Neues von robertM

  • Lieber Robert,

    die Methode mit dieser Reserve sehe ich sehr skeptisch. Ich würde durchdrehen wenn ich alleine daheim wäre und wüßte dass ich eine Flasche da hätte und ich jederzeit zugreifen könnte. Denn irgendwann kommt bestimmt der Tag. Ich fühle mich wohler wenn ich auch keinen Tropfen zuhause habe, da werde ich auch nicht nervös oder sonstiges. Aber jeder geht anders damit um und vielleicht klappt es ja doch bei dir. Ich hoffe es zumindest! :)

    Schön dass das Billard keine Rolle mehr für dich spielt. Diese ständigen Ausreden damals immer... aber das weißt du ja selbst. Gut dass du dich nun nicht mehr selbst belügst.
    Den Teil mit den Zigaretten musste ich 2 mal lesen. 90 bis 100 am Tag?? Das wären ja 5 Päckchen oder 3 Big Packs! Ich selbst rauche auch viel (15 bis 20) am Tag und am Wochenende auch mal 30, aber dann brennt mir am anderen Tag die Lunge. Da war echt kein Schreibfehler drin? Du hast ja dann den ganzen Tag nur gequalmt...

    Viele Grüße
    Verena

  • hi robert

    die anderen foristen liegen ja alle schon in ihrem bettchen.
    es ist halt der grosse vorteil von uns etwas älteren das wir
    ein bisschen länger aufbleiben dürfen.
    wenn die wüssten das jetzt wo draussen das käuzchen
    schaurig-schön huhu - huhuhu, huuuuuh! ruft, doch die
    schönste zeit ist um im forum unterwegs zu sein.
    aber pssst nichts wird verraten. sollen sie doch weiterhin
    morgens und nachmittag posten.
    so haben wir die geisterstunde weiterhin ganz für uns allein.

    lg

    of tzu

  • Hi Of Tzu,
    da hast du recht, abends hat man seine Ruhe! Tagsüber komme ich leider nie dazu! Entwerder bin ich unterwegs, oder sitze am Rechner und muß andere Dinge bearbeiten! Ins Forum kann ich eigentlich nur abends, oder zwischendurch mal am Tage!
    Ich mache jetzt aber auch Feierabend! Ab ins Bettchen, Morgen ist ein anstrengender Tag für mich!
    Gute Nacht! LG robertM

  • Ja, ja. Die Eulen und die Lerchen.... Of Tzu ist wohl eindeutig den Eulen zuzuordnen.... :)

    Lieber Robert,

    ich wünsche Dir einen schönen, alkoholfreien, klaren und gelingenden Tag. Es ist gut, dass Du hier mittlerweile öfters schreibst... :) Gefällt mir...

    Tschüssi,
    Pinguin

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Hi Rockqueen,
    also das mit den 95 - 100 Zichten stimmt schon, allerdings die gestopften, die man so in eine Hülle gleiten ließ! Keine Ahnung mehr, wie die hießen! Gott sei dank! Jetzt rauch ich nur "Pall Mall Menthol" Das reicht für 4 Wochen!
    LG robertM

  • Danke Pinguin, wenn ich euch damit nicht "auf den Sack" gehe, schreib ich natürlich gern!
    LG robertM

  • Hey Robert,

    du gehst uns doch nicht "auf den Sack" !
    Ich freu mich von dir zu lesen.
    Liebe Grüße
    Mogli

  • Hi zusammen, was ich heute schreibe ist nicht so unbedingt erfreulich! Sonntag, beim Kaffeetrinken mit Frauchen und Bekannten, viel mir auf einmal auf, dass mein Ehering weg ist! Gut, er saß schon immer ein wenig locker, aber nun ist er weg!

    Ich hatte Mittwoch Darttraining und am Samstag ein Spiel! Nun ist es so, dass ich mir vor jedem Spiel die Hände wasche, damit die Finger nicht so an den Pfeilen kleben! Da muß es wohl passiert sein! Ich bin direkt zum Spielort vom Samstag gefahren, habe dort im Mülleimer gewühlt, bzw. ihn völlig ausgeleert und wieder eingefüllt, aber kein Ring! (aber wat für 'ne Sauerei! Eklig, was manche so auf dem Klo in den Papierkorb werfen). Zuhause alles auf den Kopf gestellt, aber der Ring war und bleibt verschwunden!

