Beiträge von Emily

    Erstmal willkommen hier im Forum und fühl dich hier wohl.

    Du musst das selbst entscheiden und dann auch hinter deiner Entscheidung stehen ob du abstinent werden und bleiben möchtest. Fühl in dich hinein und höre auf dein Bauchgefühl. Du weißt im Grunde selbst ganz genau was das richtige für dich ist.

    Wenn ich mir vornahm weniger zu trinken oder mal nen Tag gar nix, fand ich das schlimmer als so richtig aufzuhören. Beim Reduzieren habe ich dann nur noch an Alkohol gedacht. Ein Tag war quasi warten bis ich am nächsten Tag endlich wieder trinken werde. Auch einschränken statt ner Flasche nur 2 kleine Gläser waren nur schlimm. Wenn dann das Glas fast leer war, kam direkt Panik auf. Die Gedanken drehten sich nur um Wein. Was anderes zu denken oder mich abzulenken war nicht drin.

    Bei meinem Entschluss ganz aufzuhören, war etwas endgültiges dabei, meine Gedanken haben abgeschlossen, ich habe mich frei und erleichtert gefühlt. Endlich eine Richtung. Damit bin ich jedenfalls besser klargekommen als so rum zu eiern mit reduzieren und einschränken. Das positive daran ist aber, dass ich genau weiß, dass ich definitiv nicht in „normalen“ Mengen trinken kann, und dass ich besser damit umgehen kann komplett Alkohol zu streichen.

    Ruhe und Langeweile sind doch auch mal schön, man kann sich auf sich besinnen und Pläne schmieden wie nun der neue Weg gestaltet werden kann. Wichtig ist auch sich nen Notfallplan zu überlegen. Den braucht man in der ersten Zeit. Auch einfach mal die Seele baumeln lassen. Wünsche dir ein schönes Wochenende.

    Mein Ziel ist es definitiv auch, dass mir Alkohol völlig egal ist. Das habe ich noch nicht ganz erreicht, ist ja klar weil ich noch nicht solange von der Brühe weg bin. Aber eins steht fest….Alkohol hilft bei gar nichts im Leben. Egal welche Krisen man durchlebt, mit Alkohol wird alles nur noch schlimmer. Alkohol unterstützt und hilft nicht. Krankheiten, auch Depris, werden durch Alkohol noch schlimmer. Alkohol ist ein Nervengift und Paul hat für sich einen guten Weg gefunden. Er hat ja schon mehrere Jahre erfolgreich geschafft. Mir gefällt dieser Weg auch sehr viel besser als dauerhaft an dem Thema festzuhalten. Ich gehe mal davon aus, dass es in seinem Leben auch Höhen und Tiefen gibt. Mir zeigt sein Erfolg, dass diese Möglichkeit gut funktionieren kann. Natürlich ist nicht jeder gleich, es gibt zig Wege um ans Ziel zu kommen. Jeder Mensch ist unterschiedlich, jeder hat seine persönlichen Stärken und Schwächen. Deshalb ist auch der Umgang mit der Abstinenz individuell. Ich z.B. kenne meine Stärken und Schwächen sehr genau, ich weiß was ich kann und was mir schwer fällt. Selbstverständlich nutze ich das dann für meine Abstinenz. So hat das Paul für sich bestimmt auch gemacht. Andere sprechen oder schreiben viel zu dem Thema um nicht zu vergessen wo sie nicht mehr hin wollen. Erinnern sich an die Kater, den Brummschädel usw. um den Alkohol stehen zu lassen. Es ist alles gut was hilft. Wichtig ist einzig und allein, nüchtern zu bleiben. Das ist das A und O.

    Ich bin für Tips sehr offen und dankbar und schaue was zu mir passt und mir hilft.

    Einfach würde ich nicht sagen. Es ist schon ein Verzicht, natürlich habe ich dafür meine guten Gründe, nämlich meine Gesundheit. Alkohol hat meiner Gesundheit massiv geschadet und ich bin nicht in der Lage normale Mengen, also 1-2 Gläser ab und zu, davon zu trinken. Deshalb ist die einzige Möglichkeit die Finger komplett davon zu lassen. Aber wenn ich „normal“ trinken könnte und meine Gesundheit nicht so gelitten hätte, dann würde ich heute noch meinen Wein zu nem leckeren Essen genießen, oder im Restaurant Wein statt Wasser bestellen usw. So ganz freiwillig habe ich nicht aufgehört. Meine Gesundheit war der triftige Grund und ist auch Grund genug nüchtern zu bleiben. Die Beiträge von Tom und AmSee sind nicht von der Hand zu weisen und ich finde sie sehr verantwortungsvoll. Ich weiß schon um die Gefährlichkeit von Suchtdruck und wie schnell vermeintliche Sicherheit ins Gegenteil umschlagen kann. Ich meide z.B. auch Weinfeste oder Gutsschänken usw., dort gibt’s absolut leckeren Wein in Hülle und Fülle. Da gehe ich nicht hin um mich zu schützen und nicht in Versuchung zu geraten.

