

    Bestimmt gibt es viele Broschüren über die MPU, wie gut oder nachhaltig, also wie überzeugend sie sind, zeigt die Anzahl der bestandenen MPU's bzw. die Anzahl der Wiederholungstäter.

    Alle MPU'ler wollen nur eines: ihren Schein zurück!

    Viele, sehr viele haben ein gravierendes (verharmlosenendes) alkoholisches Problem ... mal so'n Ausrutscher ist selten bis gar nicht der Fall ... wer noch mit über 1 Promille ein Fahrzeug steuern kann (halbwegs gut), zeugt von einem guten Trainingszustand, einer exellenten Gewöhnung, Selbstüberschätzung, Realitätsverzerrung ... , dank Alkohols.

    Das eigentliche Problem ist der Umgang mit Alkohol, grundsätzlich. Auch oder besonders in der Gesellschaft, in den Köpfen jedes Einzelnen.

    Alkohol lässt einen nachlässig bis übermütig werden. Fiel das Kind in den Brunnen (Fahrerlaubnis weg), ist das Geschrei, Reue, Einsicht etc. groß, doch selten nachhaltig (länger anhaltend).