Beiträge von AmSee13

    Und jetzt male ich mir sogar ausnahmsweise mal wieder die Nägel an. Mit Klarlack, will es ja auch nicht mehr übertreiben 🤭 Im Suff dachte ich immer, ich muss mich aufbrezeln, damit ich gesehen werde. Heute leuchte ich mehr so von innen raus. Also nicht immer, aber immer öfter^^

    Das freut mich für dich! 👍

    Ich weiß, was du damit meinst……

    Die Unsicherheit hat mich auch lange begleitet und die Angst generell ist ja meine beste Freundin^^ Nur das ich aus Unsicherheit früher nicht still war. Im Gegenteil. Meine Mutter war Opfer pur (also ewig in unseren Köpfen) - da war ich das krasse Gegenteil. Laut, schrill, rechthaberisch bis zum erbrechen. Achjee... Ich war eine unangenehme Person. Und auch zu meinen Kindern. Bei aller Liebe (alles Wunschkinder). Sie mussten funktionieren. Und so viel schneller erwachsen werden 💧 Denn ich wollte alles. Und zwar sofort. Haus Baum Kinder Job Ehe Elternbeirat Fasching Osterkörbchen basteln - nur backen konnten andere besser^^

    Dazu nur kurz:


    Das klingt, als wenn bei dir von den Varianten des „Notfallprogramms“ das „Fight-Prgramm“, der Kampfmodus, angesprungen ist, während es bei mir eher „Flight“, d.h. Flucht und Vermeiden, war….

    So oder so ein „Notfallprogramm“, das unwillentlich (es sitzt offenbar im Stammhirn, dem entwicklungsgeschichtlich ältesten Teil unseres Gehirns) bei „Gefahrensituationen“ aus Selbstschutz anspringt…


    Und jemand, der das „Pech“ hatte, das sogenannte „Urvertrauen“ nicht oder nicht vollständig erwerben zu können, lebt offenbar gefühlt nahezu ständig „in Gefahr“….

    Hallo Miteinander,

    Kann man sich die Frage beantworten, was einen erzürnt, erregt, deprimiert oder ängstigt (diese negativen Gefühle hervorrbringt), wüsste man schon mal den Grund für diesen "Stresshormonüberschuss" ... und anstatt immer die Wirkung zu bekämpfen bzw. zu betäuben, wäre es von Vorteil sich der Ursache zu widmen.

    Was stört also einen? Was bringt diese negativen Gefühle (Erregungszustände) hervor? Und warum regt man sich überhaupt darüber auf???

    Angst (Phobie) ... warum habe ich diese? Warum kann ich es nicht gelassen(er) sehen? Und wenn ich es gelassen sehen würde ... wäre es es ein Nachteil und wenn ja, welcher?

    Ich weiß nicht, wie das anderen hier, die tatsächlich mit einer Angststörung zu tun haben oder gehabt haben, und insbesondere Laggard mit diesem Ausführungen gegangen ist…

    Mir selbst, die ich tatsächlich Jahrzehnte unter einer Angststörung gelitten habe, stoßen diese Ausführungen irgendwie auf….

    So, wie ich nun einmal bin und auch geprägt worden bin, habe ich mir solche Fragen durchaus auch gestellt, wann immer ich mit meinen Angst- und Panikgefühlen konfrontiert worden bin. Sie sind ja auch von außen betrachtet so logisch und ich bin auch ein sehr rationaler Mensch….

    Geholfen hat MIR das herzlich wenig, sondern mich im Gegenteil noch kleiner und schlechter fühlen lassen, als ich mich eh schon gefühlt habe.

    Das, was bei mir ursächlich für meine Angststörung gewesen ist, saß, wie sich dann, als ich das endlich mit zu mir passender professioneller Hilfe angehen konnte, tatsächlich sehr viel tiefer.

    Eine gewisse Gelassenheit im Umgang damit und eine spürbare Verbesserung (Heilung?) stellte sich bei mir erst ein, als das, was in der Tiefe lag, mit professioneller Hilfe bewältigt wurde und ich hilfreiche Werkzeuge und Übungen im Umgang mit meinen Ängsten- und Panikgefühlen erlernt habe.

    Wie oft bin ich gedanklich in meinen „Keller“ gegangen, um selbst eine Lösung zu finden, obwohl mich mein Arzt immer wieder davor gewarnt hat. - Heute ist mir klar, warum er mich davor gewarnt hat und warum ich das nicht hätte tun sollen…. - Selbst gefunden hab ich die Lösung auf diesem Weg nicht, obwohl ich nicht auf den Kopf gefallen bin….



