Hallo an Alle

  • Hallo zusammen,

    hier ein paar kurze Worte zu meiner Motivation und meiner Selbst. Ich bin Carlos aus dem Großraum Stuttgart. Das Problem mit dem Trinken habe ich bereits seid 2 Jahren obwohl ich sagen muss, dass es schon um einiges besser geworden ist. Den kompletten Absprung habe ich allerdings noch nicht geschafft und hoffe auf einen Erfahrungsaustausch und eventuelle Tipps von anderen.

    VG der Carlos

  • Hallo Carlos!

    Herzlich willkommen hier im Forum!

    Du hast schon erkannt, das Dein Trinkverhalten aus dem Ruder gelaufen ist. Das ist der erste Schritt. Was hält Dich davon ab, ganz abstinent zu werden? Kennst Du Deine Rückfallrisiken und Deine Trigger?

    Wie hast Du bis jetzt Deinen Konsum gedrosselt?

    LG
    Caroline

  • Herzlich Willkommen hier im Forum :welcome:

    Zum Einen schließe ich mich Carolines Fragen an und außerdem würde mich Dein (ungefähres) Alter interessieren - denn dann könnte man die Aussage

    Das Problem mit dem Trinken habe ich bereits seid 2 Jahren ...

    besser einordnen. Solltest Du ca. 16 Jahre sein - dann sind die 2 Jahre schon heftig. Solltest Du aber um die 60 Jahre sein - hast Du vorher nicht getrunken? War da ein Auslöser?
    Du siehst, es interessiert mich.

    Kurz zu mir: Ich bin Mitte 50, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken. Und ich bin in der Selbsthilfe aktiv.

    Gruß
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Hallo nochmal,

    sorry, ich bin Mitte 30. Auslöser wird wohl eine Depression gewesen sein. Irgendwie habe ich das Gefühl, diese noch nicht so wirklich überwunden zu haben. Es kommt einfach vieles dazu und ist einfach schwer genau zu definieren, was der Auslöser war. Eigentlich habe ich es nur durch viel guten Willen geschafft, mein Trinkverhalten etwas zu reduzieren. Vermutlich auch wegen der zunehmenden sozialen Ausgrenzung die man dann erfährt. Habe zudem versucht Informationen zu sammeln Habe zudem über https://leben-mit-depression.de für mich wichtige Informationen gefunden, die mir zudem geholfen haben. (Hoffe man darf das hier überhaupt verlinken)

    Auf jeden Fall vielen Dank für die freundliche Aufnahme in das Forum. Bestimmt kann ich hier noch von dem ein oder anderen was lernen.

    Danke Euch

  • Hallo, Carlos!

    Das mit dem Link ist okay - schließlich gibt es Viele, die neben dem Alkohol auch mit Depressionen zu kämpfen haben. Oft ist die Depression eine FOLGE des übermäßigen Alkoholkonsums, aber manchmal auch die URSACHE dafür. Bei mir war das Erstere der Fall - nachdem ich es geschafft habe, vom Alk wegzukommen, waren auch meine Depressionen wie weggeblasen :D
    Habe mir die Seite mal angeschaut - und sie in unsere Linksammlung aufgenommen. Falls Du sie noch nicht entdeckt haben solltest - schau doch dort mal rein. Da findest Du noch viele nützliche weiterführende Links.
    Und wie Du siehst, erhebt sie keinen ANspruch auf Vollständigkeit ...

    Gruß
    Greenfox

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Guten Morgen Carlos,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Ich bin Ende 40, Alkoholiker und lebe jetzt schon einigige Jahre ohne.

    Mich würde noch interessieren ob Du vor diesen 2 Jahren bereits getrunken hast. Oder genauer, wie Dein Trinkverhalten da war. Warst Du da schon "gut unterwegs" und es hat sich dann "nur" noch gesteigert oder bist Du quasi von null auf hundert?

    Und wie schätzt Du Deine Situation selbst ein? Das Du ein Problem hast, darüber bist Du Dir ja im Klaren, sonst hättest Du Dich ja hier nicht angemeldet. Aber siehst Du Dich selbst als Alkoholiker? Hast Du schon mal versucht komplett zu verzichten?

    Ich stelle diese Fragen nur, um mir ein klareres Bild machen zu können. Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier im Forum und freue mich von Dir zu lesen.

    LG
    gerchla

  • Hallo Carlos,

    willkommen im Forum!

    Zitat

    Auslöser wird wohl eine Depression gewesen sein. Irgendwie habe ich das Gefühl, diese noch nicht so wirklich überwunden zu haben. Es kommt einfach vieles dazu und ist einfach schwer genau zu definieren, was der Auslöser war.

    Es ist wohl für alle Alkoholiker schwer, die wirklichen und definierten Auslöser für ihre Sucht zu finden. Aber das ist m. E. auch gar nicht nötig. Der Mensch besteht ja aus vielen psychischen und physischen Faktoren, da greift das eine in das andere.
    Es würde Dir ja eigentlich auch gar nichts bringen, wenn Du wüsstest, dass Deine Depressionen der Auslöser für Deine Suchterkrankung gewesen sind, weil wenn Du das wüsstest, müsstest Du erst einmal herausfinden, warum Du überhaupt die eigenständige Depressionserkrankung hast, sie erfolgreich behandeln und dann – vielleicht – wärst Du in der Lage ganz vom Alkoholkonsum abzusehen.

    Zitat

    Eigentlich habe ich es nur durch viel guten Willen geschafft, mein Trinkverhalten etwas zu reduzieren. Vermutlich auch wegen der zunehmenden sozialen Ausgrenzung die man dann erfährt.

    Ich schließe mich Gerchlas Frage an: Was heißt „eigentlich“ und „etwas reduziert“? Wie lange und wie viel hast (Regelmäßigkeit) hast Du getrunken?
    Und ja, allgemein kann man sagen, dass u.a. die sozialen Probleme, aber auch die arbeitsrechtlichen und familiären etc. pp. dazu führen, dass Alkoholiker „endlich“ etwas gegen ihre Sucht unternehmen (wollen).

    Zitat

    Habe zudem versucht Informationen zu sammeln Habe zudem über https://leben-mit-depression.de für mich wichtige Informationen gefunden, die mir zudem geholfen haben. (Hoffe man darf das hier überhaupt verlinken)

    Da ich auch aus Stuttgart komme und hier gut vernetzt bin, kann ich Dir bzgl. Deiner Depressionen die Kontaktdaten zu Depressionsselbsthilfegruppen anbieten:

    Arbeitskreis Depression
    Besonders auch Seele hat Vorfahrt. Herr Schallenmüller wird Dir gerne weiterhelfen, wenn Du eine Gruppe und Wege aus/in der Depression suchst.

    Grundsätzlich gilt aber: Depression + Alkoholismus oder Alkoholismus + (daraus entstandene Komorbidität) Depression kann nicht voneinander getrennt betrachtet werden.
    Ein Alkoholiker, der weiter trinkt, wird weder die eine (eigenständige) noch die andere (aus dem Alkoholismus entstandene) Depression erfolgreich behandeln können. D. h. in der Regel muss erst die Sucht zum Stillstand gebracht werden, dann kann man die Depression behandeln. Abgesehen davon wird kein seriöser Therapeut einen süchtig weiterkonsumierenden Alkoholiker therapieren.

    Hast Du in Stuttgart und Umgebung schon Kontakt zu Selbsthilfegruppen für Suchtkranke?

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