Beiträge von AmSee13

    Hallo und herzlich Willkommen, Libra ,

    schön, dass du zu uns gefunden hast und dich nun auch vorgestellt hast.
    Ich schalte dich gleich für den Austausch im öffentlichen Bereich frei und verschiebe deinen Vorstellungsthread in das entsprechende Unterforum.

    Ein gutes Ankommen und einen hilfreichen Austausch wünsche ich Dir.


    Freundliche Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Ich bin gerade auf zwei Bücher gestoßen, die in unsere Literatur-Ecke passen könnten:


    Sean Alexander, „Nüchtern auf einem alkoholisierten Planeten: Ohne Alkohol leben. Die unerwartete Abkürzung zu Glück, Gesundheit und finanzieller Freiheit“

    und

    „Nüchtern auf einem alkoholisierten Planeten: 3 Nüchterne Schritte. Ein ungewöhnlicher Ratgeber gegen Alkoholsucht und für ein alkoholfreies Leben“


    Ich werd sie gleich in unsere Literatursammlung einarbeiten.

    Für mich ist doch immer wieder faszinierend und interessant, wie bei mir ein Thema mit einem anderen Thema zusammenkommt….

    Letztens bin ich ja auf das Hörbuch „Digitaler Minimalismus: Besser leben mit weniger Technologie“ von Cal Newport gelesen von Michael A. Grimm gestoßen und darin wieder auf diese Erkenntnis, dass das, was man als „Gerümpel“ bezeichnen kann, Zeit und Energie abzieht.
    Und wieder musste ich an das „Gerümpel“ denken, das mir bei uns noch immer Zeit und Energie abzieht. Es handelt sich bei mir dabei größtenteils um potentielle Projekte, die ich mir nach und nach über die Kleinanzeigen angelacht hatte.

    Ich mag’s ja nun sehr, kreativ zu sein und aus diesem oder jenem, was zu verschenken ist, etwas „Neues“ herzustellen. Nun ist es aber so, dass potentielle Projekte nicht immer „am Markt“ sind, sondern mehr oder minder zufällig. Und so habe ich Gelegenheiten genutzt.

    Doch ich bin nachdenklich geworden, weil ich merke, dass die potentiellen Projekte, von denen ich trotz der letzten Aussortieraktion noch immer nicht gerade wenig hier herumstehen habe, mich irgendwie auch Energie kosten. Energie und auch Zeit, weil von ihnen zu viele Reize ausgehen. Sie stehen herum und erinnern mich regelmäßig daran, was ich auch noch machen wollte, aber wegen krankheitsbedingtem Unvermögen nicht realisieren konnte und vorerst auch nicht werde.

    Und wieder komme ich zu „Weniger ist unter Umständen mehr“.

    Deshalb habe ich mich heute wieder einmal ans Aussortieren gemacht und schon erste Interessenten gefunden.


    In Bezug auf „digitalen Minimalismus“ habe ich am vergangenen Wochenende ein weiteres Mal unnötige Apps von meinem Tablet und meinem Handy entfernt.

    Hallo Emily,

    was für ein schöner neuer Faden, der ja auch der Inspiration dienen könnte, Momente, Gedanken usw. zu teilen, wo das Leben weitergeht oder im Grunde eher erst beginnt.

    Schön, dass wir dich dabei begleiten dürfen.

    Von mir ebenfalls ein inniges Dankeschön.

    Liebe Grüße

    AmSee

    Hi Tom,

    Ich spielte lange mit dem Gedanken, etwas völlig anderes zu machen. Irgendwie hatte sich keine Idee richtig stimmig angefühlt. Die Zeit wird zeigen, ob der Schritt der richtige war. Im Moment fühlt es sich richtig an und wenn ich es nicht ausprobiere, werde ich nie wissen, ob dem auch so ist🤷‍♂️

    ich sehe das auch so, dass du nie wirklich wissen wirst, ob das richtig und wichtig für dich ist, wenn du’s nicht ausprobierst.
    Es ist eine Chance, nicht mehr und nicht weniger, aus der du letztlich nur dazulernen kannst.

