Beiträge von ichso

    Ich gestehe, dass mich das nicht wirklich interessiert, ob und wie Sucht in den verschiedenen Bereichen klassifiziert wird. Mich interessiert inzwischen eigentlich nur noch, was für mich selbst von Belang ist.

    Je älter ich werde, desto mehr habe ich das Gefühl, ich kann nicht mehr so gut formulieren. Denn genau wie du es beschreibst, ist es auch für mich von Interesse. Als Beispiel: Habe ich soviel Angst vor Suchtverlagerung ins Netz, weil ich Sucht-Andockstationen im Hirn habe, die liebend gern auf ein neues Suchtmittel anspringen wollen? Oder gaukelt mir meine Angst vor, alles kann gefährlich sein?

    Leider werde ich wahrscheinlich keine befriedigende Antwort finden. Aber es würde es mir leichter machen zu agieren. Beim Alk, Nikotin, Thc ist es klar: Null. Also heute. Aber beim Internet? Schmerzmitteln? So Sachen...

    Moinsen. Heute Tatort statt Fasching^^

    Die bayrischen (bayerischen?) Urgesteine Leitmayr und Batic mit dem langsam erwachsen werdenden Kalli 😊 ermitteln wegen 2 Toten. Mitten in einem NATO-Manöver, wo Leitmayr dann undercover unterwegs ist. Allein dafür Respekt. Die Dreharbeiten stelle ich mir für einen älteren Menschen anstrengend vor. Also in echt.

    Motiv und Verdächtige? Bin gespannt, aber einen Gärtner schließe ich in einem Manövergelände definitiv aus 😉

    Das finde ich ganz wunderbar... Allein in Amsterdam bei Sonnenschein 🥰 Hatte mich lange Jahre nicht getraut, war jedoch über die letzten beiden Geburtstage im April auch kurz allein verreist, einmal niederländische Küste und einmal an der Ostsee. Beide Male auch ein Hochgenuss! Ich freue mich mit dir 🌞

    Moinsen. Bei uns ist heute Umzug, aber ich werde nicht hingehen. Zuviel Angst. Hatte gestern geschaut, wo die Absperrungen sind, also wegen parken. Ich tröste mich mit: Alles hat seine Zeit. Und begebe mich gedanklich auf die Suche nach einem "Karneval-Ersatz". Wird Zeit für mich. Weniger ist auch in diesem Fall mehr. Also so fühlt es sich an.

    Moinsen.

    Ich bekam mal den guten Tipp von einer Ergotherapeutin: Max. 3 kreative Projekte gleichzeitig. Das klappt einigermaßen. Als Strickfrau suche ich auch die Abwechslung durch mehrere Strickanfänge, denn so ein ganzer Pulli in gleicher Farbe und gleichem Muster kann schon zäh sein. So mache ich zeitgleich meist Socken oder ein Schultertuch und ein "Suchthilfekuscheltier". Wolle habe ich max. 3 Kisten^^ Da ist es sehr viel schwerer...

    Für mich die spannende Frage: Wie wird Sucht in den verschiedenen Bereichen klassifiziert? Bei Alkohol gibt es ja, glaube ziemlich eindeutige Richtlinien? Meine Mutter hätte sich selbst nie als sammelsüchtig bezeichnet. Und evtl. war sie das nur in meinem Kopf? Wobei meine Schwestern mir schon etwas leid taten, die nach ihrem Tod die Wohnung ausräumten (ich war nicht "eingeladen", da ich schon Jahre vor ihrem Tod den Kontakt abgebrochen hatte).

    Ich für mich sortiere. Auch im Hinblick auf meine Kinder. Da habe ich öfter mal eine Sache in der Hand und denke: Das kommt alles wohl in einen Container. Wobei ich im Testament stehen habe, dass bitte vorab gemeinnützige Organisationen informiert werden sollen. Bin aus alten Punkerzeiten die "Praktisch denken, Särge schenken"-Frau geblieben, denn Stehrümpchen und Sachen wegwerfen finde ich grässlich.

    PS: Um auch der Ernsthaftigkeit Gehör zu schenken, nach Durchlesen des ganzen Blogs habe ich besser verstanden.

    Tatsächlich hatte ich in meiner Mutter ein Beispiel für Sammelsucht und war zeitlebens bemüht, freie Flächen zum atmen zu haben. Hat ganz gut geklappt, da ich auch schon über 40 Jahre eine "eher Jute statt Plastik-Frau" bin. Heute morgen beim zusammenbauen der Plastiklego-Rosen dachte ich schon, neu will ich das nicht mehr kaufen. Habe ja eine große Kiste gebrauchtes Lego hier.

