Beiträge von Rekonvaleszent

    Hallo!

    Dein Nickname ist ätzend und offensichtlich ein Spiegelbild deines Befindens.

    Du hast schon eine LZT hinter dir und hast daraus doch sicherlich was mitgenommen, worauf Du auch jetzt noch aufbauen kannst.

    Geh zur Suchtberatung und kläre, ob eine neue LZT oder eine andere Maßnahme in Betracht kommen.

    Hast Du dich mal nach einer "analogen" SHG umgeschaut?

    Übrigens: Es gibt etliche Probanden, die mehrere Anläufe benötigt haben, um aus dem Teufelskreis der Sucht auszubrechen. Daher gräm dich nicht, dass es bei dir nach deiner LZT nicht geklappt hat. Dann unternimmst Du jetzt halt einen neuen Angriff.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo und willkommen!

    Ich gehe davon aus, Du machst einen sog. "Kalten Entzug", denn sonst hätte dir dein Doc die Frage schon längst beantwortet. ;)

    Wir sind hier alle keine Ärzte. Die Menschen sind nun mal verschieden. Wenn die einen nach 5 Tagen durch sind, können andere noch nach 7-10 Tage Krampfanfälle erleiden.

    Mein Rat: Geh zum Doc.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Ich erlaube mir mal auf das Thema selbst zurückzukommen:

    Nein, ich trinke, das Zeug nicht und habe es, Stand heute, auch nicht vor. Warum? Mir hat es noch nie geschmeckt und es ist viel zu nahe an dem dran, was ich früher maßlos konsumiert habe.

    Fange ich jetzt nach mehr als 4 Jahren mit alkoholreduziertem Bier an, lässt das womöglich alle sorgsam errichteten Dämme brechen, dann ist der Weg zum richtigen Bier nicht mehr weit. Warum? Während meiner früheren Pausen habe ich auch ab- und an das Zeug getrunken und mir dann nach einiger Zeit gesagt: "Jetzt säufst Du so ne Plörre, da kannst Du gleich ein richtiges trinken." Gesagt, getan. Es blieb aber nicht bei dem einen richtigen, es wurden gleich mehrere, weil ich ja so lange brav war.

    Wer anders verfährt und meint, das Zeug sei 'ne megageile Sache, mag es in sich rein kippen. Wer sich gern in Gefahr begibt, kommt darin um, heißt es so schön. ;)

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Ich rate dazu, das Problem mit dem Doc zu erörtern und mal ein großes Blutbild machen zu lassen, insbesondere auch mal den Vitamin D Spiegel zu testen.

    Ich habe mich wenige Wochen nach Beginn meiner Abstinenz komplett durchchecken lassen. Da wiederhole ich alle 12-18 Monate incl. Ultraschalluntersuchung aller inneren Organe. Da fühle ich mich auf der sicheren Seite. Das Auto bringt man ja auch regelmäßig in die Werkstatt zum check-up, das habe ich für mich übernommen.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Das mit dem Süßen geht mir genauso. Ich habe vorher nie Süßes gegessen und jetzt kann ich es endlos in mich hineinschaufeln, wenn ich wollte.

    Hallo!

    Das ging mir genau so. Ich war nicht der einzige, das habe ich öfter gehört und gelesen. Das heißt aber nicht, dass es bei jedem so ist. Ist ja im Prinzip nichts gegen einzuwenden, sofern es in Maßen bleibt.

    Alkohol wird grob vereinfacht aus Zucker gewonnen. Wer viel Alk rein schüttet, konsumiert viel Zucker. Und genau auf den war mein frisch abstinenter Körper nun mal eingestellt. Statt Alk griff ich dann gerne und herzhaft zu Süßkram.

    Bei mir dauerte dieser Zustand rund 4 Jahre an, bis ich aus verschiedenen Gründen die Notbremse zog und meinen Zuckerkonsum deutlich reduzierte. Ab- und an gönne ich mir mal ein Stück Kuchen oder einen winzigen Riegel Schokolade, das langt. Dazu 1 Stück Kuchen pro Woche. Das reicht mir mittlerweile. Man kann es auch Kontrollierten Konsum nennen. Komisch, bei Süßigkeiten klappt's bei mir im Gegensatz zum Alk. Jedoch süße ich Tee und Kaffee weiterhin mit Zucker.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Da Du noch am Anfang Deiner trockenen Lebensphase stehst, rate ich Dir dringend davon ab alkoholfreies Bier zu trinken. Weil Du getriggert werden könntest, durch Aussehen, Geruch, Geräusche, Aufforderung von anderen doch "richtiges" Bier zu trinken und die argumentieren dann so: "Du weißt schon das alkoholfreies Bier Alkohol enthält? Dann kannst auch richtiges Bier trinken!"