    Ich selbst befand mir vor vielen Jahren in einer beruflichen Situation, in der ich mich wie in einem Gefängnis fühlte, unglücklich war, aber glaubte, da nicht mehr raus zukommen.
    Es drängte mich aber eigentlich alles da raus.
    Und dann ergab sich plötzlich eine Möglichkeit in einer anderen Stadt und ich hab sie genutzt, obwohl es gute private Gründe gab, die dagegen sprachen. Wir sind dann umgezogen.

    Was hab ich mich befreit gefühlt, obwohl’s bei der neuen Arbeitsstelle nicht glatt lief, sondern ich mit viel mehr Belastung und Stress hatte als an der Arbeitsstelle zuvor.
    Was für MICH zählte, war dieses Gefühl der Befreiung. ICH hatte mich befreit.

    Hallo Tom,

    das ist ja ein spannende Entwicklung bei dir! Danke dir fürs Teilen. :)

    Ende Juli geht's los mit neuem Job, neuer Stadt und neuer Sprache (Parlez-vous pommes frites?)

    Hast du dich etwa von der Arbeitsstelle, von der du anfangs erzählt hattest, getrennt und dir etwas Neues gesucht?
    Klingt jedenfalls sehr spannend und interessant.

    Viele Grüße

    AmSee

    Überlegen spontan, ob wir heute Abend oder morgen früh übers Wochenende mit den Mopeds in den Harz fahren.
    Pack ich die lange Tour dorthin so oder sollten wir die Bikes auf den Trailer packen und erst vor Ort Touren machen? - Die Frage stellt sich gerade….

    Da war der Wunsch schneller als der Verstand….
    Ich sollte im Moment besser gar nicht Motorrad fahren….🤦‍♀️

    Ich greife jetzt nur mal die eine oder andere Äußerung von dir auf.
    Ausgangspunkt der Diskussion hier ist doch jenes oben genannte Buch, dessen Ansatz und Anliegen ich darzulegen versucht habe, weil ich es interessant finde und weil „Internetsucht“ hier im Forum mal Thema gewesen ist.

    Im Grunde reden wir hier also über Inhalte eines Buches, in das bislang nur ich hineingehört habe. Weder Sparkassen_Helga noch du habt euch, wie ich vernommen habe, bislang näher damit beschäftigt.

    Da hilft Bildung sicherlich sehr, nur beinhaltet Bildung nicht nur das bloße Anhäufen von (Teil-)Wissen, sondern auch das Verstehen, incl. einer sozialen Kompetenz, ein auch (!) Rücksichtnehmen, nicht nur auf seine Mitmenschen, sondern die gesamte Umwelt, ohne die wir (Menschen) schwerlich leben können.

    Es wirkt, als wenn du hier Gegenposition beziehen willst. Ich frage mich nur, wo du das nun hernimmst. Von etwas, was ich bislang geschrieben habe, oder von etwas, von dem du vermutest, dass es im Buch angesprochen bzw. nicht angesprochen wird?

    Ich hab mich inzwischen im Laufe des Tages weiter in das Buch hineingehört und bin dabei zwar nicht auf Platon, dafür aber auf Marc Aurel gestoßen, auf Henry David Thoreau, auf Amish und deren Ethik/ Lebensphilosophie.

    Ich bin auch auf den Teil gestoßen, in dem Newport den Ansatz des „Digitalen Minimalismus“ erläutert, von einigen Menschen erzählt, die bereits damit Erfahrungen gemacht haben, und vorstellt, wie er eine größere Anzahl von Menschen zu einem 30 tägigen Experiment in „Digitalem Minimalismus“ eingeladen hat und deren Beobachtungen und Erkenntnisse auswertet hat.
    Tatsächlich geht es ihm nicht nur um „Bildung“, sondern tatsächlich sogar um das, was du „Verstehen“ nennst und sogar um Sensibilisierung und Förderung von sozialen Kompetenzen.

