Zunächst erstmal geht es für jeden, der Leidensdruck aufgrund seines Umgangs mit den modernen Technologien verspürt, ...
Danke, dass du mir erklärst worum es dir geht. Daran dachte ich überhaupt nicht: Leidensdruck.
Zunächst erstmal geht es für jeden, der Leidensdruck aufgrund seines Umgangs mit den modernen Technologien verspürt, ...
Danke, dass du mir erklärst worum es dir geht. Daran dachte ich überhaupt nicht: Leidensdruck.
Ethik, das bekommen wir ja nicht mal bei der Haltung unserer Nutztiere hin. Die Gesetze sind da und dann hört's auch schon wieder auf. Wer soll das alles kontrollieren? Und auch bezahlen? Die Wunderwaffe KI?
Ja, schön war's mit dem Telefon im Flur.
Die Lösung, alles wieder auf Anfang zu setzen, ist nicht besonders sinnvoll.
Neues Spiel, neues Glück? Abstinzenz? Oder Kontrolle?
Oder vielleicht doch das Prinzip Hoffnung ... mal sehen, wie lange es gut geht? Alle Anzeichen des Verfalls schönreden und nur die Vorteile sehen - das erinnernt mich irgendwie an Alkoholiker ... keine Ahnung warum ![]()
Gibt noch mehr Nachteile
Nö, nur Vorteile ... alle werden zufriedener, entspannter, das Leben wird immer sicherer, wir (Menschen) froher, dank der Techologie(n) bekommen wir alles in den Griff, nebenbei steigt der Suchtmittelkonsum, die Erderwärmung u.s.w.u.s.f. ... ich freu' mich!![]()
nach Feierabend
Dank dieser ständigen mobilen Erreichbarkeit hat doch kaum noch einer "Feierabend", ausser er schaltet diese Dinger ab.
Wie schön war es früher, ja, da war es besser
, als es noch einen Sendeschluss im TV gab, da war dann wirklich Feierabend, Ruhe. So etwas erlebst du heute nur noch in der Mongolei oder in der Antarktis ... Sendeschluss, Ruhe. Da sind auch die Menschen ... Pinguine (Antarktis) viel gelassener.
Schau dir doch mal die Handy-Kinder an ... unkonzentriert, hibbelig, von den Erwachsenen ganz zu schweigen ... ist das Optimierung, Fortschritt? Nimmst du einem sein Mobilphone weg wird er unruhig, manche sind dem Nervenzusammenbruch nahe. Ja, jetzt ist jetzt, doch ist das nicht besorgniserregend?
so mancher im Beruf stehende Mensch und manche sehr engagierte und intelligente Eltern sehen sich dazu gar nicht in der Lage, sich die Zeit dafür zu nehmen, weil sie in Beruf und Familie derart eingebunden sind.
Wie gelang es nur unseren Großmüttern und Müttern uns und die Generationen vor uns großzuziehen?
Gewiss eine spannende Erfahrung für dich,
Die "spannende Erfahrung" war, dass ich ohne diese ganze Spannung (der Optimierung und Zeitersparnis) viel entspannter war, ausgeglichener und gelassener. So wie in der Zeit, als man noch dem Brief aus Luftpostpapier entgegenfieberte und nicht ständig irgend ein Handy, um meine Aufmerksamkeit buhlte, diverse Assistenzsysteme mich im Auto vom eigentlichen Fahren abhielten und mir App's oder mir sogenannte Fitnessuhren sagten, wie es mir geht.
Auch mein Belohnungs-/Betäubungsbedürfnis war ohne diesen ganzen Optimierungswahn, Zeitersparniswunsch viel geringer ... weil ... ich hatte Zeit, für mich, für Andere ... ich war stressfrei ... einfach so.
Danke, Frau Sparkassen_Helga für deine "zwei Cents", doch wo führt uns diese ganze "Optimierung" hin, diese Zeitersparnis? Wer benötigt Uraubsfotos in Echtzeit oder Pipipausen berechnende Automobile?
Auch ich kann mich noch sehr gut an Briefe auf Luftpostpapier erinnern oder an eine Zeit, als man sich am Telefon noch wirklich etwas zu sagen hatte.
