Beiträge von ichso
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Mag gar nicht viel dazu schreiben. Dankbar, dass ich nüchtern nicht mehr schüchtern bin. Trotz allem Glück gehabt. Ich mag den Hirschhausen und hätte - trotz meiner Berührungsscheu - gern ein paar Menschen im Film umärmelt, allen voran den alten Jungen mit den rot geschminkten Lippen auf dem Friedhof.
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Ich möcht's hier bei der Zuversicht belassen, ... gelassen "der Sucht" zu begegnen, wissend, dass man durchaus suchtfrei werden kann.
Da bin ich ganz bei dir. Gibt viel bessere Themen als die blöde Angst 👍😊
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Das hoffe ich, dass ich ein guter Spiegel (geworden) bin, lächel...
Aber ich fürchte^^, so war es nicht gemeint. Angst ist sozusagen eines meiner Spezialgebiete. Achtsamkeit lernte ich erst Jahrzehnte später kennen. Und seitdem trenne ich die beiden ganz bewusst.
Zum Ursprung: Ich habe u.a. eine generalisierte Angststörung (die entsteht manchmal bei Kindern, wenn es im Elternhaus völlig unberechenbar und sehr brutal zuging). Zudem entwickelte ich katastrophierende Ängste (noch ne Diagnose), gleiche Ursache. Zwei Beispiele: Ich habe immer erstmal (bevor ich die Achtsamkeit und die therapeutischen Werkzeuge dazuschalte) vor allem und jedem Angst - ausser bei Frauen, da geht's einigermaßen. Plus: Wenn jemand z.B. laut wird oder die Hand hebt um sich am Kopf zu kratzen, macht mein innerlicher Katastrophenschutz eine lebensbedrohliche Situation draus.
Und jetzt kommt die erlernte/antrainierte Achtsamkeit dazu: Ich WEISS, dass ich kein wehrloses Kind mehr bin. Und ich WEISS, dass ich nicht mehr konsumieren will. Und ich WEISS, das meiner Angst oft langweilig ist und sie deshalb Bambule macht. Und ich WEISS, dass Humor ein Skill ist. Und deshalb frage ich heute: Na, Angst, ist dir langweilig?
Und dann muss ich meist lachen. Auch wenn ich alleine bin^^
Deshalb weiss ich den Unterschied zwischen den verschiedenen Ängsten und Achtsamkeit. Um mich heute in Panik zu bringen, müsste mal mindestens mein Erzeuger als Zombie aus dem Grab krabbeln. Hat mich viele Jahre therapeutische Schwerstarbeit bei sehr kompetenten Therapeutinnen gekostet. War jede einzelne Stunde wert, also in meinem Kopf^^
Was ich auch lernte: Das zwei Meinungen nebeneinander stehenbleiben dürfen. Und das ich mich ab 60 wiederholen darf^^ Und das ich Toleranz üben will

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Paul Du bist ein guter Spiegel für mich. Erst wollte ich impulsiv schreiben.
2 Beispiele: Hatte als Fahranfängerin mal einen rechtsvorlinks Unfall, seit 40 Jahren nicht mehr. Weil ich Angst davor hatte? 17 Jahre meist zufrieden trocken, weil ich eine Zaudererin bin?
Und dann ging ich "gedanklich" einen Schritt zurück. Aha (ein Werkzeug schon vor Corona), Paul hat Angst vor der Angst? Das kann ich nicht wissen. Aber ich kann ihn fragen. Warum macht es dir soviel Unbehagen, wenn jemand achtsam bis ängstlich ist? Du scheinst es nicht zu sein?
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Lach..., und das drehe ich gerne um: Für 150 Euro kann^^ eine Frau viel stricken, was man dafür für viele schöne Wolle kaufen kann

Das finde ich einen super Nebeneffekt: Seit ich nicht mehr konsumiere, habe ich immer Geld übrig für schöne Dinge und auch zum sparen, gibt mir ein sicheres Gefühl. Hatte seit damals (2007) nie mehr mein Konto im Minus. Und durchgerechnet hatte ich es auch mal: pro Jahr (also bei der letzten Sucht Alk) waren das round about 7.000 Euro (ich war eine Kneipensäuferin, relativ reich verheiratet) ohne die Kosten für Nikotin! 3 Jahre war das so, und vorher 5 Jahre Thc. Nikotin gesamt 35! Jahre. Puuuhhh...
Da kaufe ich mir doch herzlich gern lieber Wolle und ziehe die schönen Pullis selber an 🤘👵🏻🤭
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Ja feier dich ordentlich 🤘 Ich hatte die Erfahrung gemacht, dass die ersten drei Tage die Hölle sind, also bei allen drei Suchtmitteln. Und das ganze erste Jahr war ich rapide getriggert von allem Möglichen...
Was mir ganz wichtig war: Wie fülle ich die viele Zeit, die ich vorher mit Beschaffung und Konsum verbraucht habe? Was halte ich statt Kippe zukünftig in der Hand? So kam ich ja zum stricken (praktisch denken, Särge schenken^^) - ist jetzt nichts für jedermann

