Beiträge von Rekonvaleszent

    Zufrieden trocken sein bedeutet für mich: keine Gedanken an Alkohol! Und das ist bei mir leider nicht der Fall .

    Hallo!

    Ich fürchte, diesen Zustand, nie mehr an Alk zu denken, wirst Du niemals erreichen. Warum: Das Suchtgedächtnis ist in deinem Hirn fest abgespeichert wie Daten auf einer Festplatte beim PC. Die werden niemals dauerhaft gelöscht.

    Ich bin schon zufrieden, wenn bei mir die Gedanken an den Konsum von Alk nicht täglich aufkommen.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Ich gehe mal davon aus, der Druck dürfte sich gelegt haben. Zumindest dauert so was bei mir nicht stundenlang an.

    Neben Wasser trinken, hat mir Sport geholfen. Ich fahre ins Fitnesstudio und powere mich aus. Ansonsten bei mir bewährt und daher zu empfehlen: Raus in die Natur per Rad oder zu Fuß und ordentlich Gas geben.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Alles so Kleinigkeiten, die eventuell für andere lächerlich wirken, aber mich
    sofort wieder auf den Boden bringen.

    Hallo Outdoorfan!

    Alles, was Dich clean hält, ist niemals lächerlich. Es sind oftmals die kleinen Denkanstöße, die eine Entscheidung zusätzlich stützen und absichern.

    Das mit den Fotos finde ich klasse.

    Gruß
    Carl Friedrich

    Hallo Outdoorfan!

    Wir sind beide ungefähr gleich lang clean.

    Du hast in deinem Eingangsbeitrag viel geschrieben, was ich nur unterstreichen kann.

    Ganz wichtig erscheint mir die Akzeptanz der Krankheit. Ich habe sie mir nicht ausgesucht, jedoch meinen Frieden mit ihr gemacht.

    Schlechte Tage: Bau einfach in deinen Tag Dinge ein, die dir Freude machen.

    Du schreibst von Kniffen, das erste Glas stehen zu lassen. Darf ich fragen, welche?

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo Changemaker!

    Das liest sich schon mal richtig gut.

    Du bist dem Teufel Alkohol rechtzeitig von der Schippe gesprungen, bevor es steil nach unten ging. Bei mir war es die Familie, die mir die Pistole auf die Brust setzte: Entweder Therapie oder Trennung/Scheidung. Zu dieser Zeit war ich im Gegensatz zu früher, nicht mehr in der Lage, eine Saufpause einzulegen.

    Wie so oft kommt der Anstoß von außen, dem Partner, dem Arbeitgeber, der Führerscheinstelle....

    Nicht jeder hat sich so weit runter gesoffen, dass er schon mit einem Bein im Grab stand. Solche Exemplare sind mir auch bekannt. Deren Vorteil ist, dass sie sich in bewusst für's Leben und gegen das elende Verrecken -anders funktioniert Totsaufen nicht-entschieden haben. Das motiviert sie ungemein.

    Zugleich tritt unsere größte Schwachstelle zutage: Irgendwann könnte doch wieder der Gedanke aufkommen, jetzt sei man so lange clean, also müssten doch mal wieder 1-2 Weißbier drin sein. Schließlich habe man ja durch die bisherige Phase der Abstinenz bewiesen, dass man alles im Griff und somit quasi geheilt sei.

    Am Ende meiner ambulanten Therapie gab mir der sehr erfahrene Suchtmediziner mit auf den Weg:" Wissen Sie, den ersten Schritt in Richtung Rückfall macht man dann, wenn man sich nicht mehr regelmäßig mit der Krankheit auseinandersetzt."

    Bleib am Ball.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo und willkommen!

    Wie bist Du die Abstinenz angegangen? Alles in Eigenregie? Oder mit Suchtberatung und ambulanter Therapie?

    Was hast Du im Vergleich zu früher verändert?

    Gruß Rekonvaleszent, seit mehr als 3 1/2 Jahren abstinent.

    Hallo!
    Ganz alleine das Alkoholproblem anzugehen ist schon eine gewaltige Aufgabe.

    Hilfe von Dritten zieht nicht automatisch 'ne Pillenkur nach sich.

    Denk noch mal darüber nach, dich zumindest mal an die Suchtberatung zu wenden. Du hast diverse Drogen durch, da bist du als Polytox schon ein kniffeliger Fall. Da ist es ratsam, wenn auch noch mal ein Profi drauf schaut.

