Beiträge von Laggard

    Hallo Emily ,

    Deine Gedanken sind auch meine.

    Nur bin ich erst seit 14 Tagen trocken und beginne die Reise.


    Auch unschöne Gefühle aushalten zu können. Denke das ist auch ein sehr wichtiges Thema um stabil nüchtern zu bleiben.

    Auch das wird eine der Herausforderungen sein.

    Wie gehe ich zB mit viel Lob um ,wennn dein Chef sagt,er sei froh ,Fachleute wie mich für dieses Projekt zu besitzen ?

    Hört sich erstmal positiv an ,hat aber extreme Gefühle in mir ausgelöst ,die ich jetzt nüchtern verarbeiten muss .

    Neues von Zuhause :)

    Hallo Freunde der nüchternen Kultur.

    Ja,bin wieder daheim .

    Gestern war doch ein sehr ereignisreicher Tag .

    Gestern morgen Entlassung und endlich wieder Autofahren.

    Nachmittags Einkaufen ,Friseur ,usw

    Die Tage bis zur Reha vergehen jetzt schnell.

    Im Rewe habe ich für 70 Euros alkfreie Getränke geholt.

    Mal sehen ,was schmeckt.

    Gegen 16 Uhr kam wieder Unruhe auf .Es wird wohl noch etwas dauern, bis diese weg ist.

    Der erste Tag zuhause lief relativ gut,Strukturen müssen gefunden werden.

    Das Essen hatte ich aufgrund der Tätigkeiten zulange rausgezögert, keine gute Idee auch noch zu Unterzuckern .

    Mit dem TV kann ich zur Zeit nichts anfangen,bischen gelesen , dann früh ins Bett.

    Es wurde oft gelacht, niemals bösartig, immer verstehend.

    Es wurde oft gelacht, niemals bösartig, immer verstehend.

    Ja,auch hier merke ich ,dass unser Witz doch sehr speziell ist .

    Man ist halt unter sich .

    Wichtig ist mir auch ein grosses Netzwerk von Leuten ohne Alkoholthema aus der Nähe zB bei Suchtdruck oder zum Aufbau von Freundschaften.

    Ein nüchternes Leben ist soviel schöner.

    Danke für die netten und aufbauenden Worte von allen.

    Neues aus der Anstalt :

    Tag 12.

    Am We hatte ich einen Lagerkoller.Nicht schön aber überstanden .

    Heute gab es zwei mal Ergo Therapie -ich finde wieder Spass am Malen bzw Zeichnen per Bleistift.

    Ansonsten gab es heute ein Gespräch mit dem Psychologen .

    Der Plan nach der Reha bleibt wie schon beschrieben zweigleisig ,da sich die Probleme gegenseitig ergänzt haben.

    Hier geben sich abends die SHG's die Klinke in die Hand um sich vorzustellen.

    Man spricht die gleiche Sprache.

    Ich werde auch eine suchen.

    Heute haben wir ein Foto von unserer Gruppe gemacht,Spass gab es genug,

    Jetzt leert es sich aber lange wird es hier nicht so bleiben .

    Und irgendwie kommt sogar eine gewisse Traurigkeit auf .Wie schnell man sich doch aneinander gewöhnen kann .

    Einen schönen Abend

    Neues aus der Anstalt ,

    Tag 9.

    Ich schlafe sehr unruhig ,wache oft nachts auf .Meine Uhr sagt mir,dass ich trotzdem es iwie auf 6 Stunden schaffe.

    Zum Glück bin ich alleine auf dem Zimmer.

    Von derzeit 10 Bewohner sind zwei incl mir zum ersten Mal hier.Mein ehemaliger Zimmernachbar war 22 x hier.

    Rückfallquote 50/60 %.

    Ja,ich weiss,gehört zur Krankheit dazu.

    Meine Baclofen Reduktion zeigt Wirkung.Nochmal 25 mg weniger und ich könnte ernsthafte Entzugserscheinungen bekommen.

