Beiträge von Emily

    Mir fällt seit einer Weile auf, dass im Forum nur ziemlich wenig geschrieben wird. Klar ist ja auch Urlaubszeit.

    Es ist Sommer und es wird gegrillt. Grillen und Alkohol das ist eine Kombination die es in sich hat.

    Früher war ich da immer betrunken. Jetzt wird ohne Alkohol gegrillt. Das macht genauso viel Spaß. Wie ist das denn bei euch so?

    Ich habe Probleme nun was sinnvolles in mein Tagebuch zu schreiben. Es gibt nichts Neues. Alkohol ist einfach kein Thema mehr bei mir und mir fällt nichts ein, was ich dazu schreiben könnte. d.h. Ich denke nicht mehr an Alkohol und käme nicht auf die Idee welchen zu trinken. Alkohol ist für mich einfach nicht mehr da.

    Früher musste ich trinken, heute brauche ich nicht mehr zu trinken. Ich vermisse nichts.

    Ich bin froh, dass ich mich dazu entschieden hatte ein nüchternes Leben zu führen. Vorbei mit dem ganzen Stress den Alkohol so bei mir mit sich brachte. Ich habe ein großes Stück Freiheit gewonnen. Deshalb hat sich mein Weg absolut gelohnt. Mein Leben verläuft weiter mit allen Höhen und Tiefen, aber ich bin dabei nüchtern und ich erlebe mein Leben, statt es zu ertränken und zu benebeln.

    Ich finde diese Gedankenanstöße durchaus gerechtfertigt. Habe mir darüber auch schon Gedanken gemacht.

    Das ist eben das Rad der Zeit. Alles funktioniert über diese Helferlein, und wenn ich da nicht mitziehe und am Ball bleibe, komme ich irgendwann nicht mehr mit.

    Egal ob z.B. Job, Bankangelegenheiten, sogar Arztangelegenheiten setzen einfach voraus, dass man das kann und anwendet.
    Wer es nicht kann oder mitmacht, bleibt auf der Stecke oder braucht früher oder später Hilfe von anderen.

    Das ist einfach die moderne Welt und das aktuelle Geschehen. Ich bin berufstätig und wäre aufgeschmissen wenn ich das alles nicht könnte oder verweigern würde. Das wäre dann Stillstand und ich wäre hinterm Mond. Ich habe 2 Personen in der Familie die nicht mitgezogen sind. Die brauchen jetzt Hilfe und kommen nicht mehr mit. Sind fast irgendwie unselbstständig geworden. Sie kommen in normalen Alltagsdingen nicht mehr zurecht.

    Als das Licht erfunden wurde, hat auch niemand mehr im Dunkeln gesessen oder hatte Kerzen an.

    Oder als Autos erfunden wurden, ist auch niemand mehr mit dem Pferd durch die Gegend geritten.

    Ich habe trotzdem Augen für die Natur, Ruhe und Stille.

    Stilles Wasser das hat du sehr gut und einfühlsam beschrieben. Ich sehe auch die Hektik und höre den Lärm, aber ich genieße auch stille, ruhige Plätze wo ich ganz bei mir sein kann. Egal ob ein Spaziergang mit dem Hund über Wald und Wiesen, oder wenn ich an einem Flußufer sitze und dem wAsser zuschaue wie es vorbei fließt. Gerne sitze ich auch auf einem Steg am See.

    Ich suche so oft es geht stille Plätze und Umgebungen auf. Die Hektik und den Lärm der wElt kann ich nicht immer ertragen.

    Da habe ich mich umgesehen, habe mich auf den jeweiligen Moment fokussiert und mir gesagt, „Ich bin jetzt hier, dies ist ein Moment und ich habe mich dafür entschieden, hier zu sein.“ Klingt merkwürdig, wenn ich das so aufschreibe, aber es hat mir in den Momenten geholfen.

    So ähnlich war das bei mir heute Morgen, während Job.

    Mir schwirrte das alles die ganze Zeit im Kopf herum. Wild durcheinander und chaotisch.