    Meine Süchte waren auch andere: Nikotin, extrem geliebtwerden wollen, Co-Abhängigkeit, Thc, Alkohol. In dieser Reihenfolge. Und habe heute noch so viel Schiss vor einer erneuten Suchtverlagerung, dass ich gerade mit üblen Rückenschmerzen (keine Schmerzmittel seit 2017 mehr) auf dem bescheuerten kleinen Smartphone rumtippe - um mir die Internetsucht so schwer wie möglich zu machen. Das Netz ist für mich eine riesige Versuchung 😢

    Prima 💪 Ich habe heute meinen kleinen Balkon frühlingsfein gemacht und die Tage räume ich Sommer/Winterkleider um. Da findet sich evtl. auch was, was weg will. Jedoch mit den Jahren immer weniger, als ältere Frau ist mir mit der Mode gehen ganz unwichtig geworden. Umso mehr freut es mich dann auch, wenn ein gutes Stück noch eine neue Liebhaberin findet 🌈😊

    Moinsen. Und, hast du inzwischen einen Notfallkoffer gepackt, Emily? Ist wirklich eine feine Sache, finde ich.

    Erinnerte mich gerade wieder an Lego 🥰 (habe schon von Beginn an welche drin). Gerade wieder verunsichert wegen Faschingsgedanken und weltpolitischer Lage (ANGST) holte ich die Rosen aus dem Schrank, die ich mir zu Valentin schenkte. Wollte mit dem Zusammenbau auf meinen Enkel warten, aber seitdem er ein Handy hat...

    Naja, laberrhabarber. Lego ist definitiv für mich immer noch ein hervorragender Skill! Bin nur irritiert, wenn Steine übrig bleiben 🙈

    Eben riefen Sohn und Enkel an. Ihr neuer Lieblingswitz: "Was haben eine Ehefrau und eine Handgranate gemeinsam? Wenn du den Ring abziehst, ist das halbe Haus weg!" 😱

    Ein Alptraumwitz für mich als alte "Frieden-schaffen-ohne-Waffen-Feministin". Jeder andere hätte dafür einen Vortrag bekommen^^, aber den Beiden 💙🩵 kann ich einfach nicht böse sein - bestimmt haben sie sich vorher schon beeumelt bei der Vorstellung, wie ich nach Luft schnappe 🙈

    Ja, das ist ok. Und gut, dass es dieses Forum gibt. Durch deine Antworten konnte ich die falsche Denkrichtung erst klar sehen. Und kann mich freuen auf Dienstag, denn da bin ich eine texanische Saloonbesitzerin bei einer alkoholfreien Faschingsfeier im Behindertencafé 🥰 Die SozialarbeiterInnen wissen gar nicht, was das für eine große gute Bedeutung hat. Ich werde es Ihnen sagen 😊

    Ja höchstwahrscheinlich wüssten sie (es war ein imaginäres Schreiben an einen Saal voller junger Frauen, ungefähr im Alter meiner Enkelin, also 20plus) nichts damit anzufangen. Und ich wollte nicht überheblich sein. Ich war müde und traurig und ängstlich (nicht mehr um mich). Ein wenig habe ich es auch meinem jungen Ich geschrieben.


    Natürlich ist das alles "normal" und nicht jede wird Säuferin, so wie ich. Habe übers Jahr kaum Kontakt mit Menschen, die Alkohol trinken, dann ist das an Fasching hochkonzentriert für mich. Fand es einfach so traurig, die jungen hübsch kostümierten Frauen zu sehen und den echt widerlichen Sänger, schätze er war um die 50. Davor die jungen Gesichter in ihrer Unsicherheit und dem großen Wunsch, geliebt/bewundert zu werden. Plus das biologische. Klar, spekulativ. Aber ein wenig Menschenkenntis traue ich mir ja auch zu.


    Naja, laberrhabarber, habe mir Gedanken gemacht, denn ich will "bei mir bleiben". Warum will ich da immer noch hin? Vorhin gedacht: Es ist das vertraute legitimierte Saufen in Fröhlichkeit mit Singen und Tanz, das ich seit frühester Kindheit kenne. Im Gegensatz zu der sonstigen legalen Sauferei in brutalem Elternhaus hinter verschlossener Tür.