    Ausserdem geht es mir viel zu schnell .Ich denke, ich bleibe im Alltag bei 50 mg/d +Notfallmedikament für stressige Situationen .

    Damit könnte ich leben.Der Therapeut spricht bei Entzugswunsch für einen Aufenthalt in einer Spezialklinik.

    Tag 8

    Wie die Zeit vergeht......

    8. Tag nüchtern .Immer noch ein Genuss .

    Heute ein gutes Gespräch mit der Sozialpädagogin gehabt.

    Nach der Therapie soll es zweigleisig weitergehen.

    1)Regelmäßige Gespräche mit der Suchtberatung und /oder SHG.

    2 )Psychiater wegen Angststörung finden.Diese hatte sich in den letzten Jahren soweit entwickelt ,dass ich am WE bei akuten Vorfällen auf der Arbeit teilweise depressiv auf dem Sofa gelegen habe.

    Baclofen nehme ich seit 10 Jahren . Darauf will ich jetzt nicht weiter eingehen.Die positive Wirkung entfaltet es bei Abstinenz.

    Hier wird es jetzt ausgeschlichen.Von 100 mg /d bin ich jetzt bei 50 mg/d.

    Um 16 Uhr rum werde ich immer noch unruhig .Saufzeit.

    Ich mache hier täglich 15.000 Schritte. Einmal täglich Meditation.

    Am Montag habe ich dazu nochmal ein Gespräch mit dem Oberarzt.

    Entlassung Mittwoch steht 🤗

    Schönen Abend euch allen.

    Moin Ichso und die anderen User.

    Eine Frage,die mich schon lange bewegt :

    Outen ?Kann ich einfach nicht :(

    Am 3.5 hat mein Bruder Geburtstag und ich habe die Feier schon per WhatsApp App abgesagt.

    Bisher weiss nur eine Handvoll Leute,was mit mir los ist .Mein Bruder und Familie noch nicht(wir stehen uns nicht sehr nahe,haben aber kein Problem miteinander),mein AG weiss nur von einer 13 wöchigen Reha .

    Ich bin Abteilungsleiter, meine Ex Frau ist Kollegin in einer anderen Filiale .

    Meine Tochter weiss insofern Bescheid,dass ich Erschöpfungszuszände und teilweise Depressionen habe ,

    Dass ich zuviel trinke,weiss sie sowieso.Den wahren Grund der Reha kennt sie nicht,.

    Warum tue ich mich so schwer,diese Krankheit bekannt zu geben ?

    Daniel Schreiber in Nüchtern :"Wir können unserem eigenen Kopf nicht mehr trauen ."

    Ich hoffe in der Reha eine Antwort zu finden .

    Bis dahin wird weiterhin vertuscht und sich durchgemogelt.

    ichso ich wohne mit meiner Frau alleine im Haus.

    Sie hat kein Suchtproblem ,trinkt sehr selten Alkohol.

    Engster Freundeskreis weiss Bescheid und findet die Entscheidung gut.

    Solltest du auf meine kurze Zeit zuhause anspielen....

    Eine Feier am 3.5.habe ich schon abgesagt.,Bude ist clean.Sogar die ewig volle Leergutkiste ist leer .

    Freue mich auf lange Spaziergänge mit meiner Frau und Hund und werde mich eher ins Cocoon zurückziehen.

    Hallo an alle,

    Meine Persönlichkeit ist zu Beginn der Entwöhnung in 1000 Teile zersplintert, ich wusste nicht mehr, wer ich bin.

    Genauso geht es mir gerade. Besser kann ich es nicht ausdrücken .Meine Seele schreit wonach auch immer.Und obwohl wir eine tolle Truppe sind ,sind wir alle psychisch angeknackst .Manche waren schon öfter hier,die sind erfahrener aber auch denen geht das unter die Haut.

    dass diese Zeit so ziemlich das Anstrengendste war, was ich in meinem Leben gemacht habe.

    Ja,mir war klar ,dass ich hier gerade die Baustelle meines Lebens angehe aber die Auswirkungen auf meine Psyche habe ich vollkommen unterschätzt.

