Beiträge von AmSee13

    Irgendwas habe ich neulich gemacht, über das ich dachte „ich glaube, das tut mir gut“.
    Meine Güte, was war das nur noch… 🤔🤷🏻‍♀️

    Nicht zu glauben, obwohl ich gerade einige Minuten innegehalten habe, will es mir nicht mehr einfallen.
    Aber immerhin hat mein Unterbewusstsein das Thema scheinbar nicht vergessen, sonst hätte ich das neulich nicht gedacht. Ich hoffe, es kommt wieder.

    Mach dir auch da nicht so einen Kopf. Das kommt bestimmt wieder an die Oberfläche.
    Kennst du das Phänomen, dass dir eine Information partout nicht einfallen will? Und dann Stunden, manchmal sogar Tage später ist die Info plötzlich da, einfach so.

    Ich hab‘s schon öfter erlebt. Stelle mir das wie einen Bestellvorgang in einer großen Bibliothek vor. Und so vertraue ich inzwischen einfach, dass die Bestellung irgendwann geliefert wird. 😊


    Liebe Grüße

    AmSee

    Guten Abend, Mia.

    Ich glaube viel mehr als sehr oberflächliches Wissen habe ich über das Suchtgedächtnis, oder was so im Belohnungszentrum los ist, nicht. Hast du vielleicht eine gute Quelle für mich, wo ich mir einen Überblick verschaffen kann, möglicherweise hier im Forum?

    Fündig wirst du zum Beispiel hier:

    Die Neurobiologie der Sucht

    Mitten drin in dem Artikel wird auf weitere hochinteressante Artikel verwiesen/verlinkt.

    Das macht übrigens überhaupt nichts, wenn du nur oberflächliches Wissen darüber hast. Wissen über die Neurobiologie- und chemie des Gehirns hat MIR sehr geholfen, gewisse Vorgänge bei mir nachvollziehen zu können und mir verständlich zu machen. Das ist aber, wie ich ein paar mal feststellen durfte, nicht jedermanns Sache.
    Musst du gucken, ob das auch für dich etwas ist. 😉

    Meine Gedanken dazu: Wie wär’s, wenn du die, bei denen du dieses Gefühl hast, einfach mal danach fragst?

    Das mache ich ja, durchaus auch hier. wie man merkt. Und auch an anderen Stellen.

    Ja, das habe ich schon beobachtet, nur habe ich persönlich den Eindruck, dass sich das eher auf Nutzer im anderen Forum bezieht und dass sich hier kaum jemand findet, der in diese Richtung denkt. Natürlich kann ich mich da auch irren.
    Interessant fand ich persönlich Rents Gedanken dazu.

    Ich überlege gerade wie ich darauf antworten soll, was ich aber fühle ist, dass ich mich nicht dafür rechtfertigen muss. Als auch nicht erklären muss.

    Wenn ich solche Fragen stelle, dann nicht, weil ich eine Rechtfertigung erwarte. Mit welchem Recht denn auch?

    Nein, ich stelle solche Fragen einfach aus ehrlichem Interesse. Deine Motive bzw. deine Movativation interessiert mich schlicht und ergreifend. Dahinter steckt bei mir wohl auch so eine Art psychologisches Interesse.

    Wie du inzwischen bemerkt haben wirst, mache ich mir um Vieles so meine eigenen Gedanken. Und mitunter teile ich diese Gedanken auch.
    Perspektivwechsel empfinde ich nicht selten als Bereicherung in meinem Leben.

    Was ich als sehr stark in mir erachte, den sehr positiven Lebenswandel den ich durchmache, durchaus auf einer breiten Plattform zu teilen.

    Wer könnte denn dagegen etwas sagen? Bietet es doch die Chance, andere zu inspirieren und ihnen vielleicht Mut zu machen, das mal näher kennenzulernen.

    Noch zu dem „in den Köpfen anderer Menschen sein“:

    Das oder vielmehr die Problematik, die damit u.U. verbunden ist, ist so ein Thema, das mich auch schon eine Weile beschäftigt.
    Wenn du magst, können wir uns darüber bei Gelegenheit mal austauschen.

    Eine Problematik sehe ich zum Beispiel, wenn man dabei von falschen oder unpräzisen Vorstellungen ausgeht. Ich selbst habe mich stets daran gestört, wenn man mich in eine Schublade gepackt hat, in die ich meiner eigenen Wahrnehmung nach überhaupt nicht gehöre.
    Im anderen Forum ist mir das zum Beispiel passiert, aber nicht nur dort. Mitunter war das ziemlich kränkend.

