Darkys Leben danach

  • Am Tag 12 habe ich versagt. :(

    Ich mal wieder. Ich kann es doch nicht lassen, hier zu schreiben.
    Keine Angst, ich werde dieses Mal nicht über Trauma schreiben.

    Dieses Mal geht es um etwas ganz einfaches: Ich bin rückfällig geworden.
    Habe immer noch kein Kindergeld für diesen Monat gehabt, und war sehr frustriert >:( Nach langen Telefonaten mit den Ämtern die schlechte Nachricht: Das Geld kommt frühestens in sechs Wochen.

    Ja dann war die Entscheidung für einen Rückfall da, ich ärgere mich tierisch darüber!
    Ich glaube, ich hab mich selbst ein Stück weit aufgegeben, weil ich nun weiß, dass sich neue Schulden anhäufen werden und mein Telefon gesperrt wird. Das nervt mich.

    Aber keine Sorge, ich habe morgen einen Termin in der Klinik.

    Liebe Grüße
    Darky

  • Kopf hoch - das wird schon. Jetzt erstmal Klinik.
    Sorry, kann nicht so gut schreiben, bin gestern am rechten Ellenbogen operiert worden.

    Wollte Dir nur Mut zusprechen und alles Gute für die Klinik wünschen.

    LG
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!


  • Am Tag 12 habe ich versagt. :(

    Dieses Mal geht es um etwas ganz einfaches: Ich bin rückfällig geworden.
    Habe immer noch kein Kindergeld für diesen Monat gehabt, und war sehr frustriert >:( Nach langen Telefonaten mit den Ämtern die schlechte Nachricht: Das Geld kommt frühestens in sechs Wochen.

    Aber keine Sorge, ich habe morgen einen Termin in der Klinik.

    Guten Morgen Darky,

    Dein Rückfall ist zwar nicht schön, aber auch, insbesondere vor dem Hintergrund des bevorstehenden Klinikaufenthaltes, „verschmerzbar“, Hauptsache, Du reitest nüchtern in die Klinik ein.

    Natürlich sind materielle Sorgen lästig bis existenzbedrohend (zudem macht Geldmangel den Klinikaufenthalt auch nicht leichter, insbesondere für Raucher :(). Es geht aber nun nur und ausschliesslich um Dich.
    An Deinen für mich lesbaren Beiträgen fiel/ fällt mir auf, dass Du äußere Motive/ Vorhaben sehr in den Vordergrund rücktest/ rückst. Alles einsehbar - aber nicht hilfreich, für Dich. Der Mechanismus „wenn - dann“ hilft uns Alkis nicht weiter, da wir aus unserem Inneren heraus (innere Motivation) und häufig unbewusst, zu unserer geliebten Droge streben. „Wenn- dann erst recht nicht“ kann dem ein oder anderen Kraft geben, sozusagen Trotzreaktion, wider die äusseren Umstände.


    lg alkascha

  • Greenfox : Gute Besserung!

    @alkascha: Danke dir für deine Worte!

    Zitat

    Der Mechanismus „wenn - dann“ hilft uns Alkis nicht weiter, da wir aus unserem Inneren heraus (innere Motivation) und häufig unbewusst, zu unserer geliebten Droge streben. „Wenn- dann erst recht nicht“ kann dem ein oder anderen Kraft geben, sozusagen Trotzreaktion, wider die äusseren Umstände.

    Danke für deinen Tipp! :)
    Ja, du hast Recht dass es keine Entschuldigung ist. Es war auch nur ein Vorwand, um wieder trinken zu können.
    Das eigentliche Problem ist mein inneres Chaos, das es zu sortieren gilt.

    Aber das kann leider erst in der Langzeittherapie erfolgen, weil die Akutklinik da leider nicht viel ausrichten kann.
    Zudem fühle ich mich momentan nirgendwo sicher, außer in meiner Wohnung. Dieses Gefühl, ständig in Gefahr zu sein und diese Ängste tragen nicht zur Genesung bei.
    Deshalb werde ich genau das in meinem heutigen Gespräch thematisieren.

