Das hört sich schön an, was du über dich und deine Begegnung mit den Gegenden an, mit den du früher mal verbunden warst, schreibst.
Mir geht es anders mit diesen Gegenden meiner Kindheit und Jugend, wobei ich auch nicht das Gefühl habe, mir selbst etwas vergeben zu müssen.
Ich war einfach nur fürchterlich einsam und verlassen dort.
Und wann immer ich in den letzten Jahren dort war, drängten sich diese Empfindungen von Einsamkeit und Gefangenschaft immer wieder auf. Das hab ich nie ablegen können.
Meine eigene Geschichte dort, aber auch die meiner Familienmitglieder und sogar Vorfahren dort sind traurige Geschichten…. Das hat sich bis zum Tod meiner Mutter und danach im Verhältnis zu der mir verbliebenen Herkunftsfamilie fortgesetzt.
Ich schaue nach Möglichkeit nicht mehr zurück. Ich hab mehr oder minder die Zusammenhänge begriffen, das war in gewisser Weise heilsam, weil ich meine Wurzeln und damit auch mich kenne, aber meinen Blick richte ich nunmehr auf mein persönliches JETZT und das liegt nicht mehr dort.
Ohne diese Kiste ist der Blick frei für neue Einblicke.
So geht’s mir in anderen Gegenden, die frei von Geschichten meiner Familie sind.
LG AmSee