Beiträge von Rekonvaleszent


    Wo ist denn der Kommentar von Rekonvaleszent geblieben?

    Hat er ihn zurückgezogen oder wurde er vom Moderator gelöscht?

    Ich fand den Kommentar absolut OK. Ich hab' nix dagegen, etwas schärfer angegangen zu werden. Vielleicht brauch es sogar, wenn man mal Tacheles mit mir redet?

    Ja, den habe ich gelöscht, da in der Zwischenzeit ein anderer von dir einging, der zumindest ansatzweise einen Rückschluss auf eine gewisse Vernunft zuließ. Daher wäre meiner inhaltlich nicht mehr gänzlich angemessen gewesen.

    Hallo Otto!

    Warum fehlen dir denn Kraft und Motivation? Weil dir deine Vorurteile im Weg stehen? Weil Suchtberater und Therapeuten dir womöglich die Wahrheit sagen, die dir scheinbar nicht gefällt?

    Deine Ausführungen klingen in meinen Ohren wie: Wasch mir den Pelz, aber mach mich bloß nicht nass." ;)

    Versuche es doch mal mit etwas Literatur: Für den Neueinsteiger rate ich stets zu "Alk von Borowiak". Der Autor hat zahlreiche Entgiftungen und Therapiebemühungen unternommen, bis es auch bei ihm endlich klappte.

    Ferner noch Lindenmeyer: "Lieber schlau als blau".

    Schau da doch mal rein.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo und willkommen!

    Kurz zu mir: Ich bin jetzt kanpp 4 Jahre, 11 Tage fehlen noch, unfallfrei unterwegs und habe den Ausstieg über eine ambulante Therapie gewählt, wobei die liebe Familie assistierend Schützenhilfe leistete.

    Erst mal Glückwunsch. 3 1/2 Monate - und dass ohne therapeutische Unterstützung- sind schon mal ein richtig guter Start.

    Die Trinkpausennummer kenne ich von mir, damit habe ich mir jahrelang einen vorgegaukelt, alles im Griff zu haben, da richtige Säufer so was ja eh nicht können. Erst als ich merkte, dass es mir nicht einmal mehr gelang, wenigstens unter der Woche von Freitag bis Donnerstag nichts zu trinken, fiel in meinem Oberstübchen so langsam der Groschen.

    Da dank Corona alle Vor-Ort-Veranstaltungen auf Eis liegen, bleiben dir das Internet und Fachliteratur, um dich weiter und tiefer mit der Materie zu befassen.

    Schau mal hier: https://alkoholforum.de//index.php?topic=1715.0

    Sport: Leider hat mein Fitnesstudio geschlossen. Daheim habe ich noch ein paar Kurzhanteln und 2 Stützen, mit denen ich 3-4x wöchentlich arbeite. Daneben nehme ich fast täglich das Fahrrad, da mir das Joggen nicht mehr möglich ist. Ersatzweise ziehe ich auch Sportschuhe an und gehe die eine oder andere größere Runde. Vielleicht ist das ja auch was für dich.

    Ich wünsche guten Austausch.

    Gruß
    Rekonvaleszent


    Die Dusche hat mir auch insofern geholfen dass ich jetzt im Schlafanzug bin und die Hemmung, nochmal loszuziehen um Alkohol zu kaufen dadurch größer ist.

    Und genau deshalb wird Einsteigern gearten, den eigenen Haushalt alkoholfrei zu halten. Wenn man sich erst aufraffen muss, um Stoff zu kaufen, hat man bis zum Eintreffen am Getränke-/Supermarkt oder Tankstelle, genug Zeit, den Saufgedanken noch mal kritisch zu beleuchten und zu hinterfragen.

    Wenn das Zeug im Keller steht, ist es bis zum Griff zur Flasche nicht weit.

    Übrigens könnte es gut sein, dass Du deinen Suchtdruck der angebrochenen Pulle zu verdanken hast. Du hast sie doch immer gesehen, wenn Du den Kühlschrank geöffnet hast. Das dürfte deinem blendend funktionierenden Suchtgedächtnis nicht verborgen geblieben sein.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Gegen akuten Druck: Sofort viel Wasser, mindestens 1 l, am besten mit viel Blubber voll, dass der Magen und später die Blase prall gefüllt sind.