    Aber ich merke, dass es mir gut tut von dem Thema Abstand zu bekommen. Fühle mich freier und viel sicherer. Ich bin mir absolut bewusst was es heißt abstinent zu leben. Trotzdem möchte ich nicht ständig Angst vor nem Rückfall haben, sondern ich will mir vertrauen und an mich glauben. Ich bin auch schon öfter extra in die Offensive gegangen und habe die Konfrontation gesucht, einfach um mich gegen Versuchungen abzuhärten und keine Angst vor Alkohol zu haben. Für mich ist Alkohol ein Getränk, dass mir sehr schadet und ein Nervengift ist. Nun trinke ich eben Getränke ohne Alkohol, die gesünder für mich sind.

    Ihr Lieben ich danke euch für euer Feedback. Bin an Tipps immer interessiert und setze auch um was für mich passt.

    Euphorisch bin ich nicht, das war ich in den ersten Wochen. Ich hatte auch schon 3x krass mit Suchtdruck zu kämpfen, aber ich habe die Kampfe jedes Mal gewonnen. In dieser Zeit hatte ich mich dann richtig intensiv mit der Abstinenz auseinandergesetzt und mich nochmal ganz bewusst dafür entschieden. Ich weiß ganz genau dass ich nicht „normal“ also eins, zwei Gäser trinken kann. Das brauche ich gar nicht erst zu versuchen. Deshalb ganz oder gar nicht. Mein Ziel ist mit dem ersten Anlauf, den ich im Mai in die Abstinenz gemacht habe, ohne Rückfall nüchtern zu bleiben. Am Anfang bin ich kleine Schritte gegangen. Ein Tag nach dem anderen. Habe die Tage und Wochen gezählt. Nun bin ich da wirklich tiefenentspannt. Ich lebe mein Leben mit allen Höhen und Tiefen einfach ohne Alkohol zu trinken. Für mich gibt’s Alkohol einfach nicht mehr. Das ist mir richtig klar und bewusst. Ich zähle nun nur noch die Monate. bald sind es 6 Monate, also ein halbes Jahr. Dann zähle ich noch bis 1 Jahr. Danach zähle ich gar nicht mehr und vergesse das ganze Thema einfach. Das habe ich auch genauso mit dem Rauchen gemacht. Nur so funktioniert das für mich. Es gibt nichts dazwischen. Nur ja oder nein.

    Derzeit bin ich was meine Nüchternheit anbelangt sehr entspannt. Denke fast gar nicht mehr über das Thema nach. Im Grunde gibt’s auch hier im Forum nicht groß was zu schreiben. Alkohol hat sich für mich irgendwie in Luft aufgelöst. Wenn das so bleibt, dann habe ich es geschafft.

    Abstinent zu bleiben ist das wichtigste. Es gibt viele Wege, aber das Ziel ist das gleiche. Deshalb finde ich das Forum hier gut um sich auszutauschen. Das geht für mich nur mit Leuten, die wissen von was sie sprechen. Man kann sich gegenseitig unterstützen, motivieren, Mut machen oder auffangen wenn es jemand nicht so gut geht. Ich habe hier bereits kostbare Tipps bekommen und die auch umgesetzt.

    Ich hatte auch mal Medikamente in Tropfenform, da war Alkohol enthalten. Ich hatte da überhaupt nicht drauf geachtet. Diese Tropfen hatte ich mehrfach eingenommen und irgendwann waren sie der Trigger. Habe sie sofort abgesetzt und ersetzt durch ein anderes Präparat. Das passiert mir nur 1x. dA achte ich in Zukunft immer drauf, dass Medikamente ohne Alkohol sind.

    Ich fühle mich aktuell so richtig wohl und habe keine Gedanken an Alkohol oder Suchtdruck. Obwohl ich mich auch mit einigen privaten Problemen rumschlagen muss, keine Gedanken an Alk. Ich habe auch in meiner noch recht kurzen Abstinenz noch keinen Rückfall gehabt. Ich finde es inzwischen auch sehr angenehm nicht an Alkohol zu denken und das Thema einfach mal zur Seite zu legen. Ich verstehe die Ausführungen von Paul deshalb recht gut. Wenn etwas kein Thema ist, dann kann es auch ruhig verstauben und bedarf keiner Beachtung. Allerdings bin ich mir auch bewusst, dass ich schon noch am Anfang stehe. Dennoch möchte ich gar nicht an irgendwelche Verlockungen denken. Ich denke lieber positive „nüchterne“ Gedanken. Es soll selbstverständlich sein, dass ich mir im Restaurant einfach ne Flasche Wasser und ein schönes Glas mit Zitrone dazu bestelle und nach dem Essen nen Espresso. Etwas was nicht mehr wichtig ist und keine Rolle mehr in meinem Leben spielt, bekommt auch keine Aufmerksamkeit und wird in der hintersten Ecke verstaut. Nach dem Motto…einfach das nächste Glas stehen zu lassen….

    Ich denke, dass sich da mit der Zeit wirklich ne Routine bei Getränken einpendelt. Ich vertrage nicht alles und in jeder Menge. Deshalb ist mein Hauptgetränk einfach stilles Wasser, gerne auch Leitungswasser und Tee. Morgens Kaffee und später Espresso.