    Lieber Laggard , ich weiß nicht, was bei dir die Ursachen sind, - kann es auch nicht wissen und muss es auch nicht wissen - ich kann dir nur sagen, dass ich, als ich soweit war, nach einem Therapeuten gesucht habe, der auch Erfahrung im Bereich „Traumatherapie“ hat, obwohl ich kein „Traumapatient“ im eigentlichen Sinne bin, sondern mit etwas zu tun hatte, das sich „Entwicklungstrauma“ nennt.

    Bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten bin ich auf „Somatic Experiencing“ gestoßen und auf „EMDR“.

    Vielleicht ist eine von diesem therapeutischen Möglichkeiten auch für dich interessant?

    Liebe Grüße

    AmSee

    Liebe ichso ,

    erstmal Danke dir für dein Feedback.

    Über das andere, was du geschrieben hast, möchte ich noch etwas länger nachdenken, bevor ich was schreibe. Nur auf deinen letzten Satz, drängt es mich, jetzt kurz einzugehen:

    Und last but not least: Ich empfinde mich schon lange nicht mehr als verletzbar. Die größten Verletzungen habe ich hinter mir. Wir haben Sternenkinder in der Familie.

    Da passt etwas nicht zu dem, was ich in der letzten Zeit von dir gelesen habe, denn du selbst hast letztens geschrieben, wie verletzbar du dich fühlst…. Als du dich zu Stilles Wasser s Erklärung zu seinem Nickname geäußert hast, zum Beispiel, aber auch an anderen Stellen.
    Ich frage mich gerade, wie das mit diesem deinem letzten Satz zusammenpasst. 🤔

    Verzeih, wenn das zu direkt ist. Ich weiß, dass das keine einfachen Themen sind….


    Liebe Grüße

    AmSee

    ichso , interessant und auch spannend, was du für dich (mal wieder) feststellst, nicht wahr?
    Danke dir für dein Teilen, vielleicht finden sich ja auch andere darin wieder.

    Und für mich (wieder mal) erkannt, dass ich im Internet gern nach "Liebe" bettel

    Mir kommt dabei der Gedanke, dass du dich damit auch verletzlich machst….

    Für mich unter anderem ein Grund, mich nicht von Anerkennung, geschweige denn Liebe, im Internet oder anderswo abhängig zu machen….


    Bei mir spielen allerdings entwicklungsbedingt Verletzungen und Verletzbarkeit eine sehr große Rolle….

    Ich hab mich fast mein ganzes Leben darum bemüht, nicht so verletzbar zu sein…

    Am liebsten wäre ich unsichtbar gewesen, denn ich glaubte, dass, wer unsichtbar ist, von anderen nicht verletzt werden kann.

    Deswegen hab ich mich, so gut es ging, unsichtbar zu machen versucht und mich um Anpassung bemüht, um eben möglichst nicht aufzufallen.

    Doch ich war nie unsichtbar, zum einen, weil die Anpassungsmöglichkeiten ihre Grenzen haben und ich eben anders war als die Menschen, mit denen ich zu tun hatte.

    Zum anderen, weil ich dieses überaus ausgeprägte Verantwortungs- und Gerechtigkeitsempfinden hatte - Bin viel zu früh in die Verantwortungsrolle geraten - und ggf. eben nicht schweigen oder nicht nichts tun konnte, selbst wenn das auf meine Kosten ging.

    Zugleich habe ich mich immer danach gesehnt, dass mich jemand „sieht“ und mich so annimmt, wie ich bin. - Als mir das vor einigen Jahren in der Klinik, in der ich wie schon oft erwähnt wegen Depressionen war, geschah, dass mich tatsächlich jemand „sah“…… Was war DAS für eine überwältigende Erfahrung! Ich hab geheult, als es geschah.

    Inzwischen brauche ich das nicht mehr, dass mich jemand anderes „sieht“, weil inzwischen etwas in mir geheilt ist und ich mich selbst richtig sehen und annehmen kann. Doch ich freue mich noch immer, wenn mich jemand tatsächlich „sieht“.


    Das mit der Verletzbarkeit spielt übrigens für mich hier im Forum ab und zu noch eine Rolle….
    Es ist dadurch, dass ich hier auch Moderatorin bin, so, dass ich hier sehr präsent bin.
    Das ist mir eigentlich gar nicht so recht.
    Manchmal denke ich, mein Schreiben hier könne den Eindruck erwecken, ich wolle mich hervortun.
    DAS will ich aber gar nicht, mich hervortun.
    Manchmal fühle ich mich deswegen im Nachhinein mit meinen Beiträgen gar nicht so wohl.


