Hummerbuden auf Helgoland.
Beiträge von Paul
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Hallo Emily,
schei** auf die Statistik!🥳 Auf Meinungsumfragen etc.pp., du allein entscheidest - Du für dich.
Ausser man zwingt dich oder verzaubert dich. ...'n bissel Selbstbewusstein (sich etwas zutrauen) ist durchaus erlaubt ... nicht nur heute, sondern ein Leben lang.🙃
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Reha bedeutet generell nicht geheilt.(was bei unserer Krankheit sowieso nicht möglich ist)
Ich verstehe unter Rehabilitation auch ein Wiederherstellen von psychischen oder physischen Grundvoraussetzungen.
Die Aussage "was bei unserer Krankheit sowieso nicht möglich ist" finde ich irreführend bis fatal, suggeriert sie doch, dieses Leid ... diese gedankliche Abhängigkeit würde niemals enden - als Argument wird oft aufgeführt: "ja, wenn man wieder trinkt ..." ... na logisch! Wenn ich mich wieder vergifte und strenggenommen ist Alkoholkosum nichts anderes, werde ich wieder erkranken, da ich mir meine Alkoholresilienz (geringe Mengen) durch jahrelanges Traning für immer zerstörte.
Wenn ich mich immer wieder vergifte oder mich mit Viren/Bakterien infiziere, werde ich auch nie "geheilt"/resistent.
Suchtdruck oder auch Craving, diese aufkommende Gier, ist jedoch ein "anerzogenes", antrainiertes Verhalten und das vergeht mit der Zeit, sogar gänzlich!
Ausser ich nähre diese Gedanken ständig, ähnlich einer Angst.
Suchtdruck hat doch einen gedanklichen Ursprung, er ist keine Reaktion des Körpers auf einen vorhandenen Mangel ... denke ich nicht an Alk. oder ist er mir schlichtweg egal ... geworden, passiert auch nichts mehr in meinen Gedanken, meinem Hirn.
Das was ich mir vorher antrainierte: Alkohol = gut, ist reversibel ... in meinen Gedanken - das ist doch der entscheidene Punkt! So lange ich die Gedanken wachhalte, Alkohol sei der "Erlöser", ein Glücklichmacher, Stressbeseitiger, Entspannungsmittel, werde ich für immer "krank" bleiben und das nur im Kopf ... in meinen Gedanken.
Denn mein Körper benötigt definitiv keinen Alkohol, im Gegenteil! Er funktioniert viel besser, effektiver und auch länger (störungsfreier) ohne dieses Mittel aus der Hydroxy-Gruppe der Alkohole und Phenole, die übrigens alle eine hervorragende desinfizierende, also abtötende (lebensfeindliche) Wirkung haben.
Manche reden sogar, oder wünschen es sich, von normalem (Alkohol-)Trinkverhalten - niemand fragt, was denn normal sei, wenn man seine Zellen und somit das Gesamtkonstrukt Körper, auch nur ein bisschen, vergiftet.
Jeder versucht seine Kinder, sein Haustier vor diesen, eigentlich vor allen, schädlichen Substanzen zu schützen.
Nur bei sich selbst, einmal "infiziert", scheint "diese Vernunft" nicht mehr zu funktionieren.
Ist das eine Art der Sinnesmodalität/Schizophrenie der wir da erlagen?
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Hallo Emily,
nach nun einem Jahr alkoholfrei, wie fühlst du dich da?
Wo ist sie hin, die anfängliche Angst, vor dem es nicht zu schaffen, vor dem Rückfall? Die Euphorie der ersten Tage/Wochen, es nun endlich geschafft zu haben. Ist sie der Gelassenheit gewichen? So wie bei mir: ... alles halb so wild, alles machbar, alles zu schaffen, wenn man (frau) nur dran bleibt und sich nicht selbst verrückt macht?
Ich hab' mir vertraut, anfänglich arg zögerlich und mächtig unsicher und doch zuversichtlich. Ich ignorierte erfolgreich alle Zweifel und alle Zweifler.
Wie war's bei dir?
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Danke für die Antwort, Herr Bassmann.
Wenn also die Vorteile überwiegen und einem das auch bewusst ist, man es verinnerlicht ... es Teil seiner DNA, seines Denkens wird ... fällt einem das Loslassen, z.Bsp. vom Alkohol, leicht ... leichter.
Bei mir war es bestimmt auch so ... erst als es mir gelang, gedanklich, den Druck, meinetwegen auch die Frucht vor'm "Rückfall", vor'm wieder Versagen, Schwachwerden zu nehmen, verschwand auch meine Anspannung und somit die Furcht und Alkohol wurde wieder zu dem was es schon immer war: eine Flüssigkeit in einer Flasche.