    Thema Einkauf: Erledige den doch erst mal woanders und mach besser einen Bogen um die Likörabteilung.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Mit dem Einschlafen gab's bei mir anfangs ein paar kleine Probleme. Nach ein paar Tagen, ich meine keine ganze Woche, hatte sich das erledigt. Und am nächsten Morgen fit, was für ein Unterschied.

    Was unternimmst Du noch? Warst Du beim Doc und/oder Suchtberatung?

    Übrigens, das von dir verwendete Foto wird schon von einem anderen Mitglied Gerchla benutzt.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Mir geht es aber um Trockenheit. Ich unterscheide zwischen Abstinenz und Trockenheit. Trocken zu leben verselbstständigt sich zwar auf eine gewisse Art und Weise im Laufe der Zeit. Aber ich möchte auch weiter so zufrieden trocken sein, wie ich es jetzt bin. Und da kann es doch nicht schaden, bei anderen zuschauen, wie sie es so machen.

    Hallo Zera!

    Danke für deinen Hinweis. Ich persönlich mag den Begriff "trocken" nicht und verwende für mich lieber die Ausdrücke "abstinent, inaktiv oder alkoholfrei". Aber das sollte jeder mit sich selbst ausmachen, da möchte ich niemand reinreden.

    Ich bin mal neugierig, wie Du deine Abstinenz (Trockenheit) abgesichert hast. Gerade in der anstehenden Weihnachtszeit lauern für viele Anfänger so einige Gefahren.

    Ich werde dazu mal einen thread eröffnen.

    Ich wünsche einen fruchtbaren Austausch.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Ich lebe seit mehr als 3 1/2 Jahren abstinent. Wegen des regelmäßigen Austauschs und um meine Abstinenz zu sichern, bin ich hier.

    Was Du aber nach 9 Jahren noch in puncto Abstinenz lernen willst, erschließt sich mir auf den ersten Blick nicht. ;)

    Ansonsten sehe ich keinen Widerspruch zwischen Lernen und Beraten. Das macht doch die Selbsthilfe erst aus.

    Gruß
    Rekonvaleszent


    Es war nur so ein ein Überraschungseffekt, weil ich damit gar nicht gerechnet hatte.

    Ich bin schon ein bißchen stolz auf mich. :)

    Hallo Risu!

    Du darfst stolz auf deine Leistung sein. Jede Abwehr eines "Trigger" macht dich für die Zukunft stärker, weil Du auf Erfahrungen zurückgreifen kannst und weißt, dass Du widerstehen kannst und sich der Druck sich auch wieder legt.

    Ja, das Überraschungsmoment ist so ein Problem. Davor ist man nie gefeit. Mir hat geholfen, mir klar zu machen, wann und wo ich früher getrunken habe. Komme ich in vergleichbare Situationen, rechne ich mit der Möglichkeit, dass das Suchtgedächtnis anfängt, Kapriolen zu schlagen. Vorbereitung ist die halbe Miete.

    Wichtig ist, dem Alkohol nicht aktiv auf den Alkohol zuzugehen.

    Vielleicht noch ein kleiner Trick: Wenn demnächst anlässlich der Vorweihnachtszeit in irgendeinem Kreis ein Gläschen getrunken wird und Du dich der Runde nicht entziehen kannst, nimm etwas in beide Hände: Links ein Wasser-, rechts ein Saftglas oder Handy. Hast Du beide Hände voll, kann dir niemand so schnell ein Glas Sekt/Wein/Bier in die Hand drücken und dich überrumpeln.

    Zudem geselle ich mich bei solchen Ereignissen nur zu Leuten, die keinen Alk trinken. Auch das schützt. Auch verweile ich nicht zu lange, sondern ziehe mich zügig zurück.

    Achtung: Auch wenn Du tapfer durchgehalten hast, kann sich dein Suchtgedächtnis noch nach der Veranstaltung melden, da es womöglich provoziert worden ist. Mach dir das lieber vorher klar. Nicht dass Du nach einer kleinen Feier auf dem Heimweg erst mal die nächste Tanke ansteuerst, um sog. Sprit zu beschaffen. Dagegen hilft, sofort etwas aktiv zu machen, was dir Freude bereitet nebst dem altbekannten Griff zur Wasserflasche.

    Weiter so.

    Gruß
    Rekonvaleszent


    Ich bekenne mich zu den "Selbstüberschätzern", die ohne das Hoffen auf eine höhere Macht im Vertrauen auf die eigene Kraft und Motivation, die durchaus auch von außen befeuert werden darf bzw. durfte, aus dem Suchtkreislauf ausstiegen.

    Danke Bassmann, dem schließe ich mich zu 100% an.