Vor einiger Zeit war ich mal in New York, erschreckend und faszinierend zugleich und doch war ich froh, als ich dieser ganzen Hektik entfliehen konnte. Auch war ich mal in der Mongolei ... fernab der Hauptstadt, ohne Technik, ohne diese ganze Optimiererei und Zeitersparnis = Entschleunigung pur ... wo Menschen noch einander zuhörten, Zeit für einander hatten ... einfach aufmerksam waren und Geduld hatten, wo die Welt nicht gleich drohte unterzugehen, bei jedem kleinen Missgeschick, wo die KI (künstliche Intelligenz) noch eine natürliche, menschliche Intelligenz war ...
Ich kann ein Buch empfehlen: Das Zeitalter der Blechdosen: die versunkene Zivilisation des 20. Jahrhunderts, Wolgang Zöller 1990.
Früher, im Zeitalter der Käuterkundigen, wurden gewisse Kräuter sehr geschätzt, wie Beifuss, Wermutkraut, Johanniskraut, auch Pilze u.v.a.m., auf Grund ihrer beruhigenden bis halluzierenden Wirkungen.
Salopp gesagt, man konnte ich bei solchen Festen mal ordentlich die Kante geben, sofern die Kräuterkundigen, die wenigen, es ermöglichten. Heute scheint dieses Wissen verloren, die Mythen blieben ...
... dass nur ca. 13% es schaffen, ...
Das mag stimmen, doch änderten die, welchen es nicht gelang ... auf Dauer, in keinster Weise ihr "Leben", ihre Einstellung, ihre Ansicht.
Fragt man mal die "Rückfälligen", wird man immer wieder feststellen, sie versuchten einer unangenehmen Situation zu entkommen. Sie verdängten "erfolgreich" den momentanen Schmerz, Stress, Unvermögen mittels Alkohol, völlig ausblendend, dass sich (Realität) absolut nichts ändert.
Hallo Emily,
mir ging/geht es ähnlich ... allmählich gewöhnte ich mich an den alkoholfreien Alltag, es verflog die Angst vor "dem Rückfall", es wurde zur Normalität.
Anfänglich befeuerte mich immer die Angst, die machte mich unsicher, säte Zweifel, ließ mich wanken ... was wäre wenn? Auch Aussagen wie "man bleibt immer abhängig" trugen nicht gerade zur Entspannung bei. Erst als ich dieses "was wäre wenn" völlig für mich ausschloss, weil ... warum sollte ich wieder trinken, wenn es mir denn dann so schlecht gehen würde - wieder ... mit diesem Bewusstsein, wurde ich mit der Zeit immer entspannter und verlor gänzlich meine Furcht. Furcht macht Stress, Stress verleitet ihn betäuben zu wollen ... verliert man die Furcht vor der Furcht, bleibt auch dieser (!) Stress aus.
Zu einfach? Nicht nachvollziehbar?
Egal! Bei mir hat es vortrefflich funktioniert, nur gewöhnen musste ich mich daran und ja, es dauerte viele Monate, vielleicht ein Jahr oder sogar noch etwas länger, es funktionierte aber. So sehr unterscheiden wir uns doch nicht vom Pawlowschen Hund.
Also pfeife ich auf Statistiken und genieße einfach mein nüchternes Leben 😄
Gute Einstellung! 💐
Wenn du nicht süchtig bist, dann trink einfach mal mindestens 6 Monate nichts.
Hallo Micha,
Tom's Vorschlag ist doch ein akzeptabler, wenn dir 6 Monate zu viel sind, beginne mit 3 ... 4 Monaten. Das tust du doch für dich, nur für dich.
Wenn dir trinken mehr Vorteile bringt und du dich (wirklich!) wohler fühlst, lass es so wie es ist.
Hummerbuden auf Helgoland.
Hallo Emily,
schei** auf die Statistik!🥳 Auf Meinungsumfragen etc.pp., du allein entscheidest - Du für dich.
Ausser man zwingt dich oder verzaubert dich. ...'n bissel Selbstbewusstein (sich etwas zutrauen) ist durchaus erlaubt ... nicht nur heute, sondern ein Leben lang.🙃
Reha bedeutet generell nicht geheilt.(was bei unserer Krankheit sowieso nicht möglich ist)
Ich verstehe unter Rehabilitation auch ein Wiederherstellen von psychischen oder physischen Grundvoraussetzungen.