    Liebe Grüße
    Darky

  • Hi ihr Lieben,

    ich bin aus der Klinik zurück und heute beginnt der 7. Tag ohne Alkohol.
    Nach einer Nacht auf der Geschlossenen wurde ich auf die offene Station verlegt, weil ich mich absprachefähig zeigte und dieses Mal keinerlei Entzugssymptomatik zeigte -
    heißt das nun, dass ich "nur noch" psychisch abhängig" bin?
    Habe ich dieses Mal wenigstens eine Sache richtig gemacht und rechtzeitig die Notbremse gezogen?

    Die kurze Auszeit in der Klinik hat mir sehr gut getan, ich habe einen Wandel erlebt, den ich sehr gut verdeutlichen kann.

    Am ersten Tag war ich einfach nur wütend. Eigentlich auf mich, aber ich habe meine Wut an allem und jedem ausgelassen und war sehr gereizt.
    Am zweiten Tag war ich trotz Verlegung auf die offene immer noch gereizt - jedoch mischte sich da auch ein wenig Verzweiflung hinein. Und der Gedanke "Ick hab's ma' wieder verbockt!"
    Am dritten Tag - war da ganz viel Rückzug. Ich brauchte diese Ruhe für mich, zum Nachdenken und um mir über einige Dinge klar zu werden. Da ich von den Mitpatienten lieb aufgenommen wurde, konnte ich aber einige nette Gespräche führen.
    Am Sonntag habe ich dann ein Hobby von mir wieder entdeckt; das Lesen. Ab und an habe ich auch im Internet geschaut, aber überwiegend habe ich gelesen. Ich habe mir auch eine Stunde Zeit genommen, um mal zu überlegen, wie es nun weiter gehen soll.
    Und plötzlich konnte ich meine Verzweiflung und den Rückfall selbst nicht mehr verstehen. Nur im Kopf nachvollziehen. Ich bin getriggert worden und auf den Trigger voll "angesprungen".
    Am Montag Mittag durfte ich dann wieder abreisen. Mein Dad hat mich abgeholt, und das obwohl er erst an dem Tag erfahren hatte, dass ich wieder in der Klinik war.

    Diese viereinhalb Tage haben einiges verändert.
    Es war auch irgendwie toll, zu sehen, dass mich niemand verlässt, weil ich wieder in die Entgiftung gehe. Im Gegenteil, mein Verlobter und mein Paps waren stolz auf mich!

    Ich glaube meinem Paps war es so lieber, dass er mich aus der Klinik abholt, als wenn ich ihn mit einer "Fahne" besuche. Er war mit der erste, der es bemerkt hat, dass ich ein Problem mit dem Alkohol habe, und - was ich ihm hoch anrechne - er hat mich eigentlich zu SEINEM Psychiatertermin als "Notfall" mit hineingenommen (wir haben den gleichen Psychiater). In seiner Anwesenheit fiel es mir leichter, das Problem erstmalig anzusprechen, und damit war es auch nicht so schlimm, direkt eine Einweisung bekommen zu haben.


    Soweit erstmal von mir. Mir geht es so lala - in manchen Momenten würde ich am liebsten aufgeben, weil ich einige Dinge total verbockt habe und mein Ehrenamt durch den Konsum verloren habe. Nun soll ich erstmal stabil werden... was für mich wahnsinnig schwierig ist das zu akzeptieren :(
    Aber gerade WEIL ich die Stelle wieder haben möchte, sollte ich weiter durchhalten!

    Liebe Grüße
    Darky


  • Hi ihr Lieben,

    ... Mir geht es so lala - in manchen Momenten würde ich am liebsten aufgeben, weil ich einige Dinge total verbockt habe und mein Ehrenamt durch den Konsum verloren habe. Nun soll ich erstmal stabil werden... was für mich wahnsinnig schwierig ist das zu akzeptieren :(
    Aber gerade WEIL ich die Stelle wieder haben möchte, sollte ich weiter durchhalten!

    Liebe Grüße
    Darky

    Hi Darky,

    und wie geht es Dir jetzt, drei Tage nach Deinem letzten Post ?
    Liest Du noch ? Wirkt die Veränderung noch nach ? Hältst Du noch weiter durch ?

    lg alkascha

  • Hallo alkascha,

    ja ich bin noch hier und lese noch mit. Danke dass du nachfragst...
    ich habe starke Stimmungsschwankungen und im Moment geht es mir leider alles andere als gut.