    Ich weiß nicht, ich habe so das Gefühl, das bei manchem Menschen, die aufgehört haben zu trinken und bei denen möglicherweise die Vergangenheit schwierig im Bezug auf Alkohol gewesen ist, oftmals ein "Kreuz" mit sich tragen und ewig Buße tun müssen.

    Meine Gedanken dazu: Wie wär’s, wenn du die, bei denen du dieses Gefühl hast, einfach mal danach fragst?

    Ein anderer Gedanke: Bist du damit nicht wieder in den Köpfen anderer Menschen?

    Ich frage mich, warum dir das so wichtig ist, aus welchen Gründen andere Menschen sich u.U. so schwer tun? Spielt das denn für DICH wirklich eine Rolle?

    Spürst du so eine Art von Mission in dir, etwas daran ändern zu müssen? - Die Frage ist nicht abfällig gemeint oder wertend. Ich weiß, dass es Menschen gibt und gegeben hat, die so etwas in sich spüren.

    Ich selbst spüre so etwas nämlich ganz und gar nicht.

    Hallo Mia.

    Aber manchmal erschlägt mich die Erkenntnis, dass das nicht nur eine Phase ist, sondern die Option zu trinken einfach keine mehr ist, immer noch.

    Eigentlich ist das nicht weiter verwunderlich, DASS das geschieht.
    Noch hat dein ganzes System nicht so viel Vertrauen, dass du ohne diese Krücke, die es nun einmal kennengelernt hat, auskommen wird und es ihm dauerhaft gut damit gehen wird.
    Vom Prinzip lernst du gerade (wieder) das Gehen und das ist verständlicherweise mit Unbehagen verbunden. Und genau dieses Unbehagen ist manchmal etwas mehr an der Oberfläche und ruft etwas auf den Plan, was es als „bewährt“ kennt. Es ist im Grunde dein sogenannters Belohnungszentrum im Gehirn und das mit ihm verbundene Suchtgedächtnis, das sich da meldet. Da werden bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet, die eine ganze Kette in Gang setzen.

    Hast du davon schon mal ein bisschen was gelesen oder gehört?

    Aber all die wichtigen Sätze in meinem Kopf, schützen mich.
    Kurz gesagt: ich kann mir nichts mehr vormachen.

    Sehr gut, dass diese Sätze präsent und zur Hand sind. So spürst du schon mal etwas Selbstwirksamkeit. Und genau diese Selbstwirksamkeit gilt es weiterhin auszubauen. Nicht unbedingt in Richtung „Belohnung“, sondern vielmehr in alles, was dich irgendwie stärkt, dein allgemeines Wohlbefinden nährt und dich ganz zu dir selbst finden lässt.

    Was das genau ist, ist bei jedem anders. Hast du inzwischen schon das eine oder andere finden können, was DIR wirklich gut tut?

    Bis hierhin erstmal.

    Liebe Grüße

    AmSee


    Hallo Loner,
    aufgrund deines letzten Beitrags kann ich nachvollziehen, warum du dir diesen Nickname zugelegt hast.
    Allein in der Natur wandern, eher für sich sein, nicht so gerne unter vielen Menschen sein, in einer extrovertierten Welt irgendwie bestehen können, ist etwas, was auch auf mich zutrifft.

    Auch mit Depressionen bin ich ziemlich vertraut.

    Und ich kenne das auch zu gut, mein Bier und andere alkoholische Getränke als erste leer zu haben.

    Ist halt nur nicht so einfach an das Thema mal dran zu gehen.

    So ging es mir auch, bis ich vor drei Jahren hier aufschlug. Da war mir längst schon bewusst geworden, dass mit meinem Alkoholkonsum etwas nicht stimmt, ich aber Angst hatte, auf das, was ich mir vom Alkohol versprach, zu verzichten.

    Ich hab vor mir selbst meinen Alkoholkonsum stets verharmlost und dann kamen vor über drei Jahren mehrfach Situationen, in denen sich das nicht mehr verharmlosen ließ, sondern in mir - endlich möchte ich heute sagen - Alarmglocken angingen.

    Mit wem hätte ich darüber reden können? - Einer Eingebung folgend wandte ich mich an dieses Forum, weil ich hoffte, dort Menschen zu finden, die mir Auskunft geben könnten.

    Mein Einstieg war etwas holprig, weil ich beschrieb, was mir der Alkohol bedeutete, aber ich traf hier auf genau die Gesprächspartner, die ich brauchte. Dafür bin ich diesen Menschen noch heute dankbar.

    Was MICH damals erreichte, war die Perspektive, dass eine zufriedene Abstinenz möglich ist. Da wollte ich auch hin und hab ab sofort keinen Tropfen mehr angerührt, sondern mich damit beschäftigt, wie ich zufrieden abstinent werden könnte.