Die Aussage "was bei unserer Krankheit sowieso nicht möglich ist" finde ich irreführend bis fatal, suggeriert sie doch, dieses Leid ... diese gedankliche Abhängigkeit würde niemals enden - als Argument wird oft aufgeführt: "ja, wenn man wieder trinkt ..." ... na logisch! Wenn ich mich wieder vergifte und strenggenommen ist Alkoholkosum nichts anderes, werde ich wieder erkranken, da ich mir meine Alkoholresilienz (geringe Mengen) durch jahrelanges Traning für immer zerstörte.
Wenn ich mich immer wieder vergifte oder mich mit Viren/Bakterien infiziere, werde ich auch nie "geheilt"/resistent.
Suchtdruck oder auch Craving, diese aufkommende Gier, ist jedoch ein "anerzogenes", antrainiertes Verhalten und das vergeht mit der Zeit, sogar gänzlich!
Ausser ich nähre diese Gedanken ständig, ähnlich einer Angst.
Suchtdruck hat doch einen gedanklichen Ursprung, er ist keine Reaktion des Körpers auf einen vorhandenen Mangel ... denke ich nicht an Alk. oder ist er mir schlichtweg egal ... geworden, passiert auch nichts mehr in meinen Gedanken, meinem Hirn.
Das was ich mir vorher antrainierte: Alkohol = gut, ist reversibel ... in meinen Gedanken - das ist doch der entscheidene Punkt! So lange ich die Gedanken wachhalte, Alkohol sei der "Erlöser", ein Glücklichmacher, Stressbeseitiger, Entspannungsmittel, werde ich für immer "krank" bleiben und das nur im Kopf ... in meinen Gedanken.
Denn mein Körper benötigt definitiv keinen Alkohol, im Gegenteil! Er funktioniert viel besser, effektiver und auch länger (störungsfreier) ohne dieses Mittel aus der Hydroxy-Gruppe der Alkohole und Phenole, die übrigens alle eine hervorragende desinfizierende, also abtötende (lebensfeindliche) Wirkung haben.
Manche reden sogar, oder wünschen es sich, von normalem (Alkohol-)Trinkverhalten - niemand fragt, was denn normal sei, wenn man seine Zellen und somit das Gesamtkonstrukt Körper, auch nur ein bisschen, vergiftet.
Jeder versucht seine Kinder, sein Haustier vor diesen, eigentlich vor allen, schädlichen Substanzen zu schützen.
Nur bei sich selbst, einmal "infiziert", scheint "diese Vernunft" nicht mehr zu funktionieren.
Ist das eine Art der Sinnesmodalität/Schizophrenie der wir da erlagen?
Hallo Emily,
nach nun einem Jahr alkoholfrei, wie fühlst du dich da?
Wo ist sie hin, die anfängliche Angst, vor dem es nicht zu schaffen, vor dem Rückfall? Die Euphorie der ersten Tage/Wochen, es nun endlich geschafft zu haben. Ist sie der Gelassenheit gewichen? So wie bei mir: ... alles halb so wild, alles machbar, alles zu schaffen, wenn man (frau) nur dran bleibt und sich nicht selbst verrückt macht?
Ich hab' mir vertraut, anfänglich arg zögerlich und mächtig unsicher und doch zuversichtlich. Ich ignorierte erfolgreich alle Zweifel und alle Zweifler.
Wie war's bei dir?
Danke für die Antwort, Herr Bassmann.
Wenn also die Vorteile überwiegen und einem das auch bewusst ist, man es verinnerlicht ... es Teil seiner DNA, seines Denkens wird ... fällt einem das Loslassen, z.Bsp. vom Alkohol, leicht ... leichter.
Bei mir war es bestimmt auch so ... erst als es mir gelang, gedanklich, den Druck, meinetwegen auch die Frucht vor'm "Rückfall", vor'm wieder Versagen, Schwachwerden zu nehmen, verschwand auch meine Anspannung und somit die Furcht und Alkohol wurde wieder zu dem was es schon immer war: eine Flüssigkeit in einer Flasche.
Nur meine Gedanken verbanden diese Flüssigkeit mit ... allem möglichen.
Und dazu brauchte es nicht mal diese Flüssigkeit, um gewisse körperliche Reaktionen hervorzurufen, daran denken genügte völlig, wie bspw. bei einer Spinnen- oder anderen Phobie -> ich denke daran und schon wird mir unwohl, obwoh es keinen wirklichen Grund gibt.
Hallo Herr Bassmann,
verzeih' die Frage: lebst du nun abstinent, also alkoholfrei?
Egal welchen Weg oder welche Worte du wählst oder ich oder sie, er muss plausibel sein für dich, mich oder sie. 👋