    Dann habe ich mich fokussiert und gewusst, ich brauche eine Struktur, einen Plan, ein Konzept. Das werde ich alles schriftlich fixieren um auch ggf. Anpassungen vornehmen zu können. Auch meine Aufmerksam sowie meinen Instinkt

    werde ich verschärfen, genauer reinfühlen und hinschauen.

    Jedenfalls ist aus Niedergeschlagenheit, Resignation und Stress nun Zuversicht und innere Ruhe entstanden. Und ich glaube daran, dass ich das bewerkstelligen kann und mit der Situation gut umgehen werde.

    Ich mache mich ans Werk. Alles wird gut 😊

    Es gibt Umstände, die erfordern, dass ich ganzheitliche Veränderungen in mein Leben und Alltag einbringen muss.

    Diese nötigen Einschränkungen, Umstellungen, Verhaltensänderungen haben mich im ersten Moment überfordert, aber inzwischen breitet sich eine innere Ruhe und Zuversicht aus, dass diese Veränderungen letztlich positiv für mich sind.

    Es geht um langfristige und dauerhafte Maßnahmen in Bezug auf meine Gesundheit und Lebenseinstellung. Es ist von großer Wichtigkeit und Bedeutung, dass ich es schaffe diese Umstellungen langfristig in mein Leben zu integrieren.

    Ich muss mir das alles aufschreiben um den Überblick zu behalten.

    Denke meine Notizen werde ich für mich aufschreiben, sind zu persönlich und privat um sie hier in meinem Thread aufzuschreiben. Überlege ich mir noch.

    Jedenfalls fühlt sich seit heute mein neues, ganzheitliches und persönliches Projekt langsam gut für mich an. Die letzten Tage hatte ich eher Angst vor den ganzen Änderungen die vor mir liegen, seit ungefähr 1 Stunde bin ich jedoch optimistisch und zufrieden. Es wird mir gut tun und ich werde es hin bekommen.

    Ich werde lernen, Einschränkungen als neue Chance zu sehen.

    Werde alles gut planen und aufschreiben und Tag täglich konzentriert umsetzen.

    Alkohol spielt keine Rolle mehr in meinem Leben. Alkohol hat meiner Gesundheit geschadet. Jetzt hat Alkohol in meinem Leben nix mehr zu suchen.

    Und 100 Tage ohne

    Da gratuliere 🎊 ich herzlich.

    Nun bist du schon 2 Wochen die Schutzglocke der Therapie verlassen und bist zuhause.Anscheinend regelst du deine Angelegenheiten sehr gut. Mit klarem Kopf geht das natürlich auch besser.

    Das mit dem Job wird sich finden. Gute Leute werden immer gesucht. Ob du nun in der bisherigen Firma bleibst oder woanders hin wechselst wird sich zeigen.

    Bedenke, dass die Abstinenz unterschiedliche Phasen hat. Am Anfang erstmal entgiften, dann die Euphorie, auch rosa Wolke genannt. Dann kam bei mir auch eine Zeit der Lethargie und Traurigkeit, die gefühlt wie Stillstand war. Aber auch das gehört dazu. Die Entwicklung nimmt auch da ihren Lauf.

    Irgendwann aber fühlt es sich normal an nichts mehr zu trinken. Man ist mit sich im Reinen. Kein Hochgefühl, sondern diese zufriedene Normalität. Dein Leben wie es eben so ist, nur nüchtern und mit klarem Kopf.

    Die Gesundheit verbessert sich immer weiter und die Figur und Haut wird besser. Einfach ein Gefühl des Wohlbefindens.

    Wenn was ist, oder du wackelig wirst, dann rechtzeitig hier melden. Hier ist ja deine SHG und du kannst deine Sorgen, Gedanken und Gefühle hier lassen. Alles was dich beschäftigt und was so bei dir los ist im Leben.

    Ich freue mich für dich, dass du es geschafft hast aus dem Sumpf zu entkommen 💪👍

    Ich möchte mal wieder in meinem Tagebuch aufschreiben wie es mir nüchtern so geht und was mich bewegt. Es ist ein entspanntes Leben geworden. Fühle mich ausgeglichen.