    Ich hatte vorgestern einen Rückfall - und in diesem Rückfall eine alkoholbedingte Psychose. Ich kann mich nur dunkel an das Geschehen erinnern und schäme mich zutiefst dafür...

    Ich wollte mit meiner beteuerin darüber sprechen aber ihre Vertretung hatte kein Verständnis dafür und meint, dass ich damit zu einem Ansprechpartner wie meiner Suchtberatungsstelle gehen soll ...

    da der Termin aber erst morgen ist, sitze ich nun hier und bin depeimiert.
    Was vorgefallen ist war zuviel und ich ärgere mich, dass ich keinen Krankenwagen gerufen habe. :(

    Darky

  • Hallo darky,

    da habe ich wohl zu früh auf Deinen Frage in dem anderen Thread geantwortet, denn das hier lese ich erst jetzt - danach.

    Ich hoffe, Du bist jetzt über dem Berg, aus dem Wahn draußen und hast weder Dich noch jemand anderen verletzt.

    Jetzt im Moment kannst Du wohl nichts tun, außer darüber schreiben, sofern Du willst, oder es aufheben für das Gespräch morgen. Was geschehen ist, lässt sich nicht mehr rückgängig machen, aber vielleicht war das, was passiert ist, notwendig, um Dir vor Augen zu halten, wie gefährlich der Alkohol (mittlerweile) für Dich ist.

    Liebe Grüße
    Pinguin

    „Erfolg ist nicht auf Erfolg aufgebaut. Er ist auf Fehlern aufgebaut. Er ist auf Frustration aufgebaut. Manchmal ist er auf Katastrophen aufgebaut.“

  • Pinguin, ich hatte Glück im unglück...

    Es wurde zwar jemand verletzt, aber nur leicht und diese Person hat auch auf mich geachtet dass ich mich nicht selbst gefährde. Dazu waren zwar harte Maßnahmen erforderlich, aber ehrlich gesagt bin ich froh, dass es so glimpflich ausgegangen ist.

    Mein Partner hat leichte Verletzungen davon getragen, aber von einer Strafanzeige o.Ä. abgesehe

    Ich werde das morgen in der Suchtberatung auf jeden Fall ansprechen.

    Liebe Grüße
    Darky


  • Pinguin, ich hatte Glück im unglück...

    Es wurde zwar jemand verletzt, aber nur leicht und diese Person hat auch auf mich geachtet dass ich mich nicht selbst gefährde. Dazu waren zwar harte Maßnahmen erforderlich, aber ehrlich gesagt bin ich froh, dass es so glimpflich ausgegangen ist.

    Mein Partner hat leichte Verletzungen davon getragen, aber von einer Strafanzeige o.Ä. abgesehe

    Ich werde das morgen in der Suchtberatung auf jeden Fall ansprechen.

    Liebe Grüße
    Darky

    Hi Darky,

    schoen, dass Du wieder nüchtern bist, aber was wurde aus (Dein post#15):


    "Ich freue mich auf meine Langzeittherapie
    Ich möchte mein Abitur machen, und es ist schön zu wissen, dass mich die Lehrer so unterstützen
    Nach der Langzeittherapie möchte ich mit meinem Partner, irgendwo anders hier in Deutschland, neu anfangen."


    lg alkascha

  • Die Langzeittherapie möchte ich immer noch machen. Es dauert nur eine Weile, da der Antrag ja jetzt erst gestellt wird - und das erscheint mir manchmal alles noch so weit weg.... nixweiss0


  • Die Langzeittherapie möchte ich immer noch machen. Es dauert nur eine Weile, da der Antrag ja jetzt erst gestellt wird - und das erscheint mir manchmal alles noch so weit weg.... nixweiss0


    Hi Darky,

    wie geht es Dir ? Ist immer etwas beunruhigend, wenn Du nicht schreibst.

    lg alkascha

  • Hi, Darky!

    Auch mich würde interessieren, wie es Dir geht. Wie ist es gestern gelaufen?

