Beiträge von Emily

    Hallo Brant was in meinem Inneren abgegangen ist, das weiß tatsächlich niemand. Auch im Entzug, kalter Entzug, habe ich ne Erkältung vorgespielt, damit ich wenigstens ein paar Tage ruhen und mich auf mich besinnen konnte. Dann bin ich auch direkt wieder zum Job. Habe dort aber gemerkt, dass mir die Arbeit schwer fiel. Deshalb habe ich Routinedinge gemacht und mich unauffällig etwas rumgedrückt. Mein mieses aUssehen noch auf die Folgen der Erkältung geschoben. Ich dachte mir, lieber arbeite ich weniger und langsam, als gravierende Fehler zu machen. Nach einigen Tagen hat sich das aber dann alles normalisiert. Habe Flaschenweise Wasser getrunken weil ich so schnell wie möglich das Gift rausschwämmen wollte. Jedenfalls hat niemand was gemerkt, dass ich mitten im Entzug stecke. Heute, so im Nachhinein finde ich das schon recht heftig und krass. Zum Glück habe ich das geschafft.

    Mich bewegt ein Thema zum Alkoholkonsum ziemlich. Ich habe bisher mit niemandem wirklich offen und ehrlich darüber geredet wieviel Alkohol ich getrunken habe und wie lange. Auch meine Abstinenz mache ich mit mir selbst aus und eben hier im Forum. Wem es auffällt, dass ich keinen Alkohol mehr trinke und auch fragt, dem sage ich aus gesundheitlichen Gründen. Das stimmt in gewisser Weise ja auch.

    Wie macht ihr das denn? Redet ihr darüber mit eurem Partner/in, Familie, Freunden oder Kollegen?
    Das ist für mich auch eine wahnsinnige Erleichterung diese ganze Geheimnistuerei hinter mir gelassen zu haben. Das Verstecken vom Vorrat, das heimliche Entsorgen und natürlich das Trinken selbst. Das war sehr schwer unauffällig und ungestört zu trinken. Danach die Fahne zu tarnen oder eben zu kaschieren wenn ich einen sitzen hatte. Jetzt im Nachhinein war das extrem anstrengend.

    Ich bin froh, hier auf das Forum gestoßen zu sein und endlich die Wahrheit sagen zu können. Offen und ehrlich, denn hier wird man verstanden. :)

    Hallo und Willkommen hier.

    Es ist schon mal toll, dass du erkannt hast, dass du zuviel Alkohol konsumierst und nicht mehr damit aufhören kannst. Das ist ein wichtiger Faktor. Bestimmt kann dir hier weitergeholfen werden. Ich war gar nicht in einer Klinik, deshalb kann ich da leider nichts dazu sagen.

    Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg.

    Für den Cocktailkurs könntest du ja sagen, dass hoher Blutdruck bei dir festgestellt wurde und du Medikamente nehmen musst. Deshalb würden dich auch alkoholfreie Cocktails sehr interessieren.

    Ich habe irgendwann in den Spiegel geschaut, war zittrig am ganzen Körper und habe gewusst, dass ich komplett abhängig war. Mein Gesicht war fahl mit traurigen, leblosen Augen denen der Glanz und das Funkeln verloren gegangen ist, da habe ich gewusst was ich zu tun habe und habe mich ohne lange zu fackeln dazu entschlossen aufzuhören zu trinken. Genau jetzt, in diesem Moment! Ich habe einfach nen kalten Entzug gemacht. Ich war da weder in einem Forum, noch in einer Selbsthilfegruppe und generell habe auch mit niemanden darüber gesprochen, habe also von den Gefahren, die so ein kalter Entzug mit sich bringen kann, gar nix gewusst. Habe es einfach durchgezogen. Einfach so und ohne weiter drüber nachzudenken. Der Blick in den Spiegel hat mir gezeigt, dass es höchste Zeit ist. Ich habe alle vorrätigen Flaschen ausgekippt und ab da nur noch Wasser, Kaffee und Tee getrunken. Das ist jetzt schon bald 6 Monate her. Der Kalte Entzug hat ohne Probleme geklappt und hat gut 4-5 Tage gedauert, das war ein verlängertes Wochenende mit Feiertagen. Danach bin ich wieder zur Arbeit gegangen, habe mich aber noch einige Tage gefühlt wie vom Traktor überfahren. Ich habe auch keinerlei Medikamente oder sowas genommen. Ich würde es auch genauso wieder machen. Aber hier wird eher davon abgeraten. Da kann ich nicht wirklich mitreden. Die Warnungen vor nem kalten Entzug sind scheinbar besser ernst zu nehmen. Ich wusste einfach nix davon und hatte vielleicht auch Glück dass alles glatt gelaufen ist.

