Beiträge von AmSee13

    Hi Emmi,

    frag mich ruhig aus, ich will dir gerne antworten. 😄

    Da die letzte Zeit für mich ziiiiieeemlich anstrengend war und ich davon zur Zeit einfach nur platt bin, komme ich voraussichtlich erst in den nächsten Tagen dazu, dir ausgiebig auf alle deine Fragen zu antworten.

    Was ich jetzt erstmal recht allgemein antworten kann, ist, dass das ein länger dauernder Lernprozess war, bis ich dorthin gekommen bin, wo ich inzwischen schon seit einer ganzen Weile bin.

    Allein der Gedanke daran, wenn "bald" :D der Frühling kommt, die Gartenarbeit beginnt, man sich mit einem kalten Bier nach Feierabend in die Sonne setzt.. also versteh mich nicht falsch, für Menschen die gar nicht trinken ist das auch so schon schön genug, ohne das Bier. Für mich ist das Bier aber so die Kirsche auf der Sahne. Und ich schätze genau da liegt das Problem. Die Konditionierung in meinem Gehirn, die es tatsächlich gar nicht wirklich anders kennt (außer in "Zwangspausen" wie Schwangerschaft etc.).

    Das kommt mir sooooooowas von bekannt vor. Und nein, ich verstehe dich da gewiss nicht falsch, weil ich das ja selbst kenne - bzw. aus heutiger Sicht betrachtet kannte. 😅

    Inzwischen aber, man glaubt es kaum, bin ich davon soooo weit weg und muss da tatsächlich schon lange nichts mehr unterdrücken oder kleinreden. Meine „Kirsche auf der Sahne“ ist, so unglaublich das klingt, bei Gartenarbeit und allen anderen meiner vielen Projekte seit einer Weile tatsächlich ein großes Glas leicht sprudelndes Wassers. 😅 Davor war’s noch Apfelsaftschorle oder ein Limonadengetränk, aber irgendwie hat es sich bei mir im Laufe der Zeit dahin entwickelt, dass ich auch auf zuckerhaltige Getränke keine rechte Lust mehr habe. Das hat mir mein Körper von sich aus signalisiert, dass er voll auf Wasser steht. 😅


    Wie gesagt war das ein länger dauernder Lernprozess. Da waren zum einen die überaus positiven Erfahrungen, die ich körperlich und psychisch im Laufe meiner Abstinenz machte, was mich zunehmend hat umdenken lassen. Zum anderen habe ich mich - typisch für mich - wirklich seeehr viel mit dem Thema beschäftigt. Rückblickend betrachtet hätte es manches Mal durchaus etwas weniger sein dürfen. Hab mich da durchaus mitunter überfordert. 🫣

    Und ich schätze genau da liegt das Problem. Die Konditionierung in meinem Gehirn, die es tatsächlich gar nicht wirklich anders kennt (außer in "Zwangspausen" wie Schwangerschaft etc.).

    Da lag auch für mich das Problem. Deshalb hat mich das Thema „Neurobiologie der Sucht“ schließlich so interessiert.
    Die gute Nachricht ist ja, dass man sich von dieser Konditionierung tatsächlich mehr oder minder ganz lösen kann bzw. sich gegen-konditionieren kann.


    Das hat auch bei bei mir seine Zeit gedauert und ist auch nicht von selbst geschehen, inzwischen ist das „Neue“ für mich tatsächlich zum Selbstläufer geworden.


    Ich hab außer dem Austausch hier (und später zwischendurch auch in einem anderen Forum) und dem Lesen vieler Erfahrungsberichte anderer auch noch ein paar Bücher, die ich hier über die Literaturecke gefunden habe, gelesen. Darunter das Buch von Daniel Schreiber, „Nüchtern“ und das Buch von Simon Borowiak, „Alk. Fast ein medizinisches Sachbuch“. Vielleicht sind die ja auch für dich interessant?

    Bis hierhin erstmal.

    Ganz liebe Grüße zurück und einen guten Rutsch ins neue Jahr

    AmSee

    Hallo Miteinander,

    nun, kurz vor Ende dieses Kalenderjahres möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich bei allen, die hier regelmäßig schreiben, ganz herzlich zu bedanken:

    Danke, dass ihr dieses Forum durch das Teilen eurer Erfahrungen bereichert, Danke dafür, dass und wie ihr euch als Ansprechpartner für Hilfesuchende einbringt und Danke auch für eure konstruktiven Anregungen und Ideen.