    In Kneipen wo nur getrunken wird gehe ich derzeit noch nicht. Was soll ich da auch? Dann lieber mal zum Italiener oder ins Café. Große Feste hatte ich in den 5-6 Monaten noch nicht. Familienfeiern ja, aber Weihnachten, Silvester oder Fasenacht sind dann schon ne Hausnummer. Weihnachten im Familienkreis wird recht einfach. Da trinkt kaum jemand Alkohol. Silvester kommt drauf an was ich machen werde… vielleicht mit dem Wohnmobil weg, dann geht’s auch gut. Fasenacht muss ich schauen, bis dahin bin ich bestimmt schon recht stabil. Werde da aber kritischen Situationen aus dem Weg gehen. Rosenmontagsumzug ist so ne Sache. Das muss ich mir dann alles gut überlegen und evtl. bisschen vorbeugen. Aber bis dahin ist noch Zeit und da fließt noch viel Wasser den Rhein hinunter 😀✌️

    Das mache ich. Gibt ja auch Kinderpunsch, Wintertees warmen Kakao.

    Wie machst du das denn zum Jahresende und den ganzen Festlichkeiten und Weihnachsmärkten, auch Weihnachtsfeier im Job? Du hast es ja schon 9x super hin bekommen.

    Ich war alkoholisiert niemals „besser“ als nüchtern. Ich kam mir selbst immer wie ausgebremst und irgendwie „schwer“ vor. Nicht beim ersten Glas, aber nach 2-3 Gläsern war das so. Dieses Gefühl habe ich nicht gemocht. War ich vorher als ich noch nüchtern war voller Tatendrang und Ideen, mit Wein wie weggeblasen. Zu nichts mehr war ich dann in der Lage. Selbst gute Laune und Energie waren nach Wein einfach verschwunden. Das möchte ich nie wieder so haben, das weiß ich jetzt wo alles „besser“ ist, ganz genau.

    Nenilius, ich finde, dein Kollege ist ein Ar… und sehr taktlos. Laß dich von dem nicht beirren.

    Nenilius nimm das Glas und schütte es im Spülbecken aus:!:

    Spüle das Glas auch direkt sauber, damit es nicht mehr nach Alk riecht.

    Am Besten iss ein paar Pfefferkörner, die Schärfe davon verjagt Gedanken an Alk direkt.

    Danach nen Spaziergang oder ab in die Badewanne. Tue dir was Gutes. 🫶💐💪

    Rekonvaleszent ich bin heute auf deinen Tread hier gestoßen und bin sehr beeindruckt und inspiriert. Ich weiß nicht ob du überhaupt noch im Forum bist, aber ich finde deine Maßnahmen bei Suchtdruck klasse und habe sie mir raus kopiert, damit ich sie im Notfall auch schnell nutzen kann. Werde ich am Besten auch auswendig lernen. Auch dass du zu denen gehörst die es schaffen finde ich eine mega klasse Einstellung. So gehe ich die Abstinenz auch an. Ist mein erster Versuch nach ca. 20 Jahren Alkohol und soll auch mein einziger Versuch sein. Am Liebsten auch ohne Vorfall „doch mal ein Ausrutscher“

    Jedenfalls hat dein Beitrag meine Motivation verstärkt. Danke dafür 🫶

    Ich hole den Tread mal wieder hoch, denn mich interessiert das mit nem Notfallkoffer sehr. Ich bin ja noch ziemlich am Anfang und hatte auch schon 2-3x heftig mit Suchtdruck zu kämpfen.

    Man weiß ja nie was so kommt und deshalb würde ich so als Prophylaxe so nen Koffer in petto haben. Glaube das könnte mir so ein zusätzliches Sicherheitsgefühl vermitteln. Werde mir jedenfalls Gedanken darüber machen, was alles rein soll….:/ Auf jeden Fall kommen einige Pfefferkörner rein, denn ich habe gehört, dass bei Suchtdruck was sehr scharfes direkt ablenkt.

    Bei mir hat sich meine Gesundheit verbessert, ich habe den hässlichen Weinbauch verloren und ca. 8 kg abgenommen. Ich schlafe gut und auch meistens die Nacht durch, ernähre mich gesünder und achte auf genug Bewegung wie Gymnastik oder Tanzen und Spaziergänge. Mein Gesicht und Hals sind wieder schön schmal und nicht mehr aufgedunsen mit geschwollenen Augenringen. Ich bin innerlich stolz, dass ich aufgehört habe zu trinken. Ich achte aber auch darauf genug zu trinken, da vorzugsweise stilles Wasser oder einfach Leitungswasser und Tee ohne Zucker. Ich mache oft Wellness im eigenen Bad und pflege mich gerne. Mir ist es auch wichtig viel an der frischen Luft zu sein. Auch habe ich mich dazu entschieden meinen Körper und Gesundheit mit guten Nahrungsergänzungsmitteln zu unterstützen. Alles in allem fühle ich mich viel besser, fitter und wohler.