    Ich hab in jener Zeit viel hier geschrieben und noch viel mehr gelesen. Schon seit einer ganzen Weile darf ich glücklich von mir behaupten, zufrieden abstinent zu sein. Von der Sehnsucht nach Alkohol, von den Versprechungen, die ich mir von dem Konsum gemacht habe, ist nichts mehr geblieben.

    Körperlich und psychisch habe ich eine Genesung erfahren, die ich so niemals erwartet hättet, das hat mich natürlich auf meinem Weg bestärkt.

    Da du das Thema „Belohnung“ ansprichst. Auch das ist ein Thema, das mich sehr beschäftigt hat. Wenn du magst, können wir uns über dieses Thema austauschen und darüber, wie du dem ohne Alkohol begegnen könntest. Zentraler Ansatzpunkt ist, einen ausgewogenen inneren Ausgleich zu finden, um genau diesen Drang, der dich zum Alkohol treibt, schon frühzeitig den Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Wir lesen uns?
    AmSee

    Die Formulierung macht den Unterschied. ;) Das Wörtchen „riskant“ wirkt anders als „brandgefährlich“, enthält eben nicht dieses Angst Schürende. So könnte die Formulierung auch von mir kommen.

    Die Selbstwirksamkeit zu stärken ist bei mir seit geraumer Zeit ein Thema, ein Thema, was sich für mich selbst tatsächlich als heilsam erweist, ich hab ja noch andere Baustellen.

    Ein solcher Rat wie von Hubby wird auch von MIR niemals zu hören/lesen sein. Wie du sagst: Zu riskant.

    Dein Rat, den du mir damals gegeben hast, kann eben die Selbstwirksamkeit stärken. MIR hast du damit damals Mut gegeben, eine möglicherweise riskante Situation mit leicht anzuwendenden Mitteln selbst bewältigen zu können. Und ich HABE sie erfolgreich bewältigt, was mich wiederum bestärkt hat.

    Hallo Loner,

    du bist nun für den öffentlichen Bereich freigeschaltet.

    Die Begrifflichkeit spielt meines Erachtens zunächst einmal keine Rolle, egal ob du nun bereits Alkoholiker bist oder „nur“ gefährdet, entscheidend ist eigentlich, welche Gedanken dich hierher geführt haben:

    Es währe doch viel schöner, wenn ich mir keinen Kopf machen müsste und freier wäre. Das ist es nicht wert. Fragt sich nur wie ich es schaffen kann auch über einen längeren Zeitraum ... vielleicht auch für den Rest meines Lebens nüchtern zu bleiben.


    Das, was du derzeit durch deine Abstinenz erfährst, sagt schon eine Menge aus, oder? Ohne Alkohol geht’s dir offensichtlich besser.

    Ich mein es spricht ja nichts dagegen ab und zu mal ein Glas Sekt oder Wein oder ein kleines Bier zu trinken. Aber das reicht mir nicht. Und wenn ich dann regelmäßig meine "Dosis" konsumiere plane ich bereits Pausen damit ich fit genug für z.B. Reisen bin. Das ist doch ... dumm.

    Und genau DAS sollte dich nachdenklich machen.

    Als ich selbst vor über drei Jahren hier aufschlug, hat mich das Problem beschäftigt, dass ich meinen Konsum nicht mehr wirklich kontrollieren kann.

    Durch den Austausch mit anderen hier und durch das Lesen der Erfahrungsberichte anderer begriff ich, wo ich bereits stand und wohin ich gerade auf dem besten Wege war.
    Da hab ich die Reißleine gezogen und es seither nicht bereut.

    Also, gutes Ankommen hier.

    Viele Grüße

    AmSee

    Hallo und herzlich willkommen, Loner ,

    ob du hier richtig bist, wirst du wahrscheinlich nur selbst entscheiden können, wenn du hier erstmal ein bisschen angekommen bist und dich etwas mehr über deine Fragen ausgetauscht hast.

    Komm erstmal in Ruhe an, lies dich ein bisschen ein.

    Ich werde dich gleich für den Austausch im öffentlichen Bereich freischalten, dann kannst du dort schreiben.

    Viele Grüße

    AmSee

    Hallo Samsa,
    deinen Beiträgen ist deine Verzweiflung deutlich zu entnehmen.

    So schwer dir das gerade fällt, lass dir folgende Frage von mir gefallen, sie ist gewiss nicht böse gemeint.

    Wie hört sich das an, was du da geschrieben hast?

    dann gibt es diese Rückschläge die über Tage gehen, obwohl er mir morgens noch verspricht "Sich zu benehmen", heute auch. Und dann komme ich nach Hause und er ist total aufgedreht, laute musik auf volle Lautstärke, egal wa sich dazu sage. Ich weiß nicht mehr weiter.