    Ruf jemand an oder quatsch mit den Nachbarn, sofern möglich. Ablenkung ist in so einem Fall viel Wert.

    Ich habe mir damals immer gerne das Fahrrad geschnappt und kräftig gekurbelt. So ein Druck dauert meistens nicht lange. Das kann sich schon nach einer 1/2 Stunde wieder legen.

    Viel Erfolg
    Rekonvaleszent

    Hallo Paul!

    Von der alkoholfreien Variante eines ehemaligen Lieblingsgetränks raten viele Therapeuten und Abstinente ab.

    Warum? Es sieht aus wie das Original, schmeckt ähnlich wie das Original und triggert wie das Original. Nach 1 - 2 Gläsern wirst Du jedoch die typische euphorisierende Wirkung des Alkohols vermissen und dann? Greifst Du womöglich dorch zum Original, wo Du doch so schön angetriggert bist.

    Was soll ich dir raten? Kontakt zur Suchtberatung, Fachliteratur, den Besuch einer analogen SHG und reichliches Lesen im Forum.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Meine Frau trinkt ab und an mal einen Piccolo Sekt. Wer hat den gekauft? Ich. Ich habe damit kein Problem, weil ich das Zeug eh nie mochte.

    Wenn ich wirklich was trinken wollte, ginge ich um die Ecke zu einer 24/365 Tanke, die genau das, was ich immer mehr als reichlich konsumierte, gut gekühlt verkaufen.

    Wohl gemerkt: So ergeht es mir. Ich komme damit gut klar.


    Gruß
    Rekonvaleszent

    Na, Reko, da rate ich doch mal zusätzlich zum Besuch beim Optiker ;):

    :sorry: Konnte ich mir nicht verkneifen ;D

    [/quote]

    Greenfox : Hast Du Angst, zu kurz zu kommen? ;) Das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.

    Dein Beitrag stand schon sehr weit oben, ich habe mich halt auf die Ausführungen von Sunshine konzentriert. Das hat nichts mit mangelnder Sehschärfe zu tun, die ich, selbst wenn ich wollte, momentan eh nicht nachmessen oder korrigieren lassen könnte, weil zumindest bei uns die Optiker diesen Service momentan nicht anbieten.

    Aber was hätte ich heutzutage gemacht um für den Fall der Fälle "vorzusorgen"?

    Tankstellen, Supermärkte, Getränkemärkte sind offen. So einfach ist das.

    Klar hätte ich früher einen ordentlichen Vorrat im Keller angelegt, um mich qua Alkohol innerlich zu desinfizieren. Das wäre ein prima Vorwand gewesen.

    Was in den Familien abgeht, male ich mir nicht aus. Wir haben mit uns genug zu tun.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Das liest sich doch schon mal sehr erfreulich. Insbesondere den Kontakt mit trinkfreudigen Leuten zu meiden und die Verwandtschaft insoweit einzuweihen, dass dir nicht fortlaufend was angeboten wird.

    Das sind alles Schritte in die richtige Richtung.

    Zusätzlich rate ich stets zur Lektüre von Fachliteratur: https://alkoholforum.de//index.php?topic=1715.0

    Ich bin jetzt knapp 5 Jahre clean und ich kann nur bestätigen, dass ich nichts vermisse. Manchmal frage ich mich, warum ich nicht schon ein paar Jahre früher auf den Trichter gekommen bin. Wahrscheinlich war ich damals aber noch nicht so weit, leider.

    Mit zunehmender Dauer meiner Abstinenz stelle ich fest, dass der Kontakt zu früheren Zedchgenossen komplett eingeschlafen ist. Das verbindende Element war halt doch der Alkohol und das ist weggefallen.

    Weiter so.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Als wenn wir Aliens wären ... >:(

    Verstehe ich nicht ;)

    Ich fürchte, Du hast da was falsch interpretiert. Gemeint war: Es gibt für Polizeibemate, die auch mal draußen unterwegs sind, doch auch mal 5 Minuten, um zu schauen, ob das was sie dringend benötigen, im Laden vorhanden ist.

    Was das Thema Einkäufe anbelangt: Nächste Woche dürfte es besser werden, denn es nähert sich das Monatsende, da haben viele ihr Pulver schon verschossen.