    Jetzt würde mich aber echt auch mal interessieren, was denn die Gefahren bei nem kalten Entzug eigentlich sind. Bitte nicht lachen, aber ich weiß es wirklich nicht. Klar könnte jetzt auch googeln, aber ich kann auch hier fragen. Vielleicht interessiert es ja noch andere 😊

    Körperlich abhängig….was stellst du dir darunter vor?

    Ich denke, dass ich eine Spiegeltrinkerin war, habe immer versucht den Level zu halten.

    Körperliche Syptome gab es jede Menge: Druck im Bereich der Leber, grottige Blutwerte, entzündete Bauchspeicheldrüse, Kehlkopfentzündung, Magenschleimhautentzündung, Bluthochdruck, Schlafprobleme, Sodbrennen, Autoimmunerkrankung usw. Vieles spürt man nicht mal. Auch Krebs kann sich durch Alkohol still und leise entwickeln.

    Ein guter Freund, der ebenfalls Alkoholiker war ist an Bauchspeicheldrüsen Krebs gestorben. Auch das Gehirn wird in Mitleidenschaft gezogen, die Speiseröhre ebenfalls.

    Also ich habe tatsächlich wegen meiner Gesundheit aufgehört zu trinken, und das gerade noch rechtzeitig…..Ich musste auch einige Wochen bangen…..

    Im Grunde kenne ich die Antwort 🙈 Aber wie soll ich das schaffen?

    Indem du eine Entscheidung triffst. Was möchtest du? Warum, weshalb, wieso?

    Wenn ich kontrolliert trinken könnte, also „normale“ Mengen, sprich 1 maximal 2 Gläser Wein, dann würde ich jetzt auch noch Wein trinken. Aber bei mir ist es zur Sucht geworden und einschränken und reduzieren war schlimmer als endgültig dem Alkohol Ciao zu sagen. Für mich ist ne klare Linie das richtige und mein Weg.

    Hör in dich rein, stöbere bissel im Forum, stell Fragen, such dir Hilfe.

    Erstmal willkommen hier im Forum und fühl dich hier wohl.

    Du musst das selbst entscheiden und dann auch hinter deiner Entscheidung stehen ob du abstinent werden und bleiben möchtest. Fühl in dich hinein und höre auf dein Bauchgefühl. Du weißt im Grunde selbst ganz genau was das richtige für dich ist.

    Wenn ich mir vornahm weniger zu trinken oder mal nen Tag gar nix, fand ich das schlimmer als so richtig aufzuhören. Beim Reduzieren habe ich dann nur noch an Alkohol gedacht. Ein Tag war quasi warten bis ich am nächsten Tag endlich wieder trinken werde. Auch einschränken statt ner Flasche nur 2 kleine Gläser waren nur schlimm. Wenn dann das Glas fast leer war, kam direkt Panik auf. Die Gedanken drehten sich nur um Wein. Was anderes zu denken oder mich abzulenken war nicht drin.

    Bei meinem Entschluss ganz aufzuhören, war etwas endgültiges dabei, meine Gedanken haben abgeschlossen, ich habe mich frei und erleichtert gefühlt. Endlich eine Richtung. Damit bin ich jedenfalls besser klargekommen als so rum zu eiern mit reduzieren und einschränken. Das positive daran ist aber, dass ich genau weiß, dass ich definitiv nicht in „normalen“ Mengen trinken kann, und dass ich besser damit umgehen kann komplett Alkohol zu streichen.

    Ruhe und Langeweile sind doch auch mal schön, man kann sich auf sich besinnen und Pläne schmieden wie nun der neue Weg gestaltet werden kann. Wichtig ist auch sich nen Notfallplan zu überlegen. Den braucht man in der ersten Zeit. Auch einfach mal die Seele baumeln lassen. Wünsche dir ein schönes Wochenende.