    Nix gegen schnelle Informationsplattformen, hilfreiche Assistenzsystem in Automobilen oder Flugzeugen, eine fortschrittlich Medizin, bargeldloses Bezahlen, sprechende Bodensaugstaubroboter ... wenn uns das so glücklich macht, doch sind wir ALLE damit zufriedener, entspannter, leidensdruckfreier?

    Die Frage ist, wo du ansetzen willst, um das Problem zu lösen.
    Wenn du so pauschal von „Alle“ sprichst, wen glaubst du damit zu erreichen?

    In so einer Art von Rundumschlag werden sich die Weltprobleme kaum lösen lassen.

    Wenn mein Kind nicht mit der Technologie XY umgehen kann, muss ich es befähigen.

    Richtig, das setzt aber voraus, dass du mit der Technologie umgehen kannst. Und das ist bei vielen Erwachsenen (noch?) nicht der Fall, weil die selbst von den rasanten Entwicklungen überfordert worden sind.

    Der "Leidensdruck" resultiert doch aus einer vermeintlichen Abhängigkeit, dem ein bewusster, bewusst denkender Mensch eher selten verfällt. ...

    Die Recherchen und Untersuchungen von Newport widerlegen deine Vermutung.

    Eine neue Ehtik entwickeln? Genügt die Platons nicht? Oder: edel sei der Mensch, hilfreich und gut oder: alles zum Wohle des Volkes?

    Triggert dich der Begriff „neue Ethik“, den ich verwendet habe?

    Dann sollte ich das vielleicht nochmals konkretisieren: Es geht nicht darum, etwas gänzlich Neues zu erfinden, sondern es geht um Anpassung.

    Ich nutze mal ein Beispiel aus einem anderen Bereich, um zu verdeutlichen, warum unter gewissen Umständen Anpassungen einer bereits vorhandenen Ethik vorgenommen werden müssen.

    Seit den frühen 1990er Jahren ist die sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID) verfügbar und wurde bereits bei der Zeugung von über 10000 Kindern weltweit angewendet. PID bedeutet, dass bei künstlicher Befruchtung vor dem Einsetzen der befruchteten Eizellen in den Mutterleib das Erbgut untersucht, ja sogar genetisch manipuliert werden kann. Angewendet wird diese Diagnostik zur Erkennung von Erbkrankheiten und Anomalien der Chromosomen. Auch die Auswahl des Geschlechts oder bestimmter erblicher Eigenschaften des Kindes sind möglich.

    Diese neue Möglichkeit der Diagnostik warf aber grundlegende Fragen nach dem Wert sich entwickelnden menschlichen Lebens auf. Fragen, die sich zuvor nicht gestellt hatten, beispielsweise, ob ein Mensch mit Erbkrankheiten oder Anomalien der Chromosomen weniger wert sei. Die Diagnostik ermöglichte nämlich und legte nahe, Embryonen mit Erbkrankheiten oder Anomalien der Chromosomen auszusortieren. Oder die Frage, ab welchem Zeitpunkt Leben als schützenswertes, menschliches Leben definiert werden sollte.

    Im Prinzip genügt da nicht die Ethik Platons oder „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.“ oder „Alles zum Wohle des Volkes“.


    Was mir persönlich beim Rest deines Beitrages fehlt, ist, inwiefern das zu einer Lösung des dargelegten Problems beiträgt.
    Das liest sich für mich lediglich wie Kulturpessimismus.

    Gerne, Paul.
    Ja, genau, das war im Grunde auch der Aufhänger, warum sich der Autor des Buches mit diesem Thema befasst hat.

