Beiträge von ichso

    Ich mag auch noch was dazu schreiben. Und das gilt nur für mich, nicht für uns, oder gottbewahre für alle. Sorry, habe echt immer öfter das Gefühl, das dazu schreiben zu wollen.

    Ich war viele viele Jahre entzogen, da sahen wir mal in der SHG einen Informationsfilm über keine Ahnung mehr was genau, Überschrift Alkohol^^

    Zwischendurch war während des Textes, der im Hintergrund gesprochen wurde, eine Hand zu sehen, die in einer Kneipe ein Bier zapfte. In Großaufnahme. Und mir lief das Wasser im Mund zusammen. Jetzt gerade auch wieder. Ich wollte/will das nicht. Das passiert. Nach 18 Jahren Trockenheit.

    In denen ich, genau wie du, Emily, sehr achtsam war (jedes Essen auf Alk untersuchte, bevor ich es aß) und vieles andere auch. Also alles, was ich bewusst tun konnte.

    Und jetzt höre ich schon wieder aus Pauls Ecke: bedauerlicher Einzelfall usw.

    Will sagen: Klar, Wille ist wichtig, Achtsamkeit, Sport, Freundeskreiswechsel - und du machst das wirklich großartig 🤘😊

    Und doch ist es finde ich sehr wichtig, auch demütig zu bleiben. Gilt nur für mich. Schrieb es hier schon mal: Hochmut kommt vor dem Fall. Das ich soviele Worte auf dem kleinen Schisshandy tippe, zeigt dir hoffentlich, dass das kein Angriff ist, sondern der Versuch eines liebevollen Begleitens unbekannterweise.

    Nur kurz. Ich bin kläglich gescheitert - also ohne Überschwemmung, puuuhh... Das Gute: Warmwasser funktioniert, also auch die ganze Zeit vorher schon. Plus: Mein Sohn hatte mir angeboten, am Samstag vorbeizukommen, wenn es nicht klappt.

    Und da bin ich trotz momentanem Totalversageringefühl auch so stark und kann Niederlagen eingestehen und um Hilfe bitten 🤘

    Aber auf jeden Fall is YouTube nich mehr mein Freund und Wasserhähne hasse ich 😅

    Ich war noch nie in irgendeiner Therapie, hatte und habe noch nie irgendwelche psychischen Erkrankungen gehabt. Für mich war das Trinken einfach Entspannung um runter zu kommen.

    Ich habe auch nie mit irgendjemanden über das Thema gesprochen, habe immer funktioniert und habe mich vor anderen nicht betrunken. Nur heimlich im stillen Kämmerchen.

    Dann habe ich erkannt, dass es so nicht mehr weitergehen kann und habe ganz allein einen kalten Entzug gemacht. Völlig ohne Betreuung, Ich hatte weder eine Suchtberatung noch eine Selbsthilfegruppe.

    Hallo Emily, unsere Anfänge sind ziemlich identisch. Tatsächlich. Allerdings war es bei mir nicht Alk als erstes, sondern Cannabis. Und wenn mich das nicht in eine Psychose gedrückt hätte (Konjunktiv) wäre es mir im Traum nicht eingefallen, therapeutische Hilfe zu suchen. So aber wurde ich zum Arzt geschleppt und höflich gebeten, die Psychiatrie zu besuchen. Auch tatsächlich. Evtl. hätte es bei einer Weigerung einen Beschluss gegeben, aber es war alles so verwirrend in meinem Schädel, das ich einfach hinging.

    Und trotz der ärztlichen Hilfe und dem Besuch der SHG später die Suchtverlagerung auf Alk. Und wieder kalter Entzug zuhause.