    Ich denke, es sehr gut, dass es dieses Forum noch gibt und für Betroffene weiterhin als hilfreiche Resource, die von „Erster Hilfe“ über konstruktiven Austausch bis hin zu einer umfangreichen Wissens- und Erfahrungsbibliothek reicht, zur Verfügung steht. Dass das so ist, ist auf jeden Fall auch mit eurer Verdienst.

    Mein herzliches Dankeschön an dieser Stelle auch nochmals an unseren Admin Alex07 . Dein Engagement für dieses Forum ist einmalig.

    Ich wünsche euch einen guten Jahreswechsel und einen guten Start ins neue Jahr 2025.

    Freundliche Grüße

    AmSee

    Hallo und herzlich willkommen zurück, Stevie84,

    Danke dir für dein Teilen.
    Mein Glückwünsche, dass du inzwischen schon auf über ein Jahr in deinem neuen Leben zurückblicken kannst. Mögen noch viele, viele weitere Jahre hinzukommen.

    Fühl dich herzlich eingeladen, den Austausch in diesem Forum mit deinem Erfahrungen zu bereichern.

    Beste Grüße, dir ebenfalls einen schönen Abend

    AmSee

    Ich bitte darum, nicht auch noch diesen Thread zu sprengen mit Fragen/ Themen, die in gewisser Weise schon wieder weit über das Thema und Interesse dieses Threads hinausgehen.

    Bitte ggf. ein neues Thema mit passendem Titel eröffnen!


    Freundliche Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Hi Tom,

    Danke dir für deine beiden letzten Beiträge, da finde ich meine eigenen Gedanken und Erfahrungen zu diesem Thema wieder.

    Für mich ist wichtig zu wissen, dass ich nicht gefeit bin von solchen Situationen und dass es ok ist, sollten sie wieder mal eintreten.

    Diese Einstellung gefällt mir, ich teile sie und halte sie für eine entlastende und gelassene Einstellung. Ich fühle mich dabei ganz und gar nicht unter Druck und ich fühle auch keine Angst.

    Nähren wir dadurch nicht unsere Unsicherheit? Auch das ewige Hochhalten der Angst vor Triggering oder Craving, erinnert mich oft an die Gruselgeschichten, die wir unseren Kindern erzählten, damit sie keinen oder weniger Blödsinn machten, so wie unsere Eltern es mit uns schon taten.

    Ich weiß nicht und kann da auch nicht ganz folgen, warum mancher aus einer Einstellung wie deiner Tom oder meiner ein „Hochhalten von Angst“ sieht.

    Es geht doch überhaupt nicht darum, Angst zu haben, und ich lese aus deinen Zeilen auch kein bisschen Angst heraus, sondern im Gegenteil eher Gelassenheit.

    Ich denke mir sogar: Wenn ich glaubte, ich selbst würde mich durch irgendwelche Annahmen triggern, dann würde ich mir, wenn’s denn irgendwann doch mal aus welchen Gründen auch immer zu einer Trigger- oder Craving-Situation kommen sollte, ich mir selbst auch noch Vorwürfe und zusätzlichen Druck machen würde, weil ich mich selbst getriggert hätte. Das käme, wie du Tom das formulierst, dem Gedanken einer Niederlage gleich.
    Für mich jedenfalls eher weniger hilfreich.


    Nach allem aber, was ich bislang gelesen und beobachtet habe, gehe ich nicht davon aus, dass es da eine Logik gäbe oder sich eine Erklärung finden ließe, mit der sich das Thema ein für allemal für jeden Selbstbetroffenen zutreffend beantworten ließe. Da scheint so vieles hineinzuspielen.

    Insofern, wenn’s denn, warum auch immer, zu einer Trigger- oder Cravingsituation kommen sollte, dann ist das eben so und im Prinzip auch ok so. 🤷‍♀️ Hilfreich ist meines Erachtens dann so ein Leitmotiv, wie Bighara das formuliert hat: „Suchtgedanken schaffen keine Tatsachen"

    Beste Grüße

    AmSee

    Hallo Zusammen,

    Danke euch, Bighara und Tom für euer Teilen und so traue ich mich auch von mir zu teilen.

