Alles anzeigenVersteh mich nicht falsch, aber ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich das auch so sehen kann. Dachte irgendwann mal, dass ich es so annehmen kann, komme aber am Ende immer wieder zu dem Punkt, dass das eine Plattitüde ist. Welche schönen Momente sollen das denn sein, die man täglich übersieht? Sein Leben zu leben klingt für mich sehr nach dahinplätschern. Denn darum geht es mir ja: was soll denn dieses Leben sein, das man gelebt hat? Und was ist es, was man nicht gelebt hat?
Ich bin körperlich ausreichend aktiv. Ich spiele Golf mit großer Freude, gehe gerne wandern, mache so oft es geht kurzen Urlaub und beklage mich nicht. Ok, doch - Gesundheit muss echt mal besser werden *jammer* Ich habe alles, ich brauche nichts - lediglich einen Lebenssinn. Ich kann keinen Lebenssinn darin erkennen in der Natur rumzulatschen, auch wenn mir das Freude bereitet. Mir macht das Spaß, ehrlich, aber Vergnügen und Sinnhaftigkeit sind zwei unterschiedliche Dinge.
Sag mir doch bitte, was Du täglich als sinnvoll in Deinem Leben erachtest. Dein Beispiel bezieht sich auf Deinen Beruf. Ich habe überhaupt kein Problem mit meinem Beruf. Ich mache genau das, was ich immer machen wollte. Trotzdem ist es irgendwann Routine und daher würde ich es schon als eine Art Hamsterrad bezeichnen, weil irgendwann auch nichts Neues mehr passiert. Es ist eine Routine. Alles, was derzeit keine Routine ist, sind hirnrissige neue Gesetze, die zu einem Bürokratiedschungel führen, der mir Zeit raubt meine Arbeit richtig auszuführen, Stichwort Compliance. Aber mein Gott, was soll´s, dieses Land ist wahrlich verloren.
Die bloße Existenz, arbeiten, Sport treiben oder meinetwegen eine Sprache zu lernen, empfinde ich nicht als sinnstiftendes Leben. Es ist lediglich eine Tätigkeit, aktiv oder passiv. Und je mehr ich darüber nachdenke, empfinde ich sogar das Erlernen einer weiteren Sprache als unsinnig, denn der praktische Nutzen ist gering. Wahrscheinlich hilft es nur Demenz vorzubeugen, indem man den Kopf mal benutzt.
Das sind alles Dinge, die den Beruf betreffen. Viele verwechseln Sinnsuche mit der Lösung von Alltagsproblemen.
Bist Du unglücklich im Job, haste keine Kohle, fehlt Dir ein Partner, bist Du ungewollt kinderlos, hängst Du zuviel im Netz rum (...) dann ist dies und das die Lösung für Deine Krise.Wo will ich in 5 oder 10 Jahren stehen? Keine Ahnung - Ich habe alles im Leben, ich muss mich nicht mehr beruflich neu orientieren. Ich bin karrieretechnisch am Ende angekommen und mache da auch etwas sinnvolles, aber das ist mE kein Lebenssinn. Es muss doch etwas geben, was dem Leben eine tiefere Bedeutung gibt, einen Zweck. Ich möchte etwas hinterlassen - nein, keine Kinder. Leider komme ich nach längerer Nüchternheit auch immer wieder an den Punkt, dass ich oft denke das Saufen war schon ganz gut - nämlich um die Unzufriedenheit über den fehlenden Lebenssinn zuzudecken. Natürlich geht das nicht mehr, weil es mich körperlich einfach fertig macht und dann ggfls auch zu oben genannten Alltagsproblemen führt.
Ich hoffe das klingt jetzt nicht irgendwie patzig. So ist das wirklich nicht gemeint. Für mich ist die Sinnsuche im Leben wirklich ein primäres Lebensziel, was ich bisher nicht erreichen konnte.