    Whatever. Ich verstehe, dass du Pauls Ansichten magst. Ich mag sie nicht. Ist ok, bunter Haufen hier. Finde es superwichtig, dass nicht eine Meinung allein das Heil bringt. Also Meinungen ja schon gar nicht. Und da bin ich echt sehr dankbar, dass AmSee Fakten und Daten und nachweisliche Ergebnisse hier reinbringt. Und zwar wertfrei 👍

    Und nicht nach dem Motto: Verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen, meine Meinung steht fest! Denn wer säuft oder einen Rückfall baut ist selbst dran schuld!(So empfinde ich Pauls Beiträge)

    Moinsen. Will das nicht so larifari stehen lassen. Die Gruppenmitglieder per Definition sind:

    • Anführer
    • Mitläufer
    • Opponent
    • Außenseiter
    • Sündenbock
    • Clown

    Quelle ist dieser Link https://www.erzieherwissen.de/gruppenrollen/

    Ist zwar eine Erziehungsseite (mit Video drin, wer das mag) betreffend Kindergärten(?) Aber so war das für mich in den SHGs auch manchmal (besuchte langjährig 2 verschiedene vom Blauen Kreuz) - also Kindergarten^^ Wir durften wieder kindlich sein im wünschen und auch schämen und stark sein und hoffen 🌈 Es wurde oft gelacht, niemals bösartig, immer verstehend...

    Und ich bin wohl entgegen allen therapeutischen Maßnahmen hauptsächlich eine Clownin geblieben, und das ist heute in Ordnung für mich, lächel...

    So schwenke ich immer wieder und immer noch eine große bunte Fahne für reale Selbsthilfegruppen 😎🥰👍

    Hier geben sich abends die SHG's die Klinke in die Hand um sich vorzustellen.

    Lächel... Das war das Highlight meiner Sucht"karriere": 2002 angefangen mit aufhören - und viele Jahre später als Ehrenamtliche auf der anderen Seite des Tisches gesessen als Mitglied der Suchthilfegruppe. Coole Sache 🤘

    Günstig ist, wenn du eine niederschwellige Gruppe findest, also kurze Wege, einigermaßen passende Zeiten. Der Rest ergibt sich dann meist. Gibt so ein Gruppenmodell: ein Clown, ein Rechthaber, ein Miesepeter, eine "Mutti", ein Klassensprecher. Weiß nicht mehr genau die Charaktere, hatte das mal vor ewig in Therapie gelernt. Und in dem Fall (SHG) finde ich ausnahmsweise "viel hilft viel"! Bin gespannt auf deinen weiteren Weg 😊

    Lächel... Schätze auch langsam, das ist doch ein zu großer Schuh. Hatte ja heute nachmittag dem Hausmeisterteam geschrieben, die melden sich, sobald sie Luft haben. Mal sehen. Aber wenn ich mir nicht für die Reparatur auf die Schulter klopfen kann, dann halt dafür, dass ich wider meinem Abenteuer- und Lustprinzip meine schnöde Vernunft habe gewinnen lassen 😉 Ich bleib dran^^

    Doch wir haben einen freundlichen Hausmeisterdienst. Ich will nur gern immer noch meinen Horizont ab und zu erweitern, also mit egal was. Der Hahn gibt auf der Kaltwasserseite etwa nur noch 1/4 Wasser ab im Gegensatz zu vorher. Es nervt und ich habe Angst, er dreht sich bald gar nicht mehr. Und weil ich Ressourcen sparen will, versuche ich immer erst, Sachen wieder flott zu bekommen. Auf YouTube sah es total easy aus 😉

    👍 Hatte 5 kleine Hähne unter 2 Waschbecken gefunden und zugedreht (im Uhrzeigersinn). Kaltwasser in Küche und Dusche spendeten trotzdem immer noch freundlich Wasser. Das ist eine EU geförderte barrierefreie Sozialbauwohnung im Block^^, erst paar Jahre alt. Besonderes Heizsystem. Hätte eine Riesenklappe im Bad anzubieten, da ist aber die Wunderheizung (Fußbodenheizung mit Geldspar-Glitzerstaub^^ oder so was) drin verbaut. Und zack: Angst. Bloß nix falsch u/o kaputt machen. Gut, dass auf der anderen Seite die Gelassenheit meint, is nich so dringend. Bis zur Info geht auch chillen auf dem Balkon mit Harry Potter und Häkelzeug 🙃