    Bei mir war und ist das so, dass ich Weihnachten keine wirkliche Wahl habe, ob ich allein oder mit anderen feiere. Ich bin in die üblichen Gebräuche und Festivitäten meiner Familie eingebunden und kann mich nur entziehen, wenn’s wirklich gar nicht mehr geht.
    Das fängt bei uns mit drei Geburtstagfeiern, die nun einmal alle vor Weihnachten liegen - eine am 23. - an, geht weiter über das gemeinsame Feiern am 1. und 2. Festtag und endet mit dem Geburtstag meines Mannes nach Weihnachten.

    Ja, es ist schön, dass ich Familie habe - es handelt sich um meine angeheiratete Familie, meine Herkunftsfamilie ist gibt es nicht mehr - und ich bin durchaus auch dankbar dafür, aber für mich ist die Zeit im Dezember und Weihnachten jedes Jahr ein gefühlter Marathon.

    Ich versuche da stets die für mich dringend nötige Balance zu halten, aber dieses Jahr ist’s für mich einfach zu viel geworden. Schon am 1. Festtag ging’s mir auf der Hinfahrt zur Familie nicht gut und gestern morgen war schließlich keinerlei Energie mehr da, dabei erwarteten wir gestern doch meine Schwiegereltern bei uns zum Essen.

    Mein Mann rief dann seine Eltern an, ziemlich verzweifelt, weil ich nur noch heulend im Bett lag. Sie boten ihre Unterstützung an, kamen und halfen bei den letzten Vorbereitungen fürs Essen. Ich stieß erst zum Essen hinzu, obwohl ich kaum präsentabel war.

    Es wurde dann schließlich doch noch ein guter und sogar sehr entspannter Tag für alle Beteiligten. Am späten Nachmittag konnte ich mich endlich in den Sessel setzen und ein gutes Buch lesen. Ich hatte endlich die Zeit und Ruhe, nach der ich mich die ganzen Tage zuvor so gesehnt hatte.

    Heute stünden eigentlich schon wieder Geburtstagsvorbereitungen an, aber das verschiebe ich auf morgen.

    Hallo Miteinander,
    Ich wünsche euch ein frohes, friedliches, besinnliches Weihnachtsfest.
    🌟

    Ach, was wäre das schön, wenn die Zeile „war is over“ in John Lennons Chrismas Song endlich wahr würde. Ich hoffe und wünsche mir, dass das irgendwann tatsächlich eintrifft.

    Liebe Grüße

    AmSee

    Hallo 4Emmi,

    was du so von dir erzählst, erinnert mich an mein eigenes Ankommen hier im Forum vor über vier Jahren….

    Ich, selbst Tochter eines Alkoholikers, der an seiner Sucht zugrunde gegangen ist, war dem Alkohol ganz und gar nicht abgeneigt, aber besorgt, selbst ein ernsthaftes Alkoholproblem entwickelt zu haben.

    Der Austausch hier sowie das Lesen der Erfahrungsberichte anderer hier haben mir geholfen, zu begreifen, wo ich bereits stand und wohin es mit mir noch kommen könnte, wenn ich nicht die Reißleine zog. Ich hab sie daraufhin gezogen und das ganz und gar nicht bereut, im Gegenteil.

    Daher die Frage.. Seht ihr mein Verhalten als suchtgefährdet an? Ratschläge, Tipps?

    Ich will’s mal so sagen: Wenn bei dir alles im grünen Bereich läge, wärst du gar nicht erst hier aufgeschlagen.
    Dir selbst ist aufgefallen, dass du Schwierigkeiten hast, deinen Konsum zu kontrollieren.
    Mir ging das ganz ähnlich, wie du das von dir beschreibst.

    Ich konnte jederzeit Trinkpausen einlegen, wenn ich das wollte. Und weil ich das konnte, glaubte ich bzw. versicherte ich mir damit, gewiss noch kein Alkoholproblem entwickelt zu haben. Ich glaubte, dass ein Alkoholiker jemand sei, der immer trinken müsse und sich das nicht mehr aussuchen könne. So hatte ich es ja auch immer wieder bei meinem Vater erlebt.

    Zugleich hatte ich Angst davor, möglicherweise doch ein Problem entwickelt zu haben oder gerade zu entwickeln, und Angst davor, deswegen in Zukunft gänzlich auf Alkohol verzichten zu müssen.