    So klingt eine Mutter, die sich über ihr ungezogenes Kind beklagt.


    So schlimm die Situation für dich auch gerade ist, ist es DAS, was du dir unter einer Partnerschaft vorgestellt hast?

    Liebe Grüße

    AmSee

    Bist Du so ein Angsthase? ;)


    Ich denke in diesem Zusammenhang weniger an mich, sondern an die Wirkung, die das Angst-Machen meiner Beobachtung nach auf den einen oder anderen Abstinenzler zu haben scheint.

    Rent hat sich da mal auf ein Beispiel bezogen:

    Zitat von Rent

    Und wenn jemand nach 20 Jahren ein Restaurant meidet, weil es ihn triggern könnte, ist es für ihn genau so richtig und gut. (Das ist SEIN Weg)


    Du hast darauf geantwortet:

    Zitat von Rekonvaleszent

    Dann tut mit eine solche Person leid. Vielleicht hat sie auch einiges falsch gemacht. Ich bin schon nach einigen Monaten wieder ins Restaurant gegangen und meine Frau hat zum Essen stets einen Wein getrunken.


    Mir tut eine solche Person auch leid, weil sie selbst nach zwanzig Jahren Trockenheit noch Angst hat, dass sie da etwas triggern KÖNNTE.

    Ich frage mich ernsthaft, ob bei einer solchen Person noch Angst vorhanden wäre, wenn sie von Anfang an in ihrer Selbstwirksamkeit gestärkt worden wäre.

    Ich selbst bin schon seit geraumer Zeit genau dorthin unterwegs, mich in meiner Selbstwirksamkeit zu stärken. Und für mich fühlt sich das richtig gut an.

    Und wegen meiner eigenen Erfahrung damit teile ich hier meine Gedanken dazu. ;)


    Ernsthaft: Inwiefern ist das „gegendertes, wokes Wischi-Waschi Gedöns“? 🤷‍♀️

    ich gehe sogar noch weiter und behaupte, dass die Taktik des angetäuschten Saufens brandgefährlich ist.

    Ich kann das mit meinem mittlerweile erworbenen Wissen gut nachvollziehen, was du zum Ausdruck bringen willst. Es geht dir um die Warnung vor dem Risiko, das da eingegangen wird.

    Mich persönlich stört aber das Vokabular „brandgefährlich“, weil das Angst schürend wirkt. „Angst ist ein schlechter Ratgeber.“ heißt es und auch solche negativen Gefühle können wiederum zum Trigger werden.

    Für hilfreich halte ich persönlich eher das, was Mut macht und die Selbstwirksamkeit stärkt.
    Selbstwirksamkeit kann zum Beispiel dadurch gestärkt werden, direkt auf ein alkoholfreies Getränk zuzusteuern oder direkt danach zu fragen.

    Der Trinkreflex kommt rasch, wenn das Glas erst mal an den Mund geführt ist.

    Dazu fällt mir grad was ein: Ich hab mich mindestens im ersten Jahr ein paar Mal dabei beobachtet, dass ich bei Szenen im Fernsehen, in denen Alkohol konsumiert wurde, Kopfbewegungen des Mitschluckens gemacht habe. 😅


    Ist euch das auch schon mal so ergangen? Ich war jedenfalls verblüfft, dass ich das automatisch gemacht hab und hab über mich selbst lachen müssen. Angst gemacht hat es mir nicht.

    Gestern habe ich den Podcast Flaschengeist weiter gehört und habe verstanden, wie sehr man sich selbst verlässt, wenn man trinkt, um etwas von sich nicht zu spüren.
    Das ist doch tatsächlich als würde man seinem inneren (Kind) sagen „geh weg, wenn du so bist, will ich dich nicht!“.

    Da ist was Wahres dran. Danke fürs Teilen.

    Mensch, Mia, du bist schon bei Tag 15! 👍
    Na, wie fühlt sich das an?

    Egal, wie schwer es dir gefallen ist, dich zu der Suchtgruppe hinzuzugesellen, du warst da und du bist geblieben. 👍

    Ihr könnt gehen und jederzeit zurückkommen, auch und vor allem dann, wenn euch das nüchterne Leben mal nicht gelingt.
    (Meine Sucht schlug kurz Purzelbäume und dachte sofort… naja, ihr könnt es euch denken).

    Mag sie getan haben, dürfte auch völlig normal sein, dass sie‘s tut, aber interessant ist doch, wie DU damit umgegangen bist. - Magst du erzählen, wie du damit umgegangen bist?

    Ich ertappte mich bei innerer Ungeduld und dem Gedanken, dass da vorne vielleicht eher jemand von euch hin passen würde.

    Musste schmunzeln, als ich das las.