    Und nein, ich mache jetzt keine Wortspiele auf Wapuza 😇 Dank dir schön. In echt. 🤗

    Heute. Finde ich den Hauptwasserhahn nicht 🙈 Alter Schwede, wie peinlich ist das denn?? Mein Sohn hatte mir gestern noch einen guten Tipp gegeben, wenn es für mich zu schwer zum aufdrehen ist mit der Dingszange (leicht mit einem Hammer auf die Griffe klöpfeln). Tja, soweit bin ich noch nicht 😅 Erspare euch die Details. Nur soviel: Warte auf die Info vom Hausmeisterteam, wo der Hauptanschluss ist. Es bleibt spannend 😉 Aber Flinte ins Korn werfen oder sich für Unwissenheit schämen war gestern 🤘👵🏻👍

    Moinsen.

    Das ist das neue Werkzeug^^ Liegt jetzt hier rum und wartet darauf, dass ich mutig werde. Letzter Ratgeber wird heute Nachmittag mein Sohn sein, wir gehen zusammen laufen. Er hatte gebaut und würde das sicher in Nullkommanix hinkriegen. Aber er kennt mich "Ich will alleine^^" Merke an meinen Zeitplänen, wie gemächlich ich lebe. Plus der Gegensatz zum scheinbar rasenden Internet. Doch "in echt" sitze ich hier wieder mal mit gekrümmten Rücken und tippe auf meinem Winzdisplay Buchstaben 😉

    Bin auf jeden Fall heute dankbar. Für Sonne, Söhne, Hörbücher, Enkelkinder, den mutigen Harry Potter, Wasserrohrpumpen(?)zangen^^ und dass ich mir schon lange keine Gedanken mehr um Suchtmittel und deren verheerende Auswirkungen machen muss/will. Also ausser wenn ich hier schreibe.

    und ich könnte ernsthafte Entzugserscheinungen bekommen.

    Ich bin keine Ärztin. Eines meiner besseren (therapeutischen) Werkzeuge ist die Erinnerung an meine Entzüge (hatte aus Unwissenheit zuhause entzogen). An Schlaf war nicht zu denken, ich schwitzte und zitterte, ging dauernd aufs Klo, von krassen Gedanken nicht zu schreiben.

    Will sagen: Es darf mir ohne Suchtmittel auch mal schlecht gehen. Ich hatte später immer Vertrauen zu den ärztlichen Maßnahmen. Drück dir fest die Daumen, dass du deine Stärke erkennen kannst und da gut durchkommst 🍀🍀🍀 Es wird besser! Aber es dauert.

    Kurz vorm Schlafengehen schaute ich mir eben Helgas YouTubelink an, weil ich Arte sowieso schätze. Das wäre ja ein Ding, wenn man/frau sich demnächst eine Impfung gegen einzelne Suchtmittel verpassen lassen könnte! Auf jeden Fall ein sehr interessanter Film im Für und Wider 👍

    Danach machte ich mir jedoch Sorgen wegen meinem Datenvolumen. Also weil der Film eine halbe Stunde lang ist. War nicht nötig, hab erst knapp 7 GB verbraucht im April und am 1. jeden Monat gibt es 33 neue GB für 15 Euro Gesamtkosten 🤭 Auch ein Weg statt Impfung. Weniger ist immer mehr. Also in meinem Kopf.

    Lach... Ja, das macht ziemlich viel Sinn^^ Eines meiner Lieblings-Werkzeuge (also therapeutisch) ist der Satz: "Schnell ist immer teuer." Also sowohl für die Seele als auch für den Geldbeutel. Fand es schon super, das der junge Handwerker(?) auf YouTube gestern darauf hinwies, dass es sehr hilfreich ist, vorher den Haupthahn zuzudrehen "wenn wir danach nicht putzen wollen" (seine Worte^^).