    Liebe Grüße

    AmSee

    Den Spielfilm habe ich, wenn ich mich recht erinnere, auch gesehen, aber da kannte ich das Buch schon.
    Biografische Entdeckergeschichten mag ich auch. Den „Medicus“ habe ich auch vor ein paar Jahren verschlungen.

    Gerne ohne Krieg, Politik und Gewalt, wo das natürlich im historischen Kontext nicht fehlen muss.

    🤔Mal sehen, ob mir im Laufe der Zeit noch das eine oder andere, das ich bereits kenne, wiedereinfällt, oder ob mir vielleicht was Interessantes, was dich interessieren könnte, über den Weg läuft.

    Welchen Hörbuchanbieter verwendest Du?

    Meistens nutze ich Spotify, manchmal greife ich auf Audible zurück.

    Sparkassen_Helga , da du Humboldt erwähnt hast….

    Kennst du schon „Die Entdeckung der Langsamkeit“ von Sten Nadolny, gesprochen vom Autor selbst?
    Darin geht’s zwar nicht um Humboldt, sondern um den englischen Kapitän und Polarforscher Sir John Franklin (1786-1847), aber vielleicht geht das ja in die Richtung, die dich interessiert?

    Ich selbst hab das Buch vor ein paar Jahren gehört.


    Über Humboldt geht’s in „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann, gelesen von Ulrich Noethen.
    Das Buch hab ich vor einer ganzen Weile gelesen, ist mir gerade erst wieder eingefallen. 💭

    Sparkassen_Helga , vielleicht ist „Einfach Hawking - Geniale Gedanken verständlich erklärt“ von Rüdiger Vaas, gelesen von Daniel Pokladek interessant für dich?

    Hab‘s gerade entdeckt, könnte mich jedenfalls interessieren….. Hab‘s mir in die „Bibliothek“ gepackt. Mal sehen, ob das was für mich ist….



    Auch interessant für dich könnte, „Eine kurze Geschichte von fast allem“, von Bill Bryson sein, gelesen von Oliver Rohrbeck.


    Belletristik ist eher nicht meins - es sei denn es wird so abgefahren wie Per Anhalter durch die Galaxis, Scheibenweltromane oder auch Hobbit.

    Vielleicht kann Andreas Eschbach da mithalten und zwar mit „Eines Menschen Flügel“ oder „Die Haarteppichknüpfer“ oder „Quest“?


    Oder Kai Meyer, „Die Geisterseher“?

    Zwei Hörbücher mit historischem Hintergrund waren bei mir zuletzt die beiden Bücher von Peter Prange, „Eine Familie in Deutschland“.

    Gerade habe ich ein neues interessantes Hörbuch gefunden, dessen erste Kapitel mich schon ansprechen:

    „Das Glück liegt am Ende der Straße“ von Ulrike Herwig, gelesen von Angelika Thomas.

    Der Roman handelt von zwei Frauen, die völlig gegensätzlich leben und einander begegnen: Elli, obdachlos, täglich aufs Neue um ein würdevolles Leben auf der Straße kämpfend, und Lisa, eine Frau, die eigentlich alles hat (gut situiert, verheiratet, Mutter dreier Kinder und eine Arbeit als Teilzeitredakteurin bei einem Lifestyle-Magazin), aber dauergestresst und nicht glücklich ist.

    Schon in den ersten Kapiteln tauche ich ein in die unterschiedlichen Lebenswelten und kann beiden gut folgen.
    Die Sprecherin gefällt mir, ich mag ihr gern zuhören. - Das gelingt mir nicht bei jedem Hörbuch-Sprecher/ jeder Hörbuch-Sprecherin.

    Bin gespannt, ob der Rest des Hörbuches auch so ansprechend bleibt, wie es bereits die ersten Kapitel für mich sind.

    Ich mag Bücher von Aufbruch, d.h. Bücher über Menschen, die sich aufmachen. Sie inspirieren mich, machen mir zuweilen auch Mut.

    Eines dieser Bücher ist zum Beispiel „Der Salzpfad“ von Raynor Winn. Als Hörbuch wird es von Jutta Speidel vorgelesen.

    Das Buch ist eine Reiseerzählung, es erzählt die wahre Geschichte der Autorin und ihres Mannes. Sie verlieren im mittleren Alter durch tragische Umstände ihr gesamtes Hab und Gut, der Mann erkrankt an einer fortschreitenden Muskelerkrankung.
    Sie entschließen sich spontan, den South West Coast Path - Großbritanniens längsten Fernwanderweg - entlang zu wandern, und zwar mit einem ersteigenden, einfachen Zelt und minimaler Grundausstattung.