Wie füllst du die gewonnene Zeit aktuell? Also ausser mit selbstfeiern - dass gar nicht oft genug sein kann am Anfang, wie ich finde 😎
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@Helga: Danke, das entlastet mich etwas^^ Wird mich freuen, wenn du bei Gelegenheit von deinem NullzuckerProjekt berichtest. Also, der ist ja überall drin, z.B. auch im Brot. Wobei du ja glaube selbst backst? Was nimmst du statt Zucker als Soulfood? Sport? Das wäre das beste, schaffe ich leider nur in kleinen Mengen.
Hatte vorhin mal Tofu gegoogelt, der scheint ja echt für/gegen alles gut zu sein 👍 Nur die Warnung wegen der Schilddrüse hatte mich glaube vor vielen Jahren abgeschreckt. Inzwischen ist die Forschung wohl der Meinung, dass man/frau täglich unbedenklich bis 300g Tofu verzehren kann?
Es bleibt spannend^^
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Moinsen

Evtl. hilft eine Umkehr des "nicht gut genug aufgepasst haben" in "auf meinen Körper kann ich mich mittlerweile gut verlassen, der schützt mich unterstützend bei Überforderung"?
Als ich den Vaterblog las, dachte ich erstmal "halt deine Klappe, da tut's richtig weh". Einen Tag habe ich es geschafft immerhin. Und auch wenn ich weiß, dass jede/r selbst seinen tiefsten Punkt finden muss (auch die Angehörigen m.E.n.), so erinnere ich mich, dass ein "Schubserchen" Richtung Entzug die Sorge eines Bekannten war. Und dann schreibe/sage ich doch was.
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Weiß schon, Humor ist ein Skill. Aber so frisch wieder entzogen, besser erstmal genauer hinschauen 🍀🍀🍀
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Versuche es mal mit einem Bild^^ Tofu kann ich erst morgen holen. Hier also Linsen/Kohlrabisalat mit angeschmortem Knobi/Zwiebeln, Essig, Öl, div. Kräutern (immer im Eisfach auf Vorrat). Sehr lecker mit viiiiel Paprikapulver (danke Helga), Pfeffer, Koriander und Ingwer. Nachtisch Eis, Schoki, Paranüsse und Orange (mit viel Haut drum, sind gute Ballaststoffe). Diabetesfreundlich (4,8KE) und entzündungshemmend (Arthrose) - die Schoki ist für die Seele
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War mir zu gefühlslastig, zu dramatisch. Die Tochter war auf dem Kinderniveau stehen geblieben, ausser beim Bombe aktivieren. Nur meine Meinung. Ich konnte auch der Story nicht gut folgen. Entweder es waren zuviele Nebenschauplätze und zuviel französisch. Oder ich bin langsam zu alt. Egal.
Gibt 1 von 5 Blaulichtern von mir. Auch wegen den grässlichen Müttern.
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Danke, aber danke nein. Ich brauche wahrscheinlich eine geführte Gruppe wegen Herz und Diabetes.
Und ich wünsche dir, dass du in der Gruppe gute Gespräche hast/hattest. Jetzt finde ich es gerade unangemessen, dass ich hier herumalberte.
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Lächel... Nun, wo ich selbst schon auf dem Weg zur Greisin bin

Aber tatsächlich war ich froh, dass ich da schon 5 Jahre trocken war. Denn so eine Busreise (hatte ich mir vorher echt nicht gut überlegt) ist ja sicher auch gern gebucht von Menschen, die dem Alkohol nicht abgeneigt sind. Die Wirtsleute hatten sich Mühe gegeben mit der Ausrichtung des Weihnachtsfestes (Deko, Geschichten, Menü), aber klar wollten die auch gern viel Alkohol verkaufen über die Feiertage.
Fazit: Busreisen sind nicht gut geeignet für mich.
Und da ich so sportlich wie eine Eisenbahnschwelle bin (ok, Nordik Walking geht noch^^) werde ich auf Sportsingleurlaube großherzig verzichten - zumal ich noch nicht mal weiß, was Wingsuit und Kitesurfen ist 🙈
Will aber nicht Toms Blog sprengen. Evtl. gibt es ja auch schon Urlaubsreisen für Nichttrinker? Das werde ich mal googeln, werde im April 61. Und wenn nicht jetzt, wann dann?