    Und jetzt kommts: aus lauter Wut und Verärgerung darüber hab ich mir an der Tanke einen Flachmann Rum gekauft, den ich in der Garage ausleerte, ohne das Frauchen davon etwas mitbekam. (meine "Heilige Flasche" habe ich nicht angerührt! Sie ist und bleibt ein Mahnmal!)

    War natürlich Scheiße, so eine Aktion, aber ich falle in kein Loch, oder mache mir Vorwürfe! Es ist passiert, und damit Basta! Der kleine Flachmann hat mich ja auch nicht umgehauen! Habe den Rest des Tages nichts mehr alkoholisches getrunken und das hält bis jetzt ( und ich hoffe noch eine ganze Weile) immer noch an! Bin da sehr optimistisch, zumal ja in 14 Tagen meine ambulante Entwöhnung beginnt, die ich sehr sehr ernst nehme!

    Das war es erst einmal wieder von mir! Und jetzt ruft mein Bettchen! Morgen habe ich den ganzen Tag einen Termin nach dem anderen! Wenn ich arbeite, ist es nicht so stressig!
    So, gute Nacht Euch allen,
    bis bald, Euer
    robertM

  • Moin Robert,
    mein Ehering ist vor ca. 40 Jahren auf ähnliche Weise verschwunden und ob du es glaubst oder nicht,
    wir sind "ohne" jetzt 42 Jahre verheiratet. Alles nur Äusserlichkeiten.

    Zitat

    Der kleine Flachmann hat mich ja auch nicht umgehauen


    Genau das sind die gefährlichen Gedanken, die sich irgendwann einschleichen können.
    LG Gerd

  • Hallo Robert,


    aus lauter Wut und Verärgerung darüber hab ich mir an der Tanke einen Flachmann Rum gekauft, den ich in der Garage ausleerte

    genau diese Verknüpfungen von Frust und Alkohol, Glücksgefühlen und Alkohol usw. gehören m.E. bearbeitet. Da müssen alle Alarmglocken angehen, wenn in einer solchen Situation der Gedanke bzw. Wunsch nach Alkohol aufkommt.
    Ich würde den Rückfall/Aussetzer nicht bagatellisieren. Denn du hast dich für Abstinenz entschieden. Und zu der passt nun mal auch nicht der kleinste Flachmann. Andererseits musst du jetzt auch nicht in Schutt und Asche versinken.

    V.G.
    Katro

  • Hallo Robert,

    so ein kleiner Flachmann ist natürlich der perfekte Katalysator, um Gefühle wie Frustration und Wut zu dämpfen. Hochwirksam, aber natürlich in Deiner Situation fatal! Es ist gut, dass Du Dich nicht unterbutterst und Dich nicht innerlich vernichtest wegen des Ausrutschers, sondern dass Du erhobenen Kopfes Deinen Weg weiterverfolgst. Dennoch möchte ich Dir gerne raten: Schau auf jeden Fall nochmal genauer hin!

    Bei manchen Rückfällen, die ich früher gebaut habe, gab es Auslöser, die ich willkommen und fast dankbar annahm. Meine innere Einstellung war da: "Also in so einer Situation jetzt einen zu kippen, das kann doch jeder verstehen. Das ist doch ganz normal. Da kann man ja irgendwie gar nicht anders, als sich mit Alk zu beruhigen." Dies zeigt mir, dass ich irgendwie doch noch dem Alkohol in gewisser Weise "verfallen" war.

    Du weißt, dass ich selbst noch nicht so lange nüchtern bin, aber ich habe schon viele Rückfälle umkurvt und bin durch innere Prozesse gegangen, die einen Rückfall verhinderten. Dies geschah dann oft aus einer inneren Einstellung heraus wie: "Also wegen DEM fange ich jetzt doch nicht wieder das Trinken an." oder auch "Ich möchte jetzt einen anderen Weg ausprobieren, mit diesen Gefühlen umzugehen. Ich möchte mich selber testen, ob und wie ich das AUSHALTEN kann."