    Sparkassen_Helga ich werde hoffentlich in der Therapie weitere Antworten finden .

    Ja und ich freue mich immer noch die Reise,auch wenn sie anstrengend sein wird.

    Ich bin nicht der Einzige mit der Krankheit , muss da nicht alleine durch und werde jede Hilfe annehmen.

    Ich habe meine Traumfrau,eine tolle Familie ,ein Haus und könnte in einem Land leben ,wo ich weniger Unterstützung bekommen könnte.

    Von Gesundheit will ich jetzt garnicht anfangen.

    Am 30 .04 ,komme ich für 6 Tage nach Hause.und ich freue mich sehr darauf .

    Frau Garten ,Hund ,Blumen

    Schönen Abend euch allen

    Sparkassen_Helga

    das sind die gefährlichsten Situationen.

    Puhhhh...das ist eine gute Frage .

    Ich habe darauf noch keine Antwort.Brettspiel mit der Frau,Lesen,PS zocken ?

    Halte ich mich nüchtern gut aus ?Auch das kann ich dir nicht beantworten

    Meist liege ich dann auf der Couch (ohne Radio- oder sonstige Geräusche), höre meinem Atem zu und bin dankbar. Für alles Mögliche, aber auch in dem Versuch, möglichst wenig zu denken. Gibt mir Kraft.

    Ich bin für jeden Tip dankbar

    Hallo Sparkassen_Helga ,

    Was ist diesmal anders, dass Du nicht rückfällig wirst

    1 )Eine anschließend Langzeit Therapie in Thönisstein.

    2) Die Erkenntniss ,dass ich eine Angststörung habe ,die behandelt werden muss .

    Oder die vielleicht ohne Alkohol garnicht mehr so schlimm ist ?

    Schwer zu sagen ,wenn man jahrzehntelang Gefühle weggesoffen hat.

    Auf jeden Fall hin ich ein sehr harmoniebedürftiger ,nicht konfliktstarker Mensch , meine Frau ist da zum Glück ähnlich und wir regeln Probleme (meisten 😉)ruhig.

    Auf der Arbeit klappt das natürlich nicht so gut und bringt mich als Führungskraft oft in Zwiespalt .Auch so ein Thema,was behandelt werden sollte.

    Alk ist aber viel schneller und komfortabler, als noch abends die Runde durch den Wald zu

    Oh ja.....4 Tage Ostern notgedrungen ohne Alk machen dir auch klar ,das früher spätestens ab 15 Uhr klar war ,wie der Tag verlaufen wird.Jetzt war ich gezwungen ,mir Alternativen zu suchen (was wohl auch Zweck der Sache ist )

    Da ich schon sehr früh den ersten Alkohol konsumiert habe, habe ich vielleicht nicht gelernt Stress anders zu lösen

    Das ging mir auch so .Ich bin ,warum auch immer,selten für meine Bedürfnisse eingestanden und habe mit der Situation aber meistens auch gut leben können .

    @ alle hier :

    Danke für die motivierenden Worte

    Neues aus der Anstalt -Tag 5 (gestern Ostermontag)

    Gestern morgen war es der 5 .Tag ohne dicken Kopf .Herrlich.

    Ich war nach dem Aufstehen sehr dünnhäutig .

    Ich hätte am Stück heulen können, bin raus um meine Runden zu drehen,dabei immer Tränen in den Augen.

    Ohne erkennbaren Grund .Irgendwie ist da ein Knoten geplatzt.Ich werte das mal als was positives.

    Merkt die Sucht,dass sie zur Zeit verliert?

    Gestern Nachmittag kann dann noch so eine Mischung aus Lagerkoller und Saufdruck...also wieder raus und Runden drehen.

    Spontan kam mir die Idee zum Meditieren.

    Betz"Komm in deine Mitte" kann ich mittlerweile gut.

    Alles,was in dir drin ist ,wird erkannt und darf da sein/wird wertgeschätzt.

    Hat super geholfen.Der Abend lief wie gewohnt.