Nur meine Gedanken verbanden diese Flüssigkeit mit ... allem möglichen.
Und dazu brauchte es nicht mal diese Flüssigkeit, um gewisse körperliche Reaktionen hervorzurufen, daran denken genügte völlig, wie bspw. bei einer Spinnen- oder anderen Phobie -> ich denke daran und schon wird mir unwohl, obwoh es keinen wirklichen Grund gibt.
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Hallo Herr Bassmann,
verzeih' die Frage: lebst du nun abstinent, also alkoholfrei?
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Egal welchen Weg oder welche Worte du wählst oder ich oder sie, er muss plausibel sein für dich, mich oder sie. 👋
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Nicht letztendlich, sondern überhaupt stellt sich nur eine einzige Frage:
trinke ich zu viel und will ich so weiter machen?
Findet man darauf eine Antwort, ist eigentlich und uneigentlich alles gesagt!
Wenn daraus kein Handeln resultiert, kann man sich die Beantwortung auch sparen!
Ist das so schwer zu verstehen? Dann kann man sich auch den ganzen Schnickschack, die Wortklauberei schenken.
Für alle, denen meine Kernaussage verborgen blieb:
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ehrlich ... Dieses Erkennen einer Wahrheit haben wir doch alle gefürchtet wie der Teufel das Weihwasser. ... wenn wir nicht untergehen wollen,
Fehlt noch: ein harter, langer Weg, nie wieder, für immer süchtig, lebenslang, bekennst du dich ... Alkoholiker und ähnliche dramatische Vokabeln.
Nicht letztendlich, sondern überhaupt stellt sich nur eine einzige Frage:
trinke ich zu viel und will ich so weiter machen?
Findet man darauf eine Antwort, ist eigentlich und uneigentlich alles gesagt!
Das kann man eierig tun, mit allerlei Fremdwörtern schmücken, in seiner Sprache äußern oder in der des Gegenübers ... egal, Hauptsache es wird verstanden. Und das, wenn's geht, urteils- und unterstellungsfrei, vor allem verständlich und möglichst ohne einen Anflug von Belehrung.
Egal welchen Weg oder welche Worte du wählst oder ich oder sie, er muss plausibel sein für dich, mich oder sie. 👋
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Ich bin kein Alkoholiker, ich habe eine Alkoholgebrauchsstörung!
Klingt viel freundlicher und nicht so stigmatisierend.
Ebenso: ich bin nicht trocken, sondern nüchtern/alkoholfrei. Als Baby war ich oft nass ...
Auch strebe ich keine lebenslange Abstinenz an, sondern ein alkoholfreies, nüchternes (gesundes) Leben.
Meine Sucht wird mich nicht mein Leben lang begleiten! Allein diese Vorstellung erzeugt eine Angst in mir, die ich keines Falls haben möchte, schon gar nicht ein Leben lang. Denn Angst macht unsicher - mich jedenfalls.
Auch möchte ich nicht zufrieden abstinent sein, ebenso wie unzufrieden besoffen, ich möchte stressfrei alkoholfreie Getränke genießen können und auf nichts "verzichten".
Verzichten bedeutet: fernhalten, auslassen, enthalten, asketisch, keusch sein. Schlimmstenfalls, einen Mangel hinnehmen.
Ich war ein Säufer, wem dieses Wort zu hart oder gar despektierlich erscheint, möge bitte ein anderes wählen, jetzt bin ich es nicht mehr.
Vielleicht war ich auch krank, jetzt bin ich es nicht mehr! Ich war lange "krank" ... im Kopf, weil ich glaubte, ich müsse Alkohol trinken.
Ich irrte mich!
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....sich wieder dran gewöhnen Betäubungsmittelfrei zu sein...
Wie schnell so eine Gewöhnung geht, zeigt auch sehr gut der RTL-Beitrag (auch auf YouTube): 4 Wochen Alkohol: Jenke's schockierend Erfahrung
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Nicht neu, aber sehenswert auf YouTube:
4 Wochen Alkohol: Jenke's schockierende Erfahrung ...
(nicht verlinkt, da nicht rechtefrei)
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Hallo Herr Laggard,
so'n Tag scheint bei euch recht überschaubar zu sein ?. Ich frage mich oft, womit beschäftigt man sich dort die ganze Zeit über ... Weiterbildung in Form von Erkenntnisunterricht, Gruppengepräche, im Sinne von Erlebnis- und daraus gewonnenen Erkenntnisberichten (Aha-Effekten)? Sport, Yoga u.ä., auch Beschäftigungstheraphie, im Sinne von nicht mehr an Alkohol denken bzw. positive Erbebnisse völlig alkoholfrei bemerken ... leuchtet mir ein - doch kann man da einen Tag füllen, eine Woche/Wochen? Kommt da nicht manchmal Langeweile auf? Gerade bei so vielen unterschiedlichen Charakteren?