    Gottseidank bin ich im Laufe der Jahre eine gründliche Überlegerin geworden - statt der hektischen "Ich mach das jetzt ma schnell"-Frau von früher. Hat mich reichlich Lehrgeld gekostet, vor allem emotional. So wird es also dauern, bis es evtl. klappt.

    Wir haben hier in der sozialen Wohnungsbauanlage auch einen freundlichen Hausmeisterdienst, aber ich versuche erst immer mal, wie weit ich es selbst schaffe. Bei egal was (und dafür liebe ich das Internet tatsächlich ein wenig^^). Gibt oft Selbstvertrauen und ein wenig Stolz hinterher. Beides kann ich supergut brauchen.

    Moinsen. Heute plagen mich Schmerzen. Rücken-, Gewissen- und Seelenschmerzen. Rücken weil ich gestern nur einen Bruchteil der Bewegung hatte, die ich mir durch die Absage zum Laufen vergeigt hatte. Die Gewissensschmerzen aus dem gleichen Grund (alte Glaubensätze: Wie konntest du nur?? Aus purer Lust am eigenen Vergnügen! Dies und dies und dies, blablabla...).

    Und Seelenschmerzen weil die Realität immer öfter nicht so schön ist, wie sie sein wollte, oder tatsächlich früher war. So ist es zum Beispiel schon länger ein Novum^^ dass meine Verwandten und ich uns wesentlich besser auf WhatsApp verstehen als im Reallife. Das schmerzt mich besonders bei meiner Enkelin gerade doll.

    Plus: Mein Kaltwasserhahn in der Küche plätschert seit einiger Zeit nur noch so dahin. Gestern Abend auf YouTube erfuhr ich, dass ich nicht das passende Werkzeug für das Problem habe und meine Angst schrie sofort: Das kriegst du nie hin! Du bist ein (altes, dummes) Mädchen! Finger weg von Wassersachen! Das kann nur in die Hose gehen!!

    Aaaber... weil das hier ein Mutmachding werden soll, rappel ich mich nachher auf und kaufe die erste Wasserrohrzange ever!^^ Ich will achtsam und dennoch ein wenig mutig sein. Bin gespannt.

    Früher hätte ich diese Gedanken und Lösungsansätze ersäuft. Und meine Angst gleich mit. Und heute so? Will ich das alles aushalten und irgendwie (nein, nicht irgendwie, sondern konkret!) lösen. Weil ich mich und meine Verwandten und selbst meinen Wasserhahn gern hab 🤘😉

    Bisher weiss nur eine Handvoll Leute,was mit mir los ist .

    Das dachten viele^^ Spaß beiseite. Ich erinnere mich an meinen Wissensdurst am Beginn. Also über alles so. Heute finde ich Nachhaltigkeit besser (z.B. durch mehrmaliges Lesen von Texten) als ständig neue Baustellen zu eröffnen. Will heißen: Ich empfehle dir Babysteps (in kleinen Schritten vorangehen). Langsam jeden Tag erobern.

    Outen oder nicht ist ein weites Feld. Und da gehen die Meinungen auch tatsächlich weit auseinander. Ich bin die Fraktion: Hurra! Ich bin clean! Jede/r darf es wissen - ob er/sie es wissen will oder nicht^^. War allerdings auch zu der Zeit schon auf dem Weg in die Behindertenrente, d.h. ich musste mich nicht mit einem Arbeitgeber auseinandersetzen.

    Moinsen. Mutmachding. Für mich. Werde mutig sein, und laufen jetzt absagen. Ohne dass ich gleich wieder Angst habe, ich schmeisse meine Struktur übern Haufen, gehe in die nächste Kneipe und lande unter der Brücke. Heißt als Diagnose: Katastrophierende Ängste.

    Ich will mutiger auf mich selbst hören. Es regnet Bindfäden. Und ich habe große Lust, Wohnzimmer-Gymnastik zu den Klängen von Harry Potter zu machen^^ Hatte nie verstanden, warum Menschen Serien schauen. Jetzt bekomme ich gerade eine leise Ahnung 😅