Betteln um trinken zu dürfen ....

  • Hallo liebe Leidensgenossen ,

    ich muss mich mal auskotzen ... Ich habe das Problem ( Gott sei Dank) mit einen Partner zu leben der kein Tropfen trinkt.
    Wir haben die Regel das ich zwei mal die Woche trinken darf bis ich in 10 Wochen in eine Mutter Kind Klinik gehe.
    So ist es abends leider (trinke nur abends) das ich bettel nach einer Ausnahme , bitte schatz heute weil mir gehts nicht gut ich muss abschalten bla bla.
    Ich schäme mich so aber ich werde richtig sauer wenn er es verbietet und nichts mitbringt beim Einkaufen.
    Es ist so erniedrigend wie tief ich anscheinend gesunken bin. Gestern gab es riesen Streit deswegen und nun sitze ich um 4 Uhr am pc und überlege schon wie ich ihn heute dazu bekomme trinken zu dürfen :(

  • Hallo tyffie,

    die Situation ist sehr bedenklich. Ich kann dir nicht ganz folgen. nixweiss0 Du solltest dir wirklich Hilfe suchen. Liebe tyffie, geh zu einer Beratungsstelle.

    Warum gehst du in eine Mutter-Kind-Klinik? Vielleicht möchtest du gerne etwas dazu schreiben?

    LG von Betty

    Auf dem Weg zu mir lerne ich mich immer besser kennen. <br />Ich habe Freundschaft mit mir geschlossen und freue mich, dass ich mir begegnet bin.<br /><br />Ich bin lieber ein Original als eine herzlose Kopie.

  • Hallo, Tyffie!

    Zum Einen hoffe ich, dass es sich bei der Mutter-Kind-Klinik um einen Entzug/Therapie in Bezug auf den Alkohol handelt.

    Zum Anderen halte ich (und nicht nur ich) einen kalten Entzug - egal ob selbst gewollt oder von jemandem "verordnet" gesundheitlich für sehr bedenklich (guck mal unter dem Thema "kalter Entzug") ... Das solltest Du mal mit Deinem Partner besprechen. Vielleicht weiss er gar nicht, dass so ein kalter Entzug u.U. lebensgefährlich sein kann.
    Ich habe es damals mit meiner Frau so abgesprochen, dass ich - bevor ich zum Entzug in die Klinik bin (Termin stand schon fest, waren "nur" noch 6 Wochen :-\ ) - bis dahin ein Sixpack Bier pro Abend ganz offiziell zu Hause trinken durfte. Das war zwar deutlich unter meinem sonst üblichen Level, verhinderte aber, dass ich zu starke Entzugserscheinungen bekam. Und ich war halbwegs leidlich/zu ertragen. So konnte ich die Zeit bis zum Antritt in der Klinik gut überbrücken (da bin ich dann übrigens mit Nullkommanix angetreten). Und - es hat mir den Druck genommen, heimlich trinken zu "müssen" ...

    Gruß
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Hallo tyffie,
    hoffe, das Dein Entzug noch nicht körperlich ist, ansonsten kann
    ich Dir auch nur raten, eine Entzugsstation aufzusuchen.
    Ich kenn das Gefühl der Gier nach Alk so wie fast alle hier
    nur zu gut. Da ich auch erst ein paar Tage trocken bin ist
    dieses Gefühl auch noch sehr frisch.
    Hört sich bekloppt an, aber diese Gier geht auch wieder
    weg, mir hilft es wenn ich viel Wasser oder Tee trinke.
    Und an mein Kind denke...ich will ihm nie wieder
    eine besoffene Mutter zumuten.
    Wünsche Dir ganz viel Kraft.
    LG

  • Nein mein Entzug ist noch nicht körperlich und mein Tochter hat mich noch nie betrunken gesehen aber trotzdem :( DEin die Muter Klinik ist wegen anderer Sachen aber denke das Thema wird mit aufgenommen

  • Liebe tyffie,
    weiß ja nicht, wo Du wohnst, gibt es bei Dir Selbsthilfegruppen?
    was Du da von Dir schreibst, kenne ich von mir sehr gut...
    Verschiedene Therapien wegen Depressionen und Posttraumatas.
    Der Alk kam erst spät dazu...
    Vielleicht hilft Dir eine Gruppe, die Depressionen und Alk als Thema hat?
    Viele Gruppen sind nicht so dolle, manche Trockne können sich
    nicht mehr gut erinnern, wie ihre Anfangsphase war (wie ich hier gelesen hab,
    werden die als staubtrocken betitelt).
    Wär eine Überbrückung bis Dein KH-Aufenthalt in 10 Wochen beginnt.
    Bin ja auch hier erst seit kurzem aber das Lesen hier hilft mir auch,
    vielleicht auch Dir?
    Wie geht es gerade jetzt Dir mit Deiner Gier (Saufdruck)zu trinken?
    lg

  • Leider gibt es hier in meinem Dorf nur die AAs und die Guttempler .
    Und das war als junge Frau nicht so doll ;) Wie bist du da raus gekommen ? Nun ja der Druck ist immer da aber meist schaffe ich es bei 3-4 mal die Woche zu bleiben das nur Abends.
    Ich bin froh das mein Mann und mein Kind da sind sonst würde ich jeden Tag trinken . Noch ist meine Maus klein und im Bett wenn ich trinke und bekommt es nicht mit. Ich hab so Angst es nicht in den Griff zu bekommen ,
    Ich kann mir nicht vorstellen meinen Kopf auf Dauer ohne zu ertragen :(
    Ich hoffe die Mutter Kind KLinik bringt diesmal was.

