Kurioses, Erschreckendes, Lustiges

  • Ich weiß nicht, wo ich diesen Link hinstecken soll und dachte, ich gründe mal ein neues Thema. :)


    Hier las ich etwas wirklich Skurriles. Ein Mann, der öfters sturzbesoffen war - ohne Alkohol konsumiert zu haben.... Nicht möglich? Doch! Und es gibt sogar eine medizinische Erklärung. Guckst Du hier:


    http://www.spiegel.de/gesundhe…-zu-trinken-a-924838.html

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Gerd !!! Mich hat der HNO beim Hörsturz gefragt: "wieviel trinken Sie ?" und ich bin feuerrot geworden und habe erst in letzter Sekunde begriffen, dass er NICHT meinen Alkoholkonsum meinte ;D

  • Zu diesem thread kann ich eine wahre Geschichte beisteuern, der es weder an Tragik noch an Komik fehlt.


    1978 hatte ich mit einem Studiengang an der Uni begonnen. Die erste Vorlesung war natürlich ein Ereignis. Der Prof stellte sich in Pose und fing an, mit wichtigen Worten zu dozieren - aber plötzlich wetzte ein kleiner Mann zum Podium, schob den Prof weg und schwang eine sehr betrunkene, sehr komische Rede - bis er von den Ordnungskräften unter mäßigem Protest entfernt wurde...
    Wenig später habe ich dieses Männlein persönlich kennen gelernt. Nennen wir ihn mal Werner. Kleine wache lachende blaue Augen strahlten in diesem typischen Alkigesicht.
    Ein Freund von mir, damals erfolgreicher Verleger, hatte Werner insofern unter die Fittiche genommen, als dass er ihm Wohnsitz und feste Adresse zwecks Vereinfachung der Sozialamtsgeschichten geboten hatte.
    Und mehrere Wohngemeinschaften, unter anderem "meine" waren Anlaufstellen für Penner-Werner, wenn er mal wieder "am Ende" war und nicht mehr weiter tippeln konnte.Er durfte bleiben, so lange er nüchtern war. Übermannte ihn die Sucht, dann gab es meistens einen unschönen Vorfall und er musste gehen.
    Ich bekam ein Kind und Werner war das beste Kindermädchen, wenn er in seiner Erholungsphase war. Meine Tochter hat nur gute Erinnerungen an ihn, denn er ging fort, wenn er saufen wollte. Und er war soo witzig. Wie er gelacht hat, wie andere zum lachen gebracht hat, das war so schön.
    Eines Tages rief er mich aus dem KH an. Er war mit Lungenkollaps in der Fußgängerzone zusammen gebrochen. "Ey, das glaubste ja nicht, du, die geben mir jeden Tag Alk, ich krieg den über Fixe, direkt inne Ader, sonst verreck ich, sagen die."
    Ãœber 25 Jahre war Werner mein Freund. Und nicht nur meiner.
    Auf die Frage, warum er mit dem Alk angefangen hätte, hat er erzählt, er sei mit 16 im 2. Weltkrieg eingezogen worden, ganz zum Schluss, als alles schon verloren war. Heimatverteidigung, und dort sind Dinge geschehen, die ich hier nicht hinschreiben möchte, die aber sicher ein Trauma bewirkt haben. "Und danach" sagte er "Wollt ich nur noch saufen"
    Das hat er durchgezogen, konsequent und mit Pausen, an die alle seine Freunde sich gut erinnern. Je länger das ging, desto länger wurden die Pausen, desto öfter wurde er von seinem Netzwerk aufgenommen und gepäppelt. Aber immer wieder hat ihn die Sucht gepackt, und so ging er doch wieder auf Trebe - um letztendlich in einem Parkhaus zu sterben - was ja gepasst hat, irgendwie.
    Werner war ein Alkoholiker, ein Penner, und aus heutiger Sicht, na ja, damals auch schon - ein gesellschaftlicher Voll-Looser. Aber er war ein toller Mensch, und wir alle, die wir ihn gekannt haben, denken bis heute an ihn und haben durch ihn ganz sicher einen anderen Blick gewonnen hinsichtlich eigener und anderer Leute Alkoholprobleme.

  • DANKE für diese rührende Geschichte, ennasu. Ich habe das Gefühl, Werner gekannt zu haben.


    Also grüße ich mal den Werner (Gänsehaut gerade) und schicke diese Zeilen von Reinhard Mey hinterher:
    (mit "ihm" in der ersten Zeile ist wohl Gott gemeint)


    "Sicher geht es dir bei ihm
    eher recht als schlecht.
    Sicher sucht er grade wen,
    der dort mit ihm zecht.
    Hoch auf deiner Wolkenbank
    bei Tabak und Wein,
    Leg zwischen zwei Flaschen mal
    ein Wort für uns mit ein.
    Leg zwischen zwei Flaschen mal
    ein Wort für uns mit ein."
    :)

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Mal was für alle Machos ;D

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  • "Und es begab sich zu einer Zeit,
    als in den Betrieben noch Alkohol getrunken werden durfte,
    dass sich mancher Familienvater am Heiligen Vormittag bereits so abgefüllt hatte,
    dass es am Heiligen Abend regelmäßig Zoff gab."
    Also liebe Familienväter und Mütter, haltet euch in diesem Jahr zurück. 8) >:(

  • Aber der in Hamburg ist toll 8)
    Im Ernst jetzt: das Kind in mir hatte richtig Spaß, als der Weihnachtsmann mit dem Schlitten in den Himmel fuhr.
    Brechend voll, klar, viele Beglühte, auch klar, ein Fressstand am anderen - aber es ist einfach schön. Und am donnerstag gehe ich auf den Bonner Weihnachtsmarkt; ich freu mich schon.

  • Na, ist doch schön. :)
    Ich krieg nur manchmal genau so einen Weihnachtsmarkt-Koller, wie im Artikel beschrieben.... :D

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

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