    Ich hab immer mal wieder diese Online-Tests gemacht, um mir zu versichern, kein ernsthaftes Problem zu haben und weiterhin Alkohol konsumieren zu dürfen. Es kam stets nur „riskanter Konsum“ heraus.

    Hier schlug ich auf, weil ich hoffte, hier Menschen vorzufinden, die sich mit dem Thema aufgrund eigener Erfahrungen auskennen.

    Erst hier im Austausch wurde mir bewusst, dass ein Alkoholproblem bereits dann vorliegen kann und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch vorliegt, wenn man zwar Trinkenpausen einlegen kann, aber die Kontrolle über die Mengen verliert, sobald man einmal angefangen hat, und wenn die Gedanken im Prinzip ständig um den Alkohol kreisen, z.B. „Wann darf ich wieder?“, „Hab ich noch genug Alkohol im Haus?“, „Oh Mann, das war gestern mal wieder zu viel, ich sollte besser mal wieder eine Pause einlegen.“ und so weiter.


    Was mir Mut machte, war, was andere, die abstinent geworden waren, über sich teilten. Das hatte ich mir zuvor nicht vorstellen können.
    Inzwischen lebe ich, wie gesagt, bereits über vier Jahre abstinent, und bin sehr zufrieden damit.

    Im Laufe meiner Abstinenz erfuhr ich am eigenen Leib, wie viel mir der Alkohol, von dem ich mir soooo viel versprochen hatte, tatsächlich - von mir nahezu unbemerkt - genommen hatte. Körperlich und psychisch erlebte ich Verbesserungen, die ich so nicht mehr erwartet hatte. Das bestärkte mich dann erst recht auf meinem neuen abstinenten Weg.

    Viele Grüße

    AmSee (als Vollmitglied)

    Hallo 4Emmi,

    schön, dass du zu uns gefunden hast, und herzlich Willkommen hier im Forum.
    Danke dir für deine ausführliche Vorstellung, so können wir uns hier ein Bild davon machen, was dich zu uns geführt hat.
    Ich werde dich gleich für den Austausch im öffentlichen Bereich freischalten und deinen Thread in das entsprechende Unterforum verschieben.

    Ein gutes Ankommen hier und einen hilfreichen Austausch wünscht

    AmSee (als Moderatorin)

    Natürlich ist das eine harte Aussage. Klar. Aber entbehrt sie deswegen der Fakten und des Wahrheitsgehaltes?

    Welche Fakten bringen Dich denn zu der Sorge (denn das steckt ja eventuell wirklich hinter dieser unbeholfenen Art der Formulierung)? Du hast keine Fakten genannt. Also: Insofern, ja, entbehrt diese harte Aussage der Fakten.

    Und Wahrheit? Willst Du Dir wirklich anmaßen, die WAHRHEIT über das Innenleben irgendeiner der User/innen hier zu kennen?

    Entschuldigt bitte, wenn ich mir da jetzt etwas rauspicke, aber genau dazu möchte ich ein paar Gedanken beitragen.

    Das ist richtig, dass Honk keine Fakten genannt hat. Ich gehe aber mal davon aus, dass er da sich auf allgemein propagierte „Fakten“ zu unserer Thematik bezieht, auf das, was im Zusammenhang mit Triggern und Rückfällen hier und dort Erwähnung findet. Durchaus auch hier in diesem Forum.

    Was mir hier in diesem Zusammenhang nicht behagt, ist zum einen die Art und Weise der Kommunikation. Ob es sich nun um berechtigte oder unberechtigte Sorge handelt, so, wie es formuliert wird, empfinde ich das als extrem übergriffig. Da maßt sich Honk ein Urteil an und Urteilen steht weder ihm, noch mir, noch sonst irgendjemandem hier zu. Und das auch völlig unabhängig davon, ob er oder ich oder andere hier sich schon ähnliche Urteil anhören mussten.

    Trotz aller eigenen Erfahrungswerte kann ich nicht wissen, wie ein anderer tickt, und deshalb kann ich mir auch kein Urteil anmaßen.

    Man kann seine Sorge (ob berechtigt oder nicht) auch anders mitteilen, ohne dass das übergriffig ist oder übergriffig wirkt.


    Zum anderen behagt mir das mit den sogenannten „Fakten“ und „der Wahrheit“ nicht. Schwierige Sache das und nach meiner eigenen Erfahrung und Beobachtung nicht unbedingt immer und überall und auf jeden zutreffend. Auch wenn das anderswo anders proklamiert sein mag und die eigenen Erfahrungen in die eine oder andere Richtung weisen.