Beiträge von Maggi
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Hallo Emily, ich denke die Stimmungslage ändert sich schon mal. Das kommt bei mir auch schon vor, lenk dich ab, oder schlaf einfach wenn es dir gut tut. Guck nach vorn und tu dir was gutes. Es kann auch tatsächlich an den Wechseljahren liegen. Die Unruhe eher nicht. Hör auf deinen Körper! Ich habe gestern bewusst den Film nicht geschaut, weil ich nach vorne schauen möchte und nicht zurück. Was ich getan habe, weiß ich auch ohne Film. Ich möchte das nicht mehr erleben und auch nicht im Film sehen. Es geht vorbei und du bist so weit gekommen. Wenn du im Moment lustlos bist und unkonzentriert, dann ist es so. Es wird auch wieder anders. HG
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Wie schön, höte ich mir gleich mal an. Danke
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Ja, das stimmt. Ist lange her. Keimzeir stammt ja aus Belzig. Ich genieße die Sonne und lese. Ansonsten geht es mir gut, keinerlei Verlangen. HG
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Danke für die Musik. Die Band kenne ich noch aus meiner Jugend. Einen schönen Sonntag noch. HG
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Erna, ist alles gut bei dir?Du meldest dich gar nicht mehr?
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Hallo Paul, da stimme ich Dir zu. Jeder ist verantwortlich für sein Tun. Leider kommen Deine Kommentare nicht immer so gut rüber. Ich hoffe dir geht es gut? Negativ zu denken, bringt uns nicht weiter. Ich habe es so empfunden, daß du alles schlecht gemacht hast, kann aber meine Empfindlichkeit sein. Ich wollte dir auch nicht zu Nahe treten. Als Neuling fand ich es einfach nicht gut, solche Gedanken zu lesen. Alles Gute für dich.
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Hallo Tron, das freut mich, dass du einen guten Einstieg gefunden hast. Ja, die Chefs wissen oft nicht was abläuft, und auch die Kollegen nicht. Ich habe soviel im Hintergrund erledigt und das möchte ich nicht mehr. Ich versuche mir Zeit für mich zu nehmen und es mir gut gehen zu lassen. LG
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Danke Brant. Ja es ist wirklich wichtig, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Ich muss es noch lernen, bin aber auf dem Weg dahin. Das ich mir ein Zimmer arbeitsnah gesucht habe, hilft schon mal. Ich hab so mehr Zeit für mich, und kann meine Runden um den See drehen. LG
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Guten Abend Maggi
Kein Stopp zu kennen war auch lange meine Welt. Hans Dampf in allen Gassen, auf allen Hochzeiten tanzen und jede Überstunde mitnehmen. Da lechzt das System förmlich nach Belohnung. Die Erleichterung, spricht Alkohol zu sich nehmen, wollte dann gar nicht mehr hinterfragt werden. So war das. Sich von diesen Zwängen zu befreien und eine ausgeglichene Lebensweise anzustreben ist eine lohnenswerte Vorgehensweise. Einfach sich Auszeiten gönnen denn in der Ruhe liegt die Kraft.
LG Brant
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Hallo am See, ich hab mich auch in dem Buch wieder erkannt. Und ich komme auch aus einer kaputten Familie, was ich mit meinem Bruder, nach dem Tod meiner Mutter erkennen konnte. Wir haben viel im Nachhinein erfahren und das war schwer. Ich bin auch sehr verantwortungsvoll, und das muss ich ablegen. Es ist mir nicht gut bekommen und hat mich auf gerieben. Das zu erkennen, hat lange gedauert. Ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben, ich konnte schon soviel mitnehmen. Ich hatte auch schon bei Alkohol Ade geschaut, aber das ist nichts für mich. Ich danke allen für die Unterstützung. LG
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Hallo Maggi,
das hast du schön geschrieben, aber ich nehme für mich ganz gewiss nicht in Anspruch immer Recht zu haben. 😉
Das kommt mir bekannt vor, was du über dich erzählst. Ich hab mich früher oft in der Verantwortung gesehen, Fehler anderer auszubügeln zu müssen und nacharbeiten zu müssen, was andere nicht geschafft haben.
Bei mir hatte das mit einem überaus ausgeprägten Verantwortungsgefühl und einem Bedürfnis nach Sicherheit zu tun, das seine Ursachen im Aufwachsen als Kind in einer dysfunktionalen Familie hatte.
Das mehr Trinken kam bei mir schleichend. In dem, was Daniel Schreiber von sich geschrieben hat, hab ich mich ziemlich gut wiedergefunden.