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Bin ich bzw. war ich psychisch abhängig ... also seelisch, nervlich, gedanklich, gefühlsmäßig?
Als ich noch trank, wollte ich bestimmte Gefühle betäuben, also wegmachen oder bestimmte Gefühle erzeugen ... ein Gefühl von Belohnung, Entspannung, Lockerheit, Befriedigung (zufrieden sein) o.ä..
Hätte Alkohol nur negative Stimmungen erzeugt oder Unwohlsein (auch körperliches) wäre es sicher nicht zu dieser, meiner Belohnungs- oder Betäubungssucht gekommen. Alles was mir Unbehagen verursacht, mied ich ja auch ... warum funktionierte das so schlecht bei Alkohol?
Sicherlich, am Anfang meiner "Alkoholkarriere" funtionierte dieses Unwohlsein noch recht gut, der Körper reagierte = leichter Schwindel, erste motorische Ausfälle, Übelkeit bis hin zum Erbrechen u.a..
Als diese negativen Begleiterscheinungen nachließen, durch permanentes Training, überwog der positive Effekt ... ich war fröhlich, locker, entspannt, oft auch etwas übermütig ... alles war positiv besetzt!
Begann da meine gefühlsmäßige (psychische) Abhängigkeit? Die auch, irgendwann, jegliche Vernunft, jeglich Vorsicht ausschaltetete/betäubte.
War ich "betäubungssüchtig" geworden ... "frohsinnssüchtig" ... wenn's geht, ganz schnell, praktisch auf Knopfdruck und das garantiert? Ich fürchte ja.
Als ich nicht mehr trank, fehlte all das ... die Belohnung, die eigentlich nie eine war, das angenehme, friedvolle Dahinsäuseln, einem zufriedenen Baby gleich - es dauerte Wochen, ja Monate (!!!) bis ich wieder lernte, auch mit meinen unangenehmen Empfindungen umzugehen.
Das nennt man dann wohl Entzug ... psychischen, gedanklichen Entzug. Oder ein sich wieder daran gewöhnen, ein betäubungsmittelfreies Leben zu leben.
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Hallo blackisbeautiful,
ich find's mutig, dich auf längeres Nicht-trinken einzulassen, es zu probieren, um vielleicht herauszubekommen ... ja, was eigentlich?
Auch ich trank immer wegen der Wirkung, ich wollte dem ganzen Schei**, der mich umgab, entfliehen und wenn's nur für den Abend war ... endlich mal Ruhe haben ... in meinem Kopf.
Für immer abstinend, kam in meinen Gedanken auch nie vor! Was ist schon für immer, außer vielleicht für immer tot, wenn man mal die Wi(e)dergburt
ausschließt?Probiere es aus, ob es dir damit besser geht oder nicht und entscheide dann!
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Ich hielt, bis heute, immer die Erinnerung an die fürchterlichen Ereignisse, als ich zur hilflosen Person wurde, wach, ähnlich der verbrannten Finger, die ich mir am heißen Ofen holte - wollte ich das wieder ... war das so schön?
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Hallo Emily,
ich fürchte da liegt ein Missverständnis vor ... wenn ich Alkohol trinke, er in meinem Körper ist, bin ich natürlich auch "machtlos", dann wirkt er!
Wenn ich ständig an die vermeintlichen (!) Vorzüge des Rausches denke, mich nicht von dem Gedanken löse, ihn ständig am Leben erhalte, dann wirkt zwar nicht der Alkohol, unmittelbar, doch unbeeinflusst, in meinem Denken, Fühlen, bleibe ich dann auch nicht.
Dieses Gefühl (!), verblasste bei mir mit der Zeit, auch erst, als ich den gedanklichen Kampf aufgab. Als ich bergiff, Alkohol ist genau so ungefährlich wie WC-Reiniger oder Salzsäure, wenn ich ihn nicht trinke.
Warum sollte ich ihn also jemals wieder trinken wollen? Wusste ich doch, was er für einen Schaden in mir anrichtet ... bei mir, dem Ex-Alkoholiker. Ich hatte meine natürlichen Schutzreflexe verloren, durch jahrelanges Training (Trinken) hatte mein Körper eine dermaßene Toleranz entwickelt/erlernt (Suchtgedächnis "des Organismus").
Früher, also ich noch jung und alkohohlunerfahren (untrainiert) war, regagierte mein Körper recht schnell ... durch Übelkeit, Schwindel, leichte Verwirrtheit (unangenehm) - doch mit zunehmender Gewöhnung (Trainig) ließen all diese Schutzreaktionen nach.
