Guten Morgen,
super, jetzt kann ich hier auch antworten.
Ich möchte mich erstmal für eure Antworten bedanken und versuchen, teilweise darauf einzugehen. Bin mir jedoch nicht ganz sicher, ob mir das gerade sinnvoll gelingen wird. Mir ist nämlich eigentlich eher nach jammern und Kopf in den Sand stecken.
Ich schaffe das Ganze nämlich, wie man ja gesehen hat eh nicht und eigentlich will ich auch gar nicht abstinent sein. Nein! Ich will mich gelegentlich ganz gepflegt abschießen können! Der Gedanke "Nie wieder" ist furchtbar.....da hilft leider auch der Satz, nur ....
Heute lasse ich das erste Glas stehen.
...., nicht viel. Denn ich weiß ja vom Kopf her, dass es nicht nur heute sein darf und das ich irgendwann wahrscheinlich so...
Der Wirklichkeit völlig entrückt und dauerbesoffen .
....enden würde. Erst recht, da das Kind bald das Nest verlässt und mich damit nichts mehr bremst.
vielen Dank für deine Vorstellung und herzlich Willkommen im Forum. Wie lange begleitet der Alkohol dich denn schon im Leben?
Warum hast du mit dem Trinken angefangen und ab wann wurde es zu einem Problem?
Das erste Mal Alkohol trank ich mit 14 und das war auch gleich ein Vollrausch. Und so gestaltete sich auch mein weiterer Konsum. Immer recht exzessiv. Später warf ich mir alles an Drogen ein, was ging, war Heroinabhängig, obdachlos, in der JVA....das wäre vermutlich auch noch weiter gegangen, jedoch entstand in einer Therapie das Kind und da war klar, dass ich mich zusammenreißen muss. Von da an waren harte Sachen tabu, aber Alkohol und auch Cannabis waren weiterhin meine Begleiter. Immer mal mehr und mal weniger, eher gelegentliche Totalabstürze als täglich.....irgendwie immer so kontrolliert, dass es für mich nicht wieder Richtung unten, sondern nach oben ging. Wahrscheinlich kann ich mir deshalb auch immer wieder vormachen, dass alles nicht so schlimm ist. Vor etwas über 3 Jahren beschloss ich nach einem besonders fiesen Absturz, dass es so nicht weitergehen könnte und war 1 einhalb Jahre abstinent. Nun ja, der Alkohol kam wieder aber immerhin konnte ich die Kifferei sein lassen.
Aber von ganz unten, kann es nunmal nur aufwärts gehen und im Inneren bin ich mir sicher, dass nun das Plateau erreicht ist und es, wenn ich so weiter mache, nur noch bergab geht. In den letzten Wochen war das Kind wegen der Ferien nicht da, also konnte mich nichts mehr bremsen. Meinen Urlaub verbrachte ich täglich betrunken, den Rest der Zeit damit, mir alle 2-3 Tage nen Vollrausch anzueignen. Wenn ich das so nieder schreibe, bin ich mir sicher, dass ich diese Aussicht auf meine Zukunft, ziemlich abstossend finde und ich so nicht leben will.
Der Alkohol erfüllt bei mir eine soziale Funktion und ich nutze ihn, um zu entspannen. Ich bin eher introvertiert, sehr selbstkritisch, im Umgang mit Menschen immer angespannt, mache mir viele Gedanken. Beim Trinken löst sich die Anspannung und ich finde mich endlich nicht mehr zum Kotzen. Hinterher dafür umso mehr.
So, das schreiben hier führt gerade zu nichts, es gelingt mir nicht nach vorn und nach Lösungen zu schauen. Werde versuchen, nun erstmal den Tag herumzubekommen. Habe heute frei und mein Weg ginge jetzt zum Supermarkt...
LG Erna