    Das alkoholfreie Bier KANN VIELLEICHT in 5-10 Jahren zu einer Alternative werden. Dazu muss man aber gefestigt sein und sich den Gefahren bewusst sein die dadurch entstehen können.

    Ja das Suchtgedächtnis ist ein heikle Angelegenheit und kann uns ganz schön piesacken.

    Ich habe auch mal über die alkoholarme Biervariante nachgedacht und den Gedanken sehr schnell wieder verworfen. Allein schon bei dem Gedanken an das Zeug verspüre ich bereits ansatzweise dessen Geschmack im Mund. Dazu die Prozedur: Ich gehe zur Flasche, die aussieht wie 'ne normale Bierpulle, ich öffne das Teil (Ploppgeräusch), das Einfüllen des Glases und das damit verbundene typische Einschenkgeräusch, die Farbe des Bieres und dessen Geruch lassen mein Suchtgedächtnis schon im Vorhinein Kapriolen schlagen. Und dann? Habe ich sicherlich 'nen fetten Trigger am Leib. Muss ich mir so was antun für ein Zeug, dass mir eh nie geschmeckt hat?

    Bei mir ist der weitere Verlauf dann ziemlich klar: Ich ersetze die Plörre wahrscheinlich recht zeitnah durch ein richtiges Weißbier.

    Warum sollte ich, wenn ich mindestens 5 Jahre ohne Bier ausgekommen bin, plötzlich wieder dazu greifen? Das erschließt sich mir nicht.

    Für Bier ist in meinem Leben kein Platz mehr. Ich habe schon genug davon gesoffen. Mir geht's ohne bedeutend besser. Ich hoffe, ich kann mir diese Einsicht und Einstellung für die Zukunft erhalten.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Das ist auch wissenschaftlich inzwischen gut belegt: Der Alkoholgehalt von dem sogenannten „alkoholfreien Bier“ (max. 0,5 Vol%) ist so gering, dass das Gehirn gar nicht darauf reagiert. ;)

    Na, da lässt sich doch glatt der Bogen zur interessanten Frage spannen, ob Wein oder Schnaps in Soßen gefährlich oder unbedenklich sind. Wer seine Saucen stets mit so was angerichtet hat, stellt sich womöglich jetzt die Frage, was nun? Alkoholfreien Wein oder Saft nehmen?

    Wir sind daheim auf Traubensaft umgestiegen, den wir gelegentlich beimengen. Da gehen wir auf Nummer sicher, obwohl ich nicht ausschließe, dass ich in Restaurants ab-und an mal was alkoholhaltiges im Essen konsumiert habe. Rieche ich den Stoff im Essen, verspeise ich die Mahlzeit nicht. Da bin ich rigoros.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Dann setz doch einfach diesen thread erst mal fort. Das wäre doch schon mal was. :)

    Zur Therapie: Ich kenne Leute, die haben es auch ohne geschafft.

    Ich habe mich jedoch für eine entschieden, einfach um auch professionelle Unterstützung an Bord zu haben. Mir hat sie was gebracht, ich bin seit mehr als 4 Jahren unfallfrei clean. Für mich war es wichtig zu sehen, wie meine eigenen Bemühungen durch Literatur und Internet mit den Ausführungen meiner Therapeuten in Einklang gebracht wurden. Alles griff ineinander wie die Rädchen einer Maschine. Das war für mich eine enorme Absicherung auf meinen Weg, den ich anfangs recht tapsig gegangen bin.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Zunächst schließe ich mich Teddie an.

    Nur alkoholfreies Bier mit 0,0% ist wirklich alkoholfrei, die breite Masse sog. alkoholfreien Biere ist leicht alkoholhaltig, nämlich bis 0,49%. Das hat juristische Gründe und nur am Rande.

    Grundsätzlich raten Therapeuten und viele Abstinente von dem Zeug ab, egal ob 0.0 oder 0.49%. Es ist nach Farbe, Geruch und Geschmack viel zu nahe am Original und wenn ich ehrlich bin, das "kastrierte" Zeug schmeckt doch gar nicht.

    In meinen früheren alkoholfreien Phasen habe ich zwischendurch so was getrunken und irgendwann war das Verlangen auf ein "richtiges"Bier zu groß.

    Daher rate auch ich dazu, ja die Finger davon zu lassen, auch wenn ich jemand kenne, der damit seit Jahren klar kommt. Ist halt die berühmte Ausnahme von der Regel.

    Gruß Rekonvaleszent

    Hallo!

    Es ist erfreulich, dss Du jetzt 2 Wochen durchgehalten hast.

    Warum hast Du dich gegen eine Therapie (ambulant/stationär) entschieden?

    Wie hatte denn die Suchtberaterin vorgeschlagen? Teilt sie deine Entscheidung?

    Und schließlich: Warum eröffnest Du fortlaufend neue threads, um von deiner weiteren Vorgehensweise zu berichten?