    Ansonsten: Mittlerweile befürchte ich, dass die ganze Krankheitsgeschichte uns noch einige Monate schwer zusetzen wird. Aber ich will nicht jammern, wir kommen klar und müssen uns keine finanziellen Sorgen machen. Ich gehe davon aus, dass auch unsere Familie zwangläufig Kontakt mit dem Virus haben wird und hoffe, wir gehören dann nicht zu den ca. 5% der Notfälle, die intensivmedizinisch mit ungewissem Ausgang behandelt werden müssen.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    War gerade "einkaufen" (wollte nur Wasser und Brot, eventuell etwas Zitronensaft) - Brot ausverkauft, Tiefkühle so gut wie leer, Klopapier + Papiertaschentücher + Mehl nicht mehr existent, Wasser die letzte Packung erwischt, Fertiggerichte leergefegt ... Ich kam mir vor wie in einem Geschäft in Sibirien 1994 - aber da waren die leeren Regale besser kaschiert :o

    Noch habe ich 4 Rollen Klopapier da ... die Tageszeitung habe ich vor 2 Jahren abbestellt ::)
    Die, die normal einkaufen, sind mal wieder in den A...lerwertesten gekniffen.

    Bei bestimmten Artikeln wie Mehl und Klopapier muss man halt zu unterschiedlichen Zeiten bei unterschiedlichen Märkten nachschauen. Einzig Hefe ist ein Problem, das ich zum Glück lösen konnte.

    Ansonsten haben wir alles.

    Und ganz ehrlich: Beim Klopapier habe ich auch ein klein wenig gehamstert. Gestern auf meiner Mittagsrunde kam ich bei R....vorbei und der hatte noch ein halbes Regal voll. Ich habe mir noch ein Paket mit 16 Rollen mitgenommen, obwohl ich auch 2 hätte kaufen können.

    Greenfox : Bei uns sehe ich öfter Polizeibeamte mal eben in Discounter oder Drogerie reinspringen. ;)

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Es fällt mir schwer zu glauben, dass der geschilderte Rückfall wie ein Blitz aus heiterem Himmel in den Herrn einschlug, so dass er den Fusel mitgenommen hat.

    Hatte der Rückfall sich nicht irgendwie schon vorher aufgebaut? Stand er immer rückhaltlos zu seiner Abstinenz?

    Hatte er schon vorher Trinkgelüste, die er unterdrücken konnte?

    Spukte in seinem Hirn noch der Gedanke herum, irgendwann gehe doch noch mal was mit dem Stoff?

    Klar denke ich ab- und an, die Abstände werden immer größer, mal daran, wie es war, als ich noch moderat was trinken konnte. Nur ist diese Phase seit 20 Jahren vorbei und sie kommt nie wieder zurück.

    Ich bin jetzt knapp 5 Jahre abstinent und meine, dass solche Gedanken an den "schönen" Genuß von Alk bei mir eher in den ersten Jahren vorkamen, in den letzten beiden immer seltener. Aber vielleicht flackert da ja mal wieder was auf.

    Danke für den Gedankenanstoß. Auch deshalb bin ich hier.

    Gruß
    Rekonvaleszent


    Durch die nicht moderierte Gesprächsrunde ist es manchmal für mich wie ein belangloser Kaffeeklatsch...

    Im Moment mache ich mikroschritte, aber ich „laufe“ noch...

    Hallo!

    Du bist ohne Alkohol unterwegs. Das ist doch ein sehr guter Anfang.

    Mir stanken Gruppensitzungen, die wie Kaffeeklatsch abliefen, auch. Zumeist wurde bei uns jedoch vom Therapeuten eingegriffen. Es kam halt darauf an, welcher Therapeut gerade da war. Die einen hileten sich zurück, was für sie deutlich bequemer war, andere griffen früher durch, was mir entgegenkam.

    Thematisiere das doch mal im Rahmen der Einzelgespräche.

    Gruß
    Rekonvaleszent


    die Überzeugung, dass ich den Alkohol nicht brauche, ist noch nicht ausgeprägt.

    Bis Du so weit bist, das wird dauern.

    Ich habe mal von 3 Phasen gelesen, die das Hirn durchläuft:

    1.) Am Anfang: "Ich darf nicht trinken".