    Keine Gedanken mehr an Besorgung von Alkohol oder die Entsorgung der leeren Flaschen. Keine Heimlichtuerei, kleine Lügen, keine Verharmlosung der Alkoholsucht. Keine wissentliche Schädigung meiner Gesundheit mehr, keine überflüssigen Kalorien mehr, keinen dicken Weinbauch, keine traurigen glanzlosen Augen, keine teigige Haut mehr, kein Gedächtnisverlust und keinen Kater mehr.

    So sah das mal bei mir aus. Aber das ist Vergangenheit.

    Jetzt in der Gegenwart bin ich ein anderer Mensch geworden. Frei und unabhängig. Der ganze oben genannte Ballast ist von mir gewichen. Ich habe mich sehr viel reflektiert, viel verändert und neu ausgerichtet. Dabei bin ich nachdenklicher geworden und liebe Stille um mich rum. Ich habe Spaß daran mich gut zu pflegen und mich hübsch zurechtzumachen. Ich bewältige meinen Alltag besser und leichter und fühle mich weniger gestresst.

    Ich weiß wo ich war und wo ich nicht mehr hin will. So gehe ich einfach immer weiter, immer Heute für Heute. Die Vergangenheit bleibt Erinnerung. Aber die Gegenwart ist hell und klar.

    dass ich seit neun Monaten ohne Alkohol lebe!

    Da gratuliere ich aber auch sehr gerne zu 9 nüchternen Monaten.

    Wirklich toll, dass sich deine Gesundheit so gut verbessert hat. Bei mir hat sich auch in der Hinsicht viel zum Guten gewandt.

    Freut mich jedenfalls sehr, dass es dir gut geht und du mit deiner Abstinenz so super zurechtkommst. 👍

    Dennoch trinke ich seit einiger Zeit gar nichts mehr.

    Das ist doch toll. Vielleicht spürst du den positiven Unterschied wenn du nichts getrunken hast. Hast ja den Vergleich. Nun magst du keinen Alkohol mehr. Dein Körper spricht seine eigene Sprache und will evtl. nicht mehr von dem Gift geschädigt werden. Ich kann für mich nur sagen, dass es mir ohne Alkohol wesentlich besser geht. Das Wohlbefinden ist um ein vielfaches besser.

    Wünsche dir einen schönen Urlaub und gute Erholung. Ich bin ebenfalls in Urlaub.

    Das legt doch den Verdacht nahe, dass das Falsche "bekämpf" wird = die Wirkung und nicht die Ursache.

    Wie erreichen wir es (besser) ausgeglichener zu sein, d.h. nicht dem Drang erliegen, uns betäuben zu wollen, denn Alkohol oder der Konsum einer sonstigen Droge , bedeutet ja nichts anderes ... wie Flucht aus der Realität, denn objektiv verändert sich ja absolut nichts, das Problem bleibt, wenn es denn überhaupt eines gibt.

    Das ist ein guter Gedankengang, mal eine andere Sichtweise und nicht von der Hand zu weisen.

    Mich hat auch gestern wieder eine gewisse Traurigkeit /ein Gefühlschaos erfasst .

    Nüchtern spürt und fühlt man eben alles unbenebelt. Völlig klar und deutlich. Von der rosa Wolke voller Euphorie, dann diese seltsame Traurigkeit. aBer es geht trotzdem immer weiter. Schritt für Schritt und Tag für Tag. Auch zuhause einfach immer Tag für Tag nüchtern bleiben. Hier viel lesen und schreiben. So bist du im Austausch und hast immer Leute in deiner SHG hier, die dich verstehen und auch alles erlebt haben.

    Versuche entspannt zu bleiben und dich auf zuhause zu freuen. Du bist nüchtern und das ist großartig, da kannst du stolz sein und hoffnungsvoll nach vorne schauen.

    Herzlichen Glückwunsch 🎊 auch von mir zu 11 nüchternen Jahren. Absolut klasse.

    Ich bin wirklich sehr, sehr glücklich diesen Weg zu gehen. Selbstreflektion finde ich dabei wichtig.