    Bin zwar momentan nicht so großartig schreibender Weise unterwegs, da ich immer nur mal kurz reinschauen kann...

    LG
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Hey ihr beiden,

    lieb, dass ihr euch Sorgen um mich macht!
    Ich konnte gestern leider nicht mehr schreiben, weil ich viel unterwegs war. aber dafür habe ich auch jede Menge Neuigkeiten!

    Zuerst habe ich bei der Suchtberatung über meinen Rückfall gesprochen - da ich jedoch nicht viel getrunken hatte und bisher keine Entzugserscheinungen aufweise, meinte die Beraterin, dass ich wohl nicht unbedingt in die Klinik müsste. Wenn es mir allerdings schlechter gehen solte und ich Entzugserscheinunen bemerke, soll ich mich doch auf den Weg ins Krankenhaus machen.

    Bisher ist alles gut soweit.
    Dann war ich gestern bei meinem Hausarzt, den letzten Teil des Antragsformulars für die Langzeittherapie abholen. Dort hatte ich ein interessantes Gespräch mit meiner Freundin, die dort in der praxis arbeitet. sie hat sehr viele Fragen über meine Erkrankung gestellt und ich fand es toll, dass sie so interessiert ist.

    Zu der Langzeittherapie: Ich werde jetzt in meiner Wunschklinik angemeldet. wenn alles klappt, geht die Therapie vielleicht bereits im Oktober los. Nach wie vor bin ich daran interessiert, die Therapie so schnell wie möglich anzutreten.

    Das einzige, was mir momentan ein wenig Sorgen macht, ist der letzte Brief aus der Klinik.
    Bisher waren meine Blutwerte immer im normalen Bereich gewesen, selbst bei dem Aufenthalt, wo ich mit einer Intoxikation ins Krankenhaus kam. Nach dem Entzug, ein paar Tage vor der Entlassung, hatten sich meine Werte wieder normalisiert.
    Dieses Mal sieht es aber anders aus; es sind einige Werte erhöht, obwohl ich (außer an meinem Konsum) an meiner Ernährung, Bewegung und so weiter nichts verändert habe.

    So langsam bekomme ich Angst, dass ich meinen Körper durch den Alkoholkonsum und den phasenweise vorhandenen Medikamentenmissbrauch doch mehr geschädigt habe als angenommen. Meine Freundin hat versucht, mich zu beruhigen und meinte, dass ich in der Langzeittherapie ja auch nochmal körperlich untersucht werde.

    Dennoch habe ich Angst.
    Wenn ich nun auch noch körperliche Probleme habe, die ich selbst verschuldet habe - was ist, wenn ich dann meine Motivation zur Abstinenz verliere?

    Die Abstinenz fält mir übrigens schwer. Depressive Gedanken stören immer wieder..

    Darky

  • Hallo ihr Lieben,

    ich zähle mittlerweile die Tage ohne Alkohol nicht mehr...
    Ich lebe jeden einzelnen Tag und bin stolz darauf, wenn ich nichts getrunken habe.

    Da ich nun ein paar Tage trocken bin, hatte ich nun auch die erste Therapiestunde, in der es nicht um den Alkohol ging, sondern um meine Anspannung ..
    Ich soll verschiedeneSkills üben und mich auf den Moment konzentrieren und meine störenden Gedanken wegschieben, damit es mir besser geht.

    schön ist, dass meine Mutter mittlerweile endlich(!) versteht, dass ich ein ernsthaftes Problem mit dem alkohol habe. Das ist eine enorme Erleichterung, weil ich mich nun nicht mehr so unverstanden fühle.
    Auch wenn es mir schwer fällt, gebe ich die Verantwortung für andere abgebe.. ;)
    seit ich für meinen Verlobten den Betreuerwechsel durchbekommen habe, habe ich dort weniger Sorgen, weil viele Dinge mit einem Anruf geklärt werden.