Das hört sich gut an, dass du mittlerweile schon was ignorieren und liegen lassen kannst. Ich hab ne Weile dafür gebraucht, bis ich das hinbekommen habe, inzwischen kann ich das ganz gut und fühle mich noch nicht mal schlecht dabei.😉
Liebe Grüße
AmSee
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Hallo am See, ja du hast wie immer recht. Ich muss nicht perfekt sein und kann mittlerweile auch mal was ignorieren und liegen lassen. Das Ganze war mir wirklich zu viel, immer die Fehler anderer auszubügeln, und nacharbeiten was die anderen nicht geschafft haben. Ich hab gestern 3 Stunden am See gesessen und gelesen, oder einfach nur auf die Segelboote geschaut. Es tat gut und der Kopf war frei. Ich schaue jetzt von Tag zu Tag, wie es ist. Ich hab auch erst angefangen mehr zu trinken als meine Mutter grausam verstorben ist. Hab mich daneben gesetzt, bis es geschafft war, und meine Geschwister haben mich im Stich gelassen. Das gleiche habe ich mit meinem Vater vor 2 Jahren erlebt. Nur damit du und die anderen ein paar Hintergründe kennt. Im Nachhinein, sind das alles keine Gründe zu trinken um zu vergessen. Das habe ich jetzt verstanden. LG
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Hey Maggi,
schön deine Zeilen zu lesen und auch von mir Glückwunsch zu den ersten zwei Wochen, und ein Schulterklopfen!!

Alte Muster sind ja an sich Lösungsstrategien die wir uns über einen längeren Zeitraum erlernt und angewöhnt haben. Um alte Muster aufzulösen ist es sehr hilfreich, neue Lösungsstrategien zu finden und nachhaltig zu etablieren.
Es ist an sich sehr wichtig - aber es reicht meiner Meinung nach nicht aus, zu wissen was man nicht mehr will. Das Unterbewusstsein tut sich sehr schwer mit Verneinungen und streicht sie eigentlich meist. Pass auf, ich mache jetzt mal einen ganz einfachen Test mit Dir/Euch...
Aufgabe: denke jetzt einfach mal NICHT an die Farbe Grün!
Und? ...
Für mich war es sehr bedeutend und wichtig mir meine Ziele und meine Motivation als Positivziele zu formulieren. So hatte ich etwas, wo ich mich (aktiv) hin entwickeln konnte.
Liebe Grüße!
Mojo
Ich sitze am See und sehe Segelboote. Und das tut richtig gut, einfach nichts tun und nicht denken.

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Danke Emily, ja ich freue mich auch, das es so gut klappt. Ich nehme mir Zeit für mich, gehe meine Runde um den See. Es geht mir deutlich besser, und viele Dinge kann ich jetzt gelassen sehen, die mich vorher genervt haben. Meinem Magen geht es auch besser. LG
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Hallo am See, ja du hast recht, man darf den Weg nicht als schwer ansehen. Sondern nach vorne sehen, viel von anderen mitnehmen und sehen das es positiv weiter geht. Im Moment habe ich ein gutes Gefühl und mir geht es gut. Ich weiß aber, daß ich aufpassen muss, damit ich nicht wieder in alte Muster verfalle. Ich versuche nicht mehr alles an mich heranzukommen lassen und meinen Perfektionismus zu ignorieren. Bis jetzt klappt es, was ich nicht schaffe bleibt liegen, es gibt ja auch noch Kollegen. Ich wünsche euch einen schönen Abend. Bin für heute platt,11Stunden gearbeitet und meine Runde um den See gedreht. LG
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Hab mir auch das Buch von Daniel Schreiber besorgt, das lese ich morgen nach der Arbeit am See. Ich wünsche allen einen schönen Abend.
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Hallo, ich habe sehr viel gelesen und vieles für mich mitgenommen. Bin im Moment sehr viel laufen nach der Arbeit um den See. Ansonsten geht es mir gut, ich hab jetzt seit 13 Tagen nichts getrunken. Ich vermisse auch absolut nichts, und ich bin viel klarer im Kopf. Ich denke viel nach, über das warum und was ich ändern kann und muss damit es so bleibt. Ich habe mir ein Zimmer nahe bei der Arbeit gesucht. Die Fahrerei war doch ziemlich nervig jeden Tag. So kann ich die Stadt und den See hier genießen, und am Wochenende mein Zuhause. HG Maggi
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Dann wünsche ich dir einen guten Start morgen. Komm gut an. 👍
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Versuch es mal, viele Patienten kommen mit den beiden Medikamenten gut klar. Ist auch logisch, der Alkohol betäubt ja auch und nimmt die Schmerzen.