    Nur so kann der Automatismus unterbrochen werden. Denn im Prinzip ist es ja fast nichts anderes als ein manchmal bewusster, manchmal unbewusster Automatismus. Was kannst Du das nächste Mal tun, wenn Dich Ärger, Frust und/oder Panik befällt? Holz hacken? Man hat nicht immer das Material zur Hand. Einen Teller an die Wand werfen? Vielleicht ist das mal gar nicht schlecht, sollte aber nicht das Erbstück der Schwiegermutter sein. Einfach mal die Sofakissen windelweich klopfen? Warum nicht... Mal so richtig schimpfen, bruddeln, mit der Faust auf den Tisch hauen und fluchen, was das Zeug hält...... "Ja, ich bin jetzt verärgert, stinksauer, frustriert... wie kann mir so was nur passieren? Es ist doch wirklich zum in die Luft gehen...." Gefühl erkennen, annehmen, akzeptieren. Liest sich so einfach, ist aber sauschwer. Muss man üben. Und ich muss es betonen, damit ich nicht überheblich rüberkomme: Lieber Robert, ich bin auch noch am Üben.

    So viel von mir an Dich. Bleib weiter auf Deinem Weg. Ich drücke Dir die Daumen. Du kannst es schafffen! Das weiß ich!

    Und schreib immer, wenn Dir danach ist...

    Danke für Deine Offenheit/Aufrichtigkeit.

    Ganz liebe Grüße
    Pinguin

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Hi, erst einmal danke Euch allen, für Eure ehrlichen und aufrichtigen Worte!
    Mir geht es (wieder - mir ging es eigentlich die Letzten Wochen nie schlecht) gut! Habe den "Ausrutscher" wirklich bagatellisiert, aber nur zu meiner eigenen Sicherheit! Wenn ich jetzt ein "Riesen-Drama" daraus gemacht hätte, mit Schuldgefühlen und "alles wieder von Anfang", hätte ich es wahrscheinlich nicht so gut weggesteckt! Gestern hatte ich wieder Darttraining bei Cola und Malzbier! Und heute ist ein internes Kneipenturnier! Samstag habe ich ein Heimspiel in derselben Kneipe! (das ist die, über der ich wohne)! Alles ist mit Cola angesagt! Ihr seht also, ich habe mich dahingehend wieder im Griff!

    Ich berichte am Sonntag, wie es war!
    Bis dahin alkfreie Stunden und viel Kraft!
    Euer robertM

  • Das freut mich für dich Robert!! :)
    Ja am besten ist es einem solchen Ausrutscher nicht lange nachzutrauern. Es war nun eben so und für das nächste mal reagierst du hoffentlich anders. Es gibt so tolle Möglichkeiten sich abzureagieren ;)

    Liebste Grüße
    Verena

  • Lieber Robert
    Du machst das schon ganz gut.

    Es gibt viele Wege:)
    und die führen alle rum
    Rum, rum, rum
    um den Flachmann rum.

    Schönen Abend

  • Hallo lieber Robert,

    11 Tage habe ich nichts mehr von Dir gelesen... Wie war die Zeit? Ist alles okay? Ich hoffe es sehr...

    Hoffentlich ist die Stille von Deiner Seite aus kein schlechtes Zeichen?

    Hoffentlich.... ich glaub doch an Dich... Du hast es doch so gut gemacht. Ich hoffe, Du bist auf Deinem neuen Weg geblieben.

    Liebe Grüße
    Pinguin voller Hoffnungen ;)

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Hi Pinguin, hi @ all,
    tja, ich hatte meinen Rückfall ja gut "weggesteckt" und mir ging es auch die folgenden Tage richtig gut! Habe die Dartturniere und Ligaspiele ohne Alkohol absolviert! Doch was dann kam ... ...