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Hey, du spoilerst

Scherz beiseite, ich gucke das ja erst morgen. So möchte ich nur anmerken, dass "wir", "die", "alle" und "keiner", ausserdem "nie" und "immer" in meinem Kopf unzulässige Verallgemeinerungen sind. Bitte Sachauge benutzen.
Ich durfte beim Blauen Kreuz lernen, von "mir" zu sprechen und nicht von "man". So glaube ich zu verstehen, dass du mit solchen Beiträgen gut gemeint auf/wachrütteln willst. Ist dem so?
Und zu dem "schlimmer noch": Es scheint auch einige Menschen zu geben, die risikoarm konsumieren können (ich kenne ein paar wenige, die treffe ich aber nur zum Kaffeetrinken, reiner Selbstschutz). Für "die" wäre ich dann die Spaßbremse, so meide ich das. Kann jedoch nach der langen erfolgreichen Abstinenz auch jönne könne. Ging am Anfang nicht. Da lief ich wie ein Versicherungsvertreter rum, oder besser wie einer von den Zeugen Jehovas und warnte "alle" vor ihrem Untergang.
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Bei Singlereisen bitte genau hinschauen: Ich wollte mein erstes "Wieder-Singlesein" über Weihnachten mal was Neues versuchen. Ich war 48 Jahre alt und ging in ein örtliches Reisebüro. Sagte, eine Busreise, die nicht so weit zu fahren ist, mit etwas Weihnachtsprogramm. Gesagt, getan. Schwarzwald (der war traumhaft...). Ich fragte den Angestellten bei der Buchung, ob da auch Singles mitfahren? Fast ausschließlich, antwortete er im Brustton der Überzeugung.
Morgens um 6 stieg ich in den Bus, es empfing mich eine Wolke von 4711 und dem Eierlikör vom Vorabend - die fast ausschließlich älteren Damen waren 80plus und Single 😅
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Lieben Dank

Das ist so ein Phänomen, dass mich schon länger begleitet: Seit ich hier in dem "Vaterblog" Bilanz zog, ging es mir erst seelisch schlecht (passiert gottseidank immer seltener) und dann "sagt" nach kurzer Zeit meine Seele zum Körper "Mach du sie krank, auf mich hört sie nicht..." Und so bekomme ich immer mal wieder eine Auszeit geschenkt, in der ich wegen Knie, Erkältung, Kopfschmerz, whatever mal kurz rausgenommen bin aus dem täglichen Einerlei.
Und diese Zeit nutze ich dann auch. Erst mal natürlich für Tee kochen und drei paar Socken anziehen
Aber auch zum bearbeiten. Weniger zum grübeln, da komme ich nicht vorwärts mit. So hatte ich schon eine Weile vor, wieder mal eine Collage aus Zeitungsschnipseln zu erstellen (love it). Und Zufall?^^ In der einen Zeitung war ein Artikel über einen Mann (49), der sich jahrelang um seine alkoholkranke Mutter kümmerte. Da dachte ich, bei allem Schlechten in unserer Familie: Das erspare ich meinen Kindern. Also seit vielen Jahren. Und heute. Morgen weiß ja niemand. Aber ich bleib dran 🤘Getröstet hat mich der letzte Satz des Sohnes (der es spät schaffte, seine weiterhin trinkende Mutter loszulassen) in dem Bericht: "Ich sage mir daher oft wie ein Mantra vor, dass die Dinge so passen, wie sie sind, dass nichts perfekt sein muss."
Denn ich bin ja neben Mutter auch Tochter.
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Moinsen.
Heute wenig Lust auf Tatort. Liege erkältet hier rum und bin quengelig. Werd aber trotzdem gucken: "Das Ende der Nacht" Der sechste Fall aus Saarbrücken mit dem neuen, jungen Team. Die beiden mag ich, weil die auch Narben auf der Seele mit sich rumtragen.
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Alleine sein ist für mich auch ein Segen und Fluch gleichzeitig. Wünsche dir, dass du dich zukünftig selbst so lieben lernen kannst, dass du Unzufriedenheit/Einsamkeit/whatever nicht mehr mit Gift zuschütten willst.
Was kann für dich eine Alternative werden? Bei mir ist es putzen und stricken geworden, lächel...
Auf jeden Fall meinen allergrößten Respekt fürs pilgern. Da liebäugele ich schon Jahre mit, aber meine Angst hat immer neue Ausreden parat