    Aufgrund des Austauschs hier im Forum dürfte den länger daran Beteiligten doch schon bewusst geworden sein, dass es DEN oder DIE Alkoholiker / Selbstbetroffenen nicht gibt und dass es nicht DEN EINEN Weg gibt, der für alle passt.

    Insofern ist es auch nicht „Fakt“ oder „die Wahrheit“, dass jemand, der bspw. Schwarzwälder-Kirschtorte isst und das für kein Problem hält, gleich auf einen Rückfall zusteuert und „einschleichenden Konsum“ betreibt.

    Ob das tatsächlich problematisch ist oder nicht, kann er oder sie eigentlich nur selbst beurteilen und für sich entscheiden.

    Das Recht, selbst zu entscheiden, hast du dir Honk doch auch herausgenommen und für dich eingefordert und bist, wie du immer mal wieder betont hast, eigene, unkonventionelle Wege gegangen. Wie du selbst sagst, mit Erfolg.


    Und darüber reden: Ja, wo denn, wenn nicht hier?

    -AmSee-

    Zu guter Letzt noch etwas zu Verallgemeinerungen:

    Paul , in vielen deiner Beiträge äußerst du dich verallgemeinernd über andere….

    Kann man so sehen, muss man aber nicht.


    Ich hab mir nun die Mühe gemacht, ein paar Belege rauszusuchen, in denen sich verallgemeinernd über andere geäußert wird:

    Wenn einem die Abstinenz ein neues Selbstbewusstsein seine schenk, ist's doch fein!

    Der benötigt auch keine "kleinen Ausreden".

    Die Verallgemeinerung passt nicht zu den im Thread dargelegten Begründungen, die du Paul sogar als berechtigt anerkannt hast.

    Ich denke, wer ein schlechtes Gefühl hat zu seiner Abstinenz zu stehen, der ist noch nicht so weit im Verarbeitungsprozess, Nüchternheit als normal zu verstehen.

    Verallgemeinerung, an der sich hier offensichtlich mehrere stoßen.

    Das stimmt, auch ich bemerkte, viele hängen diesem Gedanken nach oder spielen insgeheim damit. Da ist es natürlich von Vorteil, hält man das schlechte Gewissen und die Angst wach.

    Vielleicht bin ich auch anders verrückt oder anders normal, weil mir o.g. Logik völlig unlogisch erscheint. Da trifft wieder der Satz zu: jeder Jeck ist anders. Ist das die interaktive Beschänktheit? Oder normal menschlich, "unvollkommen", das was viele unter Bewusstsein verstehen, es zwar wissen ... scheinbar, es insgeheim aber dennoch anzweifeln? 🤔

    Hier äußerst du dich verallgemeinernd über andere. Da bleibst du nicht bei dir, sondern spekulierst über andere.

    Viele unterschätzen auch ihre mentalen Fähigkeiten!

    Verallgemeinerung.

    Mojo, der Thread war der falsche Ort für die Aussage. Der Thread hatte sich auch hochgeschaukelt. Die Aussage aber selber war BEWUSST persönlich getroffen.
    Sorry bitte, ich habs oben auch gesagt, sind wir in einem Suchthilfeforum wo Leute von einer Droge wegkommen wollen oder nicht? Und wenn ein User schreibt, er konsumiert weiter Lebensmittel mit Alkohol und auch Süßigkeiten, die Schnaps enthalten sähe der User nicht als problematisch an.
    Wo, an welcher Stelle, darf man denn so eine Aussage treffen?

    Natürlich ist das eine harte Aussage. Klar. Aber entbehrt sie deswegen der Fakten und des Wahrheitsgehaltes? Die Leute / wir sind ja nicht zum Spaß hier. Und wenn es einen Ort gibt, wo man mal einen Spiegel vorgehalten bekommt, dann ist dieses doch "The Place to be". Oder sehe ich das falsch? Unterstützen wir uns hier wieder beim einschleichenden Konsum?

    Ich raffs nicht, ganz ehrlich. Was wollt ihr denn?

    Dazu auch noch etwas von mir:

    Ich stehe in Kontakt mit langjährig abstinenten Selbstbetroffenen, die’s kein bisschen triggert, wenn sie Schwarzwälder-Kirschtorte, Tiramisu, Malagaeis, Marzipan (in teurerem ist Alkohol drin), Rotweinsoße oder Ähnliches konsumieren.