  • Hey tyffie,
    hast Du einen guten Arzt? Habe um den Saufdruck zu verringern, mir Campral verschreiben lassen.
    Gegen innere Unruhe nehme ich Nux vomica C6 (homöopatisches Mittel).
    Habe so viele Therapien (auch Analyse) hinter mir, um festzustellen, das ich einfach mit
    meinen damals entstandenen seelischen Wunden leben muß, sie vernarben, und ich muß mich
    einfach schützen, das keiner mehr diese Narben aufreißt....
    Mein Kiddi ist 18, der wohnt nicht mehr bei mir (gut für uns beide) wir lieben uns sehr,
    doch er ist flügge...
    Darf mich nicht überbelasten, deshalb bin ich mit jetzt 50 aus dem Arbeitsleben
    ausgeschieden und beziehe Erwerbsunfähigkeitrente.
    Es tut mir gut, nur noch mich um mich zu kümmern, und meine Kraft jetzt dem zu widmen, was mir gut tut.
    Reiten, mich ein wenig für Tiere engagieren, aber nur so viel, das es Freude macht.
    Bin nicht mehr belastbar (Jetzt sowieso nicht, bin ja erst am Anfang der Trockenheit, da
    ist man doch sehr instabil).
    Angst ist meistens ein guter Ratgeber, höre auf Deine Angst (das Du da nicht mehr rauskommst), nimm sie ernst
    Ich kenne das Gefühl nur zu gut, ohne irgendwelchen Suff nix zu ertragen....
    deshalb bin ich froh, das ich die Sachen die mich überforderten aus meinem Leben jetzt so wie wie verbannt habe, nun kann ich trocken werden!!
    Wie gesagt, es gibt verschiedene Medikamente, die nicht abhängig machen, und Dir helfen können, die jetzigen Gefühle zu ertragen.
    Ach ja nehme auch ein Antidepressiva, was nicht abhängig macht.
    Es ist sehr schön, das Du einen Partner hast, der Dich unterstützt! Ein Kind ist auch ein guter Halt, für mich habe ich bemerkt, das ich meinem Sohn damit aber etwas aufbürdete, was ihn fast erdrückte. Sollte ich ihm doch Halt geben...
    Denke, ich schaffe es nur trocken zu bleiben, wenn ich es einzig und allein für mich tu.
    Du schreibst das Du hoffst, die Mutter-Kind-Klinik bringt diesmal was... hast Du schon Therapie gemacht?

  • was mir noch eingefallen ist...
    hast Du bevor Du schwanger wurdest Hobbys gehabt?
    Versuche doch mal Dir tagsüber und dann, wenn die Kleine schläft,
    Dir irgendetwas Schönes zu gönnen.
    Sei es die Pizza, was malen, ein gutes Buch... eben irgendetwas..
    was Dich entspannen könnte, was Dir gut tun könnte, wo Du den
    Stress des Tages hinter Dir lassen kannst.
    Ein schönes Schaumbad, eine Massage irgendetwas, was Deine
    Sinne positiv anspricht.
    Was das sein kann, kannst nur Du wissen, 10 Wochen sind ne lange Zeit.
    lg

  • Vielen Dank für deine lieben Worte ,

    ja ich hab schon viel an Therapie hinter mir .
    Krank bin ich schon seit ich 18 bin also seit 17 Jahren wenn ich nicht seit einen Partner hätte der das gut auffangen kann hätte ich auch kein Kind bekommen.
    Ich bekomme seit ich 18 bin Erwerbsunfähigkeitsrente.
    Ich stehe morgens um 4 auf um noch Zeit für mich zu haben meine Tochter 2 schläft nicht alleine ein , ich muss sie 1,5 bis 2 Stunden in den schlaf begleiten danach bin ich fertig ;( aber meist bringt Papa sie ins bett. Ich bin dann vom Tag so müde das ich um 21 ins Bett gehe.
    Medikamente nehme ich schon , Citalopram Lyrica und Mitrazepin.
    Zu den Hobbys ja das ist schwierig ich kann mir nichts gutes tun , ich tue es aber fühl nichts dabei .
    Wenn man mich sieht würde man von all dem nichts sehen ich bin gepflegt mein Haus ist sauber der Umgang mit meiner Tochter gut , gehe mit ihr raus siele viel etc aber innerlich bin ich tot.
    Nur wenn ich trinke nicht

  • Liebe Tyffie,

    lass Dich bitte mal drücken. Du liest Dich sehr traurig! Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Dir der Aufenthalt in der Mutter- Kind- Klinik gut tuen wird.

    Wie ich das so herauslese und einschätze. ist Dein Alkoholkonsum eine Folgeerkrankung. Versuche auf alle Fälle, auf Alkohol zu verichten, er macht Depressionen nur so viel schlimmer! Wenn es keine selbsthilfegruppe in Deinem Ort gibt, die für Dich gut ist, schreine bitte hier. Wie Du gemerkt hast, gibt es in jeder Situation Verständnis und Ratschläge von Erfahrenen. Und das Wichtigste ist, Du kannst alles schreiben, was Dich belastet, weil die Leute hier so etwas alles kennen.

    Einen Tipp hätte ich noch, die Suchtberatung z.B. bei der Caritas. Das hab ich auch gemacht und es hat mir gut geholfen.

    Alles Gute
    Katniss

  • Hi, Tyffie!

    Wie geht's Dir denn momentan? Alles okay? Zumindest halbwegs?

    Im Gegensatz zu den "allgemeinen Wasserstandsmeldungen und Tauchtiefen" interessiert mich, wie es Dir geht :D

    Ich wünsch Dir einen schönen Tag!

    Gruß
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!