    Aufmerksam wurde der Autor auf dieses Thema, wie er seiner Einleitung schreibt, im September 2016 durch den Artikel des einflussreichen Bloggers und Kommentators Andrew Sullivan im Magazin New York, der große Ressonanz erzeugte. Die Überschrift des Essays lautete: „Ich war früher mal ein Mensch“. Im Untertitel stand „Ein endloses Bombardement von Nachrichten und Klatsch und Bildern hat uns zu manischen Informationssüchtigen gemacht. Mich hat es kaputt gemacht. Es könnte auch Sie kaputt machen.“

    Der Autor gibt zu, dass er Sullivans Warnung beim Lesen zunächst nicht ganz verstanden hat, weil er selbst keinen Social Media Account habe und auch nicht viel Zeit mit dem Surfen im Internet verbringe und insofern keinen intuitiven Zugang zur Bedeutung der Innovationen des Internetzeitalters hatte. Bis dann auch bei ihm alles anders wurde, nachdem in jenem Jahr sein Buch „Konzentriert Arbeiten: Regeln für eine Welt voller Ablenkungen“ veröffentlicht worden war und sich ein Publikum eroberte.

    Zahlreiche Leser schrieben ihn an oder sprachen ihn direkt bei seinem Vorträgen an. Sie stimmten seinen Thesen über die Ablenkungen im Büro zu, fragten aber, wie das in ihrem Privatleben sei. Sie erklärten, dass sie in ihrem Privatleben unzweifelhaft mehr davon gestresst seien, wie die neuen Technologien ihrer Freizeit zunehmend Sinn und Zufriedenheit zu rauben schienen.
    Das weckte seine Aufmerksamkeit, worauf er begann, sich mit dem Thema zu beschäftigen.


    Ich selbst bin auf dieses Hörbuch gestoßen, weil wir uns hier im Forum letztens über Internetsucht, diese Doku „Das Dilemma mit den Sozialen Medien“ ausgetauscht hatten und Sparkassen_Helga erwähnt hatte, dass sie gerne Dokus hört.
    Und beim Hereinhören fand ich das Buch sehr interessant und informativ.

    Es gibt tatsächlich Menschen, die aus alledem aussteigen, im Buch werden die sogenannten „Neo-Ludditen“ erwähnt. Die Mehrheit aber möchte auf die Vorteile der modernen Technologien nicht verzichten - was ich durchaus verständlich finde - es fehlen ihnen bislang aber Lösungen, die Nachteile und damit das, was bei ihnen Leidensdruck auslöst, systematisch in den Griff zu bekommen.


    Das mit der Ethik ist ein interessantes Thema, denn wissenschaftliche, medizinische, technologische Entwicklungen fordern immer wieder dazu heraus, eine neue Ethik zu entwickeln.
    Ich muss da beispielsweise an die Entwicklungen im Bereich moderner Gentechnik denken. Auch so ein Thema, das mich schon seit einer Weile interessiert und beschäftigt und an das ich mich letztens nochmals neu gewagt habe.

    Ethik, das bekommen wir ja nicht mal bei der Haltung unserer Nutztiere hin. Die Gesetze sind da und dann hört's auch schon wieder auf. Wer soll das alles kontrollieren? Und auch bezahlen? Die Wunderwaffe KI?

    Kann es sein, dass du Ethik mit Gesetzen verwechselst oder gleichsetzst?


    Ob es irgendwann auch zu Gesetzen kommt, steht auf einem ganz anderen Blatt.

    Zunächst erstmal geht es für jeden, der Leidensdruck aufgrund seines Umgangs mit den modernen Technologien verspürt, darum, wie er sein bisheriges Handeln ändern kann und woran er sich dabei orientieren will. Das ist doch schon Ethik.
    Behilflich dabei ist bspw. der Autor des o.g. Buches, indem er erstens für die Problematik sensibilisiert, über die Hintergründe aufklärt (fachlich fundiert) und zweitens Wege aufzeigt.


    Idealerweise interessieren sich dann noch mehr Menschen dafür, Gelehrte widmen sich diesem Thema, das Thema gewinnt gesellschaftliche Relevanz ….. es kommt zu einer allgemeinen Ethik.



    Wer das kontrolliert?
    Zunächst erstmal du selbst als Nutzer moderner Technologien, sofern auch du Leidensdruck verspürst.
    Alles weitere ergibt sich…. wahrscheinlich eher von unten nach oben und nicht durch Gesetze von oben nach unten….