    Das hat, wie ich das sehe, bei denen nichts mit „einschleichendem Konsum“ zu tun, das hat bei denen nichts mit Sorglosigkeit oder mangelnder Selbstakzeptanz zu tun. Es triggert sie einfach nicht. Sowas soll‘s tatsächlich geben und diese Menschen scheinen Beispiele dafür zu sein.

    Und ich persönlich finde es anmaßend, diesen Menschen vorzuhalten, sie machten da etwas verkehrt und würden da „einschleichenden Konsum“ betreiben.

    Das erinnert mich stark an Vorhaltungen, die ich von anderswo kenne, und an denen nicht nur ich mich nicht wenig gestört habe und die ich als anmaßend und übergriffig empfand.

    Lösung: Forum aufmachen, mit Thread wo NUR der TO reinschreiben kann. Fertig. Ist das Dein Wunsch oder Ziel, oder warum kommt dieses Argument immer und immer wieder?
    Ist Austausch nicht gewünscht oder sollte man genaue Regeln einführen, wie man sich austauschen soll?

    Ganz ehrlich, sag mir, das Austausch und Meinungsäußerungen, Hinweise, ja, der berühmte Spiegel aus einer ganz anderen Perspektive nicht gewünscht ist.


    Was meiner Wahrnehmung nach nicht nur bei Mojo, sondern auch bei mir und anderen für Verärgerung sorgt und zur Abwehr herausfordert, ist die Beurteilung und Belehrung, die du Honk dir mit deiner Aussage über uns andere hier anmaßt oder anzumaßen scheinst, die Ausreden benutzen und nicht so offen und kommunikativ mit ihrer Abstinenz und den Hintergründen umgehen wie du.

    Das ist dann kein Austausch auf Augenhöhe mehr, Honk .

    Und sage mir, AmSee, das Du noch nie irgendwie deine Ansichten oder Meinungen zu einer Aussage eines oder einer TO mitgeteilt hast? Das Du immer "bei Dir" geblieben bist? Gerade wir zwei......;)

    Gewiss, Honk, bin auch ich nicht immer „bei mir“ geblieben, aber erstens habe ich daran gearbeitet und tue es noch immer und zweitens bringt uns dieser Vorwurf gerade nicht wirklich weiter, oder? Es ändert nichts daran, dass es für den Austausch besser wäre, wenn du „bei dir“ bliebest und lediglich deine eigenen Erfahrungen mit uns teilst.

    Hallo Miteinander,

    dann will ich nun mal versuchen, etwas zu klären. Ob mir das gelingt? 🤷‍♀️

    Zunächst greife ich nochmals auf, was Mojo bereits zur Schwierigkeit schriftlicher Kommunikation geschrieben hat:


    Wenn hier während meiner Zeit hier im Forum etwas hochgekocht ist - und sowas kommt leider immer mal wieder vor -, hat das nicht selten an gegenseitigen Missverständnissen in der Kommunikation gelegen.

    Nehmen wir die letzte Auseinandersetzung zwischen Mojo und Honk:

    So, wie ich das wahrgenommen habe, hat sich Mojo (und nicht nur er…) daran gestört, dass ihm durch eine Aussage wie diese

    Ich denke, wer ein schlechtes Gefühl hat zu seiner Abstinenz zu stehen, der ist noch nicht so weit im Verarbeitungsprozess, Nüchternheit als normal zu verstehen.

    unterstellt wird, ein schlechtes Gefühl zu haben zu seiner Abstinenz zu stehen, noch nicht so weit im Verarbeitungsprozess zu sein und Nüchternheit nicht als normal zu verstehen.


    Daraufhin hat Mojo, wie ich das verstanden habe, hier in diesem Thread anhand einer ausführlicheren Darstellung seines eigenen Weges gegenüber Honk auszuführen versucht, inwiefern das nicht zutreffend ist, dass er nicht zu seiner Abstinenz stünde und noch nicht so weit im Verarbeitungsprozess stünde.


    Mojos Ausführungen über sich wiederum scheinen bei Honk nicht als Widerlegung, dass Honks Beurteilung auf Mojo nicht zutreffe, angekommen zu sein.
    Honk hat, das entnehme ich seiner Antwort, Mojos Ausführungen als Vergleich aufgefasst, als wenn es hier darum ginge, wer hier die schlimmeren Erfahrungen gemacht hätte.