    Mein Ziel ist es definitiv auch, dass mir Alkohol völlig egal ist. Das habe ich noch nicht ganz erreicht, ist ja klar weil ich noch nicht solange von der Brühe weg bin. Aber eins steht fest….Alkohol hilft bei gar nichts im Leben. Egal welche Krisen man durchlebt, mit Alkohol wird alles nur noch schlimmer. Alkohol unterstützt und hilft nicht. Krankheiten, auch Depris, werden durch Alkohol noch schlimmer. Alkohol ist ein Nervengift und Paul hat für sich einen guten Weg gefunden. Er hat ja schon mehrere Jahre erfolgreich geschafft. Mir gefällt dieser Weg auch sehr viel besser als dauerhaft an dem Thema festzuhalten. Ich gehe mal davon aus, dass es in seinem Leben auch Höhen und Tiefen gibt. Mir zeigt sein Erfolg, dass diese Möglichkeit gut funktionieren kann. Natürlich ist nicht jeder gleich, es gibt zig Wege um ans Ziel zu kommen. Jeder Mensch ist unterschiedlich, jeder hat seine persönlichen Stärken und Schwächen. Deshalb ist auch der Umgang mit der Abstinenz individuell. Ich z.B. kenne meine Stärken und Schwächen sehr genau, ich weiß was ich kann und was mir schwer fällt. Selbstverständlich nutze ich das dann für meine Abstinenz. So hat das Paul für sich bestimmt auch gemacht. Andere sprechen oder schreiben viel zu dem Thema um nicht zu vergessen wo sie nicht mehr hin wollen. Erinnern sich an die Kater, den Brummschädel usw. um den Alkohol stehen zu lassen. Es ist alles gut was hilft. Wichtig ist einzig und allein, nüchtern zu bleiben. Das ist das A und O.

    Ich bin für Tips sehr offen und dankbar und schaue was zu mir passt und mir hilft.

    Einfach würde ich nicht sagen. Es ist schon ein Verzicht, natürlich habe ich dafür meine guten Gründe, nämlich meine Gesundheit. Alkohol hat meiner Gesundheit massiv geschadet und ich bin nicht in der Lage normale Mengen, also 1-2 Gläser ab und zu, davon zu trinken. Deshalb ist die einzige Möglichkeit die Finger komplett davon zu lassen. Aber wenn ich „normal“ trinken könnte und meine Gesundheit nicht so gelitten hätte, dann würde ich heute noch meinen Wein zu nem leckeren Essen genießen, oder im Restaurant Wein statt Wasser bestellen usw. So ganz freiwillig habe ich nicht aufgehört. Meine Gesundheit war der triftige Grund und ist auch Grund genug nüchtern zu bleiben. Die Beiträge von Tom und AmSee sind nicht von der Hand zu weisen und ich finde sie sehr verantwortungsvoll. Ich weiß schon um die Gefährlichkeit von Suchtdruck und wie schnell vermeintliche Sicherheit ins Gegenteil umschlagen kann. Ich meide z.B. auch Weinfeste oder Gutsschänken usw., dort gibt’s absolut leckeren Wein in Hülle und Fülle. Da gehe ich nicht hin um mich zu schützen und nicht in Versuchung zu geraten.

    Aber ich merke, dass es mir gut tut von dem Thema Abstand zu bekommen. Fühle mich freier und viel sicherer. Ich bin mir absolut bewusst was es heißt abstinent zu leben. Trotzdem möchte ich nicht ständig Angst vor nem Rückfall haben, sondern ich will mir vertrauen und an mich glauben. Ich bin auch schon öfter extra in die Offensive gegangen und habe die Konfrontation gesucht, einfach um mich gegen Versuchungen abzuhärten und keine Angst vor Alkohol zu haben. Für mich ist Alkohol ein Getränk, dass mir sehr schadet und ein Nervengift ist. Nun trinke ich eben Getränke ohne Alkohol, die gesünder für mich sind.

    Ihr Lieben ich danke euch für euer Feedback. Bin an Tipps immer interessiert und setze auch um was für mich passt.

    Euphorisch bin ich nicht, das war ich in den ersten Wochen. Ich hatte auch schon 3x krass mit Suchtdruck zu kämpfen, aber ich habe die Kampfe jedes Mal gewonnen. In dieser Zeit hatte ich mich dann richtig intensiv mit der Abstinenz auseinandergesetzt und mich nochmal ganz bewusst dafür entschieden. Ich weiß ganz genau dass ich nicht „normal“ also eins, zwei Gäser trinken kann. Das brauche ich gar nicht erst zu versuchen. Deshalb ganz oder gar nicht. Mein Ziel ist mit dem ersten Anlauf, den ich im Mai in die Abstinenz gemacht habe, ohne Rückfall nüchtern zu bleiben. Am Anfang bin ich kleine Schritte gegangen. Ein Tag nach dem anderen. Habe die Tage und Wochen gezählt. Nun bin ich da wirklich tiefenentspannt. Ich lebe mein Leben mit allen Höhen und Tiefen einfach ohne Alkohol zu trinken. Für mich gibt’s Alkohol einfach nicht mehr. Das ist mir richtig klar und bewusst. Ich zähle nun nur noch die Monate. bald sind es 6 Monate, also ein halbes Jahr. Dann zähle ich noch bis 1 Jahr. Danach zähle ich gar nicht mehr und vergesse das ganze Thema einfach. Das habe ich auch genauso mit dem Rauchen gemacht. Nur so funktioniert das für mich. Es gibt nichts dazwischen. Nur ja oder nein.