    Neues Spiel, neues Glück? Abstinzenz? Oder Kontrolle?

    Oder vielleicht doch das Prinzip Hoffnung ... mal sehen, wie lange es gut geht? Alle Anzeichen des Verfalls schönreden und nur die Vorteile sehen - das erinnernt mich irgendwie an Alkoholiker ... keine Ahnung warum ^^

    🤣
    Ach, Paul, ich weiß, dass du‘s gerne einfach möchtest, aber in diesem Zusammenhang ist das zu schwarz-weiß gedacht.

    Haben wir uns hier nicht gerade auch über die Nachteile ausgetauscht?

    Oder vielleicht doch das Prinzip Hoffnung ... mal sehen, wie lange es gut geht?

    Hast du eigentlich überlesen, dass es darum geht, eine Ethik zu finden und eine Lösung, die Technologien sinnvoller und überlegter einsetzen?

    Du kannst ja gerne gänzlich aussteigen, aber dann dürfte es auch schwierig werden, dieses Forum noch nutzen zu können. 😉

    Ach, wie war das damals schön mit dem Telefon mit Drehscheibe, das im Flur stand.

    Ja, jetzt ist jetzt, doch ist das nicht besorgniserregend?

    Hat nicht jede Zeit ihre Neuerungen gebracht, die von zumeist älteren Zeitgenossen als besorgniserregend eingestuft wurden?

    Ich hüte mich aus gutem Grund vor Pauschalisierungen, Paul.

    Das, was wir jetzt haben, ist eine sehr, sehr rasante Entwicklung gewesen. So schnell und aufgrund der Tatsache, dass sich damit sehr viel Geld verdienen lässt, es aber (noch?) keine Ethik dafür gibt, und wir sozusagen da hineingestolpert sind, stehen wir derzeit vor einem Problem, für das eine Lösung gefunden werden muss.

    Die Lösung, alles wieder auf Anfang zu setzen, ist nicht besonders sinnvoll.

    Meinst Du die Assistenzsysteme, die dafür Sorgen, dass Du nicht durch den Sekundenschlaf verunfallst? Oder die, die dem Motorradfahrer das Leben retten, weil man ihn dann doch übersehen hat (von mir aus auch, weil der Mopedfahrer zu schnell herangekommen ist und der Schulterblick schon vorbei ist) oder vielleicht die, die selbständig einen RTW rufen, wenn Du bewusstlos im Graben liegst? Oder die, die Dich daran erinnern, dass Deine Mitfahrer nicht angeschnallt sind und Dich vor dem Trauma bewahren, dass sie beim Unfall dann tot sind, weil sie durch die Frontscheibe geflogen sind?

    Du fokussierst dich da nur auf die Vorteile….

    Was in diesem Zusammenhang aber auch Berücksichtigung finden sollte, sind die Nachteile, denn so mancher scheint meiner Wahrnehmung nach dazu geneigt, sich fast nur noch auf die Assitenzsysteme zu verlassen und lässt in seiner eigenen Aufmerksamkeit und Verantwortung nach.

    Wie gelang es nur unseren Großmüttern und Müttern uns und die Generationen vor uns großzuziehen?

    Das ist nicht die Frage, Paul.
    Jetzt ist jetzt. Und es ist so gut wie unmöglich, da gänzlich auszusteigen.
    Warum? - Weil du dann gänzlich draußen bist. Und DAS kann sich kaum jemand leisten, er sei denn, er ist scharf drauf, ein Außenseiter zu sein. Wer will das schon freiwillig?


    Und es hilft da auch kein „Früher war alles besser“.

    Geht’s nicht im Grunde auch darum, dass du durch die permanenten Meldungen anderer zwischendurch, auf die du ggf. auch noch reagieren musst, ständig aus deinem eigenen Hier und Jetzt herausgerissen wirst?

    Und selbst, wenn du dich erst nach Feierabend darum kümmerst, kostet es u.U. richtig Zeit, die ganzen eingegangenen Meldungen abzuarbeiten.