Nicht, dass der Körper "besser" mit Alkohol umgehen konnte, doch er lernte, immer besser, diese o.g. Teilausfälle auszugleichen ... bis zur Menge X. Wurde diese Menge überschritten, verfiel ich in komatösen Schlaf = d.h. mein Körper schaltete völlig ab ... "verhinderte" eine weitere Aufnahme (des Giftes) ... Schwindel, Übelkeit hatte ich mir ja schon erfolgreich abgewöhnt! Das merkt sich der Körper (Suchtgedächnis), ähnlich wie beim Radfahren, für immer!
Auch ich kämpfte anfangs (Abstinenz) immer gegen den Gedanken, die "Verführung", was sicherlich auch sehr hilfreich war, doch erst als ich begriff, dass ich körperlich schon längst über'n Berg war und mich entspannte, nicht mehr "kämpfte", also nicht mehr die Gedanken an Verzicht, Wehmut o.ä. wachhielt, verlor ich meine Angst, wurde mir sicher.
Ich gestatte mir sogar Alkohol zu trinken (verbot es mir nicht mehr) - doch warum sollte ich dieses, schon einmal erlebte Elend wiederholen wollen? Wusste ich doch, was dann passiert! Wer sich einmal am heißen Ofen verbrannte, lernt doch auch daraus (meistens).
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Hallo Emily,
Du bist doch nicht machtlos! Im Gegenteil, du allein hast die "Macht" , du entscheidest! ... nun wieder.
Ob du dich weiterhin psychoaktiven Substanzen aussetzt, kein Alkohol = kein zunehmendes Leid ... durch langsamen Zerfall, nicht nur auf neuronaler Ebene. Dank deines Bewusstseins, bist du wieder klar im Kopf, lebst bewusst - entscheidest selbst, nicht mehr dein, durch Toxine benebeltes Gehirn. Das ist doch 'ne freie Entscheidung mit der sich viel besser leben lässt.
Als ich begriff ... es steht in meiner Macht, nur in meiner, vom Alk loszukommen und ich auch begann diese, meine "Macht" auszuüben (nicht trinken), wurde das Leben wieder fröhlicher, nicht ideal, aber auch nicht so erbärmlich wie zuvor.
Wenn ich im Supermarkt das Bier, den Wein, den Fusel ansehe ... welche Macht hat er da, in seiner Flasche? Keine!
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Ich habe in der Zeit angefangen abends zur Entspannung zu trinken.
Benutzten wir nicht alle Alkohohl als "Beruhigungspille", als Herrunterfahr-Mittel, Sedativum, als Retter in der Not ... wenn gar nichts mehr ging? Wir am Ende unserer Kräfte, Nerven waren, wir der Verzweiflung, der Ausweglosigkeit machtlos (?) ausgeliefert waren? Anfänglich sicher auch als Stimula/Stimulierung, um bestimmte Reize zu verstärken - wenn denn die Dosierung stimmte!
Was hat sich heute, nüchtern, geändert? Sind wir gelassener geworden, weil wir eh' nix ändern können? Fügen wir uns, akzeptieren, worauf wir sowieso keinen Einfluss haben? Sind uns bestimmte Sachen schei**egal geworden? Oder ist's gar die "Altersmilde", uns bestimme Sachen jetzt/heute nicht mehr soooo wichtig erscheinen?
Warum rege ich mich nicht mehr so auf ... wie früher? Warum kann ich heute div. "Laberrhababer" lächelnd und sehr nachsichtig ertagen, worüber ich mich früher noch erregte?
Bin ich weiser geworden, sprich: gelassener, toleranter? Oder produziert mein Körper, altersbedingt, weniger Stresshormone? Früher wollte ich immer die Welt verändern.
Heute nehme ich die Welt wie sie ist, einfach so, fast (!) schon gleichgültig, gönne jedem seine Meinung, auch seine Fehlbarkeit und mir die meine.... wenn der Nachbar seine Kinder schlägt, in fernen Ländern die Bomben fallen oder der Planet, langsam, sich mehr und mehr erhitzt ... was kann ich schon allein (!!!) dagegen tun? Mich aufregen - schadet nur mir!
Ein Bekannter, ein niemals nüchterner Alkoholiker, Mitte/Ende 60, fand sich mit sich und seinem nicht gerade rosigen Lebensumständen ab, mit dem Satz: "Was will man (ich) denn machen?" "... warum soll ich mit der Sauferei aufhören? Das ist doch noch das Einzige was ich hab' ... und sterben tu' ich sowieso, warum nicht besoffen? Dann tut's wenigstens nicht weh." = irgendwie traurig, doch wenn man keine Ziele mehr hat, jedenfalls keine erreichbaren?
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Aber ich als Alkoholikerin musste ja trinken.
Warum? Weil du dich selbst nicht ertragen konntest?
Was ist jetzt anders? Die Welt blieb ja gleich.