    Meine Frau geht morgens um 4.30 aus dem Haus zu ihrer Nebentätigkeit ( von 5 bis 7 Uhr Morgens).
    Da ich dann auch nicht mehr schlafen kann, stehe ich auch auf! Entweder, ich fahre Taxi, oder ich räume die Wohnung auf, so dass sie, wenn sie nach Hause kommt, nichts mehr zu machen braucht.

    So auch letzte Woche Montag! Ich hatte frei und räumte auf. Beim Staubwischen in den entlegensten Ecken (muß ja auch mal sein) entdeckte ich 6 Flachmänner, die sie mir vor einem halben Jahr weggenommen und vor mir versteckte! Vor lauter "Freude" darüber, dass sie sie doch nicht weggegossen hat (kostet ja auch Geld), habe ich mir "einen kleinen" genehmigt. Dann noch einen und noch einen, bis sie mich um 7.45 morgens volltrunken im Sessel vorgefunden hatte, mit 4 Flachmännern und einem 6er-Träger Bier (bis heute keine Ahnung, wo der herkam). Bin dann ins Bett und war nach dem Aufstehen auch wieder "brav". Dienstag hatte ich bis 16 Uhr von 10 Uhr Morgens an diverse Termine, denen ich nachging. Um 16 Uhr steuerte ich noch kurz den Supermarkt an, um für Abends was zu Essen zu kaufen.

    Nachdem ich drei Mal am Bierregal vorbei bin, wieder zurück und wieder hin, beschloß mein innerer Schweinehund mir einen 6er Träger Weizenbier mitzubringen. 2 Flachmänner hatte ich ja noch und dazu die 6 Flaschen Bier! Und? ... ... ...

    Als meine Frau Abends um 19 Uhr nach hause kam, war ich wieder voll! Soweit, so schlecht!
    Seitdem habe ich nichts mehr getrunken, habe auch nichts mehr und habe auch nicht die Absicht, mir wieder was zu kaufen.

    Jetzt komme ich gerade von meinem Informationsgespräch von der Diakonie wieder, den ich schon seit meinem Absturz im August (hatte ich ja schon beschrieben, mit Krankenhaus und so) hatte.
    Am Mittwoch geht es los. Jede Woche einmal zur Gruppenstunde mit vorherigem "Pusten". Dazu alle 14 Tage vom Hausarzt ein Blutbild, bei dem man auch Alkoholmissbrauch nach längerer Zeit feststellen kann.

    Ich hoffe, das ich es jetzt für längere Zeit, bzw. gaaaaaanz lange ohne Alkohol aushalte. Da ich es auch selber will, und dazu noch sehr pflichtbewußt, was solche Termine und Versprechungen angeht, bin, bin ich sehr zuversichtlich!

    Sorry, diesmal sehr viel Text, aber diese "Achterbahnfahrt" mußte ich mal eben loswerden!
    Bis bald
    Euer robertM

  • Lieber Robert
    Du bist ja doch ein großartiger Kämpfer, trotz der Rückschläge. Das mag ich sehr an dir, dass du nicht aufgibst.

    Liebe Grüße

  • Lieber Robert,

    du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Ich persönlich finde es schön, dass du ganz offen darüber sprichst und es nicht verheimlichst. Dafür hast du meine Anerkennung!
    Meine Anerkennung hast du auch dafür, dass du dann wieder die Bremse treten konntest. Solche Abstürze gingen doch früher über mehrere Wochen oder?
    Ich wünsche dir einen schönen und trockenen Abend! :)
    Liebe Grüße
    Verena


  • Ich hoffe, das ich es jetzt für längere Zeit, bzw. gaaaaaanz lange ohne Alkohol aushalte.

    Hallo Robert,

    ich würde deinen von mir zitierten Satz noch einmal überdenken. Solange du von dir nur verlangst, zu hoffen, dass du es ohne Alkohol aushältst, bleibst du im Unverbindlichen und lässt dir alle Hintertürchen offen, so dass die Hemmschwelle zum Trinken schnell überschritten ist.
    Meine ich.

    Alles Gute,

    Katro.

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