    Derzeit bin ich was meine Nüchternheit anbelangt sehr entspannt. Denke fast gar nicht mehr über das Thema nach. Im Grunde gibt’s auch hier im Forum nicht groß was zu schreiben. Alkohol hat sich für mich irgendwie in Luft aufgelöst. Wenn das so bleibt, dann habe ich es geschafft.

    Abstinent zu bleiben ist das wichtigste. Es gibt viele Wege, aber das Ziel ist das gleiche. Deshalb finde ich das Forum hier gut um sich auszutauschen. Das geht für mich nur mit Leuten, die wissen von was sie sprechen. Man kann sich gegenseitig unterstützen, motivieren, Mut machen oder auffangen wenn es jemand nicht so gut geht. Ich habe hier bereits kostbare Tipps bekommen und die auch umgesetzt.

    Ich hatte auch mal Medikamente in Tropfenform, da war Alkohol enthalten. Ich hatte da überhaupt nicht drauf geachtet. Diese Tropfen hatte ich mehrfach eingenommen und irgendwann waren sie der Trigger. Habe sie sofort abgesetzt und ersetzt durch ein anderes Präparat. Das passiert mir nur 1x. dA achte ich in Zukunft immer drauf, dass Medikamente ohne Alkohol sind.

    Ich fühle mich aktuell so richtig wohl und habe keine Gedanken an Alkohol oder Suchtdruck. Obwohl ich mich auch mit einigen privaten Problemen rumschlagen muss, keine Gedanken an Alk. Ich habe auch in meiner noch recht kurzen Abstinenz noch keinen Rückfall gehabt. Ich finde es inzwischen auch sehr angenehm nicht an Alkohol zu denken und das Thema einfach mal zur Seite zu legen. Ich verstehe die Ausführungen von Paul deshalb recht gut. Wenn etwas kein Thema ist, dann kann es auch ruhig verstauben und bedarf keiner Beachtung. Allerdings bin ich mir auch bewusst, dass ich schon noch am Anfang stehe. Dennoch möchte ich gar nicht an irgendwelche Verlockungen denken. Ich denke lieber positive „nüchterne“ Gedanken. Es soll selbstverständlich sein, dass ich mir im Restaurant einfach ne Flasche Wasser und ein schönes Glas mit Zitrone dazu bestelle und nach dem Essen nen Espresso. Etwas was nicht mehr wichtig ist und keine Rolle mehr in meinem Leben spielt, bekommt auch keine Aufmerksamkeit und wird in der hintersten Ecke verstaut. Nach dem Motto…einfach das nächste Glas stehen zu lassen….

    Ich denke, dass sich da mit der Zeit wirklich ne Routine bei Getränken einpendelt. Ich vertrage nicht alles und in jeder Menge. Deshalb ist mein Hauptgetränk einfach stilles Wasser, gerne auch Leitungswasser und Tee. Morgens Kaffee und später Espresso.

    In Kneipen wo nur getrunken wird gehe ich derzeit noch nicht. Was soll ich da auch? Dann lieber mal zum Italiener oder ins Café. Große Feste hatte ich in den 5-6 Monaten noch nicht. Familienfeiern ja, aber Weihnachten, Silvester oder Fasenacht sind dann schon ne Hausnummer. Weihnachten im Familienkreis wird recht einfach. Da trinkt kaum jemand Alkohol. Silvester kommt drauf an was ich machen werde… vielleicht mit dem Wohnmobil weg, dann geht’s auch gut. Fasenacht muss ich schauen, bis dahin bin ich bestimmt schon recht stabil. Werde da aber kritischen Situationen aus dem Weg gehen. Rosenmontagsumzug ist so ne Sache. Das muss ich mir dann alles gut überlegen und evtl. bisschen vorbeugen. Aber bis dahin ist noch Zeit und da fließt noch viel Wasser den Rhein hinunter 😀✌️

    Das mache ich. Gibt ja auch Kinderpunsch, Wintertees warmen Kakao.

    Wie machst du das denn zum Jahresende und den ganzen Festlichkeiten und Weihnachsmärkten, auch Weihnachtsfeier im Job? Du hast es ja schon 9x super hin bekommen.