    Ach entschuldige bitte, total vergessen! Normalerweise achte ich immer sehr darauf.

    Kommt eben vor… Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein….

    Kann ich es beschreiben? Falls das auch das Urheberrecht verletzt, nimm es gern auch wieder raus. Danke vorab für deine Mühe

    Ich dreh‘s mal um: Muss es unbedingt hier im öffentlichen Bereich beschrieben werden? 😉

    Deine jetzige kurze Beschreibung an sich kann, denke ich, stehen bleiben.

    Beste Grüße

    AmSee als Mod

    Johannes , kann ich nachvollziehen… ist mir auch so gegangen, dass im Laufe der Abstinenz so einiges hoch kam…

    Es gibt einige Situationen, die sich eingebrannt haben, die ich eigentlich mit meiner Mutter aufarbeiten müsste.....aber das wird nicht funktionieren, das kann ich mir sparen.

    Ich konnt‘s auch nicht mit meiner Mutter aufarbeiten, die hatte mit sich irgendwie schon genug zu tragen….

    Mittlerweile habe ich erkannt und begriffen, wie meine Eltern und auch meine Großeltern selbst geprägt waren von dysfunktionalen Verhältnissen in ihren jeweiligen Elternhäusern.

    Das macht es nicht besser für mich, aber es macht es leichter, Zusammenhänge zu begreifen.

    Doch sag mal: Spricht etwas dagegen, wenn Du deiner Mutter sagst, dass du lieber über die Gegenwart sprechen möchtest?

    Aufgearbeitet hab ich‘s dann für mich, teilweise durch Beschäftigung mit der EKA-Problematik (EKA: Erwachsene Kinder aus alkoholkranken/dysfunktionalen Familien), Austausch mit anderen EKAs sowie, weil ich allein nicht mehr weiterkam, mit professioneller Hilfe.


    Meine Familie war auch kaputt und mit dem Rest meiner Familie gibt’s seit dem Tod meiner Mutter überhaupt keine gemeinsamen Feiern mehr. Vorher war’s auch nicht viel….🤷‍♀️


    Wenn ich hier im Forum inzwischen von meiner Familie erzähle, so ist damit meine angeheiratete Familie gemeint. Mit denen ist zwar nicht so, wie’s insbesondere in Weihnachtsliedern wie’s bspw. „Driving Home for Christmas“ von Chris Rhea beschrieben wird, aber es ist eben Familie.

    Viele Grüße

    AmSee

    Guten Morgen, Laggard ,

    von mir ein Danke, dass du uns ein bisschen auf dein Abenteuer in Thönisstein mitnimmst. 👍

    Wünsche dir eine gute und hilfreiche Zeit dort. 🍀

    Jugendherbergsatmosphäre - Als ich wegen Depressionen für einige Wochen in der Klinik war, einer der schlimmsten Phasen meines Lebens, fühlte sich das teilweise so an. In der Gemeinschaft mit ein paar der Mitpatienten dort, mit denen ich eine gemeinsame Wellenlänge hatte, fühlte ich mich aus dem freien Fall etwas aufgefangen.
    Wünsche dir, dass du dort Menschen auf deiner Wellenlänge findest. 🍀

    Und natürlich wünsche ich dir, dass du dort das findest, was du brauchst.

    Liebe Grüße

    AmSee

    Hallo in die Runde,

    ich hab Gefallen an Hörbüchern und Hörspielen gefunden. Vielleicht wär ein neuer Thread dazu ja interessant?

    Gerade höre ich „Der Weltensammler“ von Ilja Trojanow, gelesen von Frank Arnold.

    Der Roman handelt von dem englischen Abenteurer Sir Richard Burton (1821-1890), der einer der bedeutendsten Forschungsreisenden seiner Zeit war. Der Roman widmet sich der Zeit in Britisch-Indien, der Zeit in Ägypten und auf der arabischen Halbinsel (Burton hat verkleidet als indischer Muslim die Pilgerreise nach Mekka unternommen) sowie der Zeit, als er die Quellen des Nil zu entdecken versuchte.

    Der Sprecher Frank Arnold ist einfach nur beeindruckend, er gibt den unterschiedlichen Figuren des Romans eigene Stimmen. Faszinierend, ihm beim Vorlesen zuzuhören. Sowas kann echt nicht jeder.