    Dadurch wird das sehr Forum unübersichtlich. ;)

    Gruß
    Rekonvaleszent


    Aber eins haben die verschiedensten Arten von Alkoholikern gemeinsam: Sie alle können nach einem, zwei Gläsern nicht aufhören zu trinken.
    Dies als kleiner Denkanstoss.

    Na ja, unter der Woche konnte ich schon noch aufhören, weil ich ja am nächsten Tag raus musste. Aber ab Freitag war dann kein Halten mehr.

    Aber recht hat kookie schon, die hiesigen Forianer können es zumeist nicht, sonst wären sie nicht hier.

    Es gibt Programme zum Kontrollierten Trinken. Stöber da mal nach. Im Zweifel probier es aus, ob es dir gelingt. Den allermeisten gelingt es nicht. Stichwort Kontrollverlust.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Deine Ausdrucksweise finde ich grenzwertig. Zum Teil ist sie m.E. auch strafrechtlich relevant, was die gewählte Bezeichnung von Polizeibeamten betrifft.

    Mich wundert es, dass Greenfox, der direkt betroffen ist, sich das so bieten lässt, sofern er es bemerkt haben sollte.

    Auf der Basis tausche ich mich nicht aus.

    Ich werde mich erstmal selbst therapieren, dann lann ich anderen forenteilnehmer helfen!@

    Hallo!

    Du trägst mal wieder zu dick auf. Das klingt für mich, ohne dir zu nahe treten zu wollen, abgehoben und irgendwie selbst überschätzend. Therapie bedeutet, Hilfe anzunehmen, die angeboten wird, von Therapeuten, Psychologen, SHG, diesem Forum ...

    Was Du dort in Erfahrung bringst, gilt es umzusetzen, so gut es eben passt.

    Dazu Fachliteratur aus Patienten- und Therapeutensicht zur Abrundung und vor allem zur Wissensvertiefung.

    Besorg dir mal das Buch ALK von Borowiak. Nur mal so zum Anfang.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo Lars!

    2 1/2 Jahre in Freiheit sind schon eine Leistung, auf die Du stolz sein kannst. Glückwunsch.

    Ich stimme dir zu, dass wir eine Krankheit haben, die sich gut handhaben lässt, sofern wir uns den Respekt vor den Tücken und Gefahren des Alkohols bewahren.

    Wir müssen nur etwas unterlassen, nämlich Alkohol zuzuführen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Besuchst Du zusätzlich noch eine "analoge" SHG?

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    So einen Geruchstest habe ich im ersten Jahr auch mal gemacht. Dafür wurde ich dann auch vom Therapeuten und anderen gescholten. Recht hatten sie.

    Also demnächst die Finger weg von dem Zeug. Du kannst mit ihm nicht umgehen und wenn Du das Glas schon an der Nase hast, ist der Weg zum Mund nur wenige cm kurz.

    Für dich spricht, dass Du dich wenigstens mitteilst. Nur so kann dir geholfen werden.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Standst Du bei deinen bisherigen Versuchen stets rückhaltlos zu dem Wunsch der Abstinenz?

    Warst Du bereit, der Abstinenz alles, aber wirklich alles unterzuordnen?

    Spukte noch irgendwo im hintersten Hirnstübchen der Gedanke herum, irgendwann geht doch noch mal was mit dem Alkohol in Form eines moderaten und gelegentlichen Konsums?

    Das sind 3 Fragen, die mir zu Personen einfallen, die trotz vielfacher Versuche und Therapien doch wieder rückfällig wurden.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Das Alkoholikergehirn kann ohne Stoff einfach nicht so stark auf Dopamin ansprechen. Nach besagter Zeit soll das einigermaßen Rückläufig sein. Das ist auch der Grund für die fehlende Motivation bei der Abstinenz, bzw. wieso alles grau und doof ohne Alkohol erscheint.

    Meine Suchtberaterin sagte mir sogar mal, dass man ungefähr nach 2 Jahren als stabil gelten kann und die Rückfallgefahr deutlich runtergeht.

    Hallo!

    Bei mir ist nie alles grau und doof erschienen. Ich wusste, dass ich nicht mehr in der Lage war, mich selbst aus der Lage zu befreien, in die ich mich hinein manövriert habe. Ich war heilfroh, dass mir Hilfe angeboten wurde.

    Rückfallgefahr besteht immer, das Risiko sinkt mit der Zeit. Vorausgesetzt, man befasst sich regelmäßig mit der Sucht und verfällt nicht in den Gedanken, man sei geheilt und könne mal wie andere auch, bei Gelegenheit mal ein Bier o.a. trinken. So lange dieser Gedanke noch im Hirn rumspukt, wird es schwer mit der Abstinenz.

    Gruß
    Rekonvaleszent