    2.) Nach einigen Monaten: "Ich will nicht trinken."

    3.) Nach einer Festigung: "Ich brauche nicht trinken."

    Du befindest dich in Phase 1. Ich in Phase 3 und die habe ich erst nach längerer Zeit ereicht (deutlich mehr als 1 Jahr).

    Setz dich bloß nicht unter Druck. Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden. Abstinenz ist ein langwieriges Unterfangen. Du kannst nicht erwarten, nach ein paar Tagen schon so weit zu sein, wie andere nach mehreren (!) Jahren. Abstinenz ist ein zartes Pflänzchen, das in Ruhe reifen muss.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Du hast eine weitere Woche geschafft, da ist doch schon mal was.

    So wie Du dich liest, wäre evt. die klassische 1-Tages-Strategie was für dich. Du nimmst dir jeden Morgen vor: "Heute trinke ich nichts."

    Du machst es dir auch nicht leicht. Mein Therapeut riet allen Rauchern, erst das Alkoholproblem in Angriff zu nehmen und später, nach einer gewissen Festigung, z.B. nach 1 Jahr, das Nikotin. Seine Begründung, der Neueinsteiger in die Abstinenz laufe sonst Gefahr, sich zu übernehmen. Genau das könnte auf dich zutreffen.

    Bei mir war es umgekehrt. Ich habe ein paar Jahre vorher die Finger vom Nikotin gelassen und mir ist der Absprung leicht gefallen, ich habe einfach aufgehört. Damals dachte ich, eines Tages machst Du es beim Alkohol genau so. Pustekuchen. Der Alkohol war die viel schwierigere Herausforderung für mich.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Suchtdruck und das Verlangen nach dem Stoff gehören für die allermeisten Einsteiger in die Abstinenz einfach dazu. Da musst Du jetzt durch. Der Druck wird dich noch öfter- so war es zumindest bei mir- heimsuchen.

    Mir wurde nach meinem ersten heftigen Druck von einem erfahrenen Abstinenten mit auf den Weg gegeben: "Jede Triggerabwehr macht dich für die Zukunft stärker."

    Du siehst, dass ein Druck sich auch plötzlich einstellen kann. Du weißt jetzt, dass er nicht ewig dauert und Du in der Lage bist, dagegen zu halten. Das ist doch eine prima Erfahrung.

    Das schrieb ich an anderer Strelle im Forum:

    Meine bislang bewährten Gegenmaßnahmen bei Saufdruck:

    1.)
    Erst mal inne halten. Evt. sind es ganz ganz profane Dinge wie Hunger oder Durst. Gegen Hunger hilft essen und gegen den Durst Minaralwasser, am besten mit viel Kohlensäure. Haut man sich davon einen 3/4 l zügig rein, ist zumindest das unmittelbare Verlangen nach Alk erst mal gebannt.

    2.)
    Das sofortige Befassen mit Beschäftigungen, die einem Spaß machen.

    3.)
    Ggf. ein sofortiger Ortswechsel. Eine andere Umgebung setzt erst mal neue Reize.

    4.)
    Kontaktaufnahme mit Vertrauensperson: Partner; Freund; Teilnehmer einer analogen SHG, das Schreiben hier im Forum.

    5.)
    Laufschuhe an und raus in die Natur, rennen, joggen, zügiges Gehen, aber nicht in Richtung der nächsten "Tränke". Alternativ aufs Fahrrad und anständig kurbeln.

    6.)
    Bei mir ganz nützlich, mich selbst innerlich zur Ordnung rufen, indem ich mir sage :"Halt! Stopp! Da stimmt was nicht, denn ich will saufen!"


    Suchtdruck dauerte bei mir nie stundenlang, sondern war meist binnen einer Stunde verflogen.

    Nur beim allerersten Mal wurde ich einen ganzen Nachmittag lang gleich mehrfach gepiesackt. Das war bislang jedoch ein Einzelfall.

    Soweit ich informiert bin, wurde bislang fast jeder abstinente Alki irgendwann mal von Suchtdruck heimgesucht. Bei mir vornehmlich dann, wenn ich in Situationen komme, in denen ich früher getrunken habe. Aber auch das legt sich mit der Zeit.

    Vielleicht ist ja was für dich dabei.

    Gruß
    Rekonvaleszent