    Da liegen meiner Wahrnehmung nach ziemlich deutlich Missverständnisse in der Kommunikation vor, warum auch immer.
    Wie schnell sich sowas dann hochschaukelt, war hier im Forum schon öfter zu beobachten.

    Häufig liegt das gemäß Kommunikationstheorie (und das lässt sich nach meinen eigenen Erfahrungen nicht von der Hand weisen), wenn die sogenannte Beziehungsebene gestört bzw. tangiert ist. Mir scheint, dass das auch in diesem Falle passiert ist. Ob ich hier damit richtig liege oder mich irre, mögen die Betroffenen selbst beurteilen.

    Mein Rat, sofern mir ein solcher gestattet ist: Betrachtet mal in Ruhe und mit etwas Abstand das, was geschrieben/ geteilt worden ist, von der Sach- und der Selbstoffenbarungsebene. Vielleicht klärt sich da manches.

    -AmSee-

    Leute, kommt bitte erstmal wieder runter!
    Geht bitte erstmal auf Abstand!


    Ich hab den Eindruck, dass sich hier gerade ein mächtiges Missverständnis hochschaukelt. Ich werde später etwas dazu schreiben und versuchen, das zu klären.

    Paul , sorry, dass dein Thread gerade gesprengt worden ist, aber aufgrund der obigen Beiträge habe ich keine andere Möglichkeit gesehen, als direkt in deinem Thread darauf einzugehen.
    Wüsste auch nicht, wie ich da etwas verschieben könnte. Vorschläge wären aber willkommen.

    Ich hab so eher das Gefühl, diese Aussagen gehen eher direkt gegen mich als Person, weil man meine Auffassungen, meine Art der Verarbeitungen etc. nicht mag. Kann das vielleicht der Grund sein? Auf "strittigen" Personen hakt man ja gerne rum. Ob die Person da Recht hat oder nicht, spielt da meistens keine Rolle. Man hat sich fein eingeschossen. So dünkt es mir jedenfalls.

    Honk , dazu noch etwas:

    Den Eindruck habe ich persönlich nicht, dass da Aussagen direkt gegen dich als Person gehen. Ich lese die meisten Beiträge eher auf der Sachebene.

    Wenn ich einen anderen Eindruck hätte, würde ich mich nach Möglichkeit moderierend einmischen.

    Da du das selbst aber hier so ansprichst:
    Ich habe den Eindruck, dass du auf dem Beziehungsohr (noch) empfindlich bist und dich deswegen leicht angegriffen fühlst.

    Wir sind hier nun einmal völlig unterschiedliche Typen, die sich nicht mal persönlich kennen, und schriftliche Kommunikation stößt hier immer wieder an ihre Grenzen. Ich denke aber, du wärst nicht zurückgekommen, wenn du nicht grundsätzlich einen guten Eindruck von diesem Forum und seiner Offenheit und Diskussionsbereitschaft gehabt hättest.

    Deine Aussage im anderen Thread betreffend Sparkassen_Helga , dass sie die Suchtproblematik nicht Ernst nehmen würde, empfand ich als anmaßend und übergriffig. 🤷‍♀️ Meinungsäußerung hin oder her.

    Das habe ich auch so empfunden.
    Wenn Mojo nicht konkret darum gebeten hätte, den Thread zu schließen, hätte ich‘s als Moderatorin getan, um weitere Eskalationen abzuwenden.

    Ich sehe ehrlich gesagt das Problem nicht. Geht doch, wenn es da strittige Meinungen zu gibt, mit mir in einen Diskurs. Fakten vorlegen, Meinungen austauschen, auf Augenhöhe, anstatt so zu reagieren. Sorry das ich das so sagen muss, aber eine erwachsene Reaktion sieht anders aus.

    Fandest du deine Reaktion (Beitrag #47) auf Mojos direkten Beitrag an dich etwa erwachsen? Ich hab seinen Beitrag direkt an dich übrigens auf der Sachebene gelesen. Deine Reaktion hätte darauf auch ganz anders ausfallen können. Ich jedenfalls hätte mich von deiner Reaktion nicht eingeladen gefühlt, mich weiterhin mit dir austauschen zu wollen.