    Auch wenn es etwas blasphemisch klingen mag, "Gott" durch "Ich" zu ersetzen" ;D

    Hallo!

    Ich bezeichne es als agnostisch. Ich gönne anderen ihre Religion, sofern sie mich damit verschonen.

    Mich schrecken Gruppen mit religiösem Einschlag oder Färbung ab. Mein Alkoholproblem kann nur ich alleine lösen, da hilft mir keine angeblich höhere Macht.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo Matthias!


    Dein Vorhaben, jetzt eine Therapie anzustreben und die Suchtberatung aufzusuchen, ist schon mal ein richtig guter Ansatz. Geh bitte hin.

    Die Suchtberatung leitet das Erforderliche in die Wege. Jedoch dauert das Bewilligungsverfahren; ich unterstelle mal die Sozialversicherungspflicht. Ich fürchte, es wird eng noch in diesem Jahr in Therapie zu gehen.

    Anders sieht es dagegen aus, wenn Du gut bei Kasse bist und dir eine private Klinik als Selbstzahler leisten kannst. Bei denen soll es -wie man so liest- deutlich flotter gehen.

    Deine Arbeit ist momentan das kleinere Problem, das Du auch mit dem Suchtberater erörtern kannst, ob und ggf. wer auf der Arbeit eingeweiht wird.

    An anderer Stelle hier im Forum hast Du geschrieben, dein Vorhaben der Abstinenz ggf. nach Erreichen des Rentenalters noch mal zu überdenken. Ich habe lernen dürfen, dass es verdammt schwer mit der Abstinenz wird, wenn irgendwo im Hinterstübchen noch der Gedanke rumspukt, irgendwann geht doch noch mal was mit dem Alkohol. Das Thema wird normalerweise im Rahmen der Therapie erörtert, bei mir bei meiner ambulanten. Dies nur als Hinweis, nicht als Vorwurf.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Den Dusel kriegt man ja nicht von Soße essen. Andererseits, wer weiß, vielleicht aktiviert der Geschmack ja doch unbewusst irgendein Suchtgedächtnis.

    Daher werde ich darauf achten, dass auch in den Speisen kein Alkohol ist. Also: Tschüß, Tiramisu. Tschüß, Lieblingseisbecher. Ich werde mal nach neuen Lieblingsdesserts Ausschau halten müssen.


    Hallo!

    Alkohol in der Soße kann, muss aber nicht triggern. Das -nicht irgendein- Suchtgedächtnis kann einen ganz schön nerven, insbesondere dann, wenn man es nicht erwartet. Also lieber Vorsicht walten lassen. Mit der Zeit habe ich meine eigenen Sensoren entwickelt. 1) Ich schaue mir genau die Karte an. 2.) Fragen, ob sie mit Alk angerichtet sind 3.) Dran Riechen und 4.) Den Partner probieren lassen.

    Das Tückische am Suchtgedächtnis ist, dass man im Restaurant eine alkoholhaltige Sauce verspeist und nach Rückkehr nach Hause ein gewaltiges Verlangen nach dem Suchtstoff entwickeln kann, da der Wein/Schnaps in der Sauce einen enorm gereizt hat.

    Es gibt diverse Eisbecher ohne Alkohol. Bei unserem Italiener steht auf der Karte, wenn sie ohne bzw. mit Alkohol sind. Also schön die Augen auf halten.
    Mit der Zeit entwickelt man eine Routine darin.

    Gruß
    Rekonvaleszent


    wurde mir bewusst, dass ich die Achtsamkeit beginne zu vernachlässigen. Dem möchte ich durch verschieden Reizpunkte entgegen wirken.

    Hallo Ramses!

    Willkommen in diesem Forum.

    Glückwunsch zu 3 Jahren in Freiheit.

    Inwieweit hast Du die Achtsamkeit vernachlässigt?

    Mit welchen Reizen möchtest Du gegensteuern?

    Ich bin mehr als 3 1/2 Jahre clean und habe es mir zu eigen gemacht, Risiken -so gut es eben geht- aus dem Weg zu gehen. Ich lasse den Alkohol nicht zu nahe an mich heran. Das hat sich bei mir eingeschliffen.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Als erstes dachte ich bei deinem Beitrag an den sog. "Quartalssäufer" ;), der eine Zeitlang nichts, danach jedoch heftig und viel zu viel.

    Mach doch mal den Selbsttest: Verzichte mal 3 Monate komplett auf den Stoff. Fehlt dir was, dann hast Du ein Problem.

    Gruß
    Rekonvaleszent