    So wird es wohl darauf hinauslaufen, dass ich diese fröhliche Tanzbewegung woanders suchen will. Mein Problem: Wo getanzt/gesungen/gespielt (Verkleidung) wird, ist Alkohol nicht weit. Na, mal sehen... Eine Schachspielerin wird nicht mehr aus mir^^ Aber warum soll ich nicht werten? Es hilft mir oft, gerade durch die Wertung, bei mir und meinem erlernten Verhalten zu bleiben.

    Plumps... Cinderella is wieder auf den A... gefallen. In der Phantasie ist das das ganze Jahr sooo schön: Nur Frauen, alle im Kostüm, stundenlang Faschingsmusik.

    Liebe junge Altweiberschwester, wenn du das evtl. morgen hier liest: Ich wünsche dir, dass du nächstes Jahr nicht so viel Bier trinken willst. Und nicht dauernd mit Schlachtrufen kleine Schnapsflaschen auf den Tisch klopfen willst. Das du nicht ängstlich schaust, ob eine andere dein Kostüm scheiße findet. Das du dich traust, frei zu tanzen. Das du nachher nicht zum Bühneneingang gehst, um dem alten Sänger der Band (der mit dem Bierbauch und der Glatze, der nicht mehr textsicher war, aber alle zwei Minuten seine belegte Zunge rausstreckte) gefällig zu sein. Das du gegen HPV-Viren geimpft bist.

    Als ich ging, standest du draussen und rauchtest. Ich wartete nicht mehr, bis ich dich in inniger Umarmung mit dem Frauenklo finden würde. Bin nach zwei Stunden Tanzsport und 2 Wasser nach Hause. Ich liebe Fasching, aber es gruselt mich jedes Jahr wieder.

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    Und gerade fällt mir Helga ein, die neulich schrieb: "Wenn mir das früher eine alte Frau erzählt hätte..."

    Und doch: Meine Hoffnung stirbt zuletzt.

    Sorry, schon wieder Fasching^^ Und evtl. TRIGGER wegen Alkohol im Video :( Mir geht es um den Text und den Rhythmus! Mein Faschingsknaller für dieses Jahr 🥰 Lässt sich auf jeden Fall nüchtern viel besser tanzen 💃 Und der Schluss ist das Beste ❣️

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    Life is a rollercoaster... Und heute schon wieder Altweiber 🥳 Gestern hatte ich mir für heute Abend mit Resten aus der Faschingskiste ein Kostüm gebastelt. Mit Spruch in hiesigem Dialekt drauf. Habe lange gefremdelt, wohne schon über 30 Jahre hier. Meine eigene schlimmste Zeit der Sucht, aber auch die Entzüge habe ich hier durchlitten. Scheint alles ewig her - und doch: Bei aller Freude am Fasching, lautem Mitsingen und Tanzen immer noch wachsam. Sucht will ich mir nie mehr antun, ich hüte mich wie einen Schatz 🎭

    Gewundert hatte mich die Intensität des "Katers" - und so verwandt in den Symptomen wie früher nach dem saufen... Schade finde ich, dass ich dem heute so nachspüren kann/will - und früher dem "echten Kater" mit Witzchen wie "das letzte Bier war schlecht" und ähnlich bescheuerten Kommentaren gar nicht die Möglichkeit eingeräumt hatte, mich zu sensibilisieren. Das schaffte erst mein "tiefster Punkt".

    Moinsen. Fühlt sich mental und körperlich gerade an wie ein Kater. Versuche, so wenig wie möglich politisch zu sein. Es geht mir um das Gefühl, das mich anfällt, wenn ich wochenlang auf etwas hinfieberte - und dann ist es vorbei. Noch dazu mit einem von mir befürchteten/ungewollten Ausgang. Zack, alle Endorphine tot, es lebe die Katerstimmung? Depression? Altersmüdigkeit? Anflug von erbärmlicher Sinnlosigkeit des eigenen Tuns?

    Und doch: Ein kleiner Funken Stolz und Freude über meine erste Tätigkeit gestern als Beisitzerin bei einer Wahl. Tolles Team 🥰 Berührende Momente mit ErstwählerInnen - erklär ma in dreissig Sekunden den Unterschied von Erst- und Zweitstimme 🙈

    Das vorherrschende Gefühl aber dennoch: Katerstimmung. Für irgendwas ist die gut. Ich grübel gleich beim Wäsche aufhängen mal drüber.