Beiträge von Emily

    Hallo Laggard,

    am Anfang meiner Abstinenz fürchtete ich mich regelrecht vorm Alkohol, besser, dass ich wieder schwach werden könnte, in meiner alkoholfreien "Blase" war das alles kein Problem ... aus den Augen aus dem Sinn, doch schon der Anblick, wenn im TV gertunken wurde, ließ ein eigenartiges Gefühl aufkommen, auch im Supermarkt, in der Nähe der Alkregale, fühlte ich mich auffällig unwohl, also machte ich einen Bogen 'drumrum.

    Es kam zwar kein unbändiges Verlangen auf, doch eine gewisse Unsicherheit - soll ich oder lieber nicht? Ich konnte ja nicht immer die Augen verschließen.

    Ist das Thema bei euch?

    Ich mache, wenn möglich auch einen großen Bogen um Alk. Das Risiko so gut wie nur möglich zu minimieren. Und mich erstmal an die Abstinenz gewöhnen und zu stabilisieren so sicher wie es nur ging. Das hat auch gut funktioniert.

    Seit 3 Tagen quält mich eine Magen-Darm Erkrankung.

    Sieh es positiv, dann kommst du deinem Ziel 10 kg abzunehmen schnell näher. Und ohne Alkohol hatte ich schnell 8 kg abgenommen. Ich stelle mir bei einem Magen-Darm Infekt immer vor, dass der Körper gereinigt wird. Trink viel Wasser und Tee, dann wirst du durchgeputzt. 😂😉

    Hätte ich nicht an mich geglaubt (dass auch ich es schaffe), wäre es mir auch nie gelungen - allen Unkenrufen zum Trotz.

    Paul dein Beitrag hast du sehr beeindruckend geschrieben. Hat mich berührt und motiviert. Wie lange bist du eigentlich schon nüchtern? Mehrere Jahre glaube ich?

    Danke euch vielmals.

    Bei mir sehe ich meine Lossagung vom Alkoholismus ehrer wie ein Mahn- oder Gedenktag ... an die Grauen der Vergangenheit, "nie wieder"!

    Das ist auch so. Ist ein guter Gedanke den Tag als Mahn- od. Gedenktag zu sehen. Aber auch als Freudentag davon wegzukommen zu sein.

    Die Antowort auf deine Fragen ist kurz und bündig. Sucht.

    Es ist die Sucht und du bist alkoholsüchtig geworden. So wie ich auch. Und alle anderen die Alkoholiker sind. Und es ist eine anerkannte Krankheit.

    Manche Werden krank, andere nicht. So ist es auch mit allen anderen Krankheiten.

    Warum sollte ein nüchternes Leben trostlos sein? Es ist viel schöner alles mit klarem Kopf und vollem Bewusstsein zu erleben.

    Denk doch nur an die ekelhaften Kater, und all die anderen unschönen Dinge. Lallen, stinken, Mist bauen, Unsinn sagen, peinliche Sachen von sich geben und nicht mehr Herr seine Sinne zu sein. Ist das nun so toll und erstrebenswert?

    Ich bin froh, dass ich es geschafft habe, der Sucht zu entkommen.

    Emily

    🙈 🙉 🙊

    Wenn ich nicht ganz daneben liege hast du ja heute deinen ersten Trockengeburtstag. Zu diesem Tag wünsche ich dir nur das allerbeste. Erinnerung und Reflektion wie es war ☹️, wie es jetzt ist 🤠 und dass die Entscheidung zur Abstinenz vielleicht die beste deines Lebens war.

    Alles gute und liebe Grüße

    Brant

    Der ist am 16.05., also morgen. 😄👍

    Beim Arzt wurde nichts weiter festgestellt, außer erhöhte Leberwerte. Nicht kritisch. Aber erhöht.

    Es ist gut, dass du beim Arzt warst. Trinkst du denn noch und möchtest nun ein nüchternes Leben führen?

    Wenn du solche bedenklichen Symptome hast, würde ich mit dem Arzt besprechen wie ein Entzug bei dir am Besten zu empfehlen ist. Ein kalter Entzug kann gefährlich sein. Also das würde ich mit dem Arzt besprechen.

    Es ist schön, dass du dir Gedanken machst und dein Partner dich anscheinend unterstützt. 👍

    Danke und dito 😊 Die Tulpen hatte ich die Tage mal fotografiert. a) Weil mich Brants Naturbilder so beeindruckt hatten 😎 Und b) Weil ich mich darin symbolisch wiederfand als Mutter mit Diagnosen (weiße Tulpe) unter mehren "normalen" Müttern (rote und pinkfarbene Tulpen).

    Also schon klar, reichlich plakativ und einfach gedacht (wer oder was ist schon genormt ausser Schrauben?^^) - aber wenn das so durch meinen Kopf huscht, hat das (nur für mich) auch eine Berechtigung.

    Achso, und Kinder habe ich drei. Will die aber garnicht mehr so genau im Internet beschreiben. Noch nicht mal den Grund dafür.

    Und jetzt male ich mir sogar ausnahmsweise mal wieder die Nägel an. Mit Klarlack, will es ja auch nicht mehr übertreiben 🤭 Im Suff dachte ich immer, ich muss mich aufbrezeln, damit ich gesehen werde. Heute leuchte ich mehr so von innen raus. Also nicht immer, aber immer öfter^^

    Das hast du so schön geschrieben. Und ja du leuchtest, das spüre ich sogar. Fühl dich mal lieb umarmt und ich finde dass du eine beeindruckende Frau bist. Lass es dir gut gehen 💐

    Wer nicht bereit ist sich zu öffnen ,sollte hier nicht hinkommen .

    Ich für meinen Teil bin zu allem bereit .

    Du hörst dich sehr positiv an und bereit neue Wege zu gehen und dich auf deine Therapie einzulassen.

    Wenn am Wochenende ruhiger ist, dann ist das eine gute Gelegenheit in dich rein zu hören, vielleicht meditieren und bewusst entspannen. Auch Achtsamkeit ist an einem ruhigen Wochenende möglich, genau den Moment mit allen Sinnen spüren.

    Wünsche dir jedenfalls viel Erfolg und dass du ganz viel für dich mitnimmst.


    Ich brauchte lange, bis ich mir diese Gelassenheit, manchmal auch Gleichgütigkeit aneignete. Je mehr ich mich vom "Allheilmittel" Alkohol gedanklich entfernte, desto stressfreier wurde ich. Zwar wurde ich nicht zufriedener, denn viele Probleme blieben ja, aber zunehmend zufrieden abstinent. Oft war auch Alkohol das Problem, doch nie eine Lösung.

    Paul dein kompletter Beitrag ist super geschrieben. Regt zum Nachdenken an.

    An dieser Gelassenheit arbeite ich auch. Gerade in Momenten wo Wut aufsteigt und ich früher was alkoholisches getrunken hätte, da besinne ich mich und versuche Gelassenheit oder wie du schreibst sogar Gleichgültigkeit zu erzielen.

    Manchmal denke ich, mein Schreiben hier könne den Eindruck erwecken, ich wolle mich hervortun.
    DAS will ich aber gar nicht, mich hervortun.
    Manchmal fühle ich mich deswegen im Nachhinein mit meinen Beiträgen gar nicht so wohl.

    Was du für Gedanken hast. Ich z.B. habe dich mit deinen Beiträgen noch nie so empfunden und der Gedanke fällt mir gar nicht ein. Aus deinen Beiträgen spricht Erfahrung und Klugheit.