    Im Oktober beginnt meine Langzeittherapie und darauf freue ich mich riesig! :)

    Nächste Woche habe ich wieder ambulante Therapie. Auch darauf freue ich mich, auch wenn das Thema sehr schwierig sein wird für mich.
    Auf meinen wunsch sprechen wir nämich über das Thema "Nähe und Distanz", weil dieses Thema auch meine Therapie gefährden kann.
    Weil ich nämlich, wenn ich jemandem etwas mehr anvertraue, kurze Zeit später einen Rückzieher mache. Zwei Therapien habe ich aus diesem Grund schon abgebrochen.

    ich hoffe, wir finden dafür eine Lösung.

    Liebe Grüße
    Darky

  • hallo darky, deine mail hat einen nerv bei mir getroffen.

    nähe und distanz. das sind ja eigentlich gegensätze, es müßte auch etwas in der mitte geben.aber das nur am rande.

    ich war im januar zu einer 8-wöchigen lzt aufgebrochen. ich war zu dem zeitpunkt schon 7monate trocken und dementsprechend gelangweilt mit dem ganzen theater.

    ich hatte keine lust, was zum alkohol zu hören, sondern an den zugrundeliegenden themen zu arbeiten. leider stellte sich heraus, daß es keine einzel- sondern nur gruppentherapie gab.

    ich bin in gruppen eine katastrophe, das weiss ich und meide sie daher. mein verhalten ist so, dass ich gleich mal richtig auffalle bzw. reaktionen hervorrufe. die sind meist negativ, was mir gerade recht ist. um zuneigung muss man sich bemühen, das ist eine unsichere sache. abneigung kriegst du garantiert und umsonst und erlaubt, sich wieder schön in seine einsamkeit zurückzuziehen.

    in der gruppe hatte ich nach einer woche sonntags den ersten offenen konflikt mit dem alphamännchen (ich bin übrigens eine frau). da ich äußerst stark erscheine, fühlte er sich wohl bedroht.

    komischerweise griffen aber die alten muster nicht und der konflikt führte dazu, daß ich gerade mit diesem mann ein sehr konstruktves verhältnis hatte. die gruppe mochte mich. schrecklich!

    jedes wochenende hatte ich meinen anfall und wollte abreisen. jedes mal war die gruppe und therapeutin in aufruhr und bekniete mich, zu bleiben. weil man mich mochte, mich vermissen würde, ich wichtig für die gruppe sei.

    ende vom lied: nach knapp drei wochen habe ich abgebrochen.

    denk mal über meine worte nach.

    es machte im grunde keinen unterschied, da ich weiterhinnicht trinke.

    zu nähe-distanz gehört auch, menschen entweder zu verachten oder in den himmel zu heben. auch hier gibt es keine mitte.

    gruß an dich

  • korrektur: ich wollte sagen,daß bei mir dieses muster mit abwerten-in den himmel heben vorhanden ist.

  • Hey melody,

    was du da beschreibst über Nähe und Distanz kenne ich (leider) auch zu gut von mir. Ich habe bisher immer gedacht, damit relativ alleine dazustehen, aber irgendwie wohl doch nicht.
    Ich "schaffe" es, mich am Anfang einer Gruppensituation erst in eine Außenseiterposition zu drängen (weil ich anfangs meist eine eher ablehnende bis vorwürfliche Haltung meinen Mitmenschen gegenüber an den Tag lege), um mich dann später zu öffnen.
    Ich wäre da vom Verhalten gerne authentischer, denn mein vermeintliches Desinteresse an Grupensituationen resultiert letztlich aus einer ganz banalen (frühkindlichen) Angst, ewig Ablehnung zu erhalten.

    Und es ist wie bei dir: Tritt die Ablehnung ein, kann ich damit umgehen. Begegnen mir die Menschen jedoch freundlich und mit Respekt, bekomme ich Angst und ziehe mich zurück.
    Zum Glück habe ich meine letzte Langzeittherapie (10 Wochen in einer Spezialklinik für Borderline & Essstörungen) durchgezogen, dort habe ich auch sehr viel für mich mitgenommen.

    Nur leider war ich "damals" noch nicht bereit, über mein Alkoholproblem zu reden, sodass ich das jetzt angehen muss.
    Muss deshalb, weil ich ohne die Langzeittherapie kaum einen Monat trocken bleiben kann.

    Da sind irgendwie zu viele Auslöser hier...

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