Mein freund ist Alkoholiker und hat schwere Depression

  • Hallo,
    Danke für diese Gruppe. Zu mir, ich bin 32Jahre alt und habe mein leben soweit ganz gut im Griff. Ich arbeite in der salus klinik wo ich auch meinen Freund kennen gelernt habe. Das erste mal als er dort war, war er fast 1 1/2 jahre trocken. Irgendwann hat er heimlich wieder angefangen, hab es aber zum Glück raus bekommen. Es wurde aber leider doch so schlimm, das er wieder in langzeittherapie ging. Seit Januar ist er wieder draußen und diesmal ist alles viel schlimmer. Er war jetzt schon bestimmt 20mal zum entgiften.
    Irgendwann konnte ich nicht mehr und hab ihn von der Polizei abholen lassen, da er anfing mich aufs übelste zu beleidigen, mir zu drohen. Ich war aber so blind vor liebe, das ich ihn immer wieder zu mir gelassen habe.
    Jetzt ist er seit knapp zwei Wochen bei mir nach der letzten Entgiftung, aber es hat nicht ma eine Woche gedauert und er trinkt wieder, so drei Flaschen vodka am tag. Diesmal isz es noch schlimmer als sonst. Wie bekomme ich ihn jetzt aus meiner Wohnung? Polizei hab ich schon gefragt, die sagen er ist nicht gewalttätig also holen sie ihn nicht nochmal ab. Was jetzt? Ich schlafe mit meinem sohn, 9jahre seit dem bei einer Freundin. Könnt ihr mir Ratschläge geben? Ich hab endgültig mit ihm abgeschlossen. Er macht uns das leben zur Hölle

    Vielen Dank schon mal

    Natascha

  • Hallo Natascha,

    willkommen im Forum!

    Helfen lassen lässt er sich anscheinend nicht wirklich.

    Wenns deine Wohnung ist (und er kein Wohnrecht hat), muss man den ja wohl rauswerfen können,
    wenn man will, und wenns per Gericht ist (bin ja kein Jurist). grübel nixweiss0

  • Hallo und herzlich willkommen. Vielleicht weiß Greenfox da was. 44.
    LG Betty

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Ja per Gericht geht es bestimmt, dann muss ich das wohl Montag ma in Angriff nehmen.
    Nein er lässt sich nicht helfen, was ich sehr sehr schade finde. Er ist im normalen Zustand ein herzens lieber mensch, nur sobald der Alkohol wieder die macht ergreift wie ausgewechselt. Er beschimpft mich, droht mir und meinen Freunden und Familie. Ich wollte das es friedlich endet. Gibts keine Möglichkeit ihn einliefern zu lassen?

  • Guten Morgen und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum!

    Betty hat es ja schon angedeutet: Ich wüsste da was C:-)

    Es gibt mehrere Möglichkeiten:

    1. Er wohnt bei Dir, ist aber nicht dort gemeldet: Schmeiß ihn raus! Sofort! Wenn er nicht gehen will - ruf die Polizei (Hausfriedensbruch).

    2. Er wohnt bei Dir und ist auch dort gemeldet, steht aber nicht im Mietvertrag: Geh zur Meldestelle/Bürgeramt, melde ihn ab - und schmeiß ihn raus! Wenn er nicht gehen will - ruf die Polizei (Hausfriedensbruch).

    3. Er wohnt bei Dir, ist auch dort gemeldet und steht auch im Mietvertrag - oder die Situation wie in 1.-2., nur dass er Dich nach dem Rausschmiss verbal/körperlich angreift und/oder belästigt: Geh zu dem für Dich zuständigen Familiengericht (hier hilft Dir der Kollege Google oder die Polzei/das Bürgeramt), schildere die Situation inklusive der vergangenen Bedrohungen/Beleidigungen, dass er von der Polizei schon rausgeworfen wurde etc (und auch, dass es hier auch um das Wohl Deines Kindes geht!!) und erwirke eine Einstweilige Verfügung, dass er sich Dir, dem Kind, der Wohnung nicht nähern und/oder Kontakt aufnehmen darf.
    Wenn er dann gegen diese Verfügung verstösst, stellt dass - unabhängig von eventuellen weiteren Straftaten wie Beleidigung, Bedrohung, Körperverletzung ... was weiss ich - eine Straftat gegen das Gewaltschutzgesetz dar. Und da kann die Polizei wieder tätig werden.

    Und dann: Zieh es durch! Denn das

    Ich war aber so blind vor liebe, das ich ihn immer wieder zu mir gelassen habe.

    habe ich beruflich leider immer wieder erlebt - und bindet uns/der Polizei dann die Hände >:( ;(

    Gruß
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

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