    Ich finde auch deine 150 Tage mega toll.

    Ich habe mich auch immer wieder reflektiert. Irgendwann war es dann soweit, es war kein Verzicht mehr, sondern ich tat etwas für mein nüchternes neues Leben. Einfach nix mehr trinken.
    Auch mein Denken ist nun anders, ich käme gar nicht mehr auf die Idee Alkohol trinken zu wollen.

    Es gab auch eine Zeit, die gefühlt Stillstand war, aber selbst da gab es die Entwicklung in die richtige Richtung.

    Im Forum viel zu lesen und zu schreiben war auch ein wichtiger Punkt für mich. Hier bekam ich den nötigen Austausch und Gedankenanregungen.

    Loner immer jeden Tag nüchtern bleiben, Schritt für Schritt gehen. Nimm dir Zeit alles aufzuarbeiten. Aus den Tagen wurden schon 150 Tage und es werden irgendwann 300 Tage. Immer mehr Wochen und Monate. Irgendwann 1 Jahr. Und dann immer weiter.

    Bist auch dem richtigen Weg. 💪🏻

    Ich musse erst meine Vergangenheit begreifen, wieso, weshalb, warum ... konnte es erst so weit kommen, um im Heute, Hier und Jetzt zu begreifen, was ich damals für einem Irrglauben (Schwachsinn) erlag.

    Bei mir gab es kein besonderes Wieso, weshalb, warum. Einfach abends zur Entspannung nach nem stressigen Tag. Das über Jahre hinweg und es wurde mehr und ich rutschte in die Sucht. So einfach war das. Aber ich habe alles aufgearbeitet und inzwischen damit abgeschlossen. Jetzt bin mit mir im Reinen.

    Weiter in zu graben und forschen wieso, weshalb, warum macht für mich keinen Sinn mehr. Ich kann nichts mehr daran ändern. Es tut jetzt nichts mehr zur Sache. Jetzt lebe ich nüchtern und das ist das einzige was zählt.

    Hätten alle in deinem Umfeld gekokst, gekifft, Lachgas oder Klebstoff geschüffelt und permanent vor Alkohol gewarnt, hättest du dann auch zu Flasche gegriffen?

    Ich verstehe die Frage nicht.

    Ich denke auch nicht mehr in der Vergangenheit, sondern bin im Jetzt und schaue nach vorne.

    Ich hatte getrunken, aber jetzt trinke ich nicht mehr. That‘s it.

    Ich kenne jetzt beide Seiten vom Alkohol. Ich weiß wie es ist mit und wie es ist ohne.

    Ich weiß nicht ob man besonders intelligent sein muss um den Unterschied zu begreifen und sich bewusst zu machen.

    Bei mir war das einfach da, ich habe es gewusst auf welcher Seite ich stehen wollte.

    Die nüchterne Seite, sie ist für mich die richtige Wahl. Und da werde ich auch bleiben 😊

    Die letzten Tage ist mir wieder bewusst geworden wie kostbar meine Abstinenz für mich ist. Ich bin sehr dankbar und froh, dass ich es geschafft habe nüchtern zu werden und auch zu bleiben.

    Manchmal ist es nötig dabei bei sich selbst zu bleiben. Mich nicht beirren lassen auf meinem Weg ohne Alkohol. Missgunst oder Neid können als Stolpersteine belasten. Da habe ich gelernt, dass es wichtig ist zum Schutz meiner eigenen Abstinenz, mich abzugrenzen. Wie Alkohol eigentlich nette Menschen zum negativen verändert. Dies zu erleben, hat mich weiter davon überzeugt, nie wieder Alkohol zu konsumieren.

    Ohne Alkohol zu leben macht mich deshalb zufrieden, weil ich mein Leben wach und klar meistern kann. Mit klarem Kopf treffe ich gute Entscheidungen. Mein Leben ist nicht besser oder schlechter geworden, der Unterschied ist einfach, dass ich es nüchtern lebe. Und das ist das Schöne daran und macht mich glücklich und dankbar.