    Einschlafen ohne Gedudel am Kopfhörer klappt auch wieder.

    Nachts werde ich kurz wach .Alles kein Vergleich zum Leben "davor"

    Es wird besser.

    Hallo,

    Äh..., und ich mag Kaktussis^^

    Warum nicht ? Die Medizin sagt :Was heilt,hat recht"

    In meinen alkfreien Zeiten habe ich angefangen zu malen.Gehört zwar nicht zum Thema Notfallkoffer,hat mich trotzdem wunderbar abgelenkt.Wer malt ,hat wenig Gedanken für Blödsinnsgedanken.

    Das kleine Bild hängt immer noch im Keller.

    AmSee13

    Meine Erkrankung sehe ich inzwischen schon eine ganze Weile als Chance. Ich hab die Chance genutzt und etwas gefunden, was ich früher nie hatte: Das, was ich wirklich brauche.

    Wow ,was ein geiler Satz. Danke dafür und die Lesetips.

    Ich musste gerade kurz raus und ein paar Tränen lassen .Heimlich auf dem Klo.

    Ich habe sowas ähnliches schon mal bei OAMN von Betroffenen gehört :

    "Es musste so sein/war gut so,dass mich die Krankheit getroffen hat .So begann mein wirkliches Leben "

    Paddy

    Freu dich auf das, was jetzt kommt 😊

    Ja ich freue mich auch ,freue mich wirklich .

    Ich beschäftige mich jetzt seit 10 Jahren mit meiner Sucht .

    Ich höre regelmäßig OAMN ,Nüchtern betrachtet.,

    Ich habe "Nüchtern" von Daniel Schreiber verschlungen .,

    Ich war jahrelang in einem leider nicht mehr bestehendem Alk Forum

    Und ich bin sprachlos wie wenig manche Menschen über ihre Sucht wissen.

    Gerade OAMN hat bei mir Spuren hinterlassen.Dieses Positive ,was dieses Frau rüberbringt,triggert mich extrem positiv.


    LG

    Neues aus der Anstalt

    Tag 2- Tag 4 (heute)

    Es geht besser .Wir sitzen hier alle im selben Boot.Keiner ist besser oder schlechter hier.Manche haben Mischkonsum ,die meisten sind wegen Alk hier.Zwei sind gegangen.Wird bestimmt bald aufgefüllt.Nachschub gibt's ja da draußen genug .😉

    Ich lerne die Geschichten der meisten kennen.Kann es sein,daß wir sensibler als andere Menschen sind ?Uns mehr Gedanken machen ?Uns die Sachen mehr zu Herzen nehmen?Immer perfekt sein wollen ?Wenig auf uns achten ,sondern auf das was andere wollen ?

    Ich auf jeden Fall.Augen zu und durch .Der Körper wurde sowieso nie gefragt .Was nicht passt,wird abends durch den Alk gedanklich gerade gesoffen.

    Hier passiert wegen den Feiertagen wenig.4 x am Tag Medikamente/3 x am Tag Essen/1x am Tag Blutdruck und Vitalfunktionenmessung.

    Ja und ich gehöre hierhin.Hier unter der Käseglocke fühle ich mich mittlerweile wohl.

    Ich nehme seit 10 Jahren ein Medikament gegen Saufdruck ,für mich der kleine Bruder des Diazepams.Früher gab es dazu ein Forum.Das wird gerade auch ausgeschlichen .

    Puhhhh......kein Alk mehr,kein stützendes Medi mehr.

    Auf der anderen Seite........wenn nicht hier,wo dann?

    Um 15-16 Uhr beginnt der Saufdruck.Dann laufe ich einfach wieder los.Heute werde ich auch Meditieren.Irgendwo ,wo es ruhig ist

    LG der nicht mehr Zögernde

    Hallo bighara,

    Das klingt sehr ermutigend .Ich habe schon sehr viele Pläne für mein Leben "danach".

    Aktiv werden,alte Hobbies wieder entdecken,die